Extraurethrale Inkontinenz

Extraurethrale Inkontinenz

Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Mit der extraurethralen Inkontinenz liegt eine organische Fehlbildung (Fistelgang) der unteren Harnleiter vor, bei der eine Harnableitung (ständiger Urinverlust) neben dem eigentlichem Schließapparat stattfindet.

Ursachen der extraurethralen Inkontinenz:

Eine extraurethrale Inkontinenz kann sich bei Erwachsenen durch die Bildung von Urinfisteln entwickeln. Sehr häufig sind Frauen betroffen, bei denen sich eine Fistel zwischen den ableitenden Harnwegen und den Geschlechtsorganen bildet. Ursache für die Fistelbildung sind Operationen, Geburten, Bestrahlungen, Verletzungen oder primäre Blasenerkrankungen. Da der Schließmuskel bei der extraurethralen Inkontinenz umgangen wird, geht bei dieser Form der Inkontinenz ständig und gleichbleibend stark Urin über die Fistel ab.

Diagnostik der extraurethralen Inkontinenz:

Für die Diagnostik einer extraurethralen Inkontinenz empfiehlt sich je nach Ursache folgende Vorgehensweise, um aussagefähige Ergebnisse zu bekommen :

Unbedingt notwendige Untersuchungen :

  • Anamnese (permanenter Urinabgang)
  • körperliche Untersuchung, besonders der Genital- und Analregion,
  • Miktionsprotokoll über mindestens 2 Tage
  • Urinsediment / Urinkultur
  • Sonografie des oberen und unteren Harntrakts
  • Windeltests
  • Ausscheidungsurografie
  • Urethrozystoskopie

Nützliche Untersuchungen bei Verdacht auf ektop mündendem Harnleiter :

  • Vaginoskopie
  • Miktionszystourethrografie
  • retrograde Pyelografie
  • Computertomographie mit Kontrastmittelgabe
  • MRT Urografie / MRT Angiografie

Nützliche Untersuchungen bei kombinierten Fehlbildungen des Harn- und Darmtraktes:

  • Vaginoskopie (Sinusskopie)
  • Rektoskopie
  • Computertomographie mit Kontrastmittelgabe
  • Colon-Kontrasteinlauf
  • Laparoskopie

Behandlung der extraurethralen Inkontinenz:

In den meisten Fällen kann ein chirurgischer Eingriff diese Fehlbildung schon frühzeitig beheben, wenn ein funktionstüchtiger Schließmuskel vorhanden ist. Andernfalls muss dieser zusätzlich nachgebildet oder durch ein Implantat ergänzt werden, wobei eine Entleerung damit nur manuell ermöglicht wird. In einigen Fällen kann die Anlage eines Stomas sinnvoll sein, um einer lebenslangen Harninkontinenz vorzubeugen.

 

- Anzeige -

Aktuelle Themen

« »
30
Jul2017
Einnässen bei Kindern: frühzeitiges Abklären verringert seelische Belastung

Einnässen bei Kindern: frühzeitiges Abklären verringert seelische Belastung

Einnässen ist das häufigste urologische Symptom bei Kindern und Jugendlichen. Von Ängsten und Schulproblemen bis hin zu funktionellen und organischen Störungen - Harninkontinenz kann viele Ursachen ha...

30
Jul2017
Weibliche Harninkontinenz

Weibliche Harninkontinenz

Inkontinenz aus dem Tabu holen – Lebensqualität sichern, Behandlung stärken! Die Harninkontinenz der Frau kann in jedem Lebensalter auftreten. Die Prävalenz liegt zwischen 10 und 40 Prozent. In der Ur...

16
Jul2017
Neue Homepage

Neue Homepage

Neue Inkontinenz Selbsthilfe Homepage online: Mehr Information, mehr Interaktivität, mehr Übersicht Ziel der Überarbeitung unserer Seiten war es, die Nutzung künftig noch etwas einfacher, angenehmer u...

13
Jul2017
INNOVO®-Trainingsgerät

INNOVO®-Trainingsgerät

- Anzeige - „Blasenschwäche, na und? Brechen Sie das Schweigen und machen Sie Schluss mit den unangenehmen Uuups-Momenten! Obwohl Blasenschwäche öfter vorkommt als Heuschnupfen, haben wir Deutschen un...

16
Dez2016
Toiletten für alle!

Toiletten für alle!

Der Slogan des neuen, bundesweiten und von der Aktion Mensch geförderten Projekts „Toiletten für alle!“, Raum für den Wechsel, verrät bereits, dass es um die Schaffung neuer Räume geht. Räume, die von...

Besucher: Sie sind nicht allein!

Heute 669

Gestern 1515

Woche 11198

Insgesamt 5231112

Aktuell sind 149 Gäste und ein Mitglied online

Der Verein

Die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. ist ein gemeinsames Anliegen vieler Menschen. Der Verein versteht sich als ein offenes Angebot. Unsere Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Den Verein bewegt, was auch seine Mitglieder antreibt: Wir möchten aktiv zur Verbesserung der krankheitsbedingten Lebensumstände beitragen.

 

Impressum        Kontakt

Stuhlinkontinenz

Öffentlichkeitsarbeit