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Inkontinenz und partnerschaft

02 Sep 2018 13:43 #1 von wutke
hallo ich bin seit 7 oder 8 jahren inkontinent geworden. seit dem befinde ich mich in einer art depression da ich keine freundin finde die wirklich zu mir steht und jedesmal wenn eine abhaut fühle ich mich sehr unwohl, und nun fühle ich mich sehr einsam und möchte jedoch eine freundin haben die mich so nimmt wie ich bin. ich weiß echt nicht mehr weiter

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02 Sep 2018 18:07 #2 von Elkide
Hallo lieber Wuttke,

kann gut verstehen, dass du die Inkontinenz verantwortlich machst, für das Scheitern deiner Beziehungen. Ich könnte mir vorstellen, dass du durch die Inkontinenz so gehemmt bist, dass du im Umgang mit den Frauen nicht richtig aus dir herauskommst.

Sicherlich ist es richtig, offen mit seiner "Behinderung" umzugehen, aber es wäre gut, wenn in der Beziehung wenigstens schon ein gewisses Vertrauensverhältnis vorhanden wäre. Es könnte auch sein, dass du gleich so eine hohe Erwartungshaltung hast, dass dieses evtl. auch deine Bekannten vor zuviel Nähe zurückschrecken lässt.

Auf jeden Fall gibt es keinen Grund, sich für seine Erkrankung zu schämen. Eine funktionierende Partnerschaft hält dieses Problem sicherlich aus. Sei selbstbewusst und erwarte nicht gleich zuviel.

Wegen deiner Depression wäre es bestimmt gut, wenn du dieses Problem mit dem Arzt deines Vertrauens besprechen würdest.
Es gibt inzwischen gute Behandlungsmöglichkeiten. Evtl. könnte dir auch eine Psychotherapie helfen, besser mit deiner Erkrankung umzugehen.

Wünsche dir alles Gute. Liebe Grüße
Elke
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03 Sep 2018 20:31 #3 von Johannes1956
Hallo, Wutke und Willkommen bei uns am Forum des Inkontinenz Selbsthilfevereins!

Schreib doch ein bisschen mehr über dich, dein Alter, was die Ursache der Inkontinenz ist und was du bisher dagegen unternommen hast, damit wir deine Situation besser verstehen können. Warst du davor in einer Partnerschaft oder bist du schon immer Single gewesen?

Was meinst du genau unter „die mich so nimmt wie ich bin“? Wie kommst du mit dir selbst zurecht, hast du eine der Inkontinenz zugrunde liegende Erkrankung, wie gut hast du diese für dich akzeptiert?

Das wären mal so Fragen, die mir zu deiner kurzen Problembeschreibung einfallen.

Herzliche Grüße,

Johannes

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03 Sep 2018 20:47 #4 von wutke
also ich bin 28 und habe die erkrankung Morbus chron, ich bekomme sehr schnell durchfälle was mich stuhl inkontinent gemacht hat, zu dem ist es so dass wenn ich nach den 2l getrunken habe, muss ich alle 20-30 min harnablassen wo ich nicht mehr auf die toilette schaffe, allein schon wegen dem morbus chron habe ich windeln verschiren bekommen.
ich hatte vor 3 jahren eine 3 jährige beziehung gehabt was in die brüche gegangen ist. sie gab mir die alleinige schuld daran. und über die ex will ich nimma reden weil das ganze belastet mich heute immer noch sehr. selbst das ganze zu akzeptieren ist für mich sehr schwer, da ich mich für das tragen der windel sehr unwohl fühle was ich aber tragen muss. und viele mädels machen ständig einen rückzieher wenn sie es erfahren dass ich eine windel tragen muss. mal trage ich keine und wenn ich keine trage geht alles in die hose. und komme mit der ganzen situation nicht klar alleine. seehnlicht wünsche ich mir eine weibliche person an meiner seite.

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04 Sep 2018 07:41 #5 von Johannes1956
Lieber Wutke!

Man kanns ja nicht erzwingen. Ich denke, zuerst ist es wichtig, dass du mit dir ins Reine kommst. So eine Krankheit zu akzeptieren, dagegen anzukämpfen, damit umzugehen ist ja nicht so einfach.

Trotzdem meine ich, dass es wichtig ist, dass du dich selbst erst einmal magst, wie du bist. Etwas machen, was dir Spass macht. Einen Freundeskreis aufbauen, beruflich etwas machen, womit du zufrieden bist. Dich mit Menschen austauschen, die auch so eine Krankheit haben, wie sie ihre Lebenssituation meistern.

Mit Morbus Crohn kenne ich mich nicht so gut aus, obwohl ich in meinem Bekanntenkreis zwei junge Männer kenne, die so eine Erkrankung haben. Ich weiß nur, dass für beide die richtige Berufswahl sehr wichtig war. Auch eine gute medizinische Betreuung ist bei ihnen wichtig, da sich auf dem Gebiet ja auch viel tut.

Ist die Harninkontinenz bei dir erst später, im Laufe der Bahandlung des Crohns aufgetreten? Fühlst dudich medizinisch gut betreut? Hast du soziale Kontakte, Freunde?

LG und alles Gute,

Johannes

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04 Sep 2018 09:28 #6 von herirein
Hallo Wutke,

Morbus Crohn ist wahrscheinlich eine Autoimmunerkrankung des gesamten Verdauungstraktes, weil eine normale immunität gegen die regelrechte Verdauungskeime nicht besteht.

Das häfigste Auftreten von Entzündungen, durch die Darmflora entsteht im unteren Abschnitt des Dünndarms. Behandelt wird die Erkrankung mit Immunsystem hemmende Medikamente, wie Kortison. Ein bedeutender Faktor für erneute Entzündungsschübe ist Stress. Oft stellen Crohn-Erkrankte sehr hohe Ansprüche an sich, was zwangsläufig zu Stress führt und die Erkrankung nicht zur Ruhe kommen lässt.

Die Erkrankung wirkt sich in erster Linie auf den Darm aus, kann aber auch auf das sakrale Kontinenzzentrum reflektieren, was eine gleichzeitige Harninkontinenz erklärt. Deshalb ist das Wichtigste, den Morbus Crohn zu behandeln und Stress zu meiden. Außer der Behandlung mit Kortison durch den Arzt kann auch viel selbst zur Beruhigung des Darms beigetragen werden. Ein sicher bekanntes Mittel sind indische Flohsamenschalen, die mit je 2 gehäuften Teelöffel in ein großes Wasserglas verrührt, 2 - 3 mal am Tag sofort getrunken werden. Die inklusive Flüssigkeitszufuhr soll dabei 2,5 Liter nicht unterschreiten.

Ich halte es für äußerst wichtig, von dem Zwang eine Beziehung einzugehen, herunter zu kommen, und das Hauptaugenmerk auf den Morbus crohn zu legen.

Gruß Heribert

PS:: Um die Zusammenhänge der Darmtätigkeit und Blasentätigkeit besser verstehen zu können, solltest Du Dir mal den Abschnitt Sakrale Neuromodulation in diesem Forum durchlesen. Dann erscheinen Dir die Zusammenhänge zwischen Deinere Grunderkrankung "Morbus Crohn" und der Blasenschwäche verständlicher.

Menschen sind wie Engel mit nur einem Flügel,
um fliegen zu können müssen wir uns umarmen
(Luciano de Crescenzo)

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04 Sep 2018 13:45 #7 von Frankfurter
Hallo Wutke

wie Heribert ja schon geschrieben hat ist indischer Flohsamenschalen ein sehr guten Tipp. Leider in der Apotheke teuer ( Bereits portioniert abgepackt ). Im "Kräuterversand" in Gebinden von 100 bis 500 gr. preiswerter.


VG und Gute Besserung

Frankfurter

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04 Sep 2018 16:58 #8 von herirein
Hallo Frankfurter und Wutke,

lange Zeit habe ich indische Flohsamenschalen wegen einer Sigmadivertikulose nehmen müssen, was sich seit meiner Sigmaresektion und folgender Rektumamputation wegen Rektumkarzinom erübrigt. Inzwischen entleere ich mich nur noch über mein Kolonstoma.

Ich zögere immer, wenn ich einen Tipp geben soll, um möglichst günstig an qualitativ gute Ware zu kommen. Letztlich mache ich dann ja Reklame, von der nur die Apotheke profitiert. Über diese Online-Apotheke kosten die 500g etwas über 10 EURO. Weil über 10 EURO Versandkostenfrei!

Gruß Heribert

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08 Sep 2018 18:16 #9 von Agi
Ein Hallo in die Runde,

da in dem Eintrag Flohsamenschalen empfohlen werden, möchte ich einen Tipp hinzufügen. Es gibt eine "Ausnahmeliste für nichtverschreibungspflichtige Medikamente" (googlen) die für bestimmte Erkrankungen vom Arzt verschrieben werden können. Hierunter fällt der Morbus Crohn. Selber hab ich viele Jahre ein Rezept für meine Erkrankung "systemische Sklerodermie mit Magen-Darmbeteiligung" bekommen. Zuerst vom Proktologen und später vom Hausarzt. Da ich meine Ernährung auf eine Vollwertkost umgestellt habe komme ich ohne Flohsamenschalen aus.

Liebe Grüße
Agi

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