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Alltagsbericht Behinderung

27 Okt 2008 13:09 #1 von Sebald
Hallo zusammen,

ich sah jetzt erst, daß man hier auch Bücher empfehlen kann. Also:

Maximilian Dorner: Mein Dämon ist ein Stubenhocker. Aus dem Tagebuch eines Behinderten, München: Zabert Sandmann 2008 (Preis waren, glaube ich, 18 €).

Vorderhand ein Buch über Multiple Sklerose (und passagenweise auch zu Inkontinenz) - aber eben nicht nur. Der Band funktioniert - der Untertitel sagt es schon - als einjähriges Tagebuch. Dadurch gibt es keine einheitliche Erzähllinie (allerdings nehmen die Krankeitsfolgen zu). Wohl aber Rückblenden, immer wieder kehrende Gedanken und die Schilderung mal mehr, mal bedeutend weniger lustiger Erlebnisse.

Was ich aus dem Band mitgenommen habe, ist das Nachdenken über die gesellschaftliche und individuelle Dimension von Behinderung: Ab wann ist man für andere 'behindert'? Ab wann fühlt man sich auch so? Darf man denn überhaupt eine Behinderung für sich 'beanspruchen' - oder muß man gegen die Einschränkungen (zwingend) ankämpfen?

Unter der Hand berichtet Dorner als auch von der Einnahme einer 'Rolle' und dem Versuch, sich darin zurechtzufinden. Dabei gibt es jede Menge Selbstreflexion: Wie stehen andere zu mir? Wir spreche ich mit Freunden/Bekannten über meinen Zustand? Was sind dabei entscheidende Signale? Hat Mitleid Berechtigung? usf.

Alles sehr flüssig geschrieben. Kann man gut an einem Abend lesen. Und darin ist es sicher eben nicht nur ein Buch über MS, sondern erweitert den Blick enorm.

Schönste Grüße,
Sebald.

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