- Kontakt der Haut mit Harn und Stuhl, (Schädigung durch Ammoniak),
- feuchtwarmes Milieu,
- erhöhte Keimbesiedlung,
- zu häufiges Waschen,
- unzureichende oder unsachgemäße Pflege der Haut
- lange Tragezeiten
Es ist wichtig, den Säure- und Fettschutzmantel der Haut zu erhalten, um eine Keimbesiedlung oder Austrocknung zu vermeiden. Trockene Haut ist rissig und spröde und bietet ideale Bedingungen für das Entstehen von Hautkomplikationen. Es gilt deshalb in erster Linie, die Ursachen zu beseitigen – z.B. indem man Vorlagen oder Windeln wählt, die einen sicheren Rücknässeschutz gewährleisten. Um den Säure- und Fettschutzmantel der Haut nicht zu zerstören, sollten beim Waschen des inkontinenten Menschen oder der Selbstpflege folgende Punkte beachtet werden: - möglichst nur Wasser benutzen,
- pH-hautneutrale Waschlotion verwenden,
- keine Seifen (hoher pH-Wert),
- keine parfümierten oder deodorierende Waschsubstanzen,
- Dosierung der Waschlotion beachten,
- Klarwäsche immer vornehmen,
- Essigwaschungen von Zeit zu Zeit.
Als Pflegepräparate eignen sich vor allem W/O-Präparate (Wasser in Öl). Zu vermeiden sind O/W-Lotionen (Öl in Wasser), da diese eher austrocknend wirken.
Nicht empfehlenswert sind auch alle Präparate, die eine Abdeckung der Haut bewirken, denn diese führt zum Wärmestau und zu einer höheren Verdunstung, was wiederum die Austrocknung der Haut zur Folge hat. Zu den abdeckenden Substanzen gehören alle Präparate auf Mineralöl-, Zinkbasis sowie reine Ölpräparate (Baby-Schutz-Creme, Dekubitusprophylaktika, Vaseline, Melkfett usw.). Betroffene sollten, vor allem wenn sie aufsaugende Hilfsmittel verwenden, auf langes Baden, Sitzbäder und die Einreibung mit Franzbranntwein verzichten. |