Anatomie Mann
In der Harnblase wird der Harn gesammelt. Ihr Fassungsvermögen beträgt in der Regel zwischen 350 und 400 ml, in Extremfällen sogar bis zu 1.000 ml. Mit steigendem Füllungszustand entsteht ein Druckanstieg in der Blase und sie dehnt sich. Dadurch werden sensible Rezeptoren (Dehnungsrezeptoren) in der Blasenwand aktiviert und ihre Impulse über das Rückenmark ans Gehirn weitergeleitet. In diesem Moment registriert unser Gehirn den Harndrang. Damit sich die Blase nicht sofort entleert, wird die Entleerung durch das Gehirn unterdrückt (hemmende Impulse). Diese Unterdrückung der Blasenentleerung wird zum Beispiel erst nach Erreichen der Toilette bewußt aufgehoben. Der Blasenmuskel (Detrusor) zieht sich als Folge des Entleerungsbefehls zusammen (Kontraktion) und treibt den Harn aus. Gleichzeitig mit der Kontraktion öffnet sich der innere Schließmuskel (Sphinkter) im Blasenhals. Die Beckenbodenmuskulatur senkt sich (erschlafft) und öffnet damit den äußeren Schließmuskel, welcher ein Teil der Beckenbodenmuskulatur ist. Zur Verstärkung des Harnstrahls kann zusätzlich die Bauchpresse betätigt werden. Beim gesunden Menschen kann die Blase in der Regel vollständig (bis auf eine normale Restharnmenge von max. 30 ml) entleert werden.
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Die Prostata liegt unter dem Bauchfell (Peritoneum). Sie ruht auf dem Diaphragma urogenitale und" der Harnblase an. Dorsal (zum Rücken hin) wird sie durch den Mastdarm (Rektum) begrenzt, ventral (zum Bauch hin) durch die Schambeinfuge (Symphysis pubica). Mit dieser ist sie durch ein Band, das Ligamentum puboprostaticum, verbunden. Durch die Mitte der Prostata verläuft die Harnröhre (Urethra). Aus diesem Grund kann es bei einer krankhaften Vergrößerung der Prostata zu Problemen beim Wasserlassen kommen.
Die Prostata ist eine exokrine Drüse mit Ausführungsgängen in die Harnröhre. Sie besteht aus circa 30 bis 50 Einzeldrüsen. Diese produzieren ein Sekret, das bei der Ejakulation in die Harnröhre abgegeben wird und sich dort mit dem Samen vermischt.
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