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Vollwertkost

09 Aug 2016 17:52 #1 von Agi
Selber bin ich in der Scleroderma Liga e.V. aktiv.
Wenn man sich mit der Krankheit in der Selbsthilfe auseinandersetzt , ist vieles leichter. umzusetzen.
Auch ich habe dafür gesorgt, dass die Stuhlinkontinenz die oft zur Sklerodermie gehört, in unserer Selbsthilfe nicht mehr ein Tabuthema ist.
Lieber eine Stuhlinkontinenz als eine Lungenfibrose. Sie ist nur unangenehm.


Eines meiner größten Probleme ist, dass meine Nahrung die ich zu mir nehme, nicht so durch den Verdauungstrakt rutscht, wie es sein soll. Sämtliche Muskeln der Speiseröhre, Magen und Darm schaffen den Transport der Nahrung nicht so einfach. Reflux und Sodbrennen kommen noch hinzu. Aus diesem Grunde habe ich meine Ernährung umgestellt und arbeite immer weiter daran sie zu verbessern. Hier hilft mir eine ballaststoffreiche Ernährung.

Was ist Vollwertkost?

Vollwertkost ist keine Diät sondern eine Kostform in der frische und unverarbeitete Lebensmittel im Vordergrund stehen.

Sie ist sehr ballaststoffreich und eine leichte Kost.
.
Hierzu gehört viel frisches Gemüse, Obst, Kräuter, Kartoffeln, Nüsse, Mandeln, Kerne z. B. Kürbiskerne auch Milch und Milchprodukte, Käse Eier, Butter und kaltgepresstes Pflanzenöl. Ferner Getreide und Getreideprodukte, soweit sie aus dem ganzen Korn hergestellt werden.
Kartoffeln werden nicht geschält sondern gebürstet klein geschnitten und als Bratkartoffeln verwendet oder in der Schale gegart und als Pellkartoffeln ohne Salz verzehrt. Ein Apfel ist im Ganzen gesünder als Apfelsaft, eine Möhre oder Möhrenrohkost besser als Möhrensaft. Denn das, was man nach dem Auspressen wegwirft, enthält neben einigen Nährstoffen vor allem die wichtigen Ballaststoffe.
Mageres Fleisch und auch fetter Fisch sind nicht verboten.

Nicht empfehlenswert sind Zucker und Weißmehl und alle Produkte die dieses enthalten.
Es sind tote Kohlehydrate.

Um den Einstieg in die Vollwerternährung leichter zu schaffen empfehle ich einen Kochkursus, der oft von den Volkshochschulen oder auch von den Krankenkassen angeboten wird, zu besuchen. Auch ein Tagebuch über die Essensgewohnheiten zu führen ist hilfreich. Sich mit der Ernährung auseinander zusetzen ist das Allerwichtigste. Wenn dann der Partner noch mitmacht und auch positiv dazu steht, ist vieles leichter umzusetzen.

Es gibt viele Informationen hierzu im Internet oder auch Bücher von Dr. Bruker und auch Kochbücher. u.a.von Helma Danner die weiter helfen.

Vorsichtig und langsam umstellen!

Die Gewöhnung an eine ballaststoffreichere Kost kann zuerst Probleme bereiten. Der Körper, besonders der Verdauungstrakt ist es nicht mehr gewohnt, mit faserreicher Kost fertig zu werden.
Die Umstellung gelingt leichter, wenn man zunächst nur mit Vollkornbrot beginnt, und dann weiter langsam mit dem Frischkornbrei anfängt.
Gründlich kauen ist wichtig.
Während der Umstellung sollten wir auf Zucker und Weißmehl und alles was hieraus erstellt wird verzichten.
Nach der Umstellung stellt man fest, dass der Hunger auf was Süßes sich legt und
der Reflux und das Sodbrennen deutlich nachlassen.
Auch Nudeln, oder Brot aus Weißmehl haben dann keinen Geschmack mehr.


Wir besitzen eine Getreidemühle und auch eine Kornquetsche, sodass wir das Getreide vor der Verarbeitung frisch mahlen können.
Zu Anfang kann man sich das ganze Korn beim Biobauern (mit Hofladen) oder im Naturkostladen frisch mahlen lassen.
Auf das Haltbarkeitsdatum sollte geachtet werden, da es schnell ranzig wird.
Für unsere Nahrung sollten wir nur biologisch angebautes und gereinigtes Vollkorn verwenden, sodass das Mutterkorn (giftig) und auch schon mal kleine Steinchen entfernt sind.



Das wichtigste für meine Ernährung ist das Frischkornmüsli morgens.

Das Korn mahle ich mir abends, immer sehr fein, setze es mit Wasser an, damit der Darm es besser verwerten kann.
Ganze oder grobe Körner können auch schon mal im Darm hängen bleiben, was für uns nicht förderlich ist. Auch Früchte oder Mandeln, Nüsse können im Mixer bei Bedarf fein püriert werden.

Wichtig! Grobe Zutaten bitte gut kauen.

Es rutscht morgens besser als ein normales Brötchen und bleibt im Magen und Darm nicht so hängen.

Vollkornbrot backe ich immer selbst, oft aus Roggen mit etwas Weizen und mit dem Spezial-Backferment nach Hugo Erbe. Hierzu kann ich das Buch von Helma Danner „Biologisch kochen und Backen“, empfehlen
Alternativ kann ich es im Naturkostladen oder beim Biobäcker kaufen, wo das Brot z.B.nach „Schnitzer“gebacken wird. Das Korn wird frisch direkt vor dem Backen gemahlen. Dort bekommt man auch feinschrotiges oder. feingemahlenes Vollkornbrot.

Selbstgemachte Spätzle aus Hartweizen werden oft ins Mittagessen eingefügt.

Außer Körner gibt es viel frisches Obst, rohes und gedünstetes Gemüse (bekommt mir besser) wenig mageres Fleisch, öfter Fisch, Milchprodukte, selbstgemachten Joghurt, Nüsse, Trockenfrüchte,
keine Wurst, keinen Süßstoff, kaum tierische Fette.

Hochwertige kaltgepresste pflanzliche Öle und auch Fischoel hemmen die Entzündungen und
tierische Fette ( besonders Schweineschmalz) fördern sie.
In Nüssen oder auch Kernen z.b. Kürbiskernen sind hochwertige Fette.
Auch im Keim des Vollkorn sind hochwertige Fette und Vitamine.
Beim Vollkornbrot vom normalen Bäcker oder aus dem Supermarkt sind diese Keime entfernt worden.

Viel Trinken regt auch die Verdauung an.
Versuche immer vollwertige Lebenmittel in unsere Ernährung einzubauen.


Rezept ist für zwei Personen

Frischkornmüsli
4 Eßl. Korn (Weizen, Dinkel, Roggen, Hafer mit anderen Körnern mischen da er leicht bitter schmeckt,)
abends mahlen oder schroten und mit Wasser ansetzen

morgens noch hinzufügen
Apfel grob oder fein zerkleinert
Banane oder Obst der Saison
Rosinen oder andere Trockenfrüchte
Nüsse, Kerne, Samen,
Milch oder Joghurt

es kann bei Bedarf im Mixer fein püriert werden

Als Zwischenmahlzeit eignet sich, frisches Obst und Gemüse, Nüsse, Trockenfrüchte, Joghurt oder andere Milchprodukte. Sauerkraut roh gegessen mildert auch den Reflux.

Eine gesunde Ernährung und viel Bewegung ist die halbe Medizin.

Liebe Grüße
Agi
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