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Wie geht es dir heute?

20 Feb 2015 12:05 #601 von hippo80
Hallo Ano.
Vielen Dank für deine lieben Worte. Akupunktur wird in diesem Bereich nicht bezahlt und ich kann es momentan selbst nicht finanzieren.
Ich habe das Buprenorphin als Pflaster und das Hydromorphon (Palladon) als Retardkapsel. Leider darf man nicht2 Morphine gleichzeitig als Pflaster nehmen. Ich hoffe mit meiner Hausärztin auf die Freigabe von Cannabis als Medikament da dies eine gute Alternative darstellen würde. Mal schauen

Ja, Schmerzen machen mürbe. Und nach gut 20 Jahren Dauerschmerzen bin ich am Ende meiner Kräfte.

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20 Feb 2015 12:53 #602 von Ano
Zitat Matti:

@Ano

Es wurde zuvor eine "antimikrobielle photodynamische Therapie" durchgeführt. Dies ist eine Wurzelbehandlung mit modernster Lasertechnologie.

Die Ärztin hatte mich auf 1-2 Tage Schmerz vorbereitet. Das dieser aber so heftig war, hätte ich nicht gedacht.

Matti


Na dann, lieber Matti, kann ich dazu nur sagen:
Was Dich nicht umbringt, macht Dich hart!

Oder, was wir hier im Norden so zu sagen pflegen:
Nur die Harten kommen in' Garten!

Freut mich, dass es Dir heute schon viel besser geht. Unkraut vergeht halt nicht ... ;)

LG, Ano

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20 Feb 2015 12:55 #603 von Ano
Zitat Hippo:

Ich hoffe mit meiner Hausärztin auf die Freigabe von Cannabis als Medikament da dies eine gute Alternative darstellen würde. Mal schauen


Dann drücke ich Dir ganz doll die Daumen, dass Du bald auf Cannabis umsteigen kannst.
Lass den Kopf nicht hängen und bleib dran!

Liebe Grüße, Ano

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20 Feb 2015 13:12 - 20 Feb 2015 13:14 #604 von matti
Hallo Hippo,

ich habe auch viele Jahre mit dauerhaften Schmerzen gekämpft. Hannes (Struppi) hier aus dem Forum hat mir dann durch seine Schilderungen ein wenig die Augen geöffnet. Er vertritt die Meinung, ich mittlerweile ebenfalls, dass man heute nicht mehr mit Schmerzen leben muss und eine medikamentöse Behandlung, trotz evtl. Abhängigkeit, immer dem dauerhaften Schmerz vorzuziehen ist (hoffe ich schildere deine Ansicht nicht falsch, lieber Hannes).

Ich wäge heute mitunter ab, ob mir beispielsweise meine Spastiken mein Leben schwer machen, oder ich mit den Nebenwirkungen einer medikamentösen Behandlung leben möchte. Zur Zeit nehme ich die Medis gegen Spastiken nicht ein.

Cannabis, medizinisch eingesetzt, kann ein wahres Wundermittel sein. Es gibt hier im Forum einige Diskussionsstränge dazu.

Matti
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20 Feb 2015 16:56 #605 von Struppi
Hallo zusammen,
hallo Matti,

jupp, hast meine Ansichten voll und ganz auf den Punkt gebracht :) .

Ich nehme selbst seit vielen Jahren ebenfalls die von Dani genannte Buprenorphin-Hydromorphon-Kombi (neben div. anderen Medis) und komme damit recht gut über den Tag. Klar gibt's auch mal Scheißtage (auf den Punkt gebracht), aber dann kann ich das Palladon als Reservoir/Bolus steigern und gut ist.

Alternative zu Pflastern oder Tabletten können Sublingual-Tabletten sein. Unter die Zunge legen und dort auflösen lassen klappt sehr gut, die Aufnahme des Wirkstoffs erfolgt über die Mundschleimhaut. Einziges Manko: Der Geschmack ist so ein bisschen wie Laternenpfahl ganz unten.

Cannabis (z.B. Dronabiol u.a. Medikamente) auf Rezept zu bekommen ist unglaublich schwer, ich meine vor kurzem gelesen zu haben, dass es deutschlandweit nur ca. 600 Menschen gibt, die dafür eine Genehmigung bekommen haben. Da es aber das einzige verträgliche Präparat ist, das a) meine Spastiken in den Griff bekommt, b) dafür sorgt, dass ich noch Appetit habe und c) meine Leber nicht noch mehr belastet, zwingt mich diese absurde Gesetzteslage in die Illegalität - nur so am Rande.

Grüße

Hannes
Folgende Benutzer bedankten sich: matti, Ano, hippo80

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20 Feb 2015 17:08 #606 von matti
Hallo Hannes,

zwingt mich diese absurde Gesetzteslage in die Illegalität


Das liegt an unseren Politikern, die sich zwar gesellschaftlich als völlig normal empfunden an jedem zweiten Abend den Kopf zusaufen, aber Mal von irgendwo gehört haben das Cannabis eine böse Droge sei und auf jeden Fall zu schwerster Heroinabhängigkeit führen wird.

Die Generation meine Eltern sitzt am Esszimmertisch und trinkt Wein und Bier, aber die bösen Drogen dürfen auf keinen Fall sein, die sind Teufelszeug. Sie hätten das so gehört, dass dies alles Einstiegsdrogen sein und unweigerlich der physische und psyschiche Verfall die Folge wär.

Da kann ich nur sagen: Ein verlogenes Prost!

Matti

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20 Feb 2015 18:32 #607 von hippo80
Hallo ihr Lieben. Danke für eure lieben Antworten und das Mut zusprechen. Schon das baut mich auf.
An dich Hannes, es gibt in D zur Zeit etwas über 600 Menschen die Cannabis auf Rezept erhalten und 7 Patienten die legal selbst Cannabis anbauen dürfen. Wobei auf Rezept heißt das sie es selbst bezahlen müssen aber halt legal erhalten. Und sie müssen sich jeden Tag ihre Tagesdosis in der Apotheke (die teilweise bis zu 80km entfernt ist) abholen. Da zweifelt man wirklich manchmal.

Hallo matti. Auch ich bin seit ca 6 Jahren soweit das ich entscheide welches Medikament ich nehme und welche Nebenwirkungen oder unerwünschte Begleiterscheinungen ich in Kauf nehme. Seitdem geht es mir schmerztechnisch nicht besser aber seelisch.

Was das Cannabis angeht musste ich auch in meiner Familie viel Grundlagenarbeit leisten. Auch dort gab es Ängste ala Abhängigkeit, Einstieg in härtere Drogen, Persönlichkeitsveränderungen usw. Diese konnte ich ihnen mit vielen Studien, Büchern und Arztgesprächen nehmen. Ich setze große Hoffnung in die Entscheidung des BGH bzgl Cannabis auch wenn ich gar nicht weiß ob es mir hilft. Ich hab zuviel Angst mir illegal welches zu besorgen zumal ich nicht mal wüsste auch welche Art man es kriegt und sich dann zuführt. Tabletten oder Kapseln aus der Apotheke wären/sind mir da echt lieber.

Hoffen wir also das medizinischer Fortschritt zugunsten von uns Patienten durchsetzt.

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22 Feb 2015 10:27 #608 von Karlchen
Ich will eigentlich nicht jammern, aber ich muss das einfach mal erzählen was mir die letzten Tage passiert ist. Ansonsten geht es mir aber wieder ganz gut.

Wie sich der geneigte Leser vielleicht erinnert hatte ich es ja am Magen. Vor einigen Tagen bekam ich dann im linken Bauch so starke Schmerzen, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Was macht man da? Man ruft einen Arzt vom ärztlichen Notdienst, weil man selbst keine andere Lösung mehr sieht.

Zuerst: Wegen Grippewelle in Berlin sagte man mir schon am Telefon, dass es länger dauern kann. Okay, der Doc kam ca. fünf Stunden später. Untersuchung ergab nichts, aber der Doc meinte, dass ich auf jeden Fall einen Ultraschall machen lassen soll. Also ab in die Praxis, dort wieder warten. Stöhn...aua...stöhn...

Beim Ultraschall an der Stelle wo es wehtut nix zu finden. Aber genau in der Mitte tut es richtig weh. Und dann wird der Doc still..fast blass...seine genauen Worte sind mir entfallen. Eine Erklärung bekomme ich erst nach hartnäckigem Nachfragen. Ich soll sofort ins nächste Krankenhaus und soll das sehr ernst nehmen. Diagnose: Verdacht auf Aorten Dissektion.

Also gut...ab Richtung Krankenhaus, Notaufnahme suchen, anmelden, warten...warten...warten.... Nach ca. einer Stunde kommt eine Ärztin zu mir mit den Worten "ich wollte mal nach Ihnen sehen und Ihnen sagen, dass die Diagnose falsch ist. Wenn Sie das hätten, dann wären Sie schon tot". Bisher keine weitere Untersuchung, aber dann wird noch Blut abgenommen. Warten..warten..warten.... Nach Stunden geh ich einfach raus und sage erstmal meiner wartenden Frau, dass nix ist und gehe eine rauchen.

Einzige Erkenntnis nach fünf Stunden Notaufnahme: Gastritis und viel zu hoher Blutdruck. Ja, ist es denn ein Wunder bei der Aufregung??? Kann man bei so einer Diagnose ruhig bleiben? Zum Glück diesmal Schwein gehabt....

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22 Feb 2015 11:05 - 22 Feb 2015 11:09 #609 von matti
Hallo Karlchen,

der behandelnde Notdienstarzt ist eine Pfeiffe gewesen.

Hättest du tatsächlich eine Aortendissektion beziehungsweise ein Aneurysma gehabt, wäre die EINZIG richtige Handlung der sofortige Notruf mit Notarztwagen gewesen.

Eine Aortendissektion ist unmittelbar lebensbedrohlich, weil sie zu einem Aufplatzen der Hauptschlagader (Aortenruptur) und zu akuten Durchblutungsstörungen verschiedener Organe führen kann.

Man kann Sachen erleben (manchmal aber nicht überleben) die glaubt man nicht.

Vor gut zwei Jahren ist mein bester Freund, als zweifacher Familienvater, mit gerade einmal 40 Jahren gestorben.

Er war gut zwei Meter groß und um die 160 Kilo schwer. Dadurch passte er nicht ins MRT. Nach nicht erkannten Darmdurchbruch hat man ihn stundenlang nicht untersucht und unbehandelt in einem Einzelzimmer liegen lassen. Erst seine Frau hat ihn notfallmässig verlegen lassen. Es war dann aber schon zu spät. Er ist ins Koma gefallen und vier Wochen später gestorben.

Seine Kinder waren zu diesem Zeitpunkt zwei und sechs Jahre alt!

Gut das es dir wieder gut geht.

Matti

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22 Feb 2015 13:41 #610 von Karlchen
Hallo Matti,
Du hast das genau richtig beschrieben. Nur wüsste ich zum Zeitpunkt der Diagnose nicht genau wie gefährlich das eigentlich ist. Das würde mir erst in Krankenhaus richtig klar, als ich genug Zeit zum Nachdenken hatte. Zuerst habe ich nur gedacht "wie oft muss ich denn noch in die Sch.... Greifen?".

Es gibt wirklich Ärzte die braucht die Welt einfach nicht.

Karlchen

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