Physikalische Therapie Die physikalische Therapie (Krankengymnastik, Massagen, Akupunktur) gehört zum festen Behandlungsspektrum der MS-Therapie. Sehr häufig kommt hierbei die PNF – Methode ( propriozeptive neuromuskuläre Fazilitation ) zum Einsatz. Die Methode Bei der PNF-Methode werden die Grundprinzipien der Neurophysiologie ausgenutzt, um einige neurophysiologische Krankheitsbilder wie u.a. Muskelverspannung zu kompensieren und zu normalisieren. Dabei werden die entsprechenden Muskeln z.B. durch Druck, Dehnung, Entspannung oder auch Streckung stimuliert. Diese Abläufe werden in bestimmten festgelegten Reihenfolgen durchgeführt. Dadurch kommt es in den Muskeln zu einer vermehrten Reaktion, also z.B. einer vermehrten Muskelkontraktion oder Muskelentspannung. Behandlungsziele Muskelspannung normalisieren (z.B. Spastizität herabsetzen oder schwache bzw. gelähmte Muskeln aktivieren) = fazilitieren - Fördern der motorischen Kontrolle
- Fördern der Mobilität
- Fördern der dynamischen Stabilität, Ausdauer, Kraft
- Fördern der Geschicklichkeit, Koordination
Hippotherapie: Die Hippotherapie setzt speziell ausgebildete Pferde zur Physiotherapie ein. Bei dieser Form der Physiotherapie wird das Reitpferd als Medium verwendet, um Bewegungsimpulse auf das Becken des Menschen zu übertragen. Dabei sitzt der Patient in der Gangart Schritt auf dem Pferderücken. Ein heilender Effekt soll hier vor allem dadurch erreicht werden, dass sich der menschliche Körper auf die Impulse, die durch das sich bewegende Pferd verursacht werden, neu einpendeln muss. Die Muskelspannung wird positiv beeinflusst; schlaffe Muskeln spannen sich an, spastische, also zu stark gespannte Muskeln hingegen geben nach. Dadurch wird die gesamte Haltung, vor allem des Oberkörpers geschult und das Balancegefühl verbessert. |