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Urinalkondome

29 Jan 2018 15:27 #1 von herirein
Ein herzliches Hallo,

gesundheitliche Probleme, wie sie sicher von vielen hier aufgezählt werden können, haben mich in dieses Forum geführt.
Ich bin Pensionär, 74 Jahre alt und habe seit 2006 jetzt die zweite Krebserkrankung und ihre Folgen.
2006 wurde meine Prostata entfernt, welches fast komplikationslos ablief ohne die viel befürchteten Folgen von Harninkontinenz und Impotenz.
Auch das im letzten Jahr folgende Rektumkarzinom mit Bestrahlung, Amputation und endständigem Colonstoma habe ich jetzt nach 5 Chemotherapiezyklen ganz gut überstanden. Mit dem Stoma komme ich gut zurecht, leider hat sich seit der Rektumamputation das Nervengeflecht für die Kontinenz durch die Vernarbungen nicht wieder erholt. Ich bin also vollständig Harninkontinent, obwohl ich den äußeren Schließmuskel, wie beim Unterbrechen des Harnstrahls spüre. Ein künstlicher Sphinkter kommt wegen der Bestrahlung und ihrer Vernarbungen nicht infrage.

Seit 3 Monaten verwende ich deshalb Urinalkondome. Die trotz sorgfältiger Vorbereitung (Enthaarung, Waschung, Trocknung) nicht ausreichend lange haften bleiben, was immer wieder dazu führt, dass die Hose nass wird. Mein Problem scheint zu sein, dass ich beschnitten bin und durch die wärme des Urin der Fixierstoff des Kondoms sich von innen ablöst. Nach dem Wechsel verschiedener Marken bin ich jetzt beim "Spirit Typ 3" von Bard angekommen, der mir wenigstens einen halben Tag Sicherheit gibt. Des Nachts nehme ich Maxi-Vorlagen, werde vom Blasendruck alle 2 bis 3 Stunden wach und nehme dann den Nachttopf.

Ich habe einen medizinischen Assistenzberuf ausgeübt und kann mit den Einschränkungen eigentlich ganz gut umgehen, vermisse aber die Mobilität.

Vielen Dank fürs lesen und Euch alles Gute
Heribert

Menschen sind wie Engel mit nur einem Flügel,
um fliegen zu können müssen wir uns umarmen
(Luciano de Crescenzo)

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29 Jan 2018 21:29 #2 von Ano
Moin Moin Heribert!

Sei recht herzlich willkommen im Vereinsforum der Inkontinenz Selbsthilfe e.V.!
Toll, dass Du so offen über Deine Probleme schreiben kannst, das ist schon mal die halbe Miete ... ;)
Durch den regen und offenen Austausch untereinander können alle profitieren.
Leider kann ich Dir persönlich nicht weiterhelfen - zum einen bin ich eine Frau und anatomisch für ein Urinalkondom ungeeignet (:P),
zum anderen bin ich nicht harn- sondern stuhlinkontinent, also von der anderen "Abteilung".

Sicherlich hast Du hier schon ein bisschen rumgestöbert aber ich weiß nicht, ob Du schon den Thread "Das Kondom-Urinal" entdeckt hast.
Dieser geht über 9 lange Seiten mit vielen dazugehörigen Fragen und Antworten mit Tipps und Tricks, wenn das Teilchen nicht hält.
Nimm Dir doch ein bisschen Zeit und lies Dir alles in Ruhe durch - vielleicht ergibt sich da für Dich der eine oder andere hilfreiche Hinweis.
Ansonsten wird Dir bestimmt zeitnah einer unserer betroffenen Forums- oder Vereinsmitglieder antworten können.

Schau mal hier: Klick.

Herzliche Grüße einstweilen,
Ano

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31 Jan 2018 18:15 - 31 Jan 2018 18:17 #3 von matti
Hallo Heribert ,

auch ich möchte dich noch ganz herzlich hier im Vereinsforum begrüßen. Du bist ja schon sehr aktiv hier im Forum, worüber ich mich sehr freue.

Ich glaube nicht, dass die Temperatur des Urins am Lösen des Kondomurinals beteiligt ist. Diese dürfte ja eigentlich nicht höher sein, wie die Hauttemperatur bzw. sonstige Körpertemperatur.

Wichtig scheint mir vor allem die passende Größe und dies sowohl im Duchmesser wie auch in der Länge. Manchmal wird der Durchmesser zu groß gewählt. Was aber vor allem ziemliuch häufig "falsch" gemacht wird ist die Längenwahl. Viele wählen ein zu langes Kondom.
Auch dürfte sich deine Beschneidung eigentlich nicht auswirken, den an die Eichel gehört kein Kleber.

Evtl. solltest du auch die Zugkraft des Beutels bzw. des Schlauchs noch einmal prüfen und hierbei unterschiedliche Befestigungshöhen und Systeme probieren. Es kann ein Unterschied sein, ob man den Beutel am Unterschenkel oder Oberschenkel trägt.

Soweit erst einmal mit meinem Latein. Freu mich auf weiteren Erfahrungsaustausch mit dir.

Gruß

Matti
Folgende Benutzer bedankten sich: herirein

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31 Jan 2018 20:22 #4 von susy
Wir Krankenschwestern legen ja auch Katheter, damit kein Zug auf den Schlauch zum Beutel kommt, lassen wir oben in der U-Hose eine Schlauchschlaufe, die wir am Oberschenkelbeginn mit gutem Leukoplas fixieren, Du kannst auch noch etwas Weisses Cutplast Pflaster vom kondomurinal unten bis oben die Schamhaare kommen als Zügelstreifen kleben.

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01 Feb 2018 10:16 #5 von herirein
Hallo Matti,

Vielen Dank für Deine Tipps. Inzwischen bin ich auch der Auffassung, dass sich das Urinalkondom durch den Rückstau durch den Ableitungsschlauch aufbaut und dadurch das Kondom abgelöst wird. Gestern habe ich das selbst beim "Spirit Typ 3" feststellen können. Bis zum Abend mit dem Beinbeutel hat alles bestens gehalten. Danach habe ich an den Bettbeutel umgestöpselt, der einen viel dünneren Drainageschlauch hat. Nach nur 1 Stunde hatte sich das Kondom bereits soweit aufgepläht, dass ich es aus Sicherheitsgründen abmachen musste. Das Drainagesystem hatte ich noch von der German Healt Care GmbH.

Wie Du aus meinen anderen Darstellungen erkennen kannst, bin ich noch immer in der Erprobungsphase das für mich richtige und sichere System zu finden.
Die Länge und der Durchmesser der Urinalkondome sind richtig. Dünnere habe ich ausprobiert. Damit hat sich ein Harnstau entwickelt, den ich sogar bis zu den Nieren verspürt habe. Die Blase hatte einen halben Liter Urin aufgenommen.

Inzwischen habe ich, so denke ich, von allen Herstellern Proben vorliegen. Interesse habe ich noch an Horstys Experimentelle Erfahrungen mit der Stauregulierung.

Trotz allen Schwierigkeiten, bin ich doch etwas erleichtert Urinalkondome anwenden zu können, die mir doch erheblich größere Mobilität ermöglichen.

Viel Dank nochmal für Deine Tipps, ich werde weiter berichten.

Gruß Heribert

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01 Feb 2018 10:26 - 01 Feb 2018 10:33 #6 von herirein
Hallo Susy,

susy schrieb: Wir Krankenschwestern legen ja auch Katheter, damit kein Zug auf den Schlauch zum Beutel kommt, lassen wir oben in der U-Hose eine Schlauchschlaufe, die wir am Oberschenkelbeginn mit gutem Leukoplas fixieren, Du kannst auch noch etwas Weisses Cutplast Pflaster vom kondomurinal unten bis oben die Schamhaare kommen als Zügelstreifen kleben.

vielen Dank, als ebenfalls aus dem medizinischen Berufsfeld kommender, habe ich natürlich bereits auf Zugentlastung mit den üblichen Methoden geachtet. Der Hauptgrund für die feste Haftung des Urinalkondoms wird mit der Vermeidung von Harnstaus zusammen hängen. Auch da bin ich drann eine brauchbare Lösung zu finden. Mit den vielen Tipps und Tricks zum Urinal-Kondom werde ich sicher den Stein der Weisen finden um auch Nachts beruhigt schlafen zu können.:sleep:

LG Heribert

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