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Botox in Blase

11 Okt 2016 12:43 #1 von Confederate
Hallo Gemeinde,
ich möchte nicht lange mit einer Vorstellung euch plagen. Ich heiße Dirk und bin 72 Jahre.

Meine Frage bitte:

Ich habe vor 4 Tagen mir Botox im Krankenhaus in die Blase spritzen lassen da ich die andauernde Rennerei zur Toillette leid war. Am ersten Tag war alles wunderbar und ich konnte Wasser lassen wie gewohnt. Seit dem zweiten Tag hat sich mein Leben auf grausame Art verändert. Wasserlassen geht nur noch über Katheder. Die Vorstellung dessen dass es so bleibt erzeugt bei mir keine gute Aussicht auf mein Leben. Hat Jemand von euch da irgendwelche Erfahrung? :( Ich muss alle zwei bis drei Stunden meine Blase entleeren und traue mich nirgends mehr hin.

Dirk ;)

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11 Okt 2016 16:07 #2 von Waldemar69
Hallo Dirk,

ich habe dein Problem zwar nicht. Du findest hier aber jede Menge Infos von Mitgliedern, die das hinter sich oder jeden Tag vor sich haben. Einfach mal herumstöbern. - Ansonsten würde ich unverzüglich einen Urologen zu Rate ziehen.

Waldemar (69)

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11 Okt 2016 16:14 #3 von Confederate
Hallo Waldemar,
herzlichen Dank für deine Antwort. Ich bin ja erst seit 4 Tagen von der OP zu Hause. Man hat mir gesagt das diese Harndrangprobleme und nicht Wasser lassen zu können sehr lange anhalten kann. Bis zur Auflösung der Wirkung vom Botox. Ich werde Wahnsinnig wenn ich nur daran denke jeden Tag etliche Male mir einen Kathedrale reinschreiben muss.

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11 Okt 2016 16:35 #4 von Waldemar69
Ja Dirk,

lies meinen Thread zu Kiwigg. - Selbst habe ich das katheterisieren über viele Monate selbst getan. Hier im Forum machen das Viele schon seit Jahren so und zwar täglich mehrfach. Heute brauche ich das zum Glück nicht mehr. Ich bestehe durchaus das du verzweifelt bist. Aber bloß keine Dauerpanik bekommen. Das wäre das Schlimmste was du dir im Moment selbst antun kannst.

Das mit dem Botox ist auch nicht für Jeden ein „Wunder“ Allheilmittel. Du musst einfach mit dir etwas Geduld haben. Wir sind beide fast ein Alter. Da wird man geduldig so hoffe ich auch für dich.

Also Kopf hoch. ;)

Lieben Gruß

Waldemar

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11 Okt 2016 16:53 #5 von Confederate
Oh Gott Waldemar, du machst mir ja richtig Freude mit deiner Antwort. :unsure: Trotzdem ganz herzlichen Dank für deine Aufmunterung. Ich weiß dass ich jetzt nichts mehr ändern kann. Es wird die Zeit dauern bis das Botox abgebaut ist. Was mir auffällt ist, das ich unglaublich nervös bin und Kopfschmerzen habe. Also alles in Allem ein Desaster. Zum Glück habe ich eine liebe Frau die mir Mut macht. Ich hatte geglaubt Botox rein in die Blase und nach geraumer Zeit dehnt sich die Blase wieder und die Rennerei zur Toilette ist damit Geschichte. Das war wohl etwas zu blauäugig von mir. Irgendwie war das mit dem Katheterisieren im Gespräch mit dem Doc bei mir nicht so angekommen. Habe wohl zu blind vertraut. Im Dezember will in den Urlaub nach Mexiko. Scheinbar wird sich das erledigen.

Ganz herzlichen Dank, Dirk

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11 Okt 2016 17:49 #6 von Maulwurf
Hallo Dirk,

Ich selbst bin erst 34 und schwerst behindert, ohne große HandFunktion. Kathetern bekomme ich inzwischen hin, und ist es eher eines der Themen, die mich an meiner Behinderung noch am wenigsten stören. Am Anfang konnte ich noch nicht Mals zu gucken, wenn die Krankenschwester mich Katheters haben, inzwischen mache ich es jeden Tag selbst zwischen sechs und zwölf mal und habe überhaupt keine Probleme mehr damit. Dauert auch nur noch unwesentlich länger als der normale Toilettengang.

Warum traust du dich nicht raus? InKontinent bist du doch nicht, wenn ich das richtig lese?

Lass dich vor allem hinsichtlich der verschiedenen Katheter beraten.
Wenn du da den richtigen gefunden hast, ist das nur noch halb so schlimm.

Wieso solltest du nicht nach Mexiko können? Die Katheter kann man mitnehmen, bei vielen Fluglinien gegen Attest glaube ich sogar vergünstigt oder kostenlos. Einfach mal mit einem Sanitätshaus besprechen. Sehe da keine Probleme warum das in deinem Fall nicht gehen sollte.

Hinzukommt, dass die neben Wirkung meines Wissens nach noch nachlassen kann. Und die Wirkung von Botox dauert ja auch nicht so lange, in ein paar Monaten wäre dann der " Spuk " bei dir wieder vorbei. Ich persönlich würde zwar immer eine gute Kontinenz auch mit dem Nebeneffekt des Katheters einer Inkontinenz vorziehen, aber das kannst du jetzt ja die nächsten Wochen für dich selbst entscheiden.

Gruß Maulwurf

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11 Okt 2016 18:05 #7 von Jens Schriever
Hallo Dirk

Erst einmal ein herzliches willkommen hier im Forum vom Inkontinenz - Selbsthilfe e.V.
Du brauchst deinen Urlaub in Mexiko nicht sein lassen. ISK ( intermittierenden Selbstkatheterismus ) ist kinderleicht zu erlernen und auszuführen.
Mit der Zeit geht das in Fleisch und Blut über. ISK kann man über all machen und soll für einen Urlaub kein Hindernis sein. Hier sind sehr viele die sich mehrmals am Tag kathetern müssen. Du wirst sehen das ganze ist halb so schlimm wie gedacht.
Was das Botox in der Blase angeht, ist oft das kathetern eine Nebenwirkung davon. Botox ist ein Nervengift und lähmt für eine Zeit die Nervenenden die in der Blase sind. Daher ist der Harndrang auch nicht mehr vorhanden. Wenn Botox in der richtigen Dosis verabreicht wird, kann es ein Segen sein. Du solltest noch einmal mit deinen Urologen darüber sprechen, ob die Dosis beim nächsten mal nicht geringer sein kann.
Auf unserer Homepage haben wir auch den ISK genauer erklart. Hier der Link: www.inkontinenz-selbsthilfe.com/inkontin...theterismus-isk.html

Ich wünsche dir weiter alles Gute und hoffe dir ein wenig geholfen zu haben.



Gruß Jens
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11 Okt 2016 19:33 #8 von Confederate
Ich schreibe jetzt hier mal für all die die mir so nett und freundlich geantwortet haben. Ein ganz herzliches Dankeschön euch allen für die aufmunternden Worte. Ich werde das irgendwie in den Griff bekommen und dann freue ich mich auf ein neues Leben. Euch allen eine liebe Zeit noch und viel Freude in am Leben.
Herzlichen Dank,
Dirk

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11 Okt 2016 19:38 #9 von Elkide
Hallo Dirk,

bekomme seit zwei Jahren alle 4 Monate Botox und bin damit super zufrieden. Gerade bei der Dranginkontinenz habe ich damit guten Erfolg. Ohne Botox muss ich alle 1 1/2 - 2 Std. einschließlich nachts katheterisieren(trotz Blasen- und Darmschrittmacher), mit Botox kann ich es zwischen 3 - 5 Std. aushalten.

Das Kathetern hängt bei mir nicht mit Botox zusammen sondern liegt an einer kompletten Blasenlähmung. Bei uns Frauen ist es ja etwas einfacher, aber mit ein bisschen Übung - denke ich - bekommt man es gut hin. Es hindert nicht daran, auf Aktivitäten oder Urlaub zu verzichten.

Die Botoxspritzen werden bei uns in der Uniklinik immer gleich bei mehreren Patienten am gleichen Tag durchgeführt. Viele haben die ersten Tage bis zu 3 Wochen Schwierigkeiten mit der Blasenentleerung. Sie Kathetern dann für eine kurze Zeit bis die Blase wieder funktioniert. Fast alle meine Zimmernachbarinnen würden trotzdem nicht mehr auf Botox verzichten wollen.

Warte erstmal in Ruhe ab. Es sind ja nur wenige Tage vergangen. Hab' mit dir und deiner Blase etwas Geduld.

Liebe Grüße
Elke

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11 Okt 2016 20:04 #10 von Confederate
Hallo Elke,
wie gut dass es solch ein Form gibt und euch mit den aufmunternden Worten.
Ich habe sehr viele Jahre mich damit gequält alle 1 1/2 Std. zur Toilette zu gehen. Bis ich mich zu diesem Schritt entschlossen habe. Aber das der Schuss augenscheinlich nach hinten los gehen würde, damit hatte ich nicht gerechnet. Nie etwas im Leben gehabt und jetzt muss ich mir selber einen Kathedrale einführen das ist für mich der Horror. Wenn ich aber hier eure Worte lese dann geht es mir gleich viel besser und ich habe die Hoffnung, dass es mir bei nachlassen der Wirkung wieder besser geht. Keine Kopfschmerzen und keine Niedergeschlagenheit mehr.
L.G. Dirk
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