Die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. stellt ihr Angebot vor

zusammengemeinsam1Die gemeinnützige Inkontinenz Selbsthilfe e.V. besteht bereits seit 11 Jahren. Gegründet und betrieben wird der Verein ausschließlich von Betroffenen und Angehörigen. Daraus folgt unsere Motivation, Menschen mit Problemen der Kontinenz Information und Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

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Tvt Band.

01 Jan 2017 16:13 #1 von Seltsam
Hallo!
Bin neu hier und wollte eigentlich nur meine positive Erfahrung mit den Betroffenen teilen.

Bei der Entbindung meines Sohnes vor 5 Jahren hat sich herausgestellt dass er ein "Sternengucker" ist - er lag mit dem Gesicht nach oben und konnte daher nicht raus kommen. Er wurde dann per Kaiserschnitt geholt. Die 18 Stunden Wehen haben aber wohl ausgereicht um mein Beckenboden zu schwächen.

Da unser Sohn ca. 20 Stunden am Tag nur geschrieen hat, mein Mann arbeiten musste und die Eltern/Schwiegereltern weit weg wohnen, konnte ich nicht zur Rückbildungsgymnastik gehen. Am Anfang nach der Entbindung war ja auch alles in Ordnung. Im Laufe der Zeit hat aber Beckenboden immer mehr seinen Dienst versagt. In den letzten 2 Jahren wurde es ganz schlimm.

Aus Gründen, die bis jetzt medizinisch noch nicht geklärt worden sind, huste ich ständig. In den "guten" Tagen "nur" 1-2 Mal in der Stunde, in den schlechten - alle 3 Minuten. Und beim jeden Husten verlor ich Urin. Ganz egal wie oft und womit ich mich gewaschen habe, der Gestank nach Urin ging nicht weg. Es war ganz schlimm. Abgesehen von körperlicher Belastung, hat es mich, selbstverständlich, auch psychisch belastet.

Mein Frauenarzt hat mir zunächst eine vollständige Untersuchung im Krankenhaus empfohlen. Stressinkontinenz. Physiotherapie. Hat ganz gut geholfen....wenn ich jeden Tag mindestens 4-5 Mal meine Übungen machte. Wenn wir aber über's WE weg fuhren und ich keine Zeit für die Übungen hatte, war am Montag wieder alles beim alten. Also entschied ich mich für eine Op.

Am 05.12.2016 um 8 Uhr morgens wurde ich operiert. Die Op dauerte 40 Minuten. 7 Minuten über die übliche Zeit, wie mir die Ärztin später erzählt hat. Da ich einen Katheter hatte, hatte ich die ersten paar Stunden ständig das Gefühl gehabt, ich muss auf die Toilette. Die Schwestern erklärten mir, dass es sich bald legen würde und hatten Recht behalten.

Richtige Schmerzen hatte ich nicht. Man hat nur gemerkt, dass da was war, wenn man die Position gewechselt hat. Lag sicherlich auch an Ibu 800.

Nach dem Abendessen habe ich mich übergeben. Ob es an der Narkose lag oder (wie ich eher vermute) an der Menge Wasser dass ich trinken musste, kann man mit Sicherheit nicht sagen. Musste dann aber zwangsweise aufstehen und ins Bad gehen um mich sauber zu machen. Ging ohne Probleme.

Am nächsten Tag wurde der Katheter gezogen und die Tamponade entfernt. Das erste Mal auf der Toilette hat es kurz weh getan. Am selben Tag hat man mich untersucht, Blaseninhalt gemessen. Man hat einen größeren Bluterguss festgestellt aber da ich allgemein dazu neige, sehr schnell sehr starke Blutergüsse zu bekommen, hat es weder mich noch die Ärztin eunruhgt. Ich sollte mindestens 2 Liter Wasser trinken und alle zwei Stunden Wasser lassen. Am Tag darauf noch mal Blaseninhalt gemessen - war alles in Ordnung. Daraufhin wurde ich entlassen.

Zuhause angekommen habe ich festgestellt dass ich mich mit dem schnellen gehen ein wenig überschätzt habe - bekam leichte Schmerzen. Aber schon am Freitag (5 Tage nach der Op) brauchte ich überhaupt keine Schmerzmittel. Nur beim Husten hat es noch bis Montag (eine Woche nach der Op) weh getan. Ansonsten hatte ich schon eine Woche nach der Op das Gefühl gehabt, als wäre ich gar nicht operiert. Nicht weil es keine Wirkung hatte, sondern weil ich keinerlei Beschwerden hatte.

Ich bin absolut glücklich mit dem Ergebnis! Meine Mutter hatte zwei Jahre zuvor die gleiche Op und sie ist auch zufrieden. Allerdings muss sie beim Toilettengang ein wenig aud die Blase drücken. Bei mir funktioniert alles wunderbar. Ich bin 100% dicht, ganz egal wie oft und wie stark ich husten oder niesen muss. Merke nur, wenn ich mich überschätze und die ärztliche Anweisung ignoriere, rächt sich der Körper. Man soll ja ca. 6 Wochen nach der Op nichts schweres heben und kein Sport treiben. Ich habe ein Mal versucht zu joggen und bekam leichte Schmerzen am Abend. Ein Mal habe ich meinen Sohn (18 kg) die Treppe hoch getragen und bekam ebenfalls am Abend leichte Schmerzen. Somit habe ich mich überzeugen können, dass man den Ärzten glauben und ihre Empfehlungen nicht ignorieren sollte.

Das ist meine Erfahrung mit TVT Band. Ich bereue nur eins: dass ich es nicht schon früher gewagt hatte!

Mfg Elena

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01 Jan 2017 17:04 #2 von Elkide
Hallo liebe Elena,

herzlich willkommen im Inkontinenz-Selbsthilfeforum. Es ist prima, dass du deine positiven Erfahrungen mit uns teilst und damit vielen Betroffenen Mut machst.

Die meisten die sich hier melden haben Probleme bzw. schlechte Erfahrungen mit OPs gemacht. Von daher ist es sehr schön, auch mal die andere Variante zu hören. Es wäre schön, wenn du weiter berichtest, wie es sich so bei dir entwickelt. Vielen Dank.

Alles Liebe
Elke

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01 Jan 2017 18:30 - 01 Jan 2017 18:43 #3 von Jens Schriever
Hallo Elena

Auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum vom Inkontinenz - Selbsthilfe e.V.
Schön das du so gute Erfahrungen mit deiner OP und den Ergebnis gemacht hast. Leider gibt es von solchen positiven Berichten nicht sehr viele. Solche Berichte geben einen wieder Mut und zeigen das Inkontinenz kein abwendbares Übel seien muss. Auch wenn das Ergebnis zurzeit sehr gut ist, bedenke durch die OP ist nur das Symptom Inkontinenz beseitigt. Die Ursache ist damit nicht behoben. Um langfristig den Erfolg zu halten sollten einige Dinge beachtet werden. Ein starker und gesunder Beckenboden ist die Voraussetzung für dauerhafte Kontinenz. Daher ist ein dauerhaftes Beckenbodentraining von großer Bedeutung. Auch sehr wichtig ist eine gute Verdauung. Verstopfung und zu harter Stuhl belasten sehr den Beckenboden. Ausreichende Bewegung und gesunde abwechselreiche Ernährung mit vielen Ballaststoffen fördern die Verdauung. Damit der Stuhl nicht zu hart wird sollte man genug trinken( min. 2 Liter). Auch Übergewicht belastet den Beckenboden und sollte vermieden werden.
Du schreibst, dass du es bereust es nicht eher gemacht zu haben? Ich nehme an deine Familienplanung ist abgeschlossen. Bei noch bestehendem Kinderwunsch wird oft von der OP abgeraten was nicht heißt dass man nach der OP keine Kinder mehr bekommen kann.
Ich wünsche dir weiter alles Gute und möge der Erfolg lange anhalten.



Gruß Jens

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20 Mär 2017 22:09 #4 von Heimeline
Hallo ich bin auch neu hier. Hatte letzten Mittwoch die TVT Band OP. Ging soweit auch gut. Vollnarkose und nach der Tamponage und Katheter gezogen, das Gefühl endlich dicht zu sein. Nur leichte Blutung in die Vorlage. Bin Freitagabend heim gekommen. Bis auf leichtes ziehen (auf der rechten Seite) keine schmerzen. Ein Tag später das Schlüsselerlebnis. Auf einmal spontaner
Urinverlust beim stehen. Ist das normal? Heute, wieder 2 Tage später. Beim Einkaufen (nichts schweres heben-mein Mann war dabei) einpaar Tröpfchen in der Slipeinlage. Hilfe! Ist das Normal? Gibt sich das alles noch mit der Zeit? Sind ja erst 5 Tage nach der OP. Muss ich mir Gedanken machen? Meine Nachsorge ist in 2 Tagen bei meiner Frauenärztin. Wäre schön, von euren Erfahrungen zu hören. Schönen Abend Gruss heimeline

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05 Feb 2018 18:37 #5 von Bigi
Hallo Heimeline,

es ist zwar schon fast 1 Jahr her bei dir, aber vielleicht kannst du mir verraten wie es dir mittlerweile geht ? Bei mir würde das Band vor 2 Wochen gelegt und hab ähnliche Probleme wie du. Gruss Bigi

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