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ISK-Anfänger Speedycath flex geeignet?

23 Mär 2018 14:02 #1 von breila
Guten Tag allerseits,

inzwischen hat mein Mann 2 1/2 Wochen Reha hinter sich gebracht und zumindest im orthopädischen Bereich sind die Anwendungen inzwischen zielführend und zeigen leichte Fortschritte; er hat Verlängerung um zwei Wochen bekommen.

Anfang der Woche war er noch einmal zum Urologen vor Ort - dieser hatte vor einer Woche ein "Blasentraining" verordnet - mithilfe einer Klemme hat mein mann den Schlauch des (Harnröhren)-Katheters abgeklemmt und jeweils geöffnet, wenn er Harndrang verspürte; das war jeweils bei 350 bis 400 ml der Fall.
Nun machte er einen "Auslass-Test" - er zog den Katheter und mein Mann sollte probieren spontan Harn zu lassen - leider funktionierte das nicht und es wurde wiederum ein Harnröhrenkatheder gelegt. (Zur Zweckmäßigkeit dieser Methode sage ich lieber nichts)

Mitte der Woche hatte mein Mann in der Klinik Kontakt zu einem Berater von Siewa-Homercare; nach einem sehr intensiven Gespräch hat man sich für nächste Woche verabredet, um ISK zu probieren, als Vorschlag für das ISK ließ man meinem Mann einige Proben des Speedycath flex da; ich habe dazu nun Fragen:

Kennt jemand Siewa-Homecare und welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Ist dieser Katheter für absolut sehr ängstliche und voreingenommene Menschen geeignet?

Machen die Berater ggf. mehrere Versuche und schauen, ob und wie der Betroffene zurecht kommt?

Was passiert, wenn mein Mann es nicht schafft, sich selbst zu katheterisieren und der Harn sich wieder staut (z.B. nachts)?

Wie würde die Versorgung in der Klinik gewährleistet, wenn mein Mann es schafft; er braucht ja dann täglich mehrere Katheder, werde die dann von der Klinik verordnet und können diese dann auch genau das Produkt verordnen, welches er benutzen möchte?

Oder wäre es besser, damit zu warten, bis er wieder zu Hause ist und bis dahin weiter den transurethalen Katheter zu nutzen?

Viele Fragen, ich weiß, wäre trotzdem schön, wenn ich hierzu Antworten bekommen könnte. Lieben Dank!

Grüße
breila

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27 Mär 2018 09:21 #2 von emilio
Hallo breila,

die Antwort auf Deine Frage zuerst, m.E. "ja" der Speedycath flex ist insbesondere durch die kleine Kugel an der Spitze gut für ungeübte ISK Nutzer geeignet. Ich bin auch erst seit Anfang des Jahres auf ISK angewiesen und hatte anfangs immer mal Blut an der Spitze des Katheders manchmal sogar blutigen Ausfluss nach ziehen des Kath. Mittlerweile katheterisiere ich mich täglich 6 x mit dem Speedycath flex und es geht recht gut. Ich habe auch noch andere Parallelen zur Situation Deines Mannes, da mir vor einigen Jahren die gesamte LWS mittels Platten versteift werden mußte und die Platten dauerhaft verbleiben müssen, hatte ich seit dem Probleme beim Wasser lassen , weniger beim Stuhlgang. Laufen ging auch nur mit Rollator bzw. 2 UA- Stützen. Letzten Herbst hatte ich dann erhebliche Schmerzen, konnte die Blase nicht mehr kontrollieren usw. In der Orthopädischen Klinik wurden 3 minimalinvasive Eingriffe durchgeführt, leider ohne Erfolg. Die Problematik dass Orthopäden nun mal keine Urologen sind habe ich auch mehrfach lernen müssen. - Na ja , jetzt sitze ich im Rollstuhl ohne jede Aussicht auf Besserung, mache ISK und versuche mich daran zu gewöhnen. Mein Hauptproblem ist jetzt der Stuhlgang, der ohne Irrigation nicht funktioniert. Leider kriege ich das ohne Hilfe bis heute nicht ordentlich hin, die Details lasse ich lieber weg.
Alles Gute für Deinen Mann, der ISK mit dem Speedycath flex ist wirklich unproblematisch und das "Problem Stuhl" hat er zum Glück schon überstanden.

Gruß von Emilio
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27 Mär 2018 15:02 #3 von Elkide
Hallo liebe breila,

da ich anatomisch etwas anders gebaut bin wie dein Mann, kann ich nur ein paar allgemeine Tipps geben.

Ich beziehe meine Katheter für Blasen- und Darmentleerung von der Firma SIEWA Coloplast und bin damit hundert Prozent zufrieden. Wenn ich neue Katheter brauche rufe ich meine Beraterin in der Firma SIEWA an und alles andere wird dann von ihr erledigt. Sie besorgt sich bei meinen Ärzten die entsprechenden Verordnungen und circa nach einer Woche trifft die Lieferung bei mir ein.

Die MItarbeiterin (bei mir ist es eine Krankenschwester) kommt bei Bedqrf in's Haus und zeigt dir und deinem Mann, wie und evtl. mit welchen Hilfsmitteln du am einfachsten den ISK oder die Irrigation bewerkstelligen kannst. Bei mir kam sie mit in's Bad, hat die Größe der Katheter bestimmt und mir gezeigt, wie ich damit umgehen muss. Beim Erstkontakt hat sie sich sehr viel Zeit genommen und hat mir dadurch die Scheu genommen. Bei Problemen kann man sie jederzeit anrufen.

Mir persönlich tut es sehr gut, eine kompetente und persönliche Anlaufstelle zu haben und kann dir die Firma sehr empfehlen.

Wünsche dir und deinem Mann alles Gute für die kommende Zeit.

Liebe Grüße
Elke

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27 Mär 2018 16:39 #4 von breila
Guten Tag allerseits.

@ emilio - vielen Dank für deinen Beitrag - wie ich gelesen habe, hattest du anfänglich doch einige Probleme mit dem ISK, ich denke, dass es bei dir vielleicht daran lag, dass du deine Blase nicht spürst. Mein Mann spürt sie jedoch und kann inzwischen auch ganz gut den "Füllstand" abschätzen - ich hoffe, das ist hilfreich für ihn. Allerdings bleibt dann immer noch der "Kopf"....

@ Elke - ich freue mich sehr von dir zu lesen, ich hoffe, du hast die erste OP gut überstanden und es ist alles zur Zufriedenheit ausgefallen. Die zweite wird sicher erst nach den Feiertagen vorgenommen, oder?

Mein erster Eindruck von Siewa war auch sehr positiv und auch mein Mann war von der Dame, die ihn in der Rehaklinik aufgesucht hat ganz angetan; morgen soll ja der ISK-Versuch starten. Allerdings sollte auch eine Fachkraft aus der Klinik dabei sein und die ist leider erkrankt und nun sorgt er sich, dass er nicht zurecht kommt, wenn die Beraterin von Siewa nicht mehr da ist.

Zu Hause werden wir dann ja eine/n andere/n Berater/in kennenlernen - wir wohnen ca. 300 km entfernt :whistle:

LG
breila

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27 Mär 2018 17:43 - 27 Mär 2018 17:46 #5 von herirein
Hallo Breila,

ich tue mich etwas schwer, ähnlich wie Dein Mann, das totale Augenmerk auf die ISK zu richten, was sich gedanklich als zu endgültig darstellt.
Zur Zeit gibt es dazu sicher keine Alternative, weil jeglicher Nierenstau verhindert werden muss.

Bei einem inkompletten Caudasyndrom besteht noch sehr lange Zeit, die Möglichkeit nervale Verletzungen und Irritationen, wieder durch Training der Organmuskulatur und der willentlich gesteuerten Muskulatur zu lindern und zum Teil zu heilen.

breila schrieb: OP-Bericht: Inkomplettes Caudasyndrom bei Spinalkanalstenose und NPP L4/5, Duraleck. Therapie: Mikrochirurgische Dekompension L4/5 bds., Sequestektomie L4/5 li., Spinale Duraplastik mit Tachosil.


Nervenfasern wachsen nach, das aber in ausreichendem Maße nur dann, wenn sie an ihre ursprüngliche Aufgabe erinnert werden.

Die Steuerung der Blase erfolgt durch den Detrusor-Muskel, der seine Impulse von Sensoren des N. pudendus bekommt:

Afferente Nervenfasern des N. pudendus messen die Harnblasenfüllung (über die Dehnung des Urothels) und die Kontraktion des M. detrusor (über die Wandspannung).


Der Urologe macht mit dem Abklemmen des Katheters genau das Richtige um die Nerven anzuregen, ihre Aufgabe wieder zu erfüllen. - Du schreibst, dass Dein Mann die Blase spürt, wenn sie sich durch die Füllung spannt. Das ist nämlich die einzige Möglichkeit, den nicht dem Willen unterlegenen Pudendus-Nerv zu reizen seine reguläre Tätigkeit wieder aufzunehmen.

Aber auch das willentlich gesteuerte trainieren der Beckenbodenmuskulatur inkl. des Harnröhrenschließmuskels, muss weiterhin beübt werden. Wie mir scheint, wird auch das innerhalb der Reha-Therapien durchgeführt. - Mit ISK habe ich selbst keine Erfahrung, kann Dich aber beglückwünschen, dass Mitbetroffene ihre Erfahrung Dir mitgeben, um Deinen Mann zu motivieren, genügend zu seiner gesundheitlichen Rehabilitation selbst beizutragen.
Ich glauber, er ist auf einem guten Weg und wünsche ihm alles Gute.

Liebe Grüße
Heribert

Menschen sind wie Engel mit nur einem Flügel,
um fliegen zu können müssen wir uns umarmen
(Luciano de Crescenzo)
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27 Mär 2018 19:19 #6 von breila
Hallo Heribert

herirein schrieb:
ich tue mich etwas schwer, ähnlich wie Dein Mann, das totale Augenmerk auf die ISK zu richten, was sich gedanklich als zu endgültig darstellt.
Zur Zeit gibt es dazu sicher keine Alternative, weil jeglicher Nierenstau verhindert werden muss.


glaube mir, mir fällt es genauso schwer, aber in zwei Wochen kommt er nach Hause :) und wir wohnen sehr "ländlich" sowohl die ärztliche als auch die Versorgung mit Krankenhäusern ist, sagen wir mal, nicht optimal. Ich fürchte, dass sich ein Dauerkatheter, gleich ob suprapubisch oder transurethral, wieder verstopfen könnte (das zweifelhafte Vergnügen hatte er ja bereits zwei Mal :woohoo: ) und ich erhoffe mir vom ISK, dass wir nicht in die Lage kommen, holterdipolter einen Arzt zu benötigen oder ein Krankenhaus aufsuchen zu müssen. Als "Endlösung" möchte ich es auch nicht betrachten, ich hoffe sehr darauf, dass durch weitere Behandlungen/Therapien die Nerven sich erholen und er irgendwann wieder "ganz normal" urinieren kann.

herirein schrieb: Bei einem inkompletten Caudasyndrom besteht noch sehr lange Zeit, die Möglichkeit nervale Verletzungen und Irritationen, wieder durch Training der Organmuskulatur und der willentlich gesteuerten Muskulatur zu lindern und zum Teil zu heilen.

Nervenfasern wachsen nach, das aber in ausreichendem Maße nur dann, wenn sie an ihre ursprüngliche Aufgabe erinnert werden.


Das ist natürlich unser größter Wunsch, aber die "Verstopfungen" und auch der Auslassversuch beim Urologen haben leider gezeigt, dass sie sich bis jetzt noch nicht erinnern können, oder sie sind eben noch schwer beleidigt. Mein Mann konnte wirklich nur qualvoll einige Tropfen Urin lassen und die Blase füllte sich munter weiter, so dass er starke Schmerzen bekam, dass möchte ich wirklich nicht.

herirein schrieb: Aber auch das willentlich gesteuerte trainieren der Beckenbodenmuskulatur inkl. des Harnröhrenschließmuskels, muss weiterhin beübt werden.


Beckenbodengymnastik macht mein Mann täglich seit man es ihm im Akutkrankenhaus gezeigt hatte, den Harnröhrenschließmuskel kann er m.E. nach nicht trainieren, da seit dem 4.2. ununterbrochen ein transurethaler Katheter liegt.

Und auch beim ISK würde doch der Nerv an seine Aufgabe "erinnert", denn wenn ich es richtig verstanden habe, würde er es ja dann durchführen, wenn er Harndrang verspürt - oder täusche ich mich da?

herirein schrieb: Wie mir scheint, wird auch das innerhalb der Reha-Therapien durchgeführt.


Nein, leider wird in dieser Richtung gar nichts unternommen, die Rehamaßnahmen sind rein orthopädisch; die Beraterin von Siewa ist auf meinen Wunsch hin in der Klinik aufgeschlagen. Ich bete und hoffe, dass es nach der Reha nicht zu spät ist für weitere neurologische/urologische Therapien.

herirein schrieb: .... kann Dich aber beglückwünschen, dass Mitbetroffene ihre Erfahrung Dir mitgeben, um Deinen Mann zu motivieren, genügend zu seiner gesundheitlichen Rehabilitation selbst beizutragen.


Nicht nur Mitbetroffene, wie man an deinem Beitrag sehen kann (du machst keinen ISK, wenn ich es richtig verstanden habe) und dafür bin ich auch, nicht nur dir, sehr dankbar! Ich bin sehr froh, dieses Forum gefunden zu haben und habe schon viele Beiträge gelesen, die mir schon manche Frage beantwortet haben. So war ich in der Lage, meinem Mann, wenn auch aus der Ferne, Mut zu machen und ihn zu unterstützen und ihn aufzurichten, wenn er niedergeschlagen war.

herirein schrieb: Ich glaube, er ist auf einem guten Weg und wünsche ihm alles Gute.


Ja, das glaube ich auch. Er hat schon große Fortschritte gemacht, was das Laufen und den Muskelaufbau anbelangt und schmiedet schon Pläne, was wir unternehmen können, wenn er wieder daheim ist. Er hat auch gelernt, dass er geduldig sein und "den Kopf mal abschalten" muss - das ist ebenfalls viel wert .

Lieben Dank für die guten Wünsche!

Liebe Grüße
breila

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28 Mär 2018 10:23 #7 von Elkide
Liebe Breila,

danke für deine lieben Worte. Die erste OP ist sehr gut verlaufen, so dass ich der zweiten OP am 04.04.2018 ganz entspannt entgegen sehe.

Kann mir gut vorstellen, dass die erste Zeit zu Hause für Euch beide nicht ganz einfach ist. Zum Glück hat dein Mann ja eine verständnisvolle Frau an seiner Seite. Scheut euch nicht, alle angebotenen Hilfen in Anspruch zu nehmen. Bei einem Bekannten hat es fast ein halbes Jahr gedauert, bis normales urinieren wieder möglich war. Inzwischen spürt er keinerlei Einschränkungen mehr.

Wünsche ein frohes, sonniges Osterfest und für deinen Mann erfolgreichen Therapieerfolg.

Liebe Grüße
Elke

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28 Mär 2018 18:14 #8 von breila
Guten Tag!

Nur ein kurzer Zwischenstand - mein Mann hat es versucht und es hat (fast) auf Anhieb geklappt (Der erste [16er] war ein wenig zu dick und es schmerzte, man(n) nahm dann einen 14er und das funktionierte)! Inzwischen hat er es schon zwei Mal ganz alleine bewältigt - Respekt!

Er wird weitermachen, da er inzwischen gelernt hat, dass es so die beste Wahl ist - hoffentlich nur vorübergehend, aber sollten weitere Maßnahmen erforderlich sein, wissen wir ja nun, wo wir guten Rat einholen können - hier werden Sie geholfen ;) - vielen Dank nochmals an alle, die sich beteiligt haben!

Eure Hilfe war und ist von unschätzbarem Wert für mich.

Allen ein frohes Osterfest!

LG

breila

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29 Mär 2018 06:58 #9 von Johannes1956
Liebe Breila!

Es freut mich zu lesen, dass ISK klappt. Ich stand vor vier Jahren auch vor der Entscheidung, hatte einen Bauchkatheter, der schmerzte und der Wechsel des Bauchkatheters war auch immer sehr unangenehm.

Ich hatte die gleichen Bedenken, was ist, wenn ich es nicht hinbekomme mit ISK und manchmal habe ich mich so verkrampft, dass ich den Katheter nicht hineinbekam. Ich lernte über die Zeit, mich zu entspannen und heute geht es problemlos. Wenn der Katheter mal nicht reingeht, weil ich gerade Stress habe, mache ich meine Atemübungen und probiere es mit einem frischen eine Zeit später.

Ich kann heute meine Blase wieder gut spüren, habe dazu eine intravesikale Elektrostimulation (ives) gemacht, die zwar etwas mühsam war, mir aber sehr für mein Blasengefühl geholfen hat.

Ich kathetere jedendalls in der Früh bevor ich ins Büro gehe, gleich, wie gut ich meine Blase spüre, dann zu Mittag und jedenfalls am Abend vor dem Schlafengehen. Am Abend, wenn ich müde bin, spüre ich meine Blase oftmals gar nicht mehr, dann kann ich auch nichts spontan urinieren, trotzdem ist es dann wichtig, mit ISK die Blase zu entleeren.

Es hilft anfangs auch, mit einem Messbecher zu arbeiten und zu schauen, wann spüre ich meine Blase wie stark, wieviel geht spontan und wieviel ist danach noch mit ISK entleert an Restharn drinnen gewesen? Dann bekommt man ins Gefühl, wie oft man kathetern muss. Restharn spürt man nicht, aber man bekommt es ins Gefühl, wann man auskathetern muss.

Die Menge des Restharns entscheidet dann letztlich, wie man weitermachen muss. Zur Beurteilung gibt es dann auch die urologischen Untersuchungen wie Blasendruckmessung. Bei bestehendem Restharn muss man mit ISK weitermachen.

Bei mir hat es nach meiner Erkrankung mit Harnverhalt im Zuge einer Neuroborreliose gute zwei Jahre gedauert, bis ich meine Blase wieder gut spürte und untertags auf ISK nicht zwingend angewiesen bin, ich kathetere aber wegen weiter bestehendem Restharn trotzden regelmäßig zumindest am Morgen und am Abend, meist auch zu Mittag. Das schützt Blase und Nieren und beugt Harnwegsinfekten vor.

Anfangs hatte ich mir immer verschiedene Katheter verschreiben lassen, wenn ich Probleme mit dem einen hatte, habe ich dann den anderen ausprobiert. Heute verwende ich den Hollister VaPro, der ist ähnlich wie der Coloplast Speedy Cath Flex mit einer Schutzhülle, die berührungsfreies Kathetern sichert. Ich komme mit dem Hollister VaPro besser zurecht, da er beim Ausrinnen nicht so spritzt wie der Speedy Cath Flex, aber das ist für jeden anders. Wenn es funktioniert, ist es ja prima.

Wünsche weiterhin alles Gute,

Johannes

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08 Apr 2018 12:21 #10 von breila
Guten Tag allerseits,

ein kurzer Zwischenstand - und neue Fragen :)

Das Kathetern klappt nach wie vor - nachdem ihm zwischenzeitlich auch mal die Katheter ausgegangen waren (dank der Feiertage und Zuständigkeitsproblemen), auch mit einem anderen Produkt :whistle: , inzwischen sind aber die "gewohnten" in ausreichender Anzahl bei ihm eingetroffen.

Das bringt mich gleich zu meiner ersten Frage: Wer kann/darf die Katheter verschreiben? Auch der Hausarzt oder nur ein Urologe, falls es der HA darf, nur nach bereits vorheriger Verordnung durch einen Urologen? Werden die Desinfektionsmittel ebenfalls verordnet oder muss man die selbst kaufen? Selbst die Ärzte wissen dies angeblich nicht und sagen, selbst kaufen, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass es für den Selbstkatheterismus eine Ausnahmeregelung gibt - ich habe es irgendwo gelesen, finde es aber nicht mehr wieder :oops:

Falls nur ein Urologe verordnen darf, wie kommt man schnell an einen heran? Er hat jetzt einen "Vorrat", der für einen Monat reichen soll, aber manchmal braucht er noch einen "extra", da er etwas falsch gemacht hat. Ich habe inzwischen zig angerufen - alle wollen/können keine neuen Patienten annehmen :S und dann habe ich ja auch noch keinen Termin.

Gleiches gilt für einen Neurologen, inzwischen habe ich einen Termin bekommen für den 21.6.2018 - das ist noch ganz schön lang hin.

Wie kommt man in ein Kontinenzzentrum? Wer muss dorthin überweisen? Hausarzt/Urologe? Fragestellung gleiche wie oben.

@ Johannes

Vielen lieben Dank für deinen Beitrag - gerade deine, auch älteren Beiträge- gaben mir die Veranlassung, meinen Mann zum Selbstkathetern zu ermuntern.
Bei den Vorkommnissen, als der urethrale Katheter verstopft war hat er wirklich sehr starke Schmerzen gehabt - ich hatte schon richtig Angst davor, dass ihm sowas mal zu Hause passiert und dann womöglich auch noch, wenn ich nicht da bin (ich bin noch berufstätig), es wäre ihm nichts anderes übrig geblieben, als einen Rettungswagen zu rufen :blink: - es dauerte nie sehr lange, bis die Schmerzen sehr stark waren. Und bei unserer, zugegebenermaßen sehr schönen, aber auch sehr ländlichen Wohnlage kann es auch schon mal mehr als eine halbe Stunde dauern, bis eine Rettung ankommt - nicht tragbar!

Das sollte ja nun eigentlich nicht mehr passieren - bisher kommt er ganz gut klar und es wird mehr und mehr zur Routine - außerdem hoffen wir ja immer noch auf Besserung, wobei wir da natürlich auf ärztliche Hilfe gehofft haben - nur ist es ganz augenscheinlich nicht so einfach, diese von fachärztlicher Seite zu bekommen - die Arzthelferinnen lassen einen ja nicht einmal mit einem Arzt sprechen, so dass dieser entscheiden könnte, ob er meinen Mann behandeln will.

Wobei wir uns inzwischen fragen, wie dringend der Fall denn wirklich ist - lebensbedrohend ist es ja im Moment auf keinen Fall - vielleicht kann man ja wirklich drei - vier Monate auf einen Termin warten und sich in dieser Zeit intensiv um die orthopädischen Belange kümmern, die ja auch noch nicht so sind, wie wir uns das wünschen würden ( kurze Gehstrecken (300-350m) in langsamen Tempo mit Sitzpausen auf dem Rollator sind aber inzwischen auch schon drin - kommt immer auf die Tagesform an).

Außerdem wurde uns angeraten, einen Grad der Behinderung feststellen zu lassen und einen Pflegegrad zu beantragen - da haben wir auch noch zu tun ;-)
und für die weitere Versorgung durch Siewa brauchen wir noch einen neuen Kontakt - die bisherige wohnt einfach zu weit weg.

Allen noch einen schönen sonnigen Sonntag

und besonders liebe Grüße an @ elke - ich hoffe, dein Mann liest dir vor und richtet dir aus, dass ich hoffe, du hast auch die zweite OP gut überstanden und du kannst bald wieder selbst "mitreden"

breila
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