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Riester etc???

04 Okt 2007 19:42 #1 von Flower1981
Hallo,

mich würde mal interessieren, wer von Euch eine zusätzliche Rentenversicherung hat und welche er abgeschlossen hat.

Bin die ganze Zeit auf der Suche, finde aber nicht so richtig das Optimum.

Heute war mein Vater bei der Lohnsteuerhilfe und hat dort den Herren gefragt und der meinte:

Für mich wäre nichts geeignet. Ich solle so sparen und das Haus meiner Eltern wäre die beste Alterversicherung für mich.

Bei mir sieht es wie folgt aus, nur damit ihr Euch mal ein Bild machen könnt.

Bekomme im Moment die volle Erwerbsminderungsrente von knapp 630,- € und darf somit ja noch 350,- € dazuverdienen.

Aber man geht ja nicht sein ganzes Leben arbeiten und von 630.- € kann ich wohl kaum die Kosten für das Haus tragen (wenn meine Eltern mal nicht mehr sind) und noch ein Auto unterhalten.

Würde mich über Eure Ansichten hierzu sehr freuen.

Liebe Grüße
Nadja

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04 Okt 2007 21:39 #2 von matti
Hallo Flower,

eine interessante Frage, welche ich mir auch schon seit geraumer Zeit stelle. Mir geht es dabei ähnlich wie dir. So lange ich arbeiten kann (im Rahmen des Zuverdienst) reicht es um die Existenz zu sichern. Zu mehr reicht es aber auch nicht! Und hier liegt doch der Haken. Wir sind doch beide gar nicht in der Lage einen monatlichen Betrag aufzubringen, welcher uns im "Alter" dann den monatlichen Wegfall unseres Zusatzverdienstes ausgleicht.

Um sagen wir einmal 500 € Zusatzrente zu erhalten müsstest du doch eine sehr große Summe jetzt Monat für Monat einbezahlen und diese ist wohl nicht vorhanden. Da nützt das Geseigere unserer Politiker von Eigenverantwortung und privater Altersvorsorge keinen von uns beiden etwas.

Die Antwort des Lohnsteuer(-fachmanns) ist naiv und wurde von dir richtig doch auch schon durchschaut. Im Alter wird dir gar kein Einkommen zur Verfügung stehen um alleine die laufenden Kosten eines Hauses zu bezahlen. Sicherlich ist dies ein Kapitalstock, wenn du es verkaufen kannst.
Werden deine Eltern zum Pflegefall, wobei einer der Beiden schon ausreicht, ist das "Häuschen" in zwei bis drei Jahren weg. Bevor das Sozialamt nämlich auch nur einen Euro zahlt geht es erst einmal an das eigene Vermögen. Und da sind zwei, dreihundert Tausend Euro so schnell weg, dass glaubts du nicht.

Ich weiß leider kein Rezept um der Altersarmut zu entkommen, bin aber gespannt ob andere hier im Forum einen Weg gefunden haben.

Gruß

Matti

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05 Okt 2007 00:26 #3 von eckhard11
Guten Abend, Flower,

ganz so unrecht hat der Mann nicht :
Bei einer privaten Rentenversicherung hast Du zwar - theoretisch - am Ende der Laufzeit um Einiges mehr als bei z.B. Sparverträgen, aber der erheblich größere Anteil dieser Endsumme setzt sich aus Zinserträgen zusammen, die keineswegs garantiert sind.
Es ist kein Geheimnis, daß die Versicherungen keinerlei Scheu davor haben, Einzahler um genau diese Zinserträge zu betrügen, indem die Verzinsungen bzw. Ertragshöhen immer wieder reduziert werden.
Und diese Zinserträge sind auch noch zu versteuern.
Zusätzlich hat man - nach Beendigung der Laufzeit - allgemein eine Wartezeit von min. fünf Jahren, bevor es überhaupt zu einer Auszahlung kommt.
Dadurch reduziert sich natürlich die Laufzeit, wenn man mit 65 Jahren in den Genuss des “angesparten Betrages” kommen will.

Besser scheint mir tatsächlich ein bestimmter Sparbetrag, vernünftig angelegt bei einem renommierten Geldinstitut.
Heuer kann man auf ca. 3,50 % bis 4,00 % Zinsen kommen.

Nehmen wir einmal Dich als Beispiel und nehmen wir an, Du könntest monatlich 100,00 EUR sparen.
Das erzielte Ergebnis würdest Du mit 65 Jahren ausgezahlt haben wollen.
Du müsstest also 39 Jahre, ( 468 Monate ), lang monatlich 100,00 EUR einzahlen, dies sind gesamt 46.800,00 EUR Einzahlung, mit dem “Grundkapital” von 100 EUR also gesamt 46.900,00 EUR
Bei einem Zinssatz von 3,50 % beträgt Dein Gesamtkapital nach 39 Jahren 99.080,00 EUR, wovon immerhin 52.180,00 EUR Zinsertzräge sind.
Jeweils 10,00 EUR monatlich mehr ergeben nach 39 Jahren ca. 10.000,00 EUR mehr Gesamtkapital.
Bei einer Sparleistung von 50,00 EUR monatlich kannst Du mit der Hälfte der vorherigen Beträge rechnen.
Ich weiß allerdings nicht, ob auch hier die Zinserträge versteuert werden müssen.....

Bei einer privaten Rentenversicherung ist das Kapital im gleichen Zeitraum etwa 40 % höher, aber Du hast das Risiko der versicherungsseitigen Reduzierung, die min. 5-jährige Wartezeit und die ganz sicher erfolgende Besteuerung der Zinserträge.

Da wirst Du Dir wirklich Gedanken machen müssen.

Einen unabhängigen und kostenlosen Zinsberechner findest Du hier :
http://www.zinsen-kreditrechner.de/zins ... echnen.php

Gruss
Eckhard

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05 Okt 2007 09:00 #4 von Flower1981
Hallo Matti,
hallo Eckhard,

danke für Eure ausführlichen Antworten.

Matti: Ich habe das Glück, dass ich schon Geld zurücklegen kann, da ich eine
Wohnung im Haus meiner Eltern habe und Ihnen keine Miete bezahlen
muss.

Eckhard: siehe PN

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05 Okt 2007 11:15 #5 von matti
Hallo Eckhard,

kannst du mir in etwa sagen mit welcher monatlichen Rentenleistung man rechnen kann, wenn man ca. 100 000 € Kapital (inkl. Zinsen) wie in deiner Rechnung angespart hat.

Gruß

Matti

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05 Okt 2007 14:27 #6 von eckhard11
Hmmm,

schwääre Frage, gannz schwääre Frage.....

Es ist natürlich abhängig davon, ob Du in einen Rentenfond eingezahlt oder auf der Sparkasse gespart hast.
Einen Rentenfond kannst Du Dir entweder auf einmal auszahlen oder in eine monatliche Rentenzahlung umwandeln lassen.
Bei 100.000,00 Euronen sollte die monatliche Rente daraus 300,00 Euro nicht unterschreiten.
Diese "Rente" gibt es dann aber ein Leben lang, so weit ich weiß.
Aber auch hier sind wohl die fünf Jahre Wartezeit einzuhalten.....

Derartiges lohnt sich also nur für Jüngere, denn um das Kapital in Höhe von 100.000,00 Euro bei einer Verrentung von 300,00 Euro/monatlich ( 3.600,00 Euro p.a. ) zu verbrauchen, mußt Du mindestens 28 Jahre ab Rentenzahlung überleben. Dazu kommen die fünf Jahre Wartezeit, ergo gesamt 33 Jahre.
Nachteil : Das Kapital ist - bei einer Verrentung - weg !!

Anders verhält es sich bei Zinsen aus einem Kapital.
Nehmen wir an, Du würdest diese - gesparten - 100.000,00 Euronen gewinnbringend anlegen, sagen wir, für 4,50%, entspricht 4.500,00 Euro Zinsen p.a.
Diese Zinshöhe wird reduziert um den Steuerfreibetrag in Höhe von 750,00 Euro ( Freibetrag seit 2007 für Ledige ).
Ergo hast Du ein steuerpflichtiges ( Zins- ) Einkommen in Höhe von 3.750,00 Euro, welche komplett zu Deinem Steuersatz versteuert werden müssen.
Jetzt ist natürlich Dein Steuersatz maßgebend, denn dieser Zinsgewinn wird Deinem Einkommen hinzugerechnet.
Nehmen wir an, Du hast einen Steuersatz von 30%, dann bleiben Dir von den 4.500,00 Euro jährlich 3.375,00 Euro übrig, also monatlich 281,25 Euro. ( 3.750,00 Euro abzgl. 30% Steuern = 2.625,00 Euro plus 750,00 Euro Freibetrag )
Wesentlicher Vorteil : Das Kapital in Höhe von 100.000,00 Euro bleibt Dir erhalten. Es ist ergo auch nach 33 Jahren noch da, hi, hi.....

Es kommt auch hier natürlich darauf an, wie Du das Kapital anlegst.
Ein Prozent Zinsen machen eine Menge aus.

Überhaupt bitte ich darum, die Zahlen mit Vorsicht zu geniessen, denn alles Parameter sind "frei erfunden" und abhängig von den jeweiligen Zinssätzen, Steuersätzen usw.
Ob z.b. Schwerbehinderte anders veranlagt werden, entzieht sich meiner Kenntnis.
Aber im Großen und Ganzen könnte meine Berechnung schon hinkommen.

Für eine detaillierte und aussagekräftige Auskunft muß man sich wirklich an eine Finanzfachkraft wenden.

Hier ein Link : http://www.wickedpedia.de/geld-und-fina ... ertraegen/

Ich leg mich jetzt erst einmal hin :sleep:
Eckhard

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05 Okt 2007 15:15 #7 von matti
Hallo Eckhard,

wenn man anfängt sich einmal mit Geld zu beschäftigen, wird es interessant.

Nehmen wir einmal an ich würde nicht jeden Tag 5 Euro in den Zigarettenautomaten stecken, dann hätte ich ca. 150 € im Monat zur Verfügung. Diese 360 Monate (30 Jahre) lang bei 4,5 % p.a. gespart und ich hätte mit 65 Jahren 112500 Euro. Dies währen im Monat ca. 420 € Zinsen und das Grundkapital würde nicht weniger werden.

Zur Zeit habe ich einen Steuerfreibetrag von 3700 € + 15000 Kilometer pauschal + 2000 Pauschbetrag + Freistellungsauftrag (immer mit der Vorgabe das dies in 30 Jahren auch noch so ist).

Interessant. Darauf stecke ich mir doch erst einmal eine Zigarette an! :wink:

Gruß

Matti

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05 Okt 2007 15:29 #8 von Flower1981
Also ich bin auch froh, dass ich das hier geschrieben habe.

So habe ich jetzt doch gleich ein besseres Gefühl.

Denn dank Eckhard (bitte schau mal in Deine privaten Nachrichten) weiß ich warum der Steuerberater von meinem Papa so dafür war.

Das hat mir mein Papa nämlich nicht so plausibel erklärt.

Und wenn ich dann noch die Hoffnung haben kann, dass Haus mal zu erben, welches ich ja dann vermieten kann oder verkaufen, müsste ich im Alter ja doch ganz gut über die Runden kommen.

Bin echt froh dieses Forum gefunden zu haben, kompliment.

Liebe Grüße
Nadja

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09 Nov 2007 20:38 - 10 Nov 2007 11:43 #9 von Flower1981
Hallo zusammen,

Text war hier falsch, sollte in das Thema Erwerbsminderungrente.

Liebe Grüße
Nadja

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09 Nov 2007 21:41 #10 von klaro
BEI UNS IN DER SCHWEIZ TRAPPELN ALLE GESCHIEDENEN FRAUEN IN EIN UND
DIESELBE FALLE.

IST MAN GESCHIEDEN, MUSS MEIST DER EHEMANN, VOM PENSIONSKASSENGELD CA. DIE HÄLFTE DAVON, DEM EHEWEIB
AUF EIN FREIZÜGIGKEITSKONTO ÜBERWEISEN.

DIES WÄRE AN UND FÜR SICH UNANTASTBAR. (theoretisch)

RECHTLICH WURDE MIR BERATEN, DIE JA NICHT FREI ZU GEBEN.

EIN JAHR KAM ICH ÜBER DIE RUNDEN, OHNE DIES GELD, DENN WENN PENSIONS KASSENGELD DA IST. MUSS ES BEI VOLLER INVALIDENRENTE
AUFGEBRAUCHT WERDEN,

FÄLLT DIE RENTE AUF ¾ ZURÜCK, IM LAUFE DER NÄCHSTEN BEURTEILUNG,
DANN ERST IST DAS GELD, GAR NICHT MEHR ANTASTBAR UND NUR DANN
BLEIBT ES FÜRS ALTER ERSPART.

ICH FINDE DAS, FÜR VOLLINVALIDE, EINE DEMÜTIGE , ENTMÜNDIGUNG UND
ABHÄNGIGMACHEN, DER SOZIALEN* GOOWILLS*.


BEVOR ES WIEDER ERGÄNZUNGSLEISTUNGEN GIBT. RESP. BEVOR MAN ES WIEDER BEANTRAGEN DARF./KANN.

EBENSO, HABE ICH AUF EIN VORSORGEKAPITAL WAS ÜBERWIESEN, JÄHRLICH.
EIGENTLICH DÜRFTEN DIE KEINE INVALIDENRENTNER AUFNEHMEN.


DENN: IST MEIN GELD ALLE, MUSS AUCH DIES FREIGEGEBEN WERDEN.

LOGO HAB ICH KEINE CHANCE, WAS FÜR MICH FÜR SPÄTER ANZULEGEN.
ICH WERDE IMMER ABHÄNGIG BLEIBEN.

MÖCHTE ICH WIE MATTI SCHRIEB, DAS ZIGARETTENGELD ( 5 EURO) AM TAG
AUF DIE SEITE LEGEN, LIEGT ES JA ENDE JAHR AUF DEM KONTO,
STATT IM ZIGARETTENAUTOMAT.

LOGO, HAB ICH VERGEBENS GESPART, WEIL VOM JAHRESENDE WIRD DANN AUSGERECHNET, WIE LANGE DIESES **GESAMTGELD** DANN WIEDER ZU REICHEN HAT. ( AUF JAHRE GENAU).

SO IST ES. MAN WIRD ALS INVALIDER HIER GEZWUNGEN, DAS GELD ZU GEBRAUCHEN, WER ES SPART.. HATS EINFACH VERPASST ES AUSZUGEBEN.

WAHNSINN. ICH FIND DAS INVALIDENSYSTE ECHT DER WAHNSINN.

ICH KANN MIR KEIN GELD AUF DIE SEITE LEGEN, WAS ICH MIR ABSPARE.

DA IST DOCH DAS INVALIDENSYSTEM KRANK, DABEI WURDE ERST GRAD DIE 5.IV-REVISION ANGENOMMEN. SO NEN HUMBUCK.

EINMAL INVALID, IMMER ABHÄNGIG..
„JE MEHR ICH NICHT GE-BRAUCHE-JE MEHR WIRD MIR AM ENDE GENOMMEN“.

WER ÜBRIGENS BEI UNS EINE EIGENTUMSWOHNUNG HAT, ODER EIGENES HAUS, KANN SICH ERGÄNZUNGSLEISTUNGEN EH GRAD STREICHEN.

ERST WIRD DAS HAUS VERKAUFT, DANN VOM ERLÖS GELEBT ZIG JAHRE, DANN WENN MAN UNTER DEM FREIBETRAG IST, DARF MAN ANTRAG STELLEN AUF ERGÄNZUNGSLEISTUNG.

STUMPFSINN, :twisted: SOWAS!

klaro ( DIE SICH GAR NICHT MEHR DRÜBER ÄRGERN MAG. BIN EBEN AM WOHNUNG SUCHEN, GENAU DESWEGEN, WEIL MIR VORGEGEBEN WIRD DANN, WIE LANGE MEIN GELD HÄTTE REICHEN KÖNNEN.

klaro 8)

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