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Parkinson

Parkinson (Morbus Parkinson, Schüttellähmung) ist eine neurologische Erkrankung des Gehirns. Namensgeber dieser Krankheit ist der englische Arzt Dr. James Parkinson, der die Symptome 1817 erstmals beschrieb.

Die idiopathische Form (d.h. ohne bekannte Ursache), auch als Parkinsonsche Krankheit oder Morbus Parkinson bezeichnet, zählt zu den weltweit häufigsten neurologischen Erkrankungen. Sie trifft etwa 1% bis 5% der Personen in der zweiten Lebenshälfte. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. In Deutschland sind etwa 0,1% bis 0,3% der Bevölkerung erkrankt.

Die Parkinson-Krankheit beginnt hauptsächlich zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr und verläuft meist langsam fortschreitend. Früherkrankungen sind auch schon vor dem 40. Lebensjahr möglich. Parkinson ist einer Erkrankung, die fast unmerklich beginnt und langsam fortschreitet.

Ursache: Mangel an Dopamin und anderen Neurotransmittern

Morbus Parkinson ist eine degenerative Erkrankung des Extrapyramidal-motorischen Systems (EPS). Diese Anhäufungen von Nervenzellen steuern die automatischen Bewegungen - Gehen, Laufen, Springen, Schwimmen - und die aufrechte Körperhaltung. Parkinson-Erkrankte sind von einem Dopamin-Mangel betroffen. Durch den Mangel an Dopamin kommt es zu einem relativen Acetylcholinüberschuss (ein Botenstoff, (Neurotransmitter), der die Erregungsübertragung zwischen Nerv und Muskel steuert). Zudem zeigt sich in einigen Regionen des Hirnstammes ein Serotonin- und Noradrenalinmangel. Die genannten Stoffe dienen als Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter, um Impulse zwischen den Nerven weiterzuleiten. Sind diese Neurotransmitter nicht ausreichend vorhanden, kommt es zu massiven Einschränkungen im Bereich der Motorik sowie im psychischen, sensorischen und vegetativen Bereich.

Typische Symptome dieser Erkrankung sind :
parkinson

  • Unwillkürlicher Ruhetremor (Zittern der Extremitäten im Ruhezustand)
  • Nachlassen der Muskelkraft
  • Nach vornüber gebeugter Rumpf
  • Propulsion (Gehstörung mit der Tendenz, nach vorne zu fallen)

Es kommt zu keiner Störung des Bewusstseins und der Intelligenz.

Die Bewegungen des Erkrankten sind gebunden, die Haltung nach vorn- übergebeugt, der Gang kleinschrittig, die Wende mit Zwischenschritten und der Stand oft unsicher, einhergehend mit erhöhter Fallneigung. Neben Hypomimie (herabgesetzte mimische Bewegungen) fällt auch oft eine leise, wenig modulierte Sprache auf.

Die Leitsymptome müssen nicht alle gleichzeitig auftreten. Bereits das Aufteten eines Symtomes sollte als Alarmzeichen ernst genommen werden.

Es zeigen sich häufig niedergedrückte Stimmung, Angst und Unlust, Schlafstörungen, Störungen im Temperaturempfinden, Schweißausbrüche, vermehrte Talgproduktion mit Bildung eines Hyperseborrhö (salbenartigen Gesichtsausdruck), Hypersalivation (vermehrter Speichelfluss), Mikrographie (sehr kleines Schriftbild), Amimie (Maskengesicht) und Bradyphrenie (geistige Verlangsamung). Den motorischen Symptomen geht bei ca. 40% der Patienten eine Depression voraus.

Der früher gebräuchliche Begriff Schüttellähmung für die Parkinson Krankheit resultierte aus dem sichtbaren Erscheinungsbilder vieler Betroffener, ist aber irreführend, da es durch die Erkrankung zwar zu einer Bewegungsarmut kommt, dies aber keine echte Lähmung ist.

Behandlung und Therapie

Eine Behandlung der Krankheitsursache gibt es derzeit nicht. Man kann jedoch die Symptome der Parkinson-Krankheit abschwächen und ihren Verlauf verzögern.

In der Therapie der Parkinson-Krankheit werden Medikamente eingesetzt, die den Mangel an Dopamin ausgleichen.

Tiefenhirnstimulation

Seit Jahren werden auch chirurgische Behandlungsmöglichkeiten eingesetzt. Eine sehr erfolgreiche Methode ist die Tiefenhirnstimulation, bei der dem Patienten ein "Hirnschrittmacher" eingesetzt wird. Er sendet über dünne Drähte elektrische Impulse in die Hirnregionen Nucleus subthalamicus und Globus pallidus, die überaktive Fehlimpulse unterdrücken. Dieses Verfahren kommt als eine späte Therapiemöglichkeit bei schweren Dyskinesien und schweren tremorbetonten Parkinson-Syndromen in Frage, wenn die medikamentöse Therapie ihre Grenzen erreicht hat. Diese Operation dauert rund 6 - 10 Stunden, wobei der Patient nur eine lokale Betäubung bekommt, um den perfekten Sitz des Stimulators zu ermitteln. Während dieser Op sind auch Physiotherapeuten anwesend, welche die Extremitäten des Patienten immer wieder durchbewegen, da dieser während der Op absolut stillliegen muss.

Bewegung, Krankengymnastik, Ergotherapie, Logopädie

Neben der Medikamention spielen Krankengymnastik und ausreichende Bewegung eine entscheidende Rolle für den Erhalt der persönlichen Mobilität. Wichtig für Erkrankte ist auch eine logopädische Unterstützung, um die oft leise und verwaschene Aussprache zu verbessern und so der sozialen Isolation entgegen zu wirken. Ergotherapie unterstützt durch Hilfen für den Alltag (z.B. Knöpfhilfen, Greifzangen), verbessert und erhält die Hirnleistung, arbeitet an der Raumwahrnehmung zur Verbesserung der Bewegung.

Information und Erfahrungsaustausch:
Unser Forum ist sozusagen die virtuelle Selbsthilfegruppe des Inkontinenz Selbsthilfe e.V.. Sie bietet sowohl Betroffenen und Angehörigen, wie Fachkräften die Möglichkeit sich über die Erkrankung zu informieren. Zudem wird der gegenseitige Erfahrungsaustausch ermöglicht und gefördert.

Vorgestellt:

Die Deutsche Parkinson Vereinigung Bundesverband e.V. ist eine Selbsthilfe Vereinigung, die 1981 von Menschen gegründet wurde, die selbst von der Parkinson'schen Krankheit betroffen waren. Heute zählen wir rund 23 000 Mitglieder und gut 450 Regionalgruppen und Kontaktstellen. Die Vereiningung versteht sich als Zusammenschluß von Personen, die sich als Betroffene, Partner, Angehörige, Arbeitskollegen und Personen aus den Heilberufen mit Morbus Parkinson auseinandersetzen.

Link: www.parkinson-vereinigung.de

Stand der Information: 07.07.2007
Bildnachweis: BVmed

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