Suchergebnis (Gesucht wurde: bauchdeckenkatheter)
- lunetta

08 Juli 2026 17:38
lunetta antwortete auf Hallo! Ablaßventil oder Beutel?
Es gibt Neuigkeiten:
Ich habe mich getraut beim Primarius der Urologie per mail nachzufragen bis wann mein Mann mit der OP rechnen kann.
Und ob er nicht vorgereiht werden könnte, da er wirklich mit Problemen zu kämpfen hat mit dem DK.
Ich bekam umgehend Antwort dass er nachhaken würde.
3 Stunden später kam der Anruf dass mein Mann am 14.7 für die OP eingeplant ist.
Und schon am nächsten Tag sollten wir zur OP Aufklärung und Anästhesiegespräch.
Wir waren dann von 9.00 bis 16.00 in der Klinik, für EKG, Blutabnahme, Katheterwechsel wegen Uricult, Anästhesiegespräch und OP Aufklärung.
AB war da noch laufend, 3 Tage später fertig. Wir sollten warten dass wer anruft ob er vor der OP nochmal ein AB nehmen muß falls der Uricult positiv ist.
Bis jetzt (heute ist der 5. Tag nach Uricult Abnahme, aber es war Freitag, also Wochenende dazwischen), hat sich niemand gemeldet.
Morgen rufe ich sicherheitshalber nochmal an und frage nach.
Wir wollen auf keinen Fall dass die OP abgeblasen wird, weil er einen HWI hat.
Ich verlasse mich ungern drauf dass man uns sicher verständigt, und dann "leider vergessen" hat.
Wie geht es meinem Mann... nein an den Katheter kann er sich nicht gewöhnen.
Mit Ablaßventil geht es tagsüber, da fühlt er sich schon freier. Nachts kommt der Beutel dran.
Wir tauschen penibel jeden 3. Tag Ventil und Beutel, damit alles so hygienisch wie möglich bleibt. Wohl wissend dass auch das Tauschen wieder eine Keimeinschleuse sein kann.
Aber was soll man machen, irgendwie müssen wir die Zeit bis zum 14.7. rumkriegen.
Bauchdeckenkatheter war nicht mehr im Gespräch, da die Op nun doch relativ zeitnah ist.
Wir beten dass wir es bis dahin ohne Entzündung und Verstopfung schaffen.
Er trinkt 4 Liter am Tag, aber der Harn ist auch wenn er sehr hell ist, trotzdem immer trüb und hat auch einen leicht unangenehmen Geruch.
Urologe meinte alles ganz normal bei DK, solange er kein Fieber und keine Schmerzen hat.
Das nicht, aber er fühlt sich trotzdem nicht 100% fit.
Und es gibt natürlich viele Fragezeichen wie es nach der OP weitergeht.
Angemeldet war er zur TURP, am Freitag wurde uns aber gesagt dass es eine HOLEP OP wird, also mit Laser.
Angeblich wird er schon am nächsten Tag wieder entlassen, darf also wieder heim, sobald er spontan urinieren kann.
Der Katheter nach der OP bleibt bis am nächsten Tag, dann wird er entfernt, er muß dann spontan urinieren können, und darf dann nach Hause.
Da hoffen wir dass alles wirklich so klappen wird...
Unsere große Hoffnung ist, dass dieser elende Harnverhalt nicht mehr kommt, und dass er wieder selbst spontan urinieren kann. Und dass kein Restharn mehr ist, der ja immer wieder zu HWI geführt hat.
Drückt uns die Daumen bitte!
Ich habe mich getraut beim Primarius der Urologie per mail nachzufragen bis wann mein Mann mit der OP rechnen kann.
Und ob er nicht vorgereiht werden könnte, da er wirklich mit Problemen zu kämpfen hat mit dem DK.
Ich bekam umgehend Antwort dass er nachhaken würde.
3 Stunden später kam der Anruf dass mein Mann am 14.7 für die OP eingeplant ist.
Und schon am nächsten Tag sollten wir zur OP Aufklärung und Anästhesiegespräch.
Wir waren dann von 9.00 bis 16.00 in der Klinik, für EKG, Blutabnahme, Katheterwechsel wegen Uricult, Anästhesiegespräch und OP Aufklärung.
AB war da noch laufend, 3 Tage später fertig. Wir sollten warten dass wer anruft ob er vor der OP nochmal ein AB nehmen muß falls der Uricult positiv ist.
Bis jetzt (heute ist der 5. Tag nach Uricult Abnahme, aber es war Freitag, also Wochenende dazwischen), hat sich niemand gemeldet.
Morgen rufe ich sicherheitshalber nochmal an und frage nach.
Wir wollen auf keinen Fall dass die OP abgeblasen wird, weil er einen HWI hat.
Ich verlasse mich ungern drauf dass man uns sicher verständigt, und dann "leider vergessen" hat.
Wie geht es meinem Mann... nein an den Katheter kann er sich nicht gewöhnen.
Mit Ablaßventil geht es tagsüber, da fühlt er sich schon freier. Nachts kommt der Beutel dran.
Wir tauschen penibel jeden 3. Tag Ventil und Beutel, damit alles so hygienisch wie möglich bleibt. Wohl wissend dass auch das Tauschen wieder eine Keimeinschleuse sein kann.
Aber was soll man machen, irgendwie müssen wir die Zeit bis zum 14.7. rumkriegen.
Bauchdeckenkatheter war nicht mehr im Gespräch, da die Op nun doch relativ zeitnah ist.
Wir beten dass wir es bis dahin ohne Entzündung und Verstopfung schaffen.
Er trinkt 4 Liter am Tag, aber der Harn ist auch wenn er sehr hell ist, trotzdem immer trüb und hat auch einen leicht unangenehmen Geruch.
Urologe meinte alles ganz normal bei DK, solange er kein Fieber und keine Schmerzen hat.
Das nicht, aber er fühlt sich trotzdem nicht 100% fit.
Und es gibt natürlich viele Fragezeichen wie es nach der OP weitergeht.
Angemeldet war er zur TURP, am Freitag wurde uns aber gesagt dass es eine HOLEP OP wird, also mit Laser.
Angeblich wird er schon am nächsten Tag wieder entlassen, darf also wieder heim, sobald er spontan urinieren kann.
Der Katheter nach der OP bleibt bis am nächsten Tag, dann wird er entfernt, er muß dann spontan urinieren können, und darf dann nach Hause.
Da hoffen wir dass alles wirklich so klappen wird...
Unsere große Hoffnung ist, dass dieser elende Harnverhalt nicht mehr kommt, und dass er wieder selbst spontan urinieren kann. Und dass kein Restharn mehr ist, der ja immer wieder zu HWI geführt hat.
Drückt uns die Daumen bitte!
- Dasch

08 Juli 2026 09:22
Dasch antwortete auf Hallo! Ablaßventil oder Beutel?
Hallo Lunetta,
wie geht es deinem Mann inzwischen? Hat das Antibiotika geholfen?
Kommt er mit dem Katheter besser zurecht, oder hat er einen Bauchdeckenkatheter bekommen?
Liebe Grüße
Daniela
wie geht es deinem Mann inzwischen? Hat das Antibiotika geholfen?
Kommt er mit dem Katheter besser zurecht, oder hat er einen Bauchdeckenkatheter bekommen?
Liebe Grüße
Daniela
- lunetta

01 Juli 2026 15:31
lunetta antwortete auf Hallo! Ablaßventil oder Beutel?
Danke dir für die Antwort!
Wir haben nur diese Konusanschlüsse.
Aber genau so handhaben wir es auch.
Bei uns hängt der Beutel im Bad am Schrank.
Wir wechseln alle 3 Tage, weil mein Mann ständig einen HWI hat.
Der Uricult hat Klebsiella Oxitoca ergeben. Das AB ist sensibel, und soll noch bis zum Urologenbesuch am Freitag genommen werden.
Der Urologe schaut dann ob ein Bauchdeckenkatheter sinnvoll ist.
Wir haben nur diese Konusanschlüsse.
Aber genau so handhaben wir es auch.
Bei uns hängt der Beutel im Bad am Schrank.
Wir wechseln alle 3 Tage, weil mein Mann ständig einen HWI hat.
Der Uricult hat Klebsiella Oxitoca ergeben. Das AB ist sensibel, und soll noch bis zum Urologenbesuch am Freitag genommen werden.
Der Urologe schaut dann ob ein Bauchdeckenkatheter sinnvoll ist.
- Matti

25 Juni 2026 10:59
Matti antwortete auf Bauchdeckenkather
Hallo Heyko6030,
viele Betroffene berichten, dass ein suprapubischer Katheter (Bauchdeckenkatheter) im Alltag oft angenehmer ist als ein Dauerkatheter durch die Harnröhre. Er kann das Risiko von Harnwegsinfekten und Harnröhrenverletzungen senken und bietet meist eine größere Bewegungsfreiheit. Auch die Pflege ist meist unkomplizierter. Einige nutzen den Katheter dauerhaft, andere nur zeitweise – das hängt stark von den individuellen Bedürfnissen und der Lebensqualität ab.
Zur Schlitzung der Harnröhre („Urethrotomie“):
Dieser Eingriff kann kurzfristig eine Erleichterung bringen, allerdings besteht das Risiko, dass sich die Engstelle wieder bildet und der Eingriff wiederholt werden muss.
Ein wichtiger Aspekt, der oft übersehen wird: Wird die Schlitzung im Bereich des Schließmuskels oder der Prostata durchgeführt, kann es zu einer sogenannten retrograden Ejakulation kommen. Das bedeutet, dass das Ejakulat beim Samenerguss in die Blase gelangt, anstatt nach außen. Das ist medizinisch meistens unproblematisch, kann aber die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und auch als unangenehm empfunden werden. Es ist daher sinnvoll, diese Frage vor dem Eingriff gezielt mit dem Urologen zu besprechen. Ich kenne Fälle – und ich gehöre dazu –, bei denen dies zu handfesten psychischen Problemen geführt hat.
Sexualität und Katheter:
Gerade ein Harnröhrenkatheter schränkt die Sexualität häufig stark ein – sowohl beim Geschlechtsverkehr als auch bei der Selbstbefriedigung. Viele berichten von einem deutlichen Verlust an Lebensqualität in diesem Bereich. Ein suprapubischer Katheter (Bauchdeckenkatheter) ist hier oft die deutlich bessere Alternative, da er die Sexualfunktion weniger beeinträchtigt und im Alltag weniger störend ist. Wer sexuell aktiv ist, sollte diesen Punkt unbedingt in die Entscheidung mit einbeziehen.
Tipp: Unterschiedliche Katheterarten ausprobieren
Es gibt ganz unterschiedliche Katheterformen und -spitzen, die speziell dafür entwickelt wurden, verschiedene Schwierigkeiten beim Einführen zu überwinden (z. B. Tiemann-, Nelaton- oder gebogene Spitzen). Hier kann eine individuelle Beratung durch den Leistungserbringer (z. B. Homecare-Unternehmen oder Sanitätshaus) sehr sinnvoll sein. Oft lohnt es sich, verschiedene Katheter auszuprobieren, bevor man sich für einen invasiven Eingriff entscheidet – manchmal findet sich doch noch eine praktikable Lösung.
Jede Lösung hat Vor- und Nachteile, und was für den einen gut funktioniert, passt für den anderen vielleicht weniger. Wichtig ist, alle Aspekte – auch die Auswirkungen auf Sexualität und Lebensqualität – mit dem behandelnden Urologen zu besprechen und sich ggf. noch eine weitere Meinung einzuholen.
Alles Gute für dich und viel Kraft bei deiner Entscheidung!
Viele Grüße
Matti
viele Betroffene berichten, dass ein suprapubischer Katheter (Bauchdeckenkatheter) im Alltag oft angenehmer ist als ein Dauerkatheter durch die Harnröhre. Er kann das Risiko von Harnwegsinfekten und Harnröhrenverletzungen senken und bietet meist eine größere Bewegungsfreiheit. Auch die Pflege ist meist unkomplizierter. Einige nutzen den Katheter dauerhaft, andere nur zeitweise – das hängt stark von den individuellen Bedürfnissen und der Lebensqualität ab.
Zur Schlitzung der Harnröhre („Urethrotomie“):
Dieser Eingriff kann kurzfristig eine Erleichterung bringen, allerdings besteht das Risiko, dass sich die Engstelle wieder bildet und der Eingriff wiederholt werden muss.
Ein wichtiger Aspekt, der oft übersehen wird: Wird die Schlitzung im Bereich des Schließmuskels oder der Prostata durchgeführt, kann es zu einer sogenannten retrograden Ejakulation kommen. Das bedeutet, dass das Ejakulat beim Samenerguss in die Blase gelangt, anstatt nach außen. Das ist medizinisch meistens unproblematisch, kann aber die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und auch als unangenehm empfunden werden. Es ist daher sinnvoll, diese Frage vor dem Eingriff gezielt mit dem Urologen zu besprechen. Ich kenne Fälle – und ich gehöre dazu –, bei denen dies zu handfesten psychischen Problemen geführt hat.
Sexualität und Katheter:
Gerade ein Harnröhrenkatheter schränkt die Sexualität häufig stark ein – sowohl beim Geschlechtsverkehr als auch bei der Selbstbefriedigung. Viele berichten von einem deutlichen Verlust an Lebensqualität in diesem Bereich. Ein suprapubischer Katheter (Bauchdeckenkatheter) ist hier oft die deutlich bessere Alternative, da er die Sexualfunktion weniger beeinträchtigt und im Alltag weniger störend ist. Wer sexuell aktiv ist, sollte diesen Punkt unbedingt in die Entscheidung mit einbeziehen.
Tipp: Unterschiedliche Katheterarten ausprobieren
Es gibt ganz unterschiedliche Katheterformen und -spitzen, die speziell dafür entwickelt wurden, verschiedene Schwierigkeiten beim Einführen zu überwinden (z. B. Tiemann-, Nelaton- oder gebogene Spitzen). Hier kann eine individuelle Beratung durch den Leistungserbringer (z. B. Homecare-Unternehmen oder Sanitätshaus) sehr sinnvoll sein. Oft lohnt es sich, verschiedene Katheter auszuprobieren, bevor man sich für einen invasiven Eingriff entscheidet – manchmal findet sich doch noch eine praktikable Lösung.
Jede Lösung hat Vor- und Nachteile, und was für den einen gut funktioniert, passt für den anderen vielleicht weniger. Wichtig ist, alle Aspekte – auch die Auswirkungen auf Sexualität und Lebensqualität – mit dem behandelnden Urologen zu besprechen und sich ggf. noch eine weitere Meinung einzuholen.
Alles Gute für dich und viel Kraft bei deiner Entscheidung!
Viele Grüße
Matti
- heyko6030

24 Juni 2026 19:46
Bauchdeckenkather wurde erstellt von heyko6030
Hallo,
aufgrund einer Blasenentleerungsstörung bei einer seit Jahren bestehende MS führe ich seit 2014 das Selbstkatheterisieren mit vielen Harnwegsinfekten durch und komme seit einigen Wochen mit dem Einmalkatheter oder auch anderen Kathetern nicht mehr durch den Schließmuskel/Prostata. Folge ist ich habe einen Dauerkatheter.
Der Urologe empfiehlt eine Schlitzung der Harnröhre kombiniert mit dem zeitweiligen Setzen eines Bauchdeckenkatheters.
Eine weitere Urologen-Meinung lautet den Bauchdeckenkatheter dauerhaft zu nutzen.
Zumindest hat der Dauerkatheter den Vorteil, dass ich nachts nicht zur Toilette muss.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit einem Bauchdeckenkatheter oder ist das Schlitzen der Harnröhre doch zu bevorzugen ?
Vielen Dank für Ihre Antworten.
Tschüss
Heyko6030
aufgrund einer Blasenentleerungsstörung bei einer seit Jahren bestehende MS führe ich seit 2014 das Selbstkatheterisieren mit vielen Harnwegsinfekten durch und komme seit einigen Wochen mit dem Einmalkatheter oder auch anderen Kathetern nicht mehr durch den Schließmuskel/Prostata. Folge ist ich habe einen Dauerkatheter.
Der Urologe empfiehlt eine Schlitzung der Harnröhre kombiniert mit dem zeitweiligen Setzen eines Bauchdeckenkatheters.
Eine weitere Urologen-Meinung lautet den Bauchdeckenkatheter dauerhaft zu nutzen.
Zumindest hat der Dauerkatheter den Vorteil, dass ich nachts nicht zur Toilette muss.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit einem Bauchdeckenkatheter oder ist das Schlitzen der Harnröhre doch zu bevorzugen ?
Vielen Dank für Ihre Antworten.
Tschüss
Heyko6030
- Dasch

24 Juni 2026 19:20
Dasch antwortete auf Hallo! Ablaßventil oder Beutel?
Hallo Lunetta,
ich kann deinen Mann sehr gut verstehen. Es ist zunächst nicht einfach, sich an einen Katheter und gegebenenfalls auch an einen Urinbeutel zu gewöhnen.
Aus meiner Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass dies anderen Menschen in der Regel nicht auffällt. Außerdem gibt es kleinere Beinbeutel, die sich problemlos und unauffällig unter der Hose tragen lassen.
Zur Wechselhäufigkeit des Katheters kommt es unter anderem auf das Material an. Ein Vollsilikonkatheter kann normalerweise länger liegen bleiben (bis zu sechs Wochen) als ein Latexkatheter (etwa sechs Tage).
Sollte es tatsächlich bis zu 13 Wochen dauern, bis die Operation stattfinden kann, sollte der Katheter nicht dauerhaft an einen Beutel angeschlossen sein. Andernfalls könnte sich die Blase mit der Zeit verkleinern.
Ich denke ebenfalls, wie Michael bereits geschrieben hat, dass bei einem so langen Zeitraum ein Bauchdeckenkatheter für deinen Mann wahrscheinlich die angenehmere Lösung wäre.
Liebe Grüße
Daniela
ich kann deinen Mann sehr gut verstehen. Es ist zunächst nicht einfach, sich an einen Katheter und gegebenenfalls auch an einen Urinbeutel zu gewöhnen.
Aus meiner Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass dies anderen Menschen in der Regel nicht auffällt. Außerdem gibt es kleinere Beinbeutel, die sich problemlos und unauffällig unter der Hose tragen lassen.
Zur Wechselhäufigkeit des Katheters kommt es unter anderem auf das Material an. Ein Vollsilikonkatheter kann normalerweise länger liegen bleiben (bis zu sechs Wochen) als ein Latexkatheter (etwa sechs Tage).
Sollte es tatsächlich bis zu 13 Wochen dauern, bis die Operation stattfinden kann, sollte der Katheter nicht dauerhaft an einen Beutel angeschlossen sein. Andernfalls könnte sich die Blase mit der Zeit verkleinern.
Ich denke ebenfalls, wie Michael bereits geschrieben hat, dass bei einem so langen Zeitraum ein Bauchdeckenkatheter für deinen Mann wahrscheinlich die angenehmere Lösung wäre.
Liebe Grüße
Daniela
- MichaelDah

20 Juni 2026 16:15 - 20 Juni 2026 16:20
MichaelDah antwortete auf Hallo! Ablaßventil oder Beutel?
Hallo liborius,
Keine Sorge - so schnell wird man hier nicht gesteinigt
… Vielleicht noch zwei Ergänzungen zu dem was du schon geschrieben hast:
- Bei der langen Wartezeit würde ich den Urologen fragen ob ein Bauchdeckenkatheter nicht sinnvoller wäre - auch wegen der Infektionsgefahr.
- Das ein paar Wochen ohne Ventil nicht schlimm sind sehe ich auch so - bei 12 Wochen würde ich da aber schon nachdenken.
- Das mit dem Stixen ist so eine Sache. Wenn Fieber oder Schmerzen da sind gehört da eigentlich immer eine Kultur angelegt und das ganze behandelt. Wenn das nicht der Fall ist würde ich mich von dem Stick aber nicht verrückt machen lassen - der zeigt gerade bei Katheterurin gerne mal was an, auch wenn keine Entzündung vorhanden ist.
Und ja - wir sind alle medizinische Laien
Viele Grüße
Michael
Keine Sorge - so schnell wird man hier nicht gesteinigt
- Bei der langen Wartezeit würde ich den Urologen fragen ob ein Bauchdeckenkatheter nicht sinnvoller wäre - auch wegen der Infektionsgefahr.
- Das ein paar Wochen ohne Ventil nicht schlimm sind sehe ich auch so - bei 12 Wochen würde ich da aber schon nachdenken.
- Das mit dem Stixen ist so eine Sache. Wenn Fieber oder Schmerzen da sind gehört da eigentlich immer eine Kultur angelegt und das ganze behandelt. Wenn das nicht der Fall ist würde ich mich von dem Stick aber nicht verrückt machen lassen - der zeigt gerade bei Katheterurin gerne mal was an, auch wenn keine Entzündung vorhanden ist.
Und ja - wir sind alle medizinische Laien
Viele Grüße
Michael
- MichaelDah

20 Juni 2026 15:51
MichaelDah antwortete auf Blasenkrebs oberflächlich - Dauerkatheter…
Hallo Robby,
Im Prinzip währe die Frage, warum es nicht mit einem Bauchdeckenkatheter bei dir funktioniert. Der ist im Zweifelsfall einem DK vorzuziehen weil allgemein das Entzündungspotential geringer ist. Vielleicht wäre es eine Idee, deinen Urologen mal darauf anzusprechen da es ggf. auch noch weitere Vorteile dieser Versorgung gibt.
Viele Grüße
Michael
Im Prinzip währe die Frage, warum es nicht mit einem Bauchdeckenkatheter bei dir funktioniert. Der ist im Zweifelsfall einem DK vorzuziehen weil allgemein das Entzündungspotential geringer ist. Vielleicht wäre es eine Idee, deinen Urologen mal darauf anzusprechen da es ggf. auch noch weitere Vorteile dieser Versorgung gibt.
Viele Grüße
Michael
- martinK

13 Mai 2026 11:25
martinK antwortete auf Oxybutynin per instillation
Hallo Michael
' Wenn du also nicht täglich ISK machst dann wird das nicht funktionieren. Ob die Instillation lange genug drin bleibt müsste man ausprobieren - ich würde aber mal vermuten das sie das tut - zum einen wegen der Indikation und zum anderen weil das Mittel wohl auch leicht betäubend auf die Blase wirkt. Zum Thema Adapter - luer lock gibt es soweit ich weiß nicht für die gängigen ISK Katheder. Es gibt allerdings Stufenkegeladapter die wohl einen Anschluss ermöglichen.'
Die Idee war, dass ich täglich katheterisieren würde, am Ende waren meine ISK-Probleme neben der Befürchtung der Urologin, dass ich das Mittel verlieren würde bevor es zu wirken beginnt, mit ein Grund weshalb ich es mit der Installation nicht versuchte. Betreffend Adapter meinte ich einen Anschluss mit Stufenkonus auf einer Seite und luer lock auf der anderen:
publicare.ch/de/product/katheterverbindungsstueck-2
Genau im Unterschied zwischen der Wirkung von Botox und Oxybutin liegt für mich die Attraktivität der Oxybutininstallation. Ich möchte vermeiden, dass die Blase völlig ruhiggestellt ist und ich im schlimmsten Fall einen Bauchdeckenkatheter tragen muss.
Ja, es wäre vor allem für Mila, aber wohl auch für uns, wenn ^jemand mit Erfahrung hier über die Instillation schreiben würde.
Herzliche Grüsse
Martin
' Wenn du also nicht täglich ISK machst dann wird das nicht funktionieren. Ob die Instillation lange genug drin bleibt müsste man ausprobieren - ich würde aber mal vermuten das sie das tut - zum einen wegen der Indikation und zum anderen weil das Mittel wohl auch leicht betäubend auf die Blase wirkt. Zum Thema Adapter - luer lock gibt es soweit ich weiß nicht für die gängigen ISK Katheder. Es gibt allerdings Stufenkegeladapter die wohl einen Anschluss ermöglichen.'
Die Idee war, dass ich täglich katheterisieren würde, am Ende waren meine ISK-Probleme neben der Befürchtung der Urologin, dass ich das Mittel verlieren würde bevor es zu wirken beginnt, mit ein Grund weshalb ich es mit der Installation nicht versuchte. Betreffend Adapter meinte ich einen Anschluss mit Stufenkonus auf einer Seite und luer lock auf der anderen:
publicare.ch/de/product/katheterverbindungsstueck-2
Genau im Unterschied zwischen der Wirkung von Botox und Oxybutin liegt für mich die Attraktivität der Oxybutininstallation. Ich möchte vermeiden, dass die Blase völlig ruhiggestellt ist und ich im schlimmsten Fall einen Bauchdeckenkatheter tragen muss.
Ja, es wäre vor allem für Mila, aber wohl auch für uns, wenn ^jemand mit Erfahrung hier über die Instillation schreiben würde.
Herzliche Grüsse
Martin
- Matti

23 Apr. 2026 10:41 - 23 Apr. 2026 10:46
Matti antwortete auf Dringend Hilfe oder Erfahrungsaustausch bei langfristiger Puffi-Versorgung
Hallo,
ich habe eine Frage an dich. Wäre es möglich, dein Bild in dem entsprechenden Beitrag auf unserer Webseite zu verwenden? Selbstverständlich würde das Foto anonymisiert sein. Dafür besitze ich eine Variante, bei der dein Tattoo nicht mehr erkennbar ist, sodass du auf keinen Fall mehr identifiziert werden kannst.
Gruß
Matti
ich habe eine Frage an dich. Wäre es möglich, dein Bild in dem entsprechenden Beitrag auf unserer Webseite zu verwenden? Selbstverständlich würde das Foto anonymisiert sein. Dafür besitze ich eine Variante, bei der dein Tattoo nicht mehr erkennbar ist, sodass du auf keinen Fall mehr identifiziert werden kannst.
Gruß
Matti
- Marina

21 Apr. 2026 13:51
Marina antwortete auf Chron.bakt. Zystitis, Interstitielle Zystitis, Restharn, Niereninsuff. St. 3
Hallo,
bei meiner letzten Blasenspiegelung meinte der Doc dass es nach IC aussehe. (Komplette innere Schleimhaut & Blasenwand feuerrot, sobald er dran kam, hat es zu bluten angefangen...)
Aber es wurden ebenfalls Pseudomonas aeroginosa und irgendein Staphylococcus gefunden.
Ich habe nun seit bald 9 Jahren einen Bauchdeckenkatheter dauerhaft, Wechselintervall alle 4 Wochen.
Ich habe heute auch einen Beitrag verfasst zu meinen Beschwerden.
Könnten diese auch durch IC mit bedingt sein? (Gefühl von Reisenden Glasscherben + ziehende & stechende Schmerzen... Subjektiv empfunden, mehr Schmerzen bei vollem Darm und Stuhlgang ohne Tränen ist nicht möglich weil es dann abartig schmerzt in / an der Blase.
Danke und LG
bei meiner letzten Blasenspiegelung meinte der Doc dass es nach IC aussehe. (Komplette innere Schleimhaut & Blasenwand feuerrot, sobald er dran kam, hat es zu bluten angefangen...)
Aber es wurden ebenfalls Pseudomonas aeroginosa und irgendein Staphylococcus gefunden.
Ich habe nun seit bald 9 Jahren einen Bauchdeckenkatheter dauerhaft, Wechselintervall alle 4 Wochen.
Ich habe heute auch einen Beitrag verfasst zu meinen Beschwerden.
Könnten diese auch durch IC mit bedingt sein? (Gefühl von Reisenden Glasscherben + ziehende & stechende Schmerzen... Subjektiv empfunden, mehr Schmerzen bei vollem Darm und Stuhlgang ohne Tränen ist nicht möglich weil es dann abartig schmerzt in / an der Blase.
Danke und LG
- Marina

21 Apr. 2026 13:38 - 21 Apr. 2026 13:44
Dringend Hilfe oder Erfahrungsaustausch bei langfristiger Puffi-Versorgung wurde erstellt von Marina
Hallo,
ich habe mittlerweile seit 09/2017, also knapp seit neun Jahren eine suprapubische Dauerkatheterversorgung, also einen Bauchdeckenkatheter.
Gibt es hier noch mehr Leute die dementsprechend lange schon einen Dauerkatheter haben und mir ihre Erfahrungen berichten könnten, denn ich habe ständig mit Schmerzen zu tun.
Es fühlt sich an, als ob Glasscherben ganz unten ein bisschen rechtzeitig am Bauch die ganze Zeit irgendwo einschneiden würden. Ab und zu ist es auch ein ziehender stechender Schmerz.
Jeder Katheterwechsel ist mit Schmerzen und Überwindung und Bluten und was weiß ich was allem verbunden. Mein Wechselintervall beträgt 4 Wochen.
Heute war wieder ein Wechsel und wir haben auch Urin genommen, um erneut auf die Kultur zu untersuchen Bakterien Pilze etc. pp.
Beim übernächsten Wechsel, also in acht Wochen ist dann ein Ultraschall und vielleicht wieder eine Blasenspiegelung geplant... bei der letzten Blasenspiegelung vor was weiß ich, ca. 2 Jahren war die ganze Blase feuerrot innen entzündet hat schnell zu bluten angefangen usw...
2018 oder 2019 hatte ich noch einen Blasenstein, der operiert wurde.
Ich weiß nicht aber ich habe auch das Gefühl dass z.b der Darm vielleicht wenn er zu voll ist dann gegen die Blase drückt, heißt durch meine Grunderkrankung (inkompletter Querschnitt) habe ich sowieso auch mit Verstopfung zu tun und ich komme seit Wochen ohne Tränen nicht vom Klo runter, denn vor allem wenn ich versuche Stuhlgang zu haben werden diese Schmerzen da unten innen im Bauch, in der Blase, oder wo sie auch immer sind, teilweise auch unerträglich.
Eventuell ebenfalls zu erwähnen, mein Urin ist auch etwas trüb und ich habe ständig irgendwelche Partikel oder Schleimhaut Dinger oder irgendwas aus der Blase mit drin & nach dem Wechsel oft auch kleinere Blutpfropfen oder Blutbeimengungen.
Nun noch zum Wechsel an sich ... Jedes Mal ist er natürlich ziemlich verklebt & lässt sich dann schlecht entfernen. Irgendwann ist er dann entfernt, aber natürlich durch die Verkrustung reißt dann immer der Stichkanal etwas auf und es blutet wieder.
Und wenn man dann den neuen widersetzt, dann ist dieser Moment wo er durch die Blasenwand oder wo er eben durch dieses Loch ich glaube am Rand der Blase durchgeht extrem schmerzhaft, als ob da irgendetwas nicht stimmt, ich kann mir einfach nicht helfen.
Kennt das sonst noch jemand?
Hat jemand ein Rat für mich?
GLG und Danke
Marina
ich habe mittlerweile seit 09/2017, also knapp seit neun Jahren eine suprapubische Dauerkatheterversorgung, also einen Bauchdeckenkatheter.
Gibt es hier noch mehr Leute die dementsprechend lange schon einen Dauerkatheter haben und mir ihre Erfahrungen berichten könnten, denn ich habe ständig mit Schmerzen zu tun.
Es fühlt sich an, als ob Glasscherben ganz unten ein bisschen rechtzeitig am Bauch die ganze Zeit irgendwo einschneiden würden. Ab und zu ist es auch ein ziehender stechender Schmerz.
Jeder Katheterwechsel ist mit Schmerzen und Überwindung und Bluten und was weiß ich was allem verbunden. Mein Wechselintervall beträgt 4 Wochen.
Heute war wieder ein Wechsel und wir haben auch Urin genommen, um erneut auf die Kultur zu untersuchen Bakterien Pilze etc. pp.
Beim übernächsten Wechsel, also in acht Wochen ist dann ein Ultraschall und vielleicht wieder eine Blasenspiegelung geplant... bei der letzten Blasenspiegelung vor was weiß ich, ca. 2 Jahren war die ganze Blase feuerrot innen entzündet hat schnell zu bluten angefangen usw...
2018 oder 2019 hatte ich noch einen Blasenstein, der operiert wurde.
Ich weiß nicht aber ich habe auch das Gefühl dass z.b der Darm vielleicht wenn er zu voll ist dann gegen die Blase drückt, heißt durch meine Grunderkrankung (inkompletter Querschnitt) habe ich sowieso auch mit Verstopfung zu tun und ich komme seit Wochen ohne Tränen nicht vom Klo runter, denn vor allem wenn ich versuche Stuhlgang zu haben werden diese Schmerzen da unten innen im Bauch, in der Blase, oder wo sie auch immer sind, teilweise auch unerträglich.
Eventuell ebenfalls zu erwähnen, mein Urin ist auch etwas trüb und ich habe ständig irgendwelche Partikel oder Schleimhaut Dinger oder irgendwas aus der Blase mit drin & nach dem Wechsel oft auch kleinere Blutpfropfen oder Blutbeimengungen.
Nun noch zum Wechsel an sich ... Jedes Mal ist er natürlich ziemlich verklebt & lässt sich dann schlecht entfernen. Irgendwann ist er dann entfernt, aber natürlich durch die Verkrustung reißt dann immer der Stichkanal etwas auf und es blutet wieder.
Und wenn man dann den neuen widersetzt, dann ist dieser Moment wo er durch die Blasenwand oder wo er eben durch dieses Loch ich glaube am Rand der Blase durchgeht extrem schmerzhaft, als ob da irgendetwas nicht stimmt, ich kann mir einfach nicht helfen.
Kennt das sonst noch jemand?
Hat jemand ein Rat für mich?
GLG und Danke
Marina
- martinK

03 Apr. 2026 07:42
martinK antwortete auf Überlaufblase 3 Liter ISK
Hallo Usch
Ich kann Dir dazu keine abschliessende Antwort geben. Mein Verständnis ist das folgende: Bakterien sind ja überall im Körper und selbst bei richtiger Anwendung werden beim ISK Bakterien in die Blase transportiert. Wenn Du aber regelmässig katheterisierst, sollte die kein Problem sein, auch weil unser Körper in der Lage ist, eine gewisse Bakterienkonzentration zu handhaben.
In meinem Fall vermute ich, dass die folgenden beiden Einschränkungen eine Rolle spielen könnten. Erstens lieg bei mir eine Autoimmunkrankheit vor, so dass ich anfälliger auf Infekte bin und Infekte bei mir zu einer Überreaktion des Körpers führen. Zweitens habe ich eine starke sensorische Neuropathie im Beckenboden und spüre beim Einführen des Katheters nur wenig. Es kann sein, dass ich deswegen den Harnleiter beim Einführen reize, was zu Entzündungen führt, die den Infekt fördern. Es kann aber natürlich auch andere Gründe geben, die ich nicht kenne.
Für mich ist das sehr frustrierend, weil ich bereits nach 2-3 Tagen regelmässigem ISK einen HWI mit hohem Fieber kriege. In den letzten Jahren habe ich es oftmals versucht, musste aber immer wieder abbrechen. Mit der Handhabung habe ich aber gar keine Probleme und fühle mich eigentlich wohl mit der Methode. Es ist aber auch so, dass ich zumindest derzeit ohne ISK oder SPK auskomme. Mein Problem ist schwere Harninkontinenz, zudem kann ich zuweilen maximal 200-300 ml Restharn haben, und es wurde ein zu hoher Blasendruck registriert. Als Therapie würde die Blase stillgelegt, dann müsste ich aber entweder ISK durchführen oder einen Bauchdeckenkatheter tragen. Ich habe beschlossen, wegen meiner Probleme mit dem ISK bis auf weiteres nichts zu tun und die Gesundheit der Nieren und der Blase regelmässig überprüfen zu lassen.
Für mich ist wichtig zu betonen, dass mein Fall nicht repräsentativ ist, und ich Dich keinesfalls entmutigen möchte, ISK zu machen, im Gegenteil! Wir hatten hier im Forum vor einigen Monaten eine intensive Diskussion zu diesem Thema, bei welcher ich den Eindruck hatte, missverstanden zu werden. Wenn immer es bei Harnverhalt mit ISK geht, ist dies die Methode der Wahl. Bei mir klappt es leider einfach nicht
.
Ich wünsche Dir alles Gute
Martin
Ich kann Dir dazu keine abschliessende Antwort geben. Mein Verständnis ist das folgende: Bakterien sind ja überall im Körper und selbst bei richtiger Anwendung werden beim ISK Bakterien in die Blase transportiert. Wenn Du aber regelmässig katheterisierst, sollte die kein Problem sein, auch weil unser Körper in der Lage ist, eine gewisse Bakterienkonzentration zu handhaben.
In meinem Fall vermute ich, dass die folgenden beiden Einschränkungen eine Rolle spielen könnten. Erstens lieg bei mir eine Autoimmunkrankheit vor, so dass ich anfälliger auf Infekte bin und Infekte bei mir zu einer Überreaktion des Körpers führen. Zweitens habe ich eine starke sensorische Neuropathie im Beckenboden und spüre beim Einführen des Katheters nur wenig. Es kann sein, dass ich deswegen den Harnleiter beim Einführen reize, was zu Entzündungen führt, die den Infekt fördern. Es kann aber natürlich auch andere Gründe geben, die ich nicht kenne.
Für mich ist das sehr frustrierend, weil ich bereits nach 2-3 Tagen regelmässigem ISK einen HWI mit hohem Fieber kriege. In den letzten Jahren habe ich es oftmals versucht, musste aber immer wieder abbrechen. Mit der Handhabung habe ich aber gar keine Probleme und fühle mich eigentlich wohl mit der Methode. Es ist aber auch so, dass ich zumindest derzeit ohne ISK oder SPK auskomme. Mein Problem ist schwere Harninkontinenz, zudem kann ich zuweilen maximal 200-300 ml Restharn haben, und es wurde ein zu hoher Blasendruck registriert. Als Therapie würde die Blase stillgelegt, dann müsste ich aber entweder ISK durchführen oder einen Bauchdeckenkatheter tragen. Ich habe beschlossen, wegen meiner Probleme mit dem ISK bis auf weiteres nichts zu tun und die Gesundheit der Nieren und der Blase regelmässig überprüfen zu lassen.
Für mich ist wichtig zu betonen, dass mein Fall nicht repräsentativ ist, und ich Dich keinesfalls entmutigen möchte, ISK zu machen, im Gegenteil! Wir hatten hier im Forum vor einigen Monaten eine intensive Diskussion zu diesem Thema, bei welcher ich den Eindruck hatte, missverstanden zu werden. Wenn immer es bei Harnverhalt mit ISK geht, ist dies die Methode der Wahl. Bei mir klappt es leider einfach nicht
Ich wünsche Dir alles Gute
Martin
- martinK

25 Jan. 2026 23:27
martinK antwortete auf Neurogene Blase mit Dranginkontinenz
Hallo Stephan
Ich befinde mich - zumindest was die Symptome angeht - in einer ähnlichen Situation.
Nach meiner letzten Konsultation im Herbst 2025 entschied ich mich, kein Botox in die Blase spritzen zu lassen, obwohl dies medizinisch indiziert wäre. Stattdessen werde ich Nieren und Blase regelmässig kontrollieren lassen (einmal pro Jahr genügt derzeit) und dann handeln, wenn es nötig sein sollte. Dazwischen werde ich weiterhin täglich Entspannungsübungen durchführen, und - sollte es neue Erkenntnisse oder Ansätze zu meiner ISK-Problematik geben - es wieder mit ISK versuchen. Für den Fall, dass wegen meiner Nieren oder meiner Blase Handlungsbedarf besteht, werde ich Botox in die Blase spritzen lassen und mich mit oder ohne Dauerantibiotikum katheterisieren. Sollte dies zu Problemen führen, wird es einen SPK geben, auch damit werde ich leben können.
Ich werde in diesem Jahr 60 Jahre alt. Wenn die Degradation meiner Niere und meiner Blase weiterhin nicht oder nur unmerklich langsam fortschreiten sollte, so besteht eine gute Chance, dass ich das Spritzen von Botox nicht mehr erleben werde, oder es in einem Alter stattfindet, in welchem ich alles weniger kritisch sehe.
Am Ende hängt Dein Entscheid ob, bzw. wann Du etwas unternehmen musst, von Deinem jetzigen Zustand und Deiner Prognose und Lebenserwartung ab. Nicht unterschätzen würde ich Deine Aussage, dass Deine Depression mit der Dranginkontinenz zusammenhängt. Was empfehlen denn die Ärzte? Ich verstehe, dass Du Bedenken betreffend ISK hast. Hast Du es schon mal versucht? Vielleicht ist es viel weniger schmerzhaft, wenn Du Dich selber katheterisierst? Allenfalls könnte bei Dir auch eine kleine Dosis Botox (in die Blase) helfen. Dann könntest Du möglicherweise auf ISK verzichten.
Im übrigen bin ich mit Michael einverstanden, für mich wäre weder die Botoxinjektion in den Sphinkter noch die Blasenhalsinzision eine Option. Das Risiko, dass danach alles noch schlimmer ist, wäre mir zu gross. Das kannst aber ja mit Deinen Ärzten in Ruhe klären.
Herzliche Grüsse
Martin
Ich befinde mich - zumindest was die Symptome angeht - in einer ähnlichen Situation.
- Meine Blase ist ebenfalls trabekuliert. Dies seit mindestens 10 Jahren, und in dieser Zeit hat sich nicht viel getan.
- Bei mir liegt eine Dranginkontinenz vor, zusätzlich habe ich keine Kontrolle über den Sphinkter und es wurde eine Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie diagnostiziert. In der Urodynamik wurde mehrmals während der Füllphase ein erhöhter Blasendruck gemessen, aber es gibt keine Anzeichen dafür, dass ein Reflux in die Nieren stattfindet.
- Ich entleere mit Restharn, hatte deswegen aber noch nie einen Harnweginfekt
- ISK führt bei mir schnell zu Harnweginfekten und einen Bauchdeckenkatheter möchte ich nach Möglichkeit vermeiden
- Mit Inkontinenzhilfsmitteln (Windeln) komme ich derzeit ganz gut durchs Leben
Nach meiner letzten Konsultation im Herbst 2025 entschied ich mich, kein Botox in die Blase spritzen zu lassen, obwohl dies medizinisch indiziert wäre. Stattdessen werde ich Nieren und Blase regelmässig kontrollieren lassen (einmal pro Jahr genügt derzeit) und dann handeln, wenn es nötig sein sollte. Dazwischen werde ich weiterhin täglich Entspannungsübungen durchführen, und - sollte es neue Erkenntnisse oder Ansätze zu meiner ISK-Problematik geben - es wieder mit ISK versuchen. Für den Fall, dass wegen meiner Nieren oder meiner Blase Handlungsbedarf besteht, werde ich Botox in die Blase spritzen lassen und mich mit oder ohne Dauerantibiotikum katheterisieren. Sollte dies zu Problemen führen, wird es einen SPK geben, auch damit werde ich leben können.
Ich werde in diesem Jahr 60 Jahre alt. Wenn die Degradation meiner Niere und meiner Blase weiterhin nicht oder nur unmerklich langsam fortschreiten sollte, so besteht eine gute Chance, dass ich das Spritzen von Botox nicht mehr erleben werde, oder es in einem Alter stattfindet, in welchem ich alles weniger kritisch sehe.
Am Ende hängt Dein Entscheid ob, bzw. wann Du etwas unternehmen musst, von Deinem jetzigen Zustand und Deiner Prognose und Lebenserwartung ab. Nicht unterschätzen würde ich Deine Aussage, dass Deine Depression mit der Dranginkontinenz zusammenhängt. Was empfehlen denn die Ärzte? Ich verstehe, dass Du Bedenken betreffend ISK hast. Hast Du es schon mal versucht? Vielleicht ist es viel weniger schmerzhaft, wenn Du Dich selber katheterisierst? Allenfalls könnte bei Dir auch eine kleine Dosis Botox (in die Blase) helfen. Dann könntest Du möglicherweise auf ISK verzichten.
Im übrigen bin ich mit Michael einverstanden, für mich wäre weder die Botoxinjektion in den Sphinkter noch die Blasenhalsinzision eine Option. Das Risiko, dass danach alles noch schlimmer ist, wäre mir zu gross. Das kannst aber ja mit Deinen Ärzten in Ruhe klären.
Herzliche Grüsse
Martin
- martinK

05 Jan. 2026 09:02
martinK antwortete auf Blasenentleerungsstörung, alle 4 Wochen HWI mit Fieber und Antibioka, trotz ISK
Guten Morgen Silke
Nun hat sich die Wahl Deines Benutzernamens geklärt, darauf hätte ich ja auch kommen können
.
Für die Stuhlproblematik könnte die sakrale Neuromodulation helfen. Allerdings sind die Probleme bei mir sehr schwankend, so dass ich mit dem Entscheid, es zu versuchen, zögere. Letztes Jahr z.B. hatte ich keine oder so gut wie keine Probleme (kann mich gar nicht mehr so richtig erinnern...). Seit ich vor drei Jahren jeden Monat Immunglobulin verabreicht bekomme, erholt sich mein Nervensystem nach einem Schub wieder. Seit dann ist meine Kontrolle über den Stuhl insgesamt viel besser geworden. In der zweiten Dezemberwoche muss ich einen üblen Infekt eingefangen haben, der eine Überreaktion meines Immunsystems auslöste. Es geht aber wieder aufwärts und am Mittwoch/Donnerstag kriege ich wieder meine Infusion, das wird erwartungsgemäss die Heilung nochmals beschleunigen.
Insgesamt bin ich in meinem Leben sehr glücklich. Natürlich sind die Entleerungsprobleme ein Mist, und es gibt Momente, da leide ich unter den Problemen. Das betrifft nicht nur die Inkontinenz, sondern auch Gefühls- und Gleichgewichtsstörungen, sowie zuweilen Müdigkeit. Aber ich lasse mich davon nicht einschränken. Da es sonst sehr viele schöne und positive Aspekte in meinem Leben gibt, habe ich insgesamt keinen Grund, mich zu beklagen. Ich habe nun auch eine Strategie, wie ich in Zukunft mit den Entleerungsproblemen umgehen möchte. ISK werde ich dann wieder versuchen, wenn es neue Erkenntnisse und Ansätze gibt. Gleichzeitig habe ich meine Ernährung umgestellt, in der Hoffnung, dass ich damit meine Darmflora stabilisieren kann, was wiederum einen positiven Effekt auf meine Autoimmunkrankheit haben wird und lasse meine Blase und Niere regelmässig kontrollieren. Sollten sich die Nierenwerte verschlechtern oder die Blase signifikant degradieren, so werde ich Botox spritzen lassen und allenfalls mit einem Bauchdeckenkatheter leben. Dies möchte ich vermeiden, oder zumindest so weit wie möglich hinauszögern. Mit der schweren Harninkontinenz lebe ich nun seit mehr als 10 Jahren, damit habe ich mich zumindest so weit arrangiert, dass ich normal leben kann. Und so lange meine Autoimmunkrankheit dank der Immunglobulintherapie stabilisiert ist, sollte auch die Stuhlinkontinenz allenfalls nur punktuell ein Thema sein. Daneben treibe ich regelmässig Sport, mache jeden Tag beim Zähneputzen Gleichgewichtsübungen und spiele Musik. Das ist nicht nur für die Neuropathie gut, sondern auch für die Seele
.
Die Untersuchung der Darmflora könnte für Dich übrigens auch interessant sein, zumal sie vermutlich die Quelle für die Bakterien ist, welche die Nierenbeckenentzündungen verursachen. Vielleicht kannst Du über die Umstellung der Ernährung evtl. in Kombination mit Zusatzpräparaten etwas erreichen. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass komplizierte Entleerungsprobleme ganzheitlich angegangen werden müssen, da reicht z.B. die Urologie allein nicht aus.
Ja, Entleerungsstörungen sind etwas sehr persönliches. Im Gegensatz zu anderen Leiden sprechen die Leute nicht in der Öffentlichkeit darüber. Um so besser, dass wir uns in diesem Forum austauschen können! Insbesondere als Kind fühlte ich mich mit dem Problem schon sehr allein. Niemand verstand, weshalb sich ein sonst scheinbar gesundes Kind regelmässig in die Hosen pinkelt oder Stuhl verliert. Aber auch dann hatte ich dank eines intakten Umfelds viel Glück. Dass meine Eltern vor 50 Jahren nicht wussten, wie mit der Sache umzugehen, trage ich Ihnen nicht nach.
Herzliche Grüsse
Martin
Nun hat sich die Wahl Deines Benutzernamens geklärt, darauf hätte ich ja auch kommen können
Für die Stuhlproblematik könnte die sakrale Neuromodulation helfen. Allerdings sind die Probleme bei mir sehr schwankend, so dass ich mit dem Entscheid, es zu versuchen, zögere. Letztes Jahr z.B. hatte ich keine oder so gut wie keine Probleme (kann mich gar nicht mehr so richtig erinnern...). Seit ich vor drei Jahren jeden Monat Immunglobulin verabreicht bekomme, erholt sich mein Nervensystem nach einem Schub wieder. Seit dann ist meine Kontrolle über den Stuhl insgesamt viel besser geworden. In der zweiten Dezemberwoche muss ich einen üblen Infekt eingefangen haben, der eine Überreaktion meines Immunsystems auslöste. Es geht aber wieder aufwärts und am Mittwoch/Donnerstag kriege ich wieder meine Infusion, das wird erwartungsgemäss die Heilung nochmals beschleunigen.
Insgesamt bin ich in meinem Leben sehr glücklich. Natürlich sind die Entleerungsprobleme ein Mist, und es gibt Momente, da leide ich unter den Problemen. Das betrifft nicht nur die Inkontinenz, sondern auch Gefühls- und Gleichgewichtsstörungen, sowie zuweilen Müdigkeit. Aber ich lasse mich davon nicht einschränken. Da es sonst sehr viele schöne und positive Aspekte in meinem Leben gibt, habe ich insgesamt keinen Grund, mich zu beklagen. Ich habe nun auch eine Strategie, wie ich in Zukunft mit den Entleerungsproblemen umgehen möchte. ISK werde ich dann wieder versuchen, wenn es neue Erkenntnisse und Ansätze gibt. Gleichzeitig habe ich meine Ernährung umgestellt, in der Hoffnung, dass ich damit meine Darmflora stabilisieren kann, was wiederum einen positiven Effekt auf meine Autoimmunkrankheit haben wird und lasse meine Blase und Niere regelmässig kontrollieren. Sollten sich die Nierenwerte verschlechtern oder die Blase signifikant degradieren, so werde ich Botox spritzen lassen und allenfalls mit einem Bauchdeckenkatheter leben. Dies möchte ich vermeiden, oder zumindest so weit wie möglich hinauszögern. Mit der schweren Harninkontinenz lebe ich nun seit mehr als 10 Jahren, damit habe ich mich zumindest so weit arrangiert, dass ich normal leben kann. Und so lange meine Autoimmunkrankheit dank der Immunglobulintherapie stabilisiert ist, sollte auch die Stuhlinkontinenz allenfalls nur punktuell ein Thema sein. Daneben treibe ich regelmässig Sport, mache jeden Tag beim Zähneputzen Gleichgewichtsübungen und spiele Musik. Das ist nicht nur für die Neuropathie gut, sondern auch für die Seele
Die Untersuchung der Darmflora könnte für Dich übrigens auch interessant sein, zumal sie vermutlich die Quelle für die Bakterien ist, welche die Nierenbeckenentzündungen verursachen. Vielleicht kannst Du über die Umstellung der Ernährung evtl. in Kombination mit Zusatzpräparaten etwas erreichen. Ich bin mittlerweile überzeugt, dass komplizierte Entleerungsprobleme ganzheitlich angegangen werden müssen, da reicht z.B. die Urologie allein nicht aus.
Ja, Entleerungsstörungen sind etwas sehr persönliches. Im Gegensatz zu anderen Leiden sprechen die Leute nicht in der Öffentlichkeit darüber. Um so besser, dass wir uns in diesem Forum austauschen können! Insbesondere als Kind fühlte ich mich mit dem Problem schon sehr allein. Niemand verstand, weshalb sich ein sonst scheinbar gesundes Kind regelmässig in die Hosen pinkelt oder Stuhl verliert. Aber auch dann hatte ich dank eines intakten Umfelds viel Glück. Dass meine Eltern vor 50 Jahren nicht wussten, wie mit der Sache umzugehen, trage ich Ihnen nicht nach.
Herzliche Grüsse
Martin
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