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Hallo alle Zusammen - ich bin Sandra und neu hier!

16 Dez 2018 13:20 #1 von Sandra1003
Schon öfter bin ich bei meinen Google-Recherchen jetzt auf euer Forum gestoßen und habe es heute in Angriff genommen mich hier anzumelden. Kurz eine Zusammenfassung meiner Probleme: Ich leide unter einer ?Reizblase?, die sich mal mehr mal weniger heftig äußert. An sehr schlechten Tagen kenne ich das Gefühl nicht "nicht" auf die Toilette zu müssen. Ich verlasse das "stille Örtchen" und verspüre im gleichen Moment wieder das Gefühl es sofort wieder aufsuchen zu müssen. Allerdings äußert sich auch der Drang in unterschiedlicher Stärke, mal kann ich über einige Stunden mit diesem "Drang" leben und manchmal bringt er mich bereits nach 30 Minuten schier um den Verstand. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass mein ständiger Kopfstress bezüglich dieses Themas meine Situation regelrecht in einer Abwärtsspirale treibt. Den lieben langen Tag drehen sich meine Gedanken um den nächsten Toilettengang, wie lang ich diesen noch rausziehen kann, ob meine Blase bereits genug gefüllt ist etc. Ich merke, dass ich komplett verspannt bin, was den Unterbauch betrifft und ich nur noch ganz bewusst locker lassen kann - allerdings auch nur für ?Sekunden?. Um so schlimmer mein Drang ist, um so öfter verliere ich ein paar Tropfen Urin, was sehr unangenehm ist und sobald ich dieses bemerke fängt mein Gedankenkarussel noch mehr zu arbeiten an. Meine Blase ist fähig mehr als 500 ml Urin zu halten, das habe ich oft anhand eines Messbechers überprüft. Ich war bereits bei einer Urologin, die sämtliche Abstriche genommen hat inklusive Blasenspiegelung. Kein Befund. Ich war bei einem Neurologen, der meine Nerven durchgemessen hat (Pudentus-Nerv) - ohne Befund. Ich war in einer Urogynäkologischen - Abstriche von Harnröhre, Ultraschall, gynäkologische Untersuchung - ohne Befund! Laut Aussage habe ich weder eine Blasen- noch Gebärmuttersenkung, noch einen schlechten Beckenboden. Mittlwerweile betrifft mich dieses Thema fast ein halbes Jahr und sämtliches rumgedoktore und lesen in Foren hat mich noch keinen Meter weitergebracht. Mein Besuch bei einer Osteopathin endete mit einem Tag beschwerdefreiheit und Ihrer Aussage nach hätte ich eine verschobene Gebärmutter und eine gesenkte Blase. Wer hat denn nun Recht? Mittlerweile befinde ich mich zusätzlich in Psychologischer Betreuung um zumindest meinem seelischen Druck etwas Luft zu machen. Sorry für den langen Text.. Liebe Grüsse Sandra

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16 Dez 2018 17:06 #2 von matti
Hallo Sandra,

zunächst ein ganz herzliche willkommen im Forenbereich der Inkontinenz Selbsthilfe e.V.

Du hast ja bereits einige Untersuchungen hinter dich gebracht. Mitunter dauert eine gesicherte Diagnose lange. Ich kann gut nachvollziehen das dies eine schwierige und belastende Zeit ist.

Ich gebe dir auch in deiner Einschätzung recht, dass die Symptoatik sich durchaus in einer Spirale befinden kann. Die Blase reagiert bei vielen Menschen sehr sensibel.

Beim lesen deines Beitrags ist mir die Interstitielle Zystitis/Cystitis (IC) in den Sinn gekommen. Diese ist eine chronische, abakterielle Blasenentzündung, bei der die Drangsymptomatik und Schmerzen von Becken und Harnblase im Vordergrund stehen. Dies sollte von ärztlicher Seite zumindest ausgeschlossen werden.

Häufig sind allerdings auch neurologische Befunde verursachend. Hierzu solltest du evtl. auch noch einmal einen Orthopäden aufsuchen.

Insgesamt viel Trinken. Eine Reduktion der Trinkmenge führt nicht zur Verminderung der Symptome, meist ist das genaue Gegenteil der Fall. Konzentrierter Harn ist deutlich reizender nd die Drangsymptomatik nimmt eher zu.

Freu mich auf weiteren erfahrungsaustausch mit dir.

Herzlichst

Matti

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16 Dez 2018 17:46 #3 von Sandra1003
Hallo Matti.

An diese chronische antibakterielle Blasenentzündung hatte ich auch schon gedacht und auch schon viel drüber gelesen. Zum Glück lässt mich meine Symptomatik "zumeist" nachts in Ruhe oder zwingt mich einmal auf die Toilette. Dies passt nicht so ganz dazu, was ich zu diesem Krankheitsbild gelesen habe und hätte bei der Blasenspiegelung doch entdeckt werden können/sollen? Trinken tu ich weiterhin viel, da es mir rein vom Kopf ein besseres Gefühl gibt auf dem Klo auch genug in die Schüssel zu lassen. So kann ich mir einreden, dass meine Blase kein falsches Signal gesendet hat! Ich weiss, Schwachsinn! Ich möchte mich im Januar darum kümmern dem Ganzen nochmals auf den Grund zu gehen. Zweite Meinung, anderer Urologe etc. Ich habe so Angst davor dass es nie mehr weg geht, habe jegliches positives Denken bereits nach 6 Monaten verloren. Wobei ich darin noch nie sonderlich gut war. ;-)
Ich habe im übrigen seit drei Monaten ein TENS Gerät mit Sonde, welches wohl zur Verbesserung beitragen soll. Noch merke ich nicht viel, im Gegenteil. Ansonsten versuche ich es mit allem was die Apotheke hergibt, wobei es mir wohl zum Teil an Ausdauer fehlt. Ich hatte dieses Jahr grosse psychische und seelische Belastungen und habe jetzt einfach das Gefühl an einer Grenze angekommen zu sein! Soooo dünnhäutig, weinerlich, ängstlich war ich selten über so lange Zeit. Was macht das mit euch? Wo nehmt ihr positive Energie und Akzeptanz dem gegenüber her? Vielen Dank im voraus.

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16 Dez 2018 22:05 #4 von Elkide
Hallo liebe Sandra,

herzlich willkommen in unserem Forum der Inkontinenz-Selbsthilfe e.V.

Kenne zur Genüge das Gefühl andauernd auf die Toilette zu müssen. Das macht einen wirklich mürbe! Ich schwöre inzwischen auf Botoxspritzen direkt in die Blase. Habe nach den Spritzen immer ca. 4 Monate wirklich Ruhe. Ohne die Spritzen entleere ich meine Blase - (durch eine Blasenlähmung muss ich kathetern) - ca. 15 mal am Tag, wobei ich mich dann dazu zwingen muss, nicht noch öfter zu gehen. Nach den Spritzen reduziert sich das auf 5 - 6 mal pro Tag.

Der Nachteil ist, dass die Wirkung immer nur ca. vier Monate anhält und man jedesmal für drei Tage in die Klinik muss. Inzwischen gibt es aber auch niedergelassene Urologen, die das ambulant in der Praxis machen. Frag einfach mal deinen Urologen bei deinem nächsten Besuch.

Wünsche dir, dass du bald die passende Behandlung findest.

Liebe Grüße
Elke

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17 Dez 2018 17:26 #5 von Sandra1003
Hallo Elke, danke für deine Antwort! Das mit dem Botox möchte ich mir tatsächlich noch ein wenig offen lassen, da eine mögliche Nebenwirkung der Harnverhalt sein soll und ich mir so gar nicht vorstellen kann mir einen Katheter zu setzen. Zweitens habe ich Angst davor etwas anzuleiern, was ich dann nicht mehr loswerde. Im Moment habe ich tatsächlich noch die Hoffnung meine Probleme mit Psychotherapie, Entspannungstechniken etc in den Griff zu bekommen. Was mich allerdings immer wieder wundert ist, dass ich nachts tatsächlich so gut wie keine Beschwerden habe (zum Glück) und tagsüber im sitzen und liegen tatsächlich alles auch viel ertragbarer ist. Wobei meine Blase in jeder Position gleichermaßen gefüllt ist? Doch irgendwas, was auf die Blase oder die Harnröhre drückt? Ich habe noch sehr viele ??? und muss wohl noch einige Arztbesuche in Kauf nehmen um irgendwann "schlauer" und dann hoffentlich auch beschwerdefreier zu sein. Ich melde mich auf jeden Fall wieder wenn es etwas neues an der Front gibt und würde mich über weiteren Austausch freuen.

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22 Dez 2018 11:56 - 22 Dez 2018 12:08 #6 von Hasenfuss89
Hallo alle zusammen hier im Forum.
Vorab vielen Dank für das Angagement hier.
Ich bin ebenfalls neu hier und habe mich aufgrund von Sandra's Thema hier angemeldet.
Hallo Sandra. Mir geht es seit nun etwas mehr als vier Monaten ähnlich wie dir. Ein konstantes Harndranggefühl, das nie ganz weggeht. Auch nach dem pinkeln nicht. Im Gegenteil, da ist es dann sogar etwas schlimmer und beruhigt sich erst nach einer Zeit. Ich hatte bisher aber, Gott sei Dank, ebenfalls nie Schmerzen und kann immer gut durschlafen. Im Schlaf spür ich nichts. Ich bin zum Glück auch nicht inkontinent. Hatte bereits sämtliche Untersuchungen bei mehreren Urologen, keine Keime, immer alles in bester Ordnung. Hatte auch eine 20 tätige Antibiotikakur mit Doxyciclin. Bisher leider ohne Erfolg. Eine Urodynamik zeigte auch das ich keinen Restharn habe und eine sehr gute Blasenkapazität mit 570ml. Das ist allerdings auch wie bei dir nicht mein Problem, denn ich kann das Wasser sehr gut halten und spüre auch wann ich wirklich dringend muss. Und dieser Drang ist dann auch kein imperativer Drang der mich zur Toilette zwingt. Es wird im Augenblick eine Prostatitis vermutet. Allerdings passen die Symptome auch nicht zu 100%. Von der IC habe ich auch gelesen. Ich konnte allerdings bisher keine Veränderungen im Zusammenhang mit der Ernährung feststellen, was ja oft der Fall ist bei dieser Erkrankung, neben den Schmerzen, die uns zwei ja Gott sei Dank auch nicht plagen bisher. Alles in allem hat sich bei mir die Symptomatik seit etwa 4 Wochen gefühlt etwas abgeschwächt. Ich hoffe das ist ein gutes Zeichen. Auch ich musste einen Psychotherapeuten aufsuchen, weil es mir zwischenzeitlich wirklich mies ging. Wünsche euch und dir eine besinnliche Weihnacht. Würde mich freuen wenn wir uns weiter austauschen könnten. Liebe Grüße

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22 Dez 2018 14:04 #7 von Jens Schriever
Hallo Sandra und Hasenfuss

Auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen hier im Forum vom Inkontinenz Selbsthilfe e.V.
Ich wünsche euch einen regen und informativen Erfahrungsaustausch hier.

Gruß Jens

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22 Dez 2018 16:40 #8 von Sandra1003
Hallo Hasenfuss. :-)

Nett dass du dich angemeldet hast. Bei dir wurde eine Prostatitis diagnostiziert? Bisher dachte ich dies wäre eine "Herrenkrankheit" und hab auch online weiter nicht viel dazu gefunden. Wie genau wird diese denn bei dir behandelt? Medikamente?

Beim Thema Doxicyclin wird mir hundsübel, denn bei mir fing die ganze Sch... genau nach diesem Antibiotika an - mitunter. Was Antibiotika generell anrichten kann ist bekannt, rausfinden werde ich es wohl nie ob es tatsächlich der Auslöser für alles ist/war.

Ich habe mich bereits um weitere Arzttermine gekümmert - alle im Januar.
Gynäkologie
Urologe
Hausarzt
Osteopathe
Physiotherapeut
Orthopäde
Ich halte euch auf dem Laufenden.
Frohes Fest euch Allen
Sandra

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23 Dez 2018 02:24 #9 von Hasenfuss89
Genau, ich bin auch ein "Herr", noch nicht ganz 30 Jahre alt. Bis auf die akute Form der Prostatitis ist dies eine Ausschlussdiagnose. Genau wie die überaktive Blase. Zwischen den beiden Diagnosen stehe ich. Beides wurde bereits vermutet. Aber es wurde nichts ganz ausgeschlossen. Diagnose schwierig, da nie irgendwelche Bakterien gefunden wurden. Im Moment tendiert man aber zur Prostatitis da bei der Urodynamik keinerlei Auffälligkeiten zu sehen waren. Ich war auch schon bei einer Endokrinologin, da gesagt wurde, es kann auch mit meiner Schilddrüsenunterfunktion zusammenhängen. Hier wurde meine Hormondosis auch leicht angepasst, aber steht wohl nicht im Zusammenhang. Auch ein MRT der Lendenwirbelsäule hatte ich. Ebenfalls in Ordnung. Einmal wurde auch etwas Griess im Nierenbecken entdeckt, woraufhin mit Kontrastmittel geröngt wurde. Aber auch das war unauffällig. Im Moment nehme ich Tamsulosin für die Prostata. Desweiteren pflanzliche Sachen. Trinke ausserdem Tee vom kleinen Weidenröschen. Liebe Grüße und gute Besserung

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23 Dez 2018 11:43 #10 von mathilde
Hallo ich bin die Mathilde

Zu all Eueren Problemen, die Meisten kenne ich bereits an meinem eigenen Körper.
Nichts davon ist "EINE KRANKEIT" all diese Fürchterlichkeiten werden produziert,
von "Unsichtbar" gehenden Leuten aus Funk und Fernsehen, Künstlern und aus vielen,
vielen anderen Bereichen.
Dieses NOW KNOW existiert schon seit ca, 5 - 6 Hundert Jahren, wurde wahrscheinlich
irgendwann eher zufällig von einem der alten Alchimisten entdeckt-
All diese Fürchterlichkeiten enstehen nur und ausschliesslich durch MEDIKAMENTE und NICHT- Tödliche
Gifte die in der Natur auch vorkommen. Heute im 21. Jahrhundert haben sie wirklich alles, alles er- und durchforscht.
Der Einzelne kann nichts aber auch gar NICHTS dagegen tun, ausser immer und immer wieder vorsichtig für das eigene Leben daraufhin weisen,
denn diese Leute würden uns dann allzu gern in die Psychiatrie stecken, damit nur ja nicht herauskommt was sie treiben.
Alle Gute für Sie alle, weniger Terror
UND EIN FROHES WEIHNANCHTSFEST UND ALLES GUTE FÜR DAS NEUE JAHR
mathilde

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