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Interstim OP bei Obstipation gestern

27 Aug 2015 16:40 #17 von Bernhardine
Liebe Laura,

es ist mir wirklich eine Herzensangelegenheit, alles zu tun, damit niemand so schlimme Erfahrungen machen muss wie ich!
Und wenn man das mit so einfachen Hinweisen wie mit der Sache mit den Schienen vermeiden kann, ist das doch selbstverständlich, dass man das sagt!
Das mit der " Forumsschwester" ist nicht nur so gesagt, ich empfinde mittlerweile wirklich so für andere Forumsmitglieder.

Dass in der Uniklinik interdisziplinär an dein Krankheitsbild herangegangen wird, ist super!! Genau das ist der richtige Weg, in so komplizierten Fällen Probleme zu vermeiden.

Alles Gute und liebe Grüße

Bernhardine

Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten , weitergehen !
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28 Aug 2015 18:12 #18 von Uschu
Hallo Laura,

ich glaube Du mußt Dir nicht so viele Sorgen machen und trotzdem kann ich Dich verstehen.
Die Ärzte werden das schon meistern.
Als ich vor vielen Jahren operiert wurde, hatte ich u.a. auch eine Rektozele.
Aber mein gesamter Darm war eine einzige Baustelle.
Irgendwie mussten so viele Stellen korrigiert werden, daß ich nur mit einem mulmigen Gefühl in die OP gehen konnte.
Und was soll ich sagen. Es hat alles gut geklappt.
Bei einer Rektozele wird der Darm gestrafft, so daß sich keine neue Aussackung bilden kann. Das ist heute doch Routine.
Das erklärt natürlich auch ein wenig die Verschlechterung Deines Zustandes.
Ich drücke Dir die Daumen, daß Alles gut läuft.

Bei mir hat man am Mittwoch die Batterie entfernt. Die Testphase ist vorbei und ich habe mich für die SNS entschieden.
Bis zur endgültigen Implantation in ca. 2 Wochen muss ich nun ohne klar kommen.
Das finde ich natürlich alles andere als gut, aber so ist es nun einmal.
Prompt ging es mit den Problemen wieder los.
Ich versuche trotzdem entspannt zu bleiben und habe ein wenig die Arbeit reduziert.
Dafür habe ich nun mehr Zeit für mich und das tut mir gut.
Im vergangenen Urlaub war ich nur krank und kann so etwas Erholung nachholen.

Kopf hoch ! Es kann nur besser werden.
Ich kann sehr gut nachempfinden wie man sich über eine Diagnose freut.
es gibt nicht Schlimmeres wie " es ist Alles in Ordnung" und man fühlt sich trotzdem schlecht.

Viel Glück !

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28 Aug 2015 19:10 #19 von Laura
Hallo Uschu,
ich habe nur etwas Angst, weil ein Teil des Dünndarms in den OP-Bereich fällt und deshalb die S.T.A.R.R-OP nur mit gleichzeitiger laporoskopischer Überwachung erfolgen kann. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Dünndarm mit fest getuckert wird...Aber die Ärztin hat die Gefahr ja erkannt und macht sich deshalb Gedanken wie es am besten zu machen ist.

Was du schreibst bzgl. deines Schrittmachers versteh ich nicht so ganz. Wieso wurde die Batterie entfernt??? :whistle: Ich hatte mein Testgerät so lange bis die richtige Implantation erfolgt ist. Das ging ineinander über. hmmmm
Welche Klinik betreut dich denn?
Alles Gute für deine Festimplantation und lg,
Laura.

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28 Aug 2015 21:10 #20 von Uschu
Laura, das kann ich verstehen. Es wird schon gut gehen. Wenn man um die Gefahr weiß, dann schaut man auch besonders darauf.
Bei mir wurde damals die OP im Rahmen eines großen Eingriffs mit Bauchschnitt gemacht.

Ich musste die Schrittmacher-Batterie abgeben. Sie wurde abgeschnitten. Frag`mich nicht wie, ich weiß nur, dass ich die richtige Batterie
in 2 Wochen bekomme. Ich lebe ja in der Schweiz, bin hier nur in der Grundversicherung und man schaut hier extrem auf die Kosten.
Das ganze Gesundheitssystem ist hier extrem teuer im Vergleich zu Deutschland.
Wahrscheinlich gibt es nur wenige Test-Geräte und der Bedarf ist riesig, wenn auch eher im Bereich Inkontinenz oder Blase.
Ich finde es nicht ganz so schlimm. Da ich nun 48 Jahre ohne gelebt habe, werde ich diese Zeit auch überstehen.
Ich bin dankbar, daß man mir diese SNS-OP überhaupt so schnell ermöglicht hat, denn solange lebe ich hier noch nicht und die Kosten sind enorm hoch. Alles in Allem fühle ich mich hier gut aufgehoben. Ein Prof. med. für Gastroenterologie im Ruhestand hat mir die Klinik sehr ans Herz gelegt und mir versichert, dass ich dort gut aufgehoben sei. Die operierende Ärztin ist eine deutsche Ärztin und sie hat zuvor im diagnostischen Zentrum in Wiesbaden jahrelang Patienten mit solchen Problemen operiert. Da ich selbst auch im medizinischen Bereich arbeite, hat mich dies dann doch sehr beruhigt.
Vor dem Eingriff hatte ich aber große Bedenken, da ich hier Niemanden kenne und mir viele, unschöne Geschichten von Patienten und deren Leidensgeschichten berichtet wurden. Ich habe das Gefühl des fehlenden Vertrauens in die Medizin jedem Arzt mitgeteilt, man hat mich ernst genommen und alles versucht mir diese Sorge zu nehmen. Rund um den ersten Eingriff bin ich sehr gut betreut worden und auch während der OP hatte ich nicht ein einziges Mal Angst. Alle Ärzte und die Anästhesieschwester standen im permanenten Kontakt mit mir. Bei der kleinsten Regung wurde reagiert. Im Gegenteil, durch meine Mitarbeit habe ich den Eindruck bekommen, dass man den für mich optimalen Sitz der Sonde herausgefunden hat. Dafür habe ich die Unannehmlichkeiten der Schmerzwahrnehmung gerne in Kauf genommen. Die Testphase hatte ich mir dagegen anders vorgestellt. Man testet eigentlich nur, ob die Stimulation greift oder nicht. Alles andere wird erst später programmiert. Hier ist es auch so, dass man selbst nachher nicht mehr viel experimentiert. Die Programmierung wird durch einen Experten der Firma Medtronic in Absprache mit dem Patienten vorgenommen. Ich hoffe, dass das Ergebnis dann noch besser ausfällt. Wenn man diese Beschwerden nicht kennt, dann weiß man nicht warum alle Bereiche des Lebens davon so sehr in Mitleidenschaft gezogen werden. Ich freue mich wahnsinnig auf die Implantation und bin ganz zuversichtlich.

Dir drücke ich ganz fest die Daumen. Das wird klappen, da habe ich gar keinen Zweifel. Man kann heute so vieles machen, da wird es doch an dieser Sache nicht scheitern.
Ich bin gespannt was Du berichtest.

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29 Aug 2015 09:27 #21 von Laura
Hallo liebe Forumsschwestern und -brüder :blink:
ich hätte da noch ein Problem zu lösen bis die OP soweit ist:
Wegen der Vielzahl der Probleme im Beckenbodenbereich ist ja mittlerweile gar kein Stuhlgang mehr möglich. Selbst bei Irrigation mit meiner Meinung nach großen Wassermengen (zwischen 400-700ml pro Durchgang) kommt nix. Die Ärztin versicherte mir, dass ein Darmverschluss kein Thema bei mir wäre, da die Widerstände zwar da aber doch noch irgendwie elastisch sind vereinfacht ausgedrückt. Jetzt ist die Frage, ob ich weiter versuche mit Einläufen etwas zu bewirken oder ob ich die "Keule" raus hole; das heißt bei mir 3-4 EL Bittersalz weil andere Mittel bei mir nachweislich nichts bringen. Die Einnahme von der großen Menge Salz ist natürlich nicht zu verachten und drangsaliert mich schon für gewisse Zeit :( . Auch müsste ich mir überlegen, wann ich so etwas starte, weil ich ja am Montag eigentlich an die Arbeit möchte. Die Hausärztin würde mich auch krank schreiben aber ich bin da etwas eigen...
Die Frage lautet also:
Es darauf ankommen lassen, dass alles noch verstopfter wird und auf Irrigation weiter vertrauen oder
die doppelte Dosis Bittersalz?
Ich kann mich zur Zeit leider nur schwer entscheiden und weiß nicht, was angesagt ist... :S
Lg an alle und wo ist eigentlich Johannes??? :cheer:

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29 Aug 2015 09:38 - 29 Aug 2015 09:42 #22 von matti
Liebe Laura,

du solltest auf gar keinen Fall diese Entscheidung selbst treffen und um Himmels Willen sollte dies auch kein Laie hier im Forum beurteilen!

Diese Frage gehört an einen Arzt gestellt und zwar zeitnah!

Was bedeutet "trotz Irrigation kommt nix"? Kein Stuhl? Nur Wasser von der Irrigation?

Wäre dies so, wärst du ein Notfall!

Matti

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29 Aug 2015 09:56 - 29 Aug 2015 09:57 #23 von Laura
Hallo Matti,
es kommt gaanz wenig Stuhl aber ich habe keinen Darmverschluss und diese "Maßnahmen" habe ich schon früher gemacht - da hilft kein Arzt! Mach mir keine Angst... :ohmy:
Ich weiß halt nicht, ob da vielleicht gar kein Stuhlgang ist weil es ja ununterbrochen drückt!

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29 Aug 2015 10:16 - 29 Aug 2015 10:19 #24 von matti
Aber liebe Laura,

diese Frage muss doch geklärt sein!

Gedanken eines Laien: Ein Druckgefühl lässt auf eine zu geringe Entleerungsmenge schließen. Bei Einstellung der Entleerung folgt zwangsläufig irgendwann ein Darmverschluss oder dieser ist gar bereits auslösend.

Zusätzliches Einbringen von nicht geringen Wassermengen, dürfte den verstopften Darm zusätzlich aufdehnen. Wenn keine Peristaltik (Darmbewegung) damit ausgelöst werden kann, dürfte das Wasser bis zu dem Punkt kommen, wo die Verstopfung richtig fest sitzt. Was raus kommt, wäre dann das eingeführte Wasser, sonst nichts.

Bei einem Darmverschluss (Ileus) gerät der Weitertransport des Darminhalts ins Stocken – was unbehandelt lebensbedrohlich sein kann.

Das hat nichts mit Angst machen zu tun. Darmverschlüsse sind ernst zu nehmende Ereignisse. Da würde es dir wenig nützen, wenn ich nicht klartext schreiben würde.

Ich würde einen Arzt aufsuchen - JETZT!



Matti

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29 Aug 2015 10:21 - 29 Aug 2015 10:21 #25 von Laura
Ich danke dir für deine Gedanken aber ich habe meine Ärztin zweimal eindringlich gefragt, ob die Gefahr eines Darmverschlusses besteht und sie hat das eindeutig verneint! Das muss ich jetzt einfach mal glauben. Das Druckgefühlt kommt von der Rektozele und Enterozele usw.
Ich weiß, du meinst es gut aber ich glaube, ich ziehe meine Frage zurück!
Die hoffentlich kurze Zeit werde ich wohl noch rum kriegen - dass weder Einläufe noch salinische Abführmittel optimal sind, weiß ich ja aber was soll ich machen...andere Möglichkeiten gibt es zur Zeit nicht.

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29 Aug 2015 11:03 #26 von Johannes1956

Laura schrieb: Lg an alle und wo ist eigentlich Johannes??? :cheer:


Liebe Laura und alle anderen!

Da bin ich wieder. War letzte Woche auf Dienstreise in Tirol, das waren wieder einmal zu viele Kilometer. Musste feststellen, dass ich das auch nicht mehr so kann und will wie vor meiner Erkrankung. Muss leiser treten.

Zu Dir, liebe Laura. Ich hatte nach meiner Nabelbruch OP durch die Narkose mehrere Tage keinen Stuhlgang. Die Ärzte sagten mir damals, drei Tage zuwarten geht, aber wenn es länger andauert, muss ich ins Spital kommen.

So sehe ich das auch bei Dir. Da gebe ich dem Matti Recht, es hat nichts mit Angst machen zu tun, hör auf Deinen Körper und lasse notwendige Schritte nicht anstehen. Ich glaube, dass Du es gut einschätzen kannst, aber die Entscheidung zu treffen, ist manchmal schwer.

Mein Bruder hatte eine ganze Nacht lang Herzrasen, wusste, dass etwas grob nicht stimmt, hatte aber keine Kraft zu entscheiden. Hätte ihn dann nicht seine Frau ins Spital geschleppt - Diagnose beidseitige Venenthrombose und Lungeninfarkt- würde er heute nicht mehr leben.

Keine Panik, aber reagieren, wenn es notwendig ist!

Alles Gute

Johannes

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