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Botox auch ambulant zugelassen?

24 Jul 2015 18:50 #1 von Sophie
Liebes Forum,

ich war lange nicht hier, aber jetzt brennen mir ein paar Fragen unter den Nägeln, für die Ihr vielleicht Antworten habt.

Demnächst soll bei mir ein Versuch mit Botox gestartet werden. Laut dem Krankenhaus, in dem ich gerade war, geht das nur stationär, mit einer Übernachtung.
Aus persönlichen Gründen ist eine Übernachtung aber zur Zeit sehr schwer für mich einzurichten. Ambulant wäre mir daher seeeehr viel lieber. Wie ich gehört habe, war es vor einiger Zeit so, dass die Kassen es nur unter stationären Bedingungen bezahlt haben. Jetzt würde sich das aber immer mehr lockern...
Ist unter Euch jemand, der das (unter Narkose!) schon ambulant gemacht hat?

Dank Euch im Voraus.

LG Sophie

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25 Jul 2015 08:06 #2 von Account auf eigenen Wunsch gelöscht
Hallo Sophie,
wie mir bekannt, wird Botox erst seit einigen Monaten von den gesetzlichen Kassen übernommen, stationär ist auf alle Fälle nach Mittelung meiner Ärzte notwendig.
Vorsicht bei Botox???
LG Dezember

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25 Jul 2015 10:08 - 25 Jul 2015 10:44 #3 von matti
Hallo Sophie,

ich würde mir an deiner Stelle überlegen, ob eine ambulate Erstbehandlung wirklich in deinem Interesse ist. Die meisten Behandler werden wohl auch dazu nicht bereit sein. Wenn eine invasive Massnahme durchgeführt wird, und für diese halte ich eine Botoxinjektion, sollte man eine grobe Einschätzung darüber erlangen, wie der Patient darauf reagiert.
Genau aus diesem Grund werden dies die wenigsten Behandler bei einer Erstbehandlung ambulant durchführen.

Die Erfolgsraten sind ausserordentich hoch Dies hat also nichts mehr mit subjektiver Wahrnehmung zu tun, sondern lässt sich objektivieren.

Matti

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25 Jul 2015 10:18 #4 von Sophie
Hallo Dezember,

Vorsicht - die sollte man in einem gesunden Ausmaß immer walten lassen. Natürlich auch bei Medikamenten, aber wenn man zu dem Schluss kommt, dass die sehr wahrscheinlichen Vorteile die nur ganz eventuellen Risiken bei weitem übertreffen, sollte man sich dafür entscheiden. Auch wenn Botox in der Urologie noch relativ neu ist, so ist es in anderen Fachgebieten schon viel länger erprobt. Ich meine damit nicht nur die "Lifestyle"-Anwendungen. Vor Jahren z.B. habe ich schon von meinem Neurologen Botox gegen die Spastik in den Arm gespritzt bekommen - ohne irgendwelche negativen Folgen.
Also - informieren, überlegen und kritisch abwägen ist gut, zu viel Sorgen machen ist kontraproduktiv. Wenn Du mit dem momentanen Zustand Deiner Blase leben kannst (sowohl subjektiv als auch aus medizinischen Gründen), dann brauchst Du es ja nicht mit Botox probieren. Wenn Dein jetziger Zustand aber für Dich unerträglich ist und es bestehen seitens Deiner Ärzte keine handfesten medizinischen Gründe dagegen, dann mach es.

LG Sophie
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25 Jul 2015 10:31 #5 von Sophie
Danke Matti,

ja Du hast Recht, bei der Erstbehandlung ist es wahrscheinlich sinnvoll, da könnte ich es zur Not vielleicht einrichten. Aber ganz grundsätzlich wäre es für mich ambulant sehr viel einfacher.
Außerdem habe ich natürlich immer den Vergleich, dass es bei meinem Neurologen immer nur eine Sache von wenigen Minuten war. Kann man natürlich nicht vergleichen, an den Arm kommt man auch sehr viel besser ran - ist mir ja klar ;) ;)

Zu den Erfolgsaussichten: Die Wirkung gegen die hyperaktive Blase wäre nur ein (sehr schöner!) Nebeneffekt. Bei mir geht es in erster Linie um teilweise unerträgliche Schmerzen. Wie da der Erfolg sein wird, muss man sehen. Aber ich bin natürlich zuversichtlich und wäre auch schon für einen Teilerfolg sehr, sehr dankbar!

LG Sophie

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25 Jul 2015 13:14 #6 von Account auf eigenen Wunsch gelöscht
Hallo Sophie,
danke für deine Zeilen. Jeder muss sich für sich selbst entscheiden, Statistiken sind gut und schlecht.
Bandscheibenoperationen wurden vor Jahren auch ärztliche empfohlen, was ist heute damit.


Also genau überlegen????

LB Grüße


Dezembrer

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25 Jul 2015 14:06 - 25 Jul 2015 14:07 #7 von matti
Hallo Dezember,

vielleicht kannst du ja einmal mit deinen eigenen Worten (und über mehr als drei würde ich mich ausdrücklich freuen) beschreiben, welche unsagbar großen Ängste bzw. Befürchtungen, dich dazu veranslassen so vehement diese Therapieform zu hinterfragen oder schlecht zu reden. Davor, in meinem Empfinden, gar zu warnen.

Ich bin für jede sachliche Diskussion hier mehr als dankbar.

Matti

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25 Jul 2015 14:55 #8 von Sophie
Ja, das würde mich auch interessieren, Dezember.
Welche konkreten Nebenwirkungen oder Spätfolgen erwartest oder fürchtest Du? Oder ist es einfach die Tatsache, dass es eine Substanz aus einem ("schädlichen") Bakterium ist?
Ich schließe mich Matti an und würde auch gerne wissen, warum Du so grundsätzlich dagegen bist... Bitte versuche wirklich einmal, es in Worte zu fassen und konkreter zu werden.

LG Sophie

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25 Jul 2015 16:52 #9 von Chris80
Hallo Sophie,

meine Frau bhekommt seit längerer Zeit sowohl Botox für die oberen Extremitäten als auch für die Blase. Wir hatten bisher keine Nebenwirkungen. Im Gegenteil: Das was die Medikamente mit teilweise erheblichen Nebenwirkungen nicht geschaftt haben, hat das Botox ganz ohne Nebenwirkungen geschafft.

In der Tat könnte man die Botoxtherapie auch ambulant durchführen lassen. Aus Kostengründen wollen die meisten Krankenhäuser jedoch eine stationäre Behandlung, da sich andernfalls die Therapie wirtschaftlich nicht lohnt. Ich denke aus vernünftigen Gründen solten man die Botoxtherapie der Harnblase jedoch nur stationär durchführen lassen. Denn die größte Gefahr geht nicht von der Botox-Injektion aus, sondern von der Narkose.

Dennoch bieten immer mehr Urologische Praxen auch die ambulante Behandlung an. Zumindest bei Querschnittsgelähmten. Hier wird dann auf eine Vollnarkose verzichtet.

Wenn es Deine erste Behandlung ist, solltest Du es schon stationär machen lassen. Wenn du mit der Behandlung zufrieden bist und alles gut verlaufen ist, könntest Du dann ja mit den Ärzten die ambulante Behandlung besprechen, eventuell beim niedergelassenen Urologen.

Schöne Grüße
Christian
Folgende Benutzer bedankten sich: Sophie

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25 Jul 2015 18:12 #10 von Sophie
Danke Christian!

Habe schon vermutet, dass der stationäre Aufenthalt viel mit der Kostendeckung zu tun hat. Die Narkose selbst ist nicht unbedingt Grund dafür. Sofern alles komplikationslos verlaufen ist, kann man am Nachmittag nach einer Narkose durchaus schon nach Hause gehen. Das habe ich nicht nur schon unzählige Male erlebt, sondern auch schon zwei mal selber gehabt. Auch der Eingriff, den ich vor ein paar Tagen in der Urologie hatte, war von meinem niedergelassenen Urologen als "ambulant in Narkose" vorgeschlagen und geplant worden. Nur die Klinik wollte es mit 1-2 Nächten haben.
Versteht mich jetzt nicht falsch, es geht mir gar nicht darum, partout nicht dort bleiben zu wollen. Ich war ja diese Woche dort auch über Nacht. Es waren alle lieb und nett :). Ganz grundsätzlich ist das natürlich nicht schlimm! Es geht nur darum, dass ich zu Hause ganz schwer abkömmlich bin. Das wird in 1-2 Jahren wahrscheinlich besser sein, aber zur Zeit wäre es unendlich viel einfacher und auch beruhigender für mich, zu Hause anwesend zu sein.
Jetzt fürs erste Mal muss es dann zur Not halt noch einmal irgendwie gehen. Und falls die Wirkung schön lange anhält, haben sich die Umstände bei mir vielleicht ja zum einfacheren hin verbessert, wer weiß...
Jetzt hoffe ich erstmal, dass Botox tatschlich die Schmerzen etwas eindämmen kann. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie das ist, nachts mehr als 3-4 Stunden zu schlafen und NICHT den ganzen anderen Teil der Nacht vor Schmerzen schweißgebadet im Bett zu sitzen. Tagsüber ist es auch nicht viel besser, aber da kann man sich besser ablenken.Und nach dem das seit 3 Jahren immer noch schlimmer geworden ist, kann ich langsam einfach nicht mehr... Vielleicht habt Ihr ja ein paar Daumen für mich?

Dank und LG, Sophie

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