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Pinkeln in der Dusche! Gut für die Umwelt? OUTET EUCH JETZT!

29 Jun 2016 00:33 #1 von varta.alkaline
Hallo Ihr Lieben,

in einem anderen Thread hatte ich geschrieben dass es zu den Eigenheiten des Mannes gehört daß sie gerne (an sich sogar grundsätzlich) unter der Dusche pinkeln.
Am Wochenende, bei den Nachbarn, erwähnte ich das, ganz beiläufig, nach dem Genuss von 2-3 Fläschchen Bier.
Sagt meine Nachbarin, als ob es das Normalste der Welt wäre: " Das tu ich auch"

An sich wär ja die "Geschichte" hier schon wieder vorbei und müsste nicht weiter erwähnt werden. Doch es kommt, erstens anders, zweitens, als man denkt. :)

War eben meine Post abholen und nach dem Logout gibt es gerne diverse Links zu allem Möglichen Blödsinn und Unsinn.
Aber was ich da zu sehen bekam.......

www.sat1.de/ratgeber/trends/pinkeln-in-der-dusche-clip

Das wollte ich Euch definitiv nicht vorenthalten. ich fands lustig, die Argumente haben was und ich oute mich hiermit.

ICH PINKEL UNTER DER DUSCHE!!! UND DAS SOGAR GERNE!

Wer noch? Wer nicht?

P.S. Es steht in der Rubrik "Humor" also bitte nehmt es als solches und "zerreist" mich nicht in der Luft. In der Virtuellen.
P.P.S. Ich bin Umweltschützer. :lol: :lol: :lol:

Ganz liebe Grüße, Varta

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29 Jun 2016 05:38 #2 von Horsty
Hallo Varta,

klar kann man unter der Dusche (nur) seine Blase entleeren. Man achte aber auf darauf, dass man genügend nachspült und der Geruchsverschluss in Ordnung ist.
Bei mir wäre jedoch ein Urin –Wassergemisch nicht machbar, weil ich das Dusch- und Badewasser in eine separate Leitung gebe und es dann in eine gesonderte Zisterne fülle. Dieses Brauchwasser wird dann ausschließlich für die Toilettenspülung genutzt. Der Wasser- Spareffekt ist sicherlich deutlich höher.
Es müssen aber die entsprechenden technischen Voraussetzungen bestehen und die abgesonderten Ableitungen und Zuleitungen müssen hinreichend gekennzeichnet sein.

Es grüßt Horsty

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29 Jun 2016 08:56 #3 von Waldemar69
Urinieren gut für die Umwelt? - Was für ein Thema. Harnstoff wird nach dem Ausscheiden in Nitrit und in Nitrat umgesetzt und ist zum Düngen in verträglichen Mengen sicher nicht schlecht. Dennoch wäre ich da vorsichtig. So sollten dabei ein paar Spielregeln beachtet werden. Urin ist sehr stark stickstoffhaltig. So hat in Untersuchungen menschlicher Urin höhere Werte erzielt als viele herkömmlicher Dünger. Zuviel Urin kann bei Pflanzen zudem zu Verbrennungen führen. Urin eines gesunden Menschen besteht ja schon zur Hälfte aus anorganischen Salzen, dann kommen noch Säuren hinzu und eben Harnstoff, ein Abbauprodukt des Eiweißhaushaltes.

Inwieweit Pinkeln unter der Dusche (durch Duschwasser verdünnt) anschließend in Kläranlagen abgebaut und wieder in den „frischen“ Wasserkreislauf unbelastet zurückgelangt, habe ich keine schlüssigen Erkenntnisse. Vielleicht weiß da jemand von euch mehr?

Aber auch unser Urin ist ja mittlerweile nicht unbelastet. Über den Urin können beim Düngen auch Medikamentenrückstände in den Boden gelangen. Darum empfehle ich den „Humanurin“ nicht unbedingt zum Düngen von Gemüse. Ein Landschaftsgärtner erzählte mir, „man könne diesen für Staudenbeete oder für Sträucher verwenden“. - Ich selbst würde zuerst in einer unauffälligen Ecke meines Gartens einen Versuch starten. ;)

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29 Jun 2016 09:01 #4 von Bernhardine
Hallo Waldemar,

ich erinnere mich, dass ich mal gelesen habe, dass im alten China die Leibeigenen auf die Felder pinkeln MUSSTEN! Um das Pflanzenwachstum zu fördern.
Haben wir es gut, dass wir aufs Klo dürfen, nicht? ;-)

Aber ich bin gespannt, wie dein Versuch ausgeht !! ( unsere Katzen machen im Sommer ihr kleines Geschäft gern auf der Wiese, so haben sie es schon wieder geschafft, zwei Stellen völlig zu ver"brennen" ! Wir haben jetzt zwei völlig hellgelbe Stellen mit totem Gras im Rasen! Also immer dran denken : die Dosis macht´s !!)

Liebe Grüße und allen einen schönen Tag!

Bernhardine

Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten , weitergehen !

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29 Jun 2016 09:04 - 29 Jun 2016 09:05 #5 von matti
Nun, ob der Urin durch die Dusche oder die Toilette seinen Weg ins Klärwerk findet, dürfte wohl ziemlich egal sein. Nach wenigen Zentimetern fließt sowohl die Toilettenspülung wie auch der Duschablauf in der Regel ins gleiche Rohr ab.

Ansonsten würde ich mich "outen" dass ich als Mann kein Duschtassenpinkler bin. Warum sollte ich mir auf meine eigenen Füsse pinkeln?

Sachen gibts...

Gruß

Matti

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29 Jun 2016 14:36 #6 von varta.alkaline
In dem Video gings eigentlich drum dass man Spülwasser spart. Bei unserem modernen Klo sind das 6 Liter. (Wobei unser Großer es schonmal gerne vergiss und unser Kurzer die "kleine" Spültaste solange drückt bis die 9 Liter auch durch sind) :silly:
Desweiteren soll man dadurch auch das Klopapier sparen, was dann doch den einen oder anderen Baum ausmacht.
Ich, als Nachtröpfler, benutze eh keins weils eh in die Hose, bzw. die Vorlage geht. Schonmal nen Baum gespart. :cheer:

Pinkelt man unter der Dusche (der Wasserverbrauch ändert sich ja dadurch eh nicht, egal ob ich pinkel oder nicht) würde ich der Umwelt einen kleinen Gefallen tun.

@ Waldemar: So wie Matti schreibt ist es eigentlich üblich. Bei uns vereinen sich Dusche und Klo nach 3 Metern. :-) Landet also alles in der selben Kläranlage.

@ Matti: Urin auf der Haut? Guggst Du hier: www.irchelpraxis.ch/urin-anwendung-bei-notfallen/
Ein Arzt im Krankenhaus hatte mir das mal vor Jahren erzählt.

Gruß

Varta

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29 Jun 2016 15:50 - 29 Jun 2016 15:56 #7 von matti
Hallo,

vielleicht ist ja auch dieser Artikel einmal interessant. Er erklärt nämlich den Unsinn des (vermeintlichen) Wassersparens. Jeden Tropfen den man selbst spart, "jagen" die Wasserwerke durch die Rohre und Leitungen. Sonst hätten wir bald eine Schwemme an Keimen, einen elenden Gestank und wohl die ein oder andere Rattenplage.

1 Kubikmeter Wasser sind 1000 Liter. Mit dieser Menge kann man ca. 20 Mal duschen, 400 Mal Hände waschen oder 5000 Gläser Wasser trinken. Die Versorgung mit einem Kubikmeter Trinkwasser kostet inklusive Schmutzwasserentsorgung unter 4 €. Man zahlt pro Liter also weniger als einen halben Cent. Da man Trinkwasser bislang nicht nach Afrika oder in andere wasserarme Regionen exportieren kann, ist das extrem Wasserparen in unserem Land ziemlicher schmarn.

Unser täglicher Wasserverbrauch liegt bei ca. 122 Liter/ Tag. Dies sind also ca. 60 Cent pro Tag. Zysternen, schön und gut. Es lässt sich etwas Geld sparen. Für die Umwelt, naja, letztlich verwenden sie das gesammelte Wasser vom Himmel (Regen), was zunächst dem Grundwasser entzogen wird und dann im Klärwerk dem Nutzwasser wieder zugeführt wird. Die Umwelt-Bilanz ist gleich null.


www.zeit.de/2012/14/Wasserversorgung

Die ganze Welt ist verrückt. Wir zahlen Landwirten 20 Cent pro Liter Milch und kaufen gleichzeitig französisches Tafelwasser für 1,50 der Liter in Plastikflaschen.

Soll machen wer will. Ich pinkel mir nicht auf meine Füsse.

Gruß

Matti

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29 Jun 2016 19:44 #8 von Karlchen
Hallo Matti,

danke, dass Du das geschrieben hast!!!! Kann ich nur zu 100% zustimmen.

Das Wassersparen in Berlin führt dazu, dass die inzwischen überdimensionierten Abwasserkanäle dauernd von den Wasserwerken mit Hochdruck durchgespült werden müssen, weil sie ansonsten verstopfen würden. Sprich: Das Wasser was die Kunden sparen wird von den Wasserwerken wieder verbraten und muss so trotzdem von den Kunden bezahlt werden. Was ein grüner Irrsinn!!!!

Weiterhin führt das Wassersparen dazu, dass in Berlin der Grundwasserspiegel immer weiter steigt. Hier bei uns liegt der Grundwasserspiegel teilweise nur ca. 1 Meter unter der Strasse. Bei uns im Haus muss im Keller permanent eine Pumpe laufen, weil das Fundament undicht ist. Ende der 60er war der Grundwasserspiegel weit tiefer, da dachte niemand daran, dass so ein Haus auch einen druckdichten Keller haben muss. Achja, von hier bis zur Spree sind vielleicht grad mal 100 Meter.

Okay, zurück zum Thema: Ich dusche nicht, ich verschwende mein Wasser indem ich Bade. Des Luxus gönne ich mir!

Gruss vom Karlchen

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29 Jun 2016 23:15 #9 von Horsty
Hallo nochmals,

werde versuchen aus meiner Sicht und den gegebenen abweichenden Bedingungen zu antworten.

@Karlchen
Seit in unserer Gegend die undichten Fäkaliengruben verschwanden sind sowohl der Schichtenwasser- und der Grundwasserspiegel erheblich zurückgegangen. Davor hatten wir oft mit den schwankenden Wassermassen im Haus zu kämpfen.
Außerdem ergibt sich in der näheren Umgebung folgendes Bild:

panke.info/pages/panke-orte/rieselfelder-hobrechtswald.php

Durch die Inbetriebnahme von Klärwerken entfiel im Laufe der 1980er Jahre die Notwendigkeit der Verrieselung, und ab 1987 begann man die Rieselfelder durch Baumpflanzungen in eine Erholungsfläche zu verwandeln. Mit dem plötzlichen Wegfall der riesigen Wassermengen ab 1985 herrschte in den Rieselfeldern Wassermangel und der Grundwasserspiegel sank ab. Dies erschwert bis heute die Aufforstung des Geländes.

@Matti
Die Wasserpreise (Trinkwasser und Abwasser) schwanken territorial sehr stark.

www.hausjournal.net/toilettenspuelung-wasserverbrauch
Durch die Zisterne, in der unser Brauchwasser für die Toilettenspülung geleitet wird, sparen wir im Schnitt nach Abzug der Stromkosten ca. 130,-€. Die Investitionskosten mit Pumpe, Leitungen, Behälter lagen unter 200,-€.
Noch ein Beispiel aus dem Garten: Allein für die Kartoffeln müsste ich 160,-€ an Trinkwasser bezahlen, um sie ausreichend zu bewässern. Insgesamt wage ich erst gar nicht die Kosten aufzulisten (Tomaten, Brokkoli, Gurken, Erdbeeren, Zuckermais, Spargel, Brombeeren, Paprika, Bohnen, Erbsen…etc.). … das wäre das finanzielle aus, auch bei einen Gartenzähler (nur für Trinkwasser).
www.vzsh.de/virtuelles-wasser

@ Waldemar
Falls du ernsthaft in deiner unauffällige Ecke deines Gartens ein „Rieselfeld“ anlegen willst, so kann man jetzt schon davon ausgehen, dass es nicht nur unangenehm riecht, sondern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kaum etwas Brauchbares wachsen wird. Auch wenn Urin aus 95 % Wasser besteht. Die ca. 25 Gramm Harnstoff/Tag sind wohl nicht so aggressiv; jedoch die Harnsäure (ca.1 Gramm), Salze (ca.10 Gramm) sowie die Oxalsäure und Phosphate dürften nicht vorteilhaft sein.
Es ist jedoch nach wie vor ein Problem sowohl die Schwermetalle als auch die Medikamentenrückstände auszufiltern
Da halte ich es doch wie Bernhardine: die Dosis macht´s !!)
Selbst Tiergülle oder Geflügeldung sollte über die Kompostdeponie abgelagert und verdünnt werden.

Also ich dusche lieber und brauche dabei nicht zusätzliches Wasser zum Nachspülen für den abgelassenen Urin.

Bin auch kein Fan für Eigenurinbehandlung in jeglicher Form, da scheiden sich die Geister: „Wer heilt hat Recht“ so wie es sich auch mit dem „Sparen“ von Trinkwasser (das wichtigste Nahrungsmittel) verhält.

Es grüßt Horsty
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30 Jun 2016 16:30 #10 von eckhard11
...ich bade nur noch alle drei Monate.
So lange brauche ich nämlich, um die Wanne voll zu bekommen

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