Vorbeugung Besonders Frauen können durch geeignete Lebensführung Blasenentzündungen verhindern: Bei häufigen Blasenentzündungen müssen die Schleimhäute besonders regeneriert werden, denn sie bilden den körpereigenen Bakterienschutz. Tragen Sie nur Baumwollunterwäsche. Sie nimmt die Feuchtigkeit des Körpers auf und gibt sie nach außen ab. Entleeren Sie nach dem Geschlechtsverkehr Ihre Blase. Bakterien, die durch die Scheide eingedrungen sind, können so frühzeitig ausgeschwemmt werden. Die beste Vorbeugung gegen Entzündungsherde ist eine ausgewogene Ernährung, denn eine einseitige Kost beeinflusst auch die Zusammensetzung des Urins negativ und schwächt die Abwehrkraft der Blasenschleimhaut. Überprüfen Sie bei häufig auftretenden Blasenentzündungen mit einem Teststreifen aus der Apotheke Ihren Harn. Meist ist er sauer. Mit der richtigen Ernährung kann man erreichen, dass der Harn basischer wird. Liegt eine Entzündung vor, sollte man eine salzarme und leichtverdauliche Kost bevorzugen. Einige Gemüsesorten wirken harntreibend. Empfehlenswert (außer bei Nierenleidenden) sind Sellerieknollen und frischer Spargel. Durch leichte Suppen wird zusätzlich Flüssigkeit zugeführt, was die Nierentätigkeit anregt. Vermeiden Sie Stress und dauernde Anspannung. Verspannte Blasenwände verringern die Schleimproduktion und erhöhen so die Gefahr, dass sich Bakterien in der Blasengegend ansiedeln. - Schützen Sie Ihren Unterleib vor Kälte. Besonders Frauen sollten das Sitzen auf kalten Flächen vermeiden.
- Ziehen Sie feuchte Badekleidung sofort aus.
- Vermeiden Sie kalte Füße und Zugluft.
- Wechselduschen, Trockenbürstungen und Saunabesuche regen die Durchblutung an und härten den Körper ab.
Zur Vorbeugung ist auf stets ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mindestens zwei Liter täglich, bei Herz- oder Nierenproblemen Arzt fragen) zu achten, geeignet sind hierfür Wasser, Kräutertees und verdünnte Fruchtsäfte. Ferner sind vor allem die Füße und der Unterleib warm zu halten: Eine Blasenentzündung wird zwar nicht durch Kälte hervorgerufen, doch kann Kälte zur Schwächung der Abwehrkräfte führen und somit eine Blasenentzündung begünstigen. Das Trocknen nasser Badebekleidung auf der Haut ist durch die dabei entstehende Verdunstungskälte ein Risikofaktor, der durch Nacktbaden oder raschen Wäschewechsel nach dem Bad vermieden werden kann. Erwiesenermaßen wirksam sind auch (Preiselbeer-) Cranberry-Kapseln oder -Saft. Sie enthalten Stoffe, die die Besiedelung der Schleimhaut durch Erreger erschweren. Empfehlenswert ist außerdem ein Vitamin C-Präparat, da Ascorbinsäure den Urin ansäuert und so den Bakterien das optimale Milieu entzieht. Außerdem ist auf Hygiene zu achten, besonders beim Gang zur Toilette: immer von vorne nach hinten wischen, für jedes Wischen neues Toilettenpapier verwenden. Am besten erfolgt eine Reinigung der Genitalregion nur mit warmen Wasser und der Hand ausschließlich äußerlich, da Waschlappen oft stark verkeimt sind. Frauen, die anfällig für Blasenentzündungen sind, sollten generell spätestens 15 Minuten nach dem Geschlechtsverkehr die Blase entleeren, um eventuell eingedrungene Keime auszuspülen. Auch sollte eventuell ein Wechsel der Verhütungsmethode in Betracht gezogen werden, da mechanische Verhütungsmittel wie Diaphragma oder die Spirale infektionsbegünstigend wirken können. Kondome hingegen helfen, eine Zystitis zu vermeiden. Günstig kann sich die Verwendung von Gleitgel auswirken, da bei unzureichender Lubrifikation die Harnröhre mechanisch gereizt wird, ebenso bei bestimmten Stellungen (besonders diejenigen, welche den G-Punkt stimulieren sollen). Diese Hinweise gelten besonders für die sogenannte Honeymoon-Zystitis, also Blasenentzündungen, welche in Zusammenhang mit hoher sexueller Aktivität stehen. |