Frage Dauerkatheder . . . transurethrale oder suprapubis
13 Jahre 4 Wochen her #16906 von Matti
Matti antwortete auf Dauerkatheder . . . transurethrale oder suprapubis
Hallo Günter,
du schreibst:
Wenn ich so etwas lese, werde ich immer mehr als skeptisch. Dies solltest du auch und dein Beitrag spiegelt dies ja auch wieder.
Pflegeerleichternde Massnahmen rechtfertigen die Anlage eines Dauerkatheters nur in ganz wenigen Ausnahmefällen, beispielsweise wenn es zum Ausziehen der saugenden Hilfsmittel kommt, oder der Wechsel des Hilfsmittels nur unter schwerster Anstrengung oder erheblichen Schmerzen des Gepflegten durchgeführt werden könnte.
So ein Katheter hat fast immer eine Keimbesiedelung der Blase zur Folge. Dies kann zur dauerhaften Einnahme von Antibiotika führen. Kontinenz kann zudem ausschließlich (und selbst dies nicht zu 100%) hergestellt werden, wenn der Katheter offen an einem Beutel getragen wird. Dies führt aber unweigerlich zum Schrumpfen der Blase, was dann wiederrum zu weiteren Problemen führen kann.
Auch ein angestrebtes Toilettentraining wird dadurch verhindert, wenn nicht zwischendurch geblockt wird. Dann würde es aber sehr wahrscheinlich wieder zur Inkontinenz kommen.
Wenn kein Restharn vorhanden ist, sollte als Alternative erst einmal das Kondomurinal ausprobiert werden. Dies hat quasi überhaupt keine "Nebenwirkungen".
Infos hier:
www.inkontinenz-selbsthilfe.com/inkontin...el/kondomurinal.html
Matti
du schreibst:
Nun drängt der Pflegedienst auf einen suprapubischen Katheder.
Wenn ich so etwas lese, werde ich immer mehr als skeptisch. Dies solltest du auch und dein Beitrag spiegelt dies ja auch wieder.
Pflegeerleichternde Massnahmen rechtfertigen die Anlage eines Dauerkatheters nur in ganz wenigen Ausnahmefällen, beispielsweise wenn es zum Ausziehen der saugenden Hilfsmittel kommt, oder der Wechsel des Hilfsmittels nur unter schwerster Anstrengung oder erheblichen Schmerzen des Gepflegten durchgeführt werden könnte.
So ein Katheter hat fast immer eine Keimbesiedelung der Blase zur Folge. Dies kann zur dauerhaften Einnahme von Antibiotika führen. Kontinenz kann zudem ausschließlich (und selbst dies nicht zu 100%) hergestellt werden, wenn der Katheter offen an einem Beutel getragen wird. Dies führt aber unweigerlich zum Schrumpfen der Blase, was dann wiederrum zu weiteren Problemen führen kann.
Auch ein angestrebtes Toilettentraining wird dadurch verhindert, wenn nicht zwischendurch geblockt wird. Dann würde es aber sehr wahrscheinlich wieder zur Inkontinenz kommen.
Wenn kein Restharn vorhanden ist, sollte als Alternative erst einmal das Kondomurinal ausprobiert werden. Dies hat quasi überhaupt keine "Nebenwirkungen".
Infos hier:
www.inkontinenz-selbsthilfe.com/inkontin...el/kondomurinal.html
Matti
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13 Jahre 3 Wochen her #16911 von Jens Schriever ✝
Jens Schriever ✝ antwortete auf Dauerkatheder . . . transurethrale oder suprapubis
Hallo Günter
Ein Dauerkatheter zur Pflegeerleichterung, grenzt in meinen Augen an einer Körperverletzung. Ein Dauerkatheter wird dann eingesetzt, wenn ein Selbstkathetern nicht möglich ist, wie z.b. Spastiken in Hand oder Arm oder wenn aus Medizinischen Gründen nicht selber kathetert werden darf. Jeder Dauerkatheter bringt eine Keimbesiedelung der Blase mit sich, und an der Einstichstelle ist immer ein offener Zugang zur Blase für jegliche Keime. Harnwegsinfektionen bleiben nicht aus. Ein Toilettentraining ist nur möglich, wenn der Katheter abgestöpselt bleibt. Ein abgestöpselter Katheter würde das Problem nicht lösen. Eine Dauerableitung würde das Problem zwar lösen, bringt aber weitere Probleme mit sich. Die Blase würde schrumpfen, und der Katheter würde unter Umständen an der Blasenwand scheuen, was mit Schmerzen verbunden ist. Auch kann ein ständig reizender Katheter Blasenkrebs verursachen. Die Lösung eures Problem ist bestimmt ein Kondomurinal.
Gruß Jens
Ein Dauerkatheter zur Pflegeerleichterung, grenzt in meinen Augen an einer Körperverletzung. Ein Dauerkatheter wird dann eingesetzt, wenn ein Selbstkathetern nicht möglich ist, wie z.b. Spastiken in Hand oder Arm oder wenn aus Medizinischen Gründen nicht selber kathetert werden darf. Jeder Dauerkatheter bringt eine Keimbesiedelung der Blase mit sich, und an der Einstichstelle ist immer ein offener Zugang zur Blase für jegliche Keime. Harnwegsinfektionen bleiben nicht aus. Ein Toilettentraining ist nur möglich, wenn der Katheter abgestöpselt bleibt. Ein abgestöpselter Katheter würde das Problem nicht lösen. Eine Dauerableitung würde das Problem zwar lösen, bringt aber weitere Probleme mit sich. Die Blase würde schrumpfen, und der Katheter würde unter Umständen an der Blasenwand scheuen, was mit Schmerzen verbunden ist. Auch kann ein ständig reizender Katheter Blasenkrebs verursachen. Die Lösung eures Problem ist bestimmt ein Kondomurinal.
Gruß Jens
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13 Jahre 3 Wochen her #16913 von magic
magic antwortete auf Dauerkatheder . . . transurethrale oder suprapubis
Hallo Matti und Jens!
Vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten.
Von Keimbesiedelung durch einen solchen Katheder habe ich auch schon gehört. Und wenn ich dann noch von Schrumpfen der Blase, usw. lese, dann sehe ich einen solchen Dauerkatheder zunehmend kritischer.
Mein Vater spürt ja auch manchmal den Harndrang und meldet sich. Wenn sich dann jemand in der Nähe befindet und ihm zur und dann auf der Toilette hilft, ist auch alles in Ordnung. Am Wochenende, wenn ich zuhause bin, klappt das mitunter ganz gut. Leider halt nicht unter der Woche tagsüber, wenn die Eltern die meiste Zeit auf sich alleine gestellt sind.
Das mit den Kondom-Urinalen ist ein guter Hinweis. Ich hatte in meinem ersten Beitrag leider vergessen, zu erwähnen: Habe von den Firmen Hollister und Braun Muster angefordert. Bin mal gespannt, ob wir damit bei unserem Vater mehr Erfolg haben.
Ich werde auf jeden Fall berichten, wenn ich die Kondom-Urinale ausprobiert habe.
Gruß Günter
Vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten.
Von Keimbesiedelung durch einen solchen Katheder habe ich auch schon gehört. Und wenn ich dann noch von Schrumpfen der Blase, usw. lese, dann sehe ich einen solchen Dauerkatheder zunehmend kritischer.
Mein Vater spürt ja auch manchmal den Harndrang und meldet sich. Wenn sich dann jemand in der Nähe befindet und ihm zur und dann auf der Toilette hilft, ist auch alles in Ordnung. Am Wochenende, wenn ich zuhause bin, klappt das mitunter ganz gut. Leider halt nicht unter der Woche tagsüber, wenn die Eltern die meiste Zeit auf sich alleine gestellt sind.
Das mit den Kondom-Urinalen ist ein guter Hinweis. Ich hatte in meinem ersten Beitrag leider vergessen, zu erwähnen: Habe von den Firmen Hollister und Braun Muster angefordert. Bin mal gespannt, ob wir damit bei unserem Vater mehr Erfolg haben.
Ich werde auf jeden Fall berichten, wenn ich die Kondom-Urinale ausprobiert habe.
Gruß Günter
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13 Jahre 3 Wochen her #16917 von Jens Schriever ✝
Jens Schriever ✝ antwortete auf Dauerkatheder . . . transurethrale oder suprapubis
Hallo Günter
Ich hoffe, es klappt mit dem Kondomurinal. Bin gespannt auf deine Rückmeldung.
Gruß Jens
Ich hoffe, es klappt mit dem Kondomurinal. Bin gespannt auf deine Rückmeldung.
Gruß Jens
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13 Jahre 3 Wochen her #16919 von herm50
herm50 antwortete auf Dauerkatheder . . . transurethrale oder suprapubis
Hallo, Jens, schreibst du aus Erfahrung? (Auszug von deinem Bericht: Jeder Dauerkatheter bringt eine Keimbesiedelung der Blase mit sich, und an der Einstichstelle ist immer ein offener Zugang zur Blase für jegliche Keime.) Die Einstichstelle verschließt sich sofort nach dem Wechsel. Ich selber habe seit 14 Jahren einen Bauchdeckenkatheter und hatte noch nie eine große Entzündung noch eine Schrumpfblase. Alle 6 Monate wird ein Ultraschall gemacht und alles ist ok.
Natürlich muß man sich pflegen (Schamhaare entfernen), den Verband regelmäßig wechseln und den Katheter spülen aber sonst ist es für mich eine große Erleichterung gegenüber dem Urinal das ich 25 Jahre getragen habe und ich in der Zeit viele Entzündungen hatte und mich nie wohl gefühlt habe. Und ich kenne viele die einen Dauerkatheter haben und nie mehr auf das Urinal umsteigen würden, aus hygienischen gründen.
Gruß
Natürlich muß man sich pflegen (Schamhaare entfernen), den Verband regelmäßig wechseln und den Katheter spülen aber sonst ist es für mich eine große Erleichterung gegenüber dem Urinal das ich 25 Jahre getragen habe und ich in der Zeit viele Entzündungen hatte und mich nie wohl gefühlt habe. Und ich kenne viele die einen Dauerkatheter haben und nie mehr auf das Urinal umsteigen würden, aus hygienischen gründen.
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13 Jahre 3 Wochen her #16925 von Jens Schriever ✝
Jens Schriever ✝ antwortete auf Dauerkatheder . . . transurethrale oder suprapubis
Hallo Herm50
Ich trage seit mehreren Jahren einen Bauchdeckenkatheter. Fakt ist das jeder DK eine Keimbesiedelung mit sich bringt, was nicht immer ein HWI ( Harnwegsinfektion ) auslöst.
Fakt ist auch, das die Blase ein Muskel ist, der sich wie jeder andere Muskel auch, der stillgelegt ist sich zurück bildet. Die Blase verliert seine Speicherfunktion und du läufst dann schon nach kleinsten Mengen aus. Obwohl ich meinen DK pflege, täglich Verbandwechsel, Einstichstelle reinige und desinfiziere, habe ich immer wieder einen HWI. HWI bei einen DK ist nicht ungewöhnlich, wundere mich das du noch keinen hattest. Ich hatte meinen DK knapp 2 Jahre offen getragen, und war damit sehr zufrieden, kein auslaufen mehr, kein lästigen Harndrang mehr, und auch kein ständiges suchen nach einer Toilette mehr, nur ein kurzen Griff am Oberschenkel zum kontrollieren des Füllstandes des Beutels. Meine Blase hat sich in der Zeit so zurückgebildet, dass der Katheter nur noch schmerzte. Ich habe den Katheter dann abgestöpselt, und lief aus wie ein Schwamm. Nur sehr langsam und mit einer hohen Dosis an Medikamente, hat meine Blase wieder seine Speicherfunktion zurück. Mein DK ist abgestöpselt, und ich öffne ihn jetzt nur zum Urinieren. Solange wie der Katheter in der Blase ist, ist auch ein direkter Zugang für Keime und Bakterien entlang am Katheter. Wenn er gezogen ist, ist das loch schnell wieder zu.
Was für Entzündungen hattest du mit dem Kondomurinal und weshalb?
Warum trägst du einen DK?
Ich trage meinen DK, weil ich zuviel Restharn habe, und nicht mehr selber Kathetern soll wegen Vernarbungen der Harnröhre. Habe lange davor den Selbstkatheterriesmuss ausgeführt.
So wie ich das raus lese, trägst du deinen Katheter ja offen, und hast noch nie Probleme gehabt?
Gruß Jens
Ich trage seit mehreren Jahren einen Bauchdeckenkatheter. Fakt ist das jeder DK eine Keimbesiedelung mit sich bringt, was nicht immer ein HWI ( Harnwegsinfektion ) auslöst.
Fakt ist auch, das die Blase ein Muskel ist, der sich wie jeder andere Muskel auch, der stillgelegt ist sich zurück bildet. Die Blase verliert seine Speicherfunktion und du läufst dann schon nach kleinsten Mengen aus. Obwohl ich meinen DK pflege, täglich Verbandwechsel, Einstichstelle reinige und desinfiziere, habe ich immer wieder einen HWI. HWI bei einen DK ist nicht ungewöhnlich, wundere mich das du noch keinen hattest. Ich hatte meinen DK knapp 2 Jahre offen getragen, und war damit sehr zufrieden, kein auslaufen mehr, kein lästigen Harndrang mehr, und auch kein ständiges suchen nach einer Toilette mehr, nur ein kurzen Griff am Oberschenkel zum kontrollieren des Füllstandes des Beutels. Meine Blase hat sich in der Zeit so zurückgebildet, dass der Katheter nur noch schmerzte. Ich habe den Katheter dann abgestöpselt, und lief aus wie ein Schwamm. Nur sehr langsam und mit einer hohen Dosis an Medikamente, hat meine Blase wieder seine Speicherfunktion zurück. Mein DK ist abgestöpselt, und ich öffne ihn jetzt nur zum Urinieren. Solange wie der Katheter in der Blase ist, ist auch ein direkter Zugang für Keime und Bakterien entlang am Katheter. Wenn er gezogen ist, ist das loch schnell wieder zu.
Was für Entzündungen hattest du mit dem Kondomurinal und weshalb?
Warum trägst du einen DK?
Ich trage meinen DK, weil ich zuviel Restharn habe, und nicht mehr selber Kathetern soll wegen Vernarbungen der Harnröhre. Habe lange davor den Selbstkatheterriesmuss ausgeführt.
So wie ich das raus lese, trägst du deinen Katheter ja offen, und hast noch nie Probleme gehabt?
Gruß Jens
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13 Jahre 3 Wochen her #16927 von herm50
herm50 antwortete auf Dauerkatheder . . . transurethrale oder suprapubis
Hallo, Jens,
das Urinal trug ich wegen einer Blasenlähmung nach einem Unfall. Und ich bekam nach Jahren am ganzen Körper starke Schwellungen und keiner wußte woher diese kamen? Als ich dann die Schwellungen auch an der Zunge bekam und ich 7mal mit dem Krankenwagen in die Klinik mußte und man nichts fand ( das ging ca. 1 Jahr mit viel Kortison), kam mein Hausarzt auf die Idee, mich einem Spezialisten (Hautarzt) vorzustellen, der mich in seiner Klinik aufnahm. Nach ca. 6 Wochen kam er zur Diagnose ich müßte in die Urologie das Ganze hat nichts mit der Haut zu tun. Nach weiteren 3 Wochen Untersuchungen und einer Blasenspiegelung wurde festgestellt, dass zuviel Restharn in der Blase bleibt und durch das Urinal Bakterien in die Blase gelangen die die Schwellungen auslösten. Dann kam die Schockdiagnose: 14 Tage nach Hause, dann Termin ausmachen zur Blasenentfernung.
Danach ging ich zu meinem Urologen, der schüttelte mit dem Kopf und gab mir eine Einweisung in eine andere Urologie. Die machten verschiedene Untersuchungen und sagten mir: die Blasenentfernung wären eine Verstümmelung am Menschen, ich sollte das ja nicht machen lassen. Dann kam der Vorschlag mit dem Bauchdeckenkatheter, den ich annahm. Übrigens der ist abgestöbselt und wird nur zum Urin ablassen auf gemacht.
Eine Kurzversion von meinem Verlauf. Gruß
das Urinal trug ich wegen einer Blasenlähmung nach einem Unfall. Und ich bekam nach Jahren am ganzen Körper starke Schwellungen und keiner wußte woher diese kamen? Als ich dann die Schwellungen auch an der Zunge bekam und ich 7mal mit dem Krankenwagen in die Klinik mußte und man nichts fand ( das ging ca. 1 Jahr mit viel Kortison), kam mein Hausarzt auf die Idee, mich einem Spezialisten (Hautarzt) vorzustellen, der mich in seiner Klinik aufnahm. Nach ca. 6 Wochen kam er zur Diagnose ich müßte in die Urologie das Ganze hat nichts mit der Haut zu tun. Nach weiteren 3 Wochen Untersuchungen und einer Blasenspiegelung wurde festgestellt, dass zuviel Restharn in der Blase bleibt und durch das Urinal Bakterien in die Blase gelangen die die Schwellungen auslösten. Dann kam die Schockdiagnose: 14 Tage nach Hause, dann Termin ausmachen zur Blasenentfernung.
Danach ging ich zu meinem Urologen, der schüttelte mit dem Kopf und gab mir eine Einweisung in eine andere Urologie. Die machten verschiedene Untersuchungen und sagten mir: die Blasenentfernung wären eine Verstümmelung am Menschen, ich sollte das ja nicht machen lassen. Dann kam der Vorschlag mit dem Bauchdeckenkatheter, den ich annahm. Übrigens der ist abgestöbselt und wird nur zum Urin ablassen auf gemacht.
Eine Kurzversion von meinem Verlauf. Gruß
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13 Jahre 3 Wochen her - 13 Jahre 3 Wochen her #16928 von alivenkickn
alivenkickn antwortete auf Dauerkatheder . . . transurethrale oder suprapubis
Hallo Günter
Auch von mir ein Willkommen
Bzgl des Katheder kann ich mich der Meinung von Jens und Matti nur anschließen. Was die Meinung des Pflegedienstes betrifft, nun die haben irgendwie den Sinn ihrer Arbeit nicht richtig verstanden.
Ein Mensch mit Inkontinenz bedarf einer aufwendigen Pflege. Zum einen ist Inkontinenz idr mit viel Scham verbunden. Es braucht Zeit bis man - der Mensch damit klar kommt - wenn überhaupt.
Bei meiner Mutter war es anfangs nicht anders. Ein häufiger Kleider, Bettwäsche und vor allen Dingen Wechsel von Inkontinenzmaterial ist notwendig und daher recht aufwendig. Es ist in der Tat ein Full Time Job. Wenn Dein Bruder mit seiner Frau dem nachkommen können, umso besser.
Aus eigener Erfahrung mit meiner Mutter weiß ich wie arbeitsintensiv es ist. Mittlerweile lebt meine Mutter in einem Altenpflegeheim und ich habe das Team jetzt soweit auf "Vordermann" gebracht das sie mehrmals täglich nach ihr schauen und ihr beim Wechsel der Windelhosen beilflich sind.
Bzgl der kathederisierung - ein Arzt hatte dies auch bei ihr angeraten. Nach eingehender Information hier im Forum habe ich mich dagegen entschieden - eben wegen der Infektionsgefahr. In der Zwischenzeit war ein Urologe bei ihr - auch er hat von einer Kathederisierung abgeraten. Er hat ihr ein blasendämpfendes Medikament ohne große Nebenwirlungen verordnet. Mal schauen wie es sich entwickelt. Nachts haben wir i.e. eine Inkontonenzhosenwindel mit Klettverschluß mit einer hohen Suagkraft als eine gute Lösung gefunden. Tagsüber trägt sie die Hosen mit der sie seit Jahren klarkommt. Da muß halt mehrmals nachgeschaut werden. Sowas gehört eben zur Arbeit. Ob Pflegepersonal in einem Heim oder auch zu Hause. Es muß einfach dafür gesorgt werden.
Du schreibst das Dein Vater leicht dement ist. Gibt es eine Vorsorgevollmacht deiner Eltern? Wie fit ist Deine Mutter? Kannst Du mit ihr und Deinem Bruder darüber reden?
Die Möglichkeit das ein Zeitpunkt kommen kann wo Du oder dein Bruder für Deine Eltern Entscheidungen treffen müssen ist ja nicht von der Hand zu weisen. Da ist eine Vorsorgevollmacht sehr hilfreich. Das oder eine Betreuung von einem Betreuungsgericht machen viele Entscheidungen "einfacher".
Gruß alivenkickn
Auch von mir ein Willkommen
Bzgl des Katheder kann ich mich der Meinung von Jens und Matti nur anschließen. Was die Meinung des Pflegedienstes betrifft, nun die haben irgendwie den Sinn ihrer Arbeit nicht richtig verstanden.
Ein Mensch mit Inkontinenz bedarf einer aufwendigen Pflege. Zum einen ist Inkontinenz idr mit viel Scham verbunden. Es braucht Zeit bis man - der Mensch damit klar kommt - wenn überhaupt.
Bei meiner Mutter war es anfangs nicht anders. Ein häufiger Kleider, Bettwäsche und vor allen Dingen Wechsel von Inkontinenzmaterial ist notwendig und daher recht aufwendig. Es ist in der Tat ein Full Time Job. Wenn Dein Bruder mit seiner Frau dem nachkommen können, umso besser.
Aus eigener Erfahrung mit meiner Mutter weiß ich wie arbeitsintensiv es ist. Mittlerweile lebt meine Mutter in einem Altenpflegeheim und ich habe das Team jetzt soweit auf "Vordermann" gebracht das sie mehrmals täglich nach ihr schauen und ihr beim Wechsel der Windelhosen beilflich sind.
Bzgl der kathederisierung - ein Arzt hatte dies auch bei ihr angeraten. Nach eingehender Information hier im Forum habe ich mich dagegen entschieden - eben wegen der Infektionsgefahr. In der Zwischenzeit war ein Urologe bei ihr - auch er hat von einer Kathederisierung abgeraten. Er hat ihr ein blasendämpfendes Medikament ohne große Nebenwirlungen verordnet. Mal schauen wie es sich entwickelt. Nachts haben wir i.e. eine Inkontonenzhosenwindel mit Klettverschluß mit einer hohen Suagkraft als eine gute Lösung gefunden. Tagsüber trägt sie die Hosen mit der sie seit Jahren klarkommt. Da muß halt mehrmals nachgeschaut werden. Sowas gehört eben zur Arbeit. Ob Pflegepersonal in einem Heim oder auch zu Hause. Es muß einfach dafür gesorgt werden.
Du schreibst das Dein Vater leicht dement ist. Gibt es eine Vorsorgevollmacht deiner Eltern? Wie fit ist Deine Mutter? Kannst Du mit ihr und Deinem Bruder darüber reden?
Die Möglichkeit das ein Zeitpunkt kommen kann wo Du oder dein Bruder für Deine Eltern Entscheidungen treffen müssen ist ja nicht von der Hand zu weisen. Da ist eine Vorsorgevollmacht sehr hilfreich. Das oder eine Betreuung von einem Betreuungsgericht machen viele Entscheidungen "einfacher".
Gruß alivenkickn
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Jens Schriever ✝ antwortete auf Dauerkatheder . . . transurethrale oder suprapubis
Hallo alivenkickn
Ein sehr guter Beitrag, auch dass denken an die Vorsorgevollmacht ist wichtig.
@ herm 50
Hast du nicht erst den ISK (intermittierenden- Selbstkatheterismus ) probiert?
Weißt du was intermittierenden Selbstkatheterismus ist? wenn nein schau Hier: www.inkontinenz-selbsthilfe.com/inkontin...theterismus-isk.html
Gruß Jens
Ein sehr guter Beitrag, auch dass denken an die Vorsorgevollmacht ist wichtig.
@ herm 50
Hast du nicht erst den ISK (intermittierenden- Selbstkatheterismus ) probiert?
Weißt du was intermittierenden Selbstkatheterismus ist? wenn nein schau Hier: www.inkontinenz-selbsthilfe.com/inkontin...theterismus-isk.html
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13 Jahre 3 Wochen her #16933 von Horsty
Horsty antwortete auf Dauerkatheder . . . transurethrale oder suprapubis
Hallo Herm50,
es zeigt sich immer wieder, dass sich auch Mediziner irren können und dadurch gravierende nicht mehr gut zu machende bleibende Schäden auftreten. Also immer eine zweite oder im Zweifel auch mehrere Meinungen einholen.
Deine Aussage vom 13.Mai:
„Nach weiteren 3 Wochen Untersuchungen und einer Blasenspiegelung wurde festgestellt, dass zu viel Restharn in der Blase bleibt und durch das Urinal Bakterien in die Blase gelangen die die Schwellungen auslösten.“
bestätigt meine Vermutung, dass durch die gelähmte Blase kein Gegendruck aufgebaut werden konnte, um das entstehende Vakuum zu überwinden und dadurch zu viel Restharn in der Blase blieb.
Es ist also notwendig beim geschlossenen System des Kondom-Urinals immer ein gut funktionierendes Belüftungsventil einzusetzen, auch bei intakter Blase.
Die Versuche mit einem verlässlichen Ventil sind vorbereitet, leider ist mit einer Verzögerung zu rechnen, weil erst die bei der Rasur entstandene „Schmisse“ abheilen muss.
Hat jemand einen guten Tipp zur verletzungsfreien Rasur im Intimbereich?
LG Horsty
es zeigt sich immer wieder, dass sich auch Mediziner irren können und dadurch gravierende nicht mehr gut zu machende bleibende Schäden auftreten. Also immer eine zweite oder im Zweifel auch mehrere Meinungen einholen.
Deine Aussage vom 13.Mai:
„Nach weiteren 3 Wochen Untersuchungen und einer Blasenspiegelung wurde festgestellt, dass zu viel Restharn in der Blase bleibt und durch das Urinal Bakterien in die Blase gelangen die die Schwellungen auslösten.“
bestätigt meine Vermutung, dass durch die gelähmte Blase kein Gegendruck aufgebaut werden konnte, um das entstehende Vakuum zu überwinden und dadurch zu viel Restharn in der Blase blieb.
Es ist also notwendig beim geschlossenen System des Kondom-Urinals immer ein gut funktionierendes Belüftungsventil einzusetzen, auch bei intakter Blase.
Die Versuche mit einem verlässlichen Ventil sind vorbereitet, leider ist mit einer Verzögerung zu rechnen, weil erst die bei der Rasur entstandene „Schmisse“ abheilen muss.
Hat jemand einen guten Tipp zur verletzungsfreien Rasur im Intimbereich?
LG Horsty
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