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Das Kondom-Urinal

01 Dez 2006 00:05 - 05 Aug 2014 22:46 #1 von eckhard11
Das Kondom-Urinal

Das Kondom-Urinal ist ein Hilfsmittel, welches nur von männlichen Patienten bei einer Harninkontinenz verwendet werden kann.
Es hat die Form eines Kondoms mit einer Anschlussmöglichkeit für einen Schlauch.

Für die Versorgung der männlichen Harninkontinenz stellen Kondom-Urinale eine sinnvolle Alternative sowohl zu aufsaugenden Hilfsmittel wie Vorlagen oder Windeln als auch zum Dauerkatheterismus dar. Voraussetzung ist, dass der Anwender seine Blase ohne signifikante Restharnmengen entleeren kann. Eine gesunde Penishaut und ausreichende Penislänge und –umfang sollten vorhanden sein. Für Patienten mit retrahierendem Penis werden spezielle Produkte angeboten.

Wichtig ist die individuelle Anpassung. Der Fachhandel bietet hierzu Meßschablonen bzw. Maßbänder an. Kondom-Urinale werden in unterschiedlichen Arten und Größen angeboten.
Viele Kondom-Urinale besitzen ein Reservoir, um bei einem schwallartigen Harnverlust diesen Harn aufzufangen und dann abzuleiten

Wenn der Betroffene die richtige Form und Größe verwendet, bieten die heutigen Kondom-Urinale in Verbindung mit einem Bein- oder Bettbeutel eine sichere und hygienische Anwendung. Die korrekte Anlage bedarf einer gewissen Fingerfertigkeit, ist diese eingeschränkt, kann die Anlage auch durch eine Fremdperson erfolgen.

Kondom-Urinale werden aus Silicon oder Latex hergestellt.
Wegen einer möglichen Latex-Allergie sollten Kondom-Urinale aus Silicon bevorzugt verwendet werden.

Auf dem Markt werden unterschiedliche Varianten der Befestigung angeboten :
Erstens das Kondom-Urinal, welches mittels eines aufzubringenden Hautklebers oder eines Haftstreifens am Glied befestigt wird und
zweitens das gebrauchsfertige Kondom-Urinal, welches mit einem Hautkleber versehen ist.

Latex Kondom-Urinale sollten wegen des Risikos einer Latex-Allergie nur vorübergehend und wegen möglicher Hautschädigungen nicht länger als einen Tag getragen werden.

Kondom-Urinale aus Silicon können zur Langzeitversorgung bis zu 48 Stunden verwendet werden, da das verwendete Silicon besonders hautfreundlich ist.
Bei Kondom-Urinalen mit Hautkleber oder Haftstreifen ist die Befestigung am Penis mit besonderer Sorgfalt auszuführen, um eine sichere Dichtigkeit zu gewährleisten.
Der Hautkleber wird auf den Penis in einer Länge von ca. 40 mm aufgetragen und gut verteilt. Nach kurzer Wartezeit wird das Kondom-Urinal auf den Penis gerollt und rundum gut angedrückt.
Beim Haftstreifen wird dieser ca. 20 mm unterhalb der Eichel um den Penis gerollt. Überflüssiger Haftstreifen wird abgeschnitten, damit sich die Streifen nicht überlappen und dadurch dem Harn eine Möglichkeit bieten, auszutreten.
Dann wird das Kondom-Urinal ebenfalls auf den Penis gerollt und gut angedrückt.

Einfacher zu handhaben sind gebrauchsfertige, mit einem Hautkleber versehene Kondom-Urinale.
Diese werden wie ein Kondom auf den Penis gerollt und angedrückt.
Manche Anwender halten das selbstklebende Kondom-Urinal für unsicherer als die Befestigung mit Hautkleber oder Haftstreifen. ( Warum, weiss ich nicht.... )
Allerdings sind diese selbstklebenden Kondom-Urinale für Anwender mit gestörter Motorik viel einfacher anzulegen.
Alle Kondom-Urinale haben eine Rücklaufsperre, welche das Zurückfließen des Harns unterbindet.

Bei der Hautpflege des Gliedes sollten rückfettende Seifen oder Gels ebenso vermieden werden wie Öle oder eine Körperlotion, damit der Kleber richtig wirken kann.

Bei einer Harninkontinenz kann unter Verwendung des Kondom-Urinales auf eine Vorlage oder Windel komplett verzichtet werden.
Allerdings sollte unter dem Bettlaken eine entsprechende Unterlage vorhanden sein. Sicher ist sicher.... :-D :-D

Kondom-Urinale sind besonders bei einer nächtlichen Harninkontinenz von erheblichem Vorteil.
Der Harn wird in einem am Bett eingehängten Bettbeutel gesammelt. Der Betroffene liegt nicht die ganze Nacht im Urin. Die morgendliche Entsorgung ist sehr einfach und geruchlos und vermeidet den bei Windeln nun einmal anfallenden Müll.

Allerdings ist das Kondom-Urinal für Menschen, welche sich regelmäßig z.B. wegen einer neurogenen Blasenentleerungsstörung katheterisieren müssen, nur bedingt geeignet. Verschiedene Hersteller bieten aber auch hier Lösungen. Anstelle des Kondom-Schlauchansatzes wird eine abnehmbare Kupplung als Verbindung zum Urinbeutel verwendet. Diese Kupplung kann abgenommen und das Kondom mit einem Spreizring geweitet und über den Penisschaft zurückgeführt werden, so dass die Penisspitze zum Desinfizieren und Katheterisieren frei liegt. Danach wird das Kondom wieder in die ursprüngliche Position geführt und an das bestehende Ableitungssystem gekoppelt. Dieser Vorgang lässt sich beliebig oft wiederholen.

Gegenüber einem Dauerkatheter besteht der Vorteil, dass ganz normale Urinbeutel verwendet werden und nicht die sterilen Urinbeutel, welche bei einem Dauerkatheter unbedingt nötig sind.
Auch ist den Bakterien nicht - wie bei einem Dauerkatheter - der direkte Weg in die Blase geöffnet.

Die durch transurethrale Blasenverweilkatheter – als mögliche Folge von Verletzungen der Harnröhre, der Blaseninnenwand und aufsteigenden Infektionen – ausgelösten Harnröhrenfisteln, Blasenentzündungen und andere Erkrankungen werden bei der Verwendung von Kondom-Urinalen vermieden.

Persönliche Anmerkung :
Ich verwende Kondom-Urinale seit Herbst 2004.
Durch eine radikale Zystektomie mit Neoblase im Nov. 2003 bin ich nachts total inko.
In dieser Zeit ist es einmal ( !! ) passiert, dass sich der Schlauch vom Kondom gelöst hat.
Allerdings habe ich aber auch kein Problem damit, mich im Bett von der einen auf die andere Seite zu werfen.
Natürlich verwende ich trotzdem eine entsprechende Unterlage unter dem Bettlaken

Einmal um sich selbst zu drehen sollte man aber tunlichst vermeiden, sonst fesselt man sich selbst, hi, hi.....
Etwas besseres als ein Kondom-Urinal zur Vermeidung von Hautschäden, Müll und Gestank gibt es nicht.
Und das Durchschlafen ist gesichert. Glaubt es mir, ich kenne das......

Abends Kondom draufrollen, Schlauch des Bettbeutels anschliessen, morgens Kondom abrollen, ab in die Tonne, Bettbeutel leeren, Lümmel waschen, Bettbeutel ausspülen ( ich verwende Bettbeutel ein/zwei Wochen lang und spüle sie aus, indem ich - vor dem ersten Gebrauch - oben in einer Ecke einen Schlitz von ca. 30 mm Länge reinschneide, durch welchen ich dann heißes Wasser laufen lasse, bis es oben durch den Schlitz raussprudelt und den Beutel gut durchspült ), Bettbeutel aufhängen, fertig.

Kondom-Urinale kann man nicht zweimal verwenden, daher erübrigt sich eine Frage nach der Säuberung.

Du bekommst sie auf Rezept in jedem Sanitätshaus.
Dein Urologe wird sie Dir verschreiben. Kondom-Urinale und Bettbeutel sind Hilfsmittel und belasten nicht sein Budget !!
Ich nehme immer 90 Stück Kondom-Urinale und 12 Stück Bettbeutel auf einmal, damit ich 3 Monate Ruhe habe......

Das Kondom-Urinal sollte aber gut passen.
Es liegt den Kondomen eine Meßschablone bei, mit welcher Du den richtigen Durchmesser ermitteln kannst.
Nicht angeben oder Dir selbst was vormachen, so dick, wie Du glaubst, isser gar nicht, hi, hi.....
Wenn das Kondom zu gross ist, wird es nicht richtig dicht, ( Faltenbildung ), wenn es zu klein ist, verengst Du Deine Harnröhre und kannst nicht mehr richtig pinkeln.

Wenn Du schwallartige Entleerungen hast, solltest Du ein Kondom mit einem Reservoir verwenden.
Die sind allerdings vor der Eichel recht schlabberig, da dieses Reservoir aus dünnem Gummi ( Silikon ) besteht und sich daher recht schnell verdrehen kann.
( Die Schläuche der Bettbeutel haben ein "Erinnerungsvermögen" und drehen sich bei Erwärmung wieder in ihre ursprüngliche Lage. Dabei kann es passieren, dass sich das Reservoir ebenfalls verdreht und vor dem Glied zumacht. Der Harndruck baut sich dann vor der Eichel auf und sucht sich den Weg des geringsten Widerstandes... )

Wenn Du einen permanenten, langsamen Harnabgang hast, dann sind Kondome ohne Reservoir, also recht kurze, festere Kondome, besser geeignet.

Man kann für tagsüber natürlich ebenfalls das Kondom-Urinal verwenden, dann unter der Nutzung eines Beinbeutels.
Dieser wird an den Unter - oder Oberschenkel geschnallt und nimmt den Harn zuverlässig auf.

Etwas störend könnte sich der Schlauch des Bein-bzw Bettbeutels ( des Nachts ) auswirken, da diese Schläuche manchmal recht stabil sind.
Du solltest Dir im Sanitätshaus unterschiedliche Beutel mit verschiedenen Schläuchen und Ablassventilen zeigen lassen, damit Du den für Dich am besten geeigneten Beutel wählen kannst.
Wichtig bei einem Beinbeutel sollte die Möglichkeit sein, den Schlauch auf das richtige Mass kürzen zu können.
Ich empfehle für tagsüber einen Zwei-oder Dreikammer - Beinbeutel mit weichem, geriffelten Schlauch und für die Nacht einen Bettbeutel mit glattem, festerem Schlauch.

Nicht vergessen :
Ein Beinbeutel ist relativ klein, er nimmt nur 500 ml auf, also öfters leeren.
Den Bettbeutel nicht zu klein wählen, am besten 2000 ml, ( also 2 Liter ), dann bist Du immer auf der sicheren Seite.
Den Bettbeutel seitlich ans Bett hängen, dafür gibt es spezielle Halterungen.
Und immer tiefer hängen, als der Körper liegt.
Wenn Du ein Futonbett haben solltest, ( also ohne Holzrahmen ), genügt für kurze Zeit ein Stuhl, seitlich ans Bett gestellt.
Falls Du den Bettbeutel aber länger oder gar immer nutzen musst, wäre eine Extrahalterung sicherlich angebrachter......
Und den Schlauch nicht zu kurz wählen. Bei einer Bettbreite von 1,00 m sollte auch der Schlauch nicht kürzer sein.
Bettbeutel-Schlauchlängen von 1,00 m bis 1,20 m haben sich bestens bewährt.

Allerdings sollte man nicht vergessen, abends das Ventil am Bettbeutel zu schliessen. ( Ist mir schon mehrfach passiert )
Es gibt dafür sog. Auffangbeutel, die noch über den Bettbeutel gestülpt werden, aber das ist mir viel zu unbequem.
Ich habe mir eine große Butterbrotdose geholt und stelle eine Hälfte davon so weit unter das Bett, daß der Bettbeutel darin einhängt.
Sollte ich mal vergessen, dann wird der Harn in diesem Behälter gesammelt und fließt nicht durch das ganze Zimmer.
Und die Entsorgung dieses Behälters ist dann auch sehr einfach :
Morgens schiebe ich den Behälter mit dem Fuß unter das Bett und weg isser.....

Zum Ausspülen des Bettbeutels schneide ich oben rechts in den Beutel einen Schlitz von ca. 30 mm Länge.
Der Schlitz hindert nicht, aber durch diesen kann ich den Bettbeutel des Morgens richtig gut mit heissem Wasser ausspülen.
Danach kommt er an einen Haken über der Wanne und fertig....
( Ich verwende einen Bettbeutel immer so 14 Tage lang, deshalb ist mir ein richtiges Ausspülen wichtig )

Wenn Du genaueres wissen willst und es Dir peinlich sein sollte, die Fragen hier im Forum zu stellen, dann schick mir eine PN oder eine Mail.
Aber da wir ein Selbsthilfeverein sind, sollten die Fragen hier gestellt werden, damit sich auch andere Betroffene daran orientieren können.

Ich lege mich jetzt wieder hin
Eck :sleep: hard

Nachtrag vom 26.12.2011 :
Dieser Beitrag ist jetzt über 5 Jahre alt und ich habe ihm nichts hinzuzufügen !!

Nachtrag vom 05.08.2014 :
Dieser Beitrag ist jetzt über 8 Jahre alt und ich habe ihm nichts hinzuzufügen !!
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22 Mär 2013 06:23 - 23 Mär 2013 10:09 #2 von Horsty
Alternativvorschlag zum Urinalkondom Teil 1 von 10

Hallo allerseits, besonders an die betreffenden Männer,

"Wer Angst hat, etwas auszuprobieren, wird zum Sklaven seiner selbst." (Leonard E. Read)
Und, wie allen bekannt: Es gibt nichts GUTES, außer man tut ES!


Obwohl auf diesen brillanten Beitrag schon über tausend Aufrufe erfolgten, hat noch niemand geantwortet. Insgesamt haben sich bald 2000 Mitglieder in diesem Forum registriert und Millionen haben die Beiträge gelesen, dennoch sind die Reaktionen mehr als dürftig. Mit Sicherheit können alle davon profitieren, auch die Zauderer/Verweigerer selbst. Deshalb der eindringliche Appell an alle die hier mal im Forum stöbern, sich mit einem Beitrag –und sei er noch so klein oder vermeintlich widersinnig- bemerkbar zu machen.
Bevor auf die Benutzung des Kondomurinal eingegangen wird, nochmals den nachdrückliche Ratschlag, dass ein permanentes zielgerichtetes Beckenbodentraining (Kontinenztraining) unentbehrlich ist. Damit erübrigen sich in vielen Fällen die Hilfsmittel.
In Ergänzung zum Beitrag vom Eckhard folgt nun ein Vorschlag (nach persönlichen Erfahrungen) zur Nutzung des Kondomurinal für Kandidaten, die maßgeblich am Tage und vor wiegend bei körperlichen Aktionen inkontinent sind.




Abbildung 1
Abb. 1 Zeigt das geschlossene Ventil des Beinbeutels(750 ml)
Anhang:
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23 Mär 2013 05:43 #3 von Horsty
1. Fortsetzung Alternativvorschlag zum Urinalkondom Teil 2 bis 5 von 10






Abbildung 2


Abb. 2 Ventil offen, markiert mit rotem Klebeband




Abbildung 3
Abb. 3 Am oberen Rand neben dem Einlauf wurden selbsthaftende Klettbandstreifen aufgetragen (auf der glatten Seite des Beinbeutels). Hier wird der Beinbeutel am Velourstreifen des neue „Wadenstrumpfes“ befestigt.




Abbildung 4
Abb. 4 Um unangenehme Druckstellen am Fuß zu vermeiden, wurde ein selbstklebender Velourstreifen an der Rückseite des Ventils aufgetragen und der Auslaufschlauch schräg abgeschnitten.





Abbildung 5
Abb. 5 Angelegter Beinbeutel im Wandenstrumpf (zur besseren Ansicht wurde der Beinbeutel am Außenbein angelegt; in der Praxis sollte er sich grundsätzlich am Innenbein befinden). Oben befindet sich verdeckt die Klettbandverbindung. Unten wird der Saum nach innen geschlagen; im Umschlag wird die Schlauchtülle eingelegt.

Die Teile 6 bis 10 folgen
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23 Mär 2013 05:55 - 23 Mär 2013 06:05 #4 von Horsty
2. Fortsetzung zum Alternativvorschlagzum Urinalkondom Teil 6 bis 10 von 10






Abbildung 6

Abb. 6 Der Beutel ist nahezu mit 750 ml gefüllt. Die Schlauchtülle markiert sich am Umschlag, bleibt aber verdeckt. Weil der Wadenstrumpf aus Baumwolljersey mit ca. 7% Lyrcra ist, reicht die Elastizität aus, das Volumen aufzunehmen. Außerdem wackelt der Beutel weniger beim Bewegen und die Haftung am Körper wird größer über die gesamte Fläche, sodass die sonst übliche Einschnürung in der Kniekehle entfällt. Ferner wird durch den Wadenstrumpf der Beutel diskret abgedeckt (noch besser, wenn er hautfarben wäre – das abgebildete Muster ist zu hell) und bei mechanischer Beanspruchung gibt es mehr Sicherheit. Die Gummibänder, Knöpfe und Knopflöcher sind nicht erforderlich.





Abbildung 7
Abb. 7 Der untere Rand wird nach oben gelegt und so die Ablaßtülle freigelgt. An der roten Markierung ist zu erkennen, dass das Ventil geöffnet ist.








Abbildung 8
Abb. 8 Nach dem Ablassen des Urins erfolgt eine gründliche Reinigung mit Wasser. Hier mit einen üblichen Wasserhahn der mit einem gereinigten Urinalkondom versehen wurde und mittels Adapter mit dem Schlauch verbunden wird. Weil der Schlauch geriffelt ist, sollte die Spülung sehr gründlich sein.




Abbildung 9
Abb. 9 Eine andere Variante die Spülung mit abgedrehten Duschkopf. Der Adapter wird direkt auf dem Duschschlauch gesteckt.





Abbildung 10
Abb. 10 Mit einem auf den Fön gesteckten Kondomurinal wird der Schlauch und der Beinbeutel bei geöffneten Ventil kalt ausgeblasen. Anschließend wird der Bein- beutel, wie auf der Abbildung zu sehen, am Heizkörper gehangen. Tags sind 2 Beutel beim Nachtrocknen mit geöffneten Ventil; nachts dann 3 Stück, die im Wechsel benutzt werden. Bei Bedarf sollte nochmals mit dem Fön nachgetrocknet werden, aber mit der Kaltstufe um Schäden am Fön und am Beutel/Schlauch zu vermeiden.
Derzeitig bin ich noch in der Testphase und werde über die Erfolge bzw. Mißerfolge berichten.
Ich wäre sehr erfreut, wenn die Leser ihre Kritik zum Vorschlag äußern würden.

Es grüßt Horsty
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23 Mär 2013 11:43 - 23 Mär 2013 11:44 #5 von Pamwhy
Hallo Horsty,

also statt "Untauglich" würde ich an deiner Stelle sofort "Alternativer Problemlöser" eintragen,
was du so alles bis jetzt geschrieben hast, zeigt doch immer, dass du dir gut zu Helfen weißt,
auch mit oder bei ungewöhnlichen Dingen....

Ich find' es absolut klasse, dass du das hier mal so ausführlich zeigst, wie du das mit dem Kondomurinal handhabst und dass du dir so viel Mühe mit den Bildern gemacht hast...


Als ich mir das Ganze so durchgelesen/-gesehen habe, kam mir so spontan der Gedanke, das der Beitrag auch heißen könnte "Alternative Einsatzmöglichkeiten eines Kondomurinals" ;), also absolut der "Alternative Problemlöser"

Bis bald und ganz....
Folgende Benutzer bedankten sich: berty2018

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23 Mär 2013 12:27 #6 von Ano
Moin Moin Horsty!

Das ist ein Super-Beitrag von Dir !!! KLASSE !!!
Diese Fotos sind besser als jede trockene Beschreibung !!!

Bestimmt kannst Du vielen Betroffenen damit helfen und Mut machen. Kompliment für Deinen Ideen-Reichtum.

Not macht bekanntlich erfinderisch - somit bist Du für mich der "Daniel Düsentrieb" dieses Forums.
Verstehe das bitte als Kompliment !!!!

LG und weiterhin gute Besserung,
Ano
Folgende Benutzer bedankten sich: Pamwhy, berty2018

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09 Apr 2013 20:43 #7 von tomtom
Liebe Mitstreiter,
gibt es Inkontinenzeinlagen, die vorne eine Falte für das Genital haben,
und weiter durch bis zum Po gehen und dort keine Falte mehr haben und dafür am Po etwas breiter gearbeitet sind?
Ich habe Einlagen, die ziemlich lang und schmal sind und in der ganzen Länge eine Falte haben für das Genital.
Leider verrutscht die Einlage am Po, weil sie ziemlich schmal ist
Wenn ich nun die Falte der Einlage unter dem Po aufreiße um sie breiter zu bekommen, dann wird die Einlage dort undicht.
Klar, dass es um Harninkontinenz und gelegentliche Stuhlinkontinenz geht.
Habt Ihr einen Tipp?
Timo

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11 Apr 2013 23:25 #8 von Horsty
Hallo Timo,

weil bisher noch keiner Deine Bitte um einen Tipp nachkam, will ich vorab einen Gedanken äußern. Einen unmittelbaren Ratschlag für Dein individuelles Problem –wie die eierlegende Wollmilchsau ;) – kann ich Dir nicht geben. Zumal ich zum Glück in der Regel nicht von diesem Doppel -Problem betroffen bin. Bei mir ist die Situation so, dass ich vermeiden muss Urin Richtung After fließen zu lassen. Deshalb hatte ich bisher Vorlagen in Taschenform verwendet und zukünftig Kondom Urinale.
Ich würde dir vorschlagen, mit einem Proktologen Kontakt aufzunehmen. Es könnte aber auch sein, dass durch Deine psychische Belastung der Darm in seiner Funktion gestört ist, das sollte der behandelnde Arzt auch bedenken.

Ansonsten wünsch ich Dir viel Kraft und Beharrlichkeit beim Training

Es grüßt Horsty

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12 Apr 2013 01:55 #9 von tomtom
Hallo Horsty,
zunächst einmal ganz herzlichen Dank für Deine Tipps.
Ein Tipp war absolut Spitze: Der Hinweis auf das Kontinenztraining nach Denker.
In den 2 Wochen, in denen ich nach Denker trainiere, merke ich schon einen kleinen Fortschritt.
Das hätte ich nie für möglich gehalten.
Am Montag habe ich meinen ersten Termin bei der Physiotherapeutin.
Hoffentlich macht die jetzt nicht schon wieder alles ganz anders.
Mal sehen.

Zu meinen Einlagen.
Nach einer Elektrostimulation war ich längere Zeit neben harninkontinent auch leicht stuhlinkontinent.
Seitdem habe ich panische Angst davor, dass mal wieder Stuhl unbeabsichtigt weggeht.
Daher habe ich mir eine sehr lange Einlage mit Falte für das Glied zugelegt, die bis zum After reicht.
Wenn ich viel sitze, dann ist manchmal Stuhl an der Einlage.
Das kommt aber daher, dass sich die doch sehr schmale Einlage beim Sitzen zwischen die Pobacken schiebt und daher eingekotet wird.

Wenn es das, was ich suche, (Einlage, die vorne eine Falte hat für das Glied und hinten glatt ist) nicht gibt, dann ist das auch nicht schlimm.
Dann benutze ich weiterhin meine langen schmalen Einlagen und mache es so:

Wenn ich viel gehe und stehe, dann ziehe ich die lange Einlage an und bin froh, dass recht viel Urin in die Falte der Einlage passt.

Wenn ich viel sitze, dann reiße ich die Falte der Einlage an der Seite auf, an der das Gesäß ist. Habe es schon ausprobiert. Dann sitze ich auf einer aufgefalteten Einlage, die sich nicht zwischen die Pobacken schiebt.
Einziges Problem: Durch das Aufreißen wird die Einlage an der Poseite etwas undicht, wodurch etwas Urin durchziehen könnte.
Aber dann habe ich 2 Möglichkeiten:
Entweder, ich mache weiterhin ganz konsequent mein Kontinenztraining, wodurch sich dann die abgehende Urinmenge reduziert,
oder ich wechsele dann, wenn ich viel sitze, häufiger die Einlage.

Was ich nämlich absolut nervig finde ist, dass sich im Sitzen die nicht aufgerissene Einlage zwischen die Pobacken schiebt und dann verfärbt.
Dann empfinde ich immer einen ungeheuren Respekt vor Menschen, die wirklich stuhlinkontinent sind. Es gehört schon unwahrscheinlich viel Charakterstärke dazu dann nicht völlig zu verzweifeln. Respekt, Respekt!!!!!!

Jetzt werden manche denken: "Der spinnt.
Warum zieht der überhaupt so lange Einlagen an, die bis zum Gesäß gehen.
das ganze Problem mit der vermeintlichen Stuhlinkontinenz kommt doch nur durch die langen schmalen Einlagen."
Das kann ich nicht ganz abstreiten, aber die Zeit, in der ich echt stuhlinkontinent war, war ein solcher Horror, dass ich heute noch Angst davor habe.

Es war der blanke Horror was ichvor 2 Jahren erlebt habe
- Ich gehe zum Rednerpult, beim Nachvornegehen alle Augen auf meinen Rücken gerichtet. (Das nehme ich mal an.) Während der Rede ein komisches Gefühl am Po. Meine Hand tastet kurz am Po. Als die Hand zurück kommt stinkt sie bestialisch.

- Ich steige aus dem Auto einer Dame aus. Sie sagt:"Ein Mallheur passiert"?
Ich schaue zum Beifahrersitz. Na, was sehe ich da?

Wenn Du das erlebt hast, dann gehst Du Dein ganzes Leben lang nicht mehr ohne Einlagen am Po unter Meschen, auch wenn Du sie eigentlich nicht brauchst. Aber es könnte ja mal sein, dass .....

Dir, lieber Horsty, ein schönes Wochenende
mit viel Sonne und warmen Temperaturen
Tom

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12 Apr 2013 05:40 #10 von Horsty
Lieber Tom,

hatte einen komplizierten Tag, auch eine sehr kurze Nacht. Durch meinen „Betreuungsfall“ familiärer Art bin ich doch ganz schön eingespannt und kann die anderen Aufgaben nicht so erfüllen, wie es mir lieb wäre. Hinzu kam noch, dass ich gestern Abend nach längerer Zeit einen „technisch bedingten“ Harnverschluss mit einem Volumen von über 1,5 Liter hatte. Da ich aber früher schon des Öfteren dieses Problem hatte, konnte ich mir selbst helfen, zumal es technischer Natur war.

Es freut mich außerordentlich, dass Du schon kleine Erfolge hast. Setze die für Dich geeigneten Übungen weiter fort; übernimm Dich aber nicht. Erkläre alles Deiner Therapeutin, damit sie auf Deine individuellen Bedingungen eingehen kann.

Nun zu Deiner Sorge hinsichtlich der leichten Stuhlinko. So wie Du das schilderst, sind durch die „Unfälle“ eine Art Traumatisierung entstanden (meine laienhafte Deutung), die zu einer Verkrampfung führt. Ich kann Dich gut verstehen, mir ging es ähnlich, weil ich mit meiner Harninko noch während meiner Selbständigkeit in den unterschiedlichsten Unternehmen, vorrangig mit den Designern (Bekleidung)Kontakt hatte, die besonders auf das äußere Erscheinungsbild großen Wert legten.
Mein Tipp wäre eine für Dich vorteilhafte Vorlage für die Harninko zu verwenden und für die Stulinko eine separate Vorlage, die im Bereich des Afters keinen Reiz bzw. Druck ausübt. Sehr hilfreich dürfte auch ein autogenes Training sein, dass Deine noch vorhanden Ängste verdrängt. Auch das würde ich mit der Therapeutin in einem persönlichen Gespräch erläutern. So erhältst Du eine ganzheitliche Behandlung mit nachhaltigem Erfolg.

Herzlich grüßt
Horsty

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