Dem Tabu Inkontinenz begegnen Neugründung einer Selbsthilfegruppe für Betroffene und Angehörige in Uelzen Millionen Menschen sind betroffen, aber kaum jemand spricht darüber. Die Rede ist von der Inkontinenz, dem tabuisierten Volksleiden. Viele Betroffene ziehen sich aus Angst und Scham zurück. Isolation bis hin zur Depression kann die Folge sein. „Wir wollen den gegenseitigen Erfahrungsaustausch fördern, informieren und helfen“, sagt Jens Schriever, der die Selbsthilfegruppe im Juli dieses Jahres ins Leben rief. „Aus Scham und Unwissenheit leiden Betroffene still und ziehen sich zurück“, so Schriever. Wenn der Druck buchstäblich nicht mehr auszuhalten ist, man 18- bis 20-mal am Tag auf die Toilette muss oder bei kleinsten Anstrengungen Urin verloren wird, ist ein normaler Alltag kaum noch möglich. Hinzu kommt die Angst, daß jemand etwas bemerken könnte. Darüber und über viele weitere Fragen und Probleme will die neu gegründete Selbsthilfegruppe sprechen. „Deshalb laden wir Sie als Betroffene, aber auch Angehörigen, zu unserem zwanglosen Treffen herzlich ein“, betont Schriever. Die Selbsthilfegruppe trifft sich einmal im Monat im Gemeindehaus der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Johannis, Hagenskamp 4 (neben der Sternschule) in Uelzen. |