Behandlung Bei der Behandlung der Blasenentzündung haben sich folgende Maßnahmen etabliert: - Vermeidung koffeinhaltiger Medikamente (mitunter Schmerzmittel)
- Vermeidung koffeinhaltiger Lebensmittel (Kaffee, Cola, Tee, Schokolade), Alkohol und stark gewürzte Speisen
- Reichliches Trinken (mindestens 2 Liter/Tag) von Wasser und/oder Blasen- und Nierentee
Zur Behandlung von Blasenentzündungen sollten Sie soviel Flüssigkeit wie möglich zu sich nehmen. Harntreibende und entzündungshemmende Kräutertees sind dazu am besten geeignet. - Entleeren der Blase bei Harndrang (auch nach erfolgtem Geschlechtsverkehr)
- warme Kleidung bzw. lokales Wärmen des Bauchbereichs
- Reinigung des Intimbereichs vom Genital in Richtung After
- gesunde, ausgewogene und vitaminreiche Ernährung zur Stärkung des Immunsystems
Diese Maßnahmen ersetzen allerdings keinen Falls eine ärztlich verordnete und kontrollierte Behandlung. Bei starken Beschwerden muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden! Bei einer evtl. notwendigen medikamentösen Behandlung können Antibiotika eingesetzt werde. Die Wahl der Antibiotika richtet sich zum einem danach, ob es sich um eine Erstinfektion oder wiederkehrende Infektion handelt, und zum anderen nach dem Erregerspektrum und ob eine Allergie gegen das Medikament vorliegt. Unterstützend können in schwerwiegenden Fällen, nach Absprache mit einem Arzt, krampflösende Schmerzmittel verabreicht werden. Der Einsatz dieser Medikamente richtet sich ebenfalls nach der Verträglichkeit. Unterstützend können pflanzliche Mittel verwendet werden. In Frage kommen spezielle Blasen- und Nierentees. Oft werden auch Bärentraubenblätterpräparate empfohlen (Tee, Extrakt, Kapseln), da Bärentraubenblätter die Harnwege desinfizieren können. Diese sollten jedoch nicht öfter als ein "paar Mal" im Jahr angewendet werden, da der Wirkstoff (Arbutin bzw. Hydrochinon) potentiell krebserregend und leberschädigend ist. Als wohltuend wird von vielen auch Wärme empfunden, und eventuell sollte sogar Bettruhe eingehalten werden. Die Wärme und ggf. Bettruhe ist insbesondere gegen die durch starken Harndrang und Unterleibskrämpfe hervorgerufene innere Unruhe hilfreich. Auch ein Sitzbad mit bestimmten Pflanzenextrakten kann lindernd wirken. In hartnäckigen oder komplizierteren Fällen (öfter als dreimal jährlich) sollte ein Urologe zu Rate gezogen werden, um andere organische Ursachen ausschließen zu können. Es gibt auch eine Immunisierungstherapie, die insbesondere für Frauen hilfreich sein kann, die sehr häufig unter Blasenentzündung leiden. Vor allem bei häufig wiederkehrender (rezidivierender) Zystitis ist es wichtig, den Partner auch untersuchen und gegebenenfalls behandeln zu lassen, da dieser auch dann Keimträger sein kann, wenn er selbst symptomfrei ist. |