HilfsmittelversorgungDer Einsatz medizinischer Hilfsmittel nimmt im Rahmen der (Selbst-) Pflege inkontinenter Menschen eine zentrale Position ein, sollte jedoch therapeutische Interventionen niemals ersetzen. Inkontinenzhilfsmittel werden angewandt, um eine begonnene Therapie zu unterstützen oder beim Fortbestehen der Inkontinenz nach Ausschöpfung der möglichen therapeutischen Maßnahmen.
Die Anforderungen an eine optimale Inkontinenz-Versorgung sind: - Sicherheit – Die Hilfsmittel müssen den Harn/Stuhl zuverlässig aufnehmen und auslaufsicher sein.
- Unauffälligkeit – Inkontinenzhilfsmittel dürfen für Außenstehende nicht sichtbar oder hörbar sein (knisternde Windelversorgungen!).
- Vermeidung von Folgeerkrankungen – Hochwertige Inkontinenzhilfsmittel nehmen den Harn schnell auf und halten ihn von der Haut fern. Dadurch wird das Risiko von Hautreizungen, Rötungen und Infektionen verringert.
- Tragekomfort – Inkontinenzhilfsmittel müssen bequem zu tragen sein und dürfen die Bewegungsfreiheit des Betroffenen nicht einschränken.
- Verhinderung von Folgeerkrankungen (z.B. Hautschäden, Nierenschäden)
- Umweltverträglichkeit – Inkontinenzprodukte sollten sich umweltfreundlich herstellen und entsorgen lassen.
Leitfaden zur Auswahl der geeigneten VersorgungsartGenerell unterteilt man Inkontinenzversorgungen in: - aufsaugende Materialien
- ableitende Systeme
- instrumentelle Harnableitungen
Es empfiehlt sich, die Entscheidung für das individuell richtige Hilfsmittel anhand folgender Punkte zu treffen: - Das gewählte Hilfsmittel sollte der Form und dem Grad der Inkontinenz angepaßt sein.
- Das Hilfsmittel sollte die Therapie unterstützen.
- Das Hilfsmittel sollte es dem Betroffenen ermöglichen, sich selbst zu versorgen.
- Das Hilfsmittel sollte Folgeerkrankungen minimieren
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