„Der Mensch ist, was er isst.“ Dieses Sprichwort kennen wir alle und doch schenken wir diesem Zusammenhang wenig Aufmerksamkeit. In unserer schnelllebigen Zeit mit ständigen Ablenkungen durch Smartphone und Fernsehen, den hohen Arbeitsanforderungen und dem Termindruck durch verschiedene Arztbesuche, Physio- und Ergotherapien sowie sonstige Erledigungen kommen wir aus dem Tritt, was unsere gesunde Ernährung und die gute Verdauung sehr stören.
Chronische Verstopfung und Durchfälle beherrschen teils unseren Alltag
Ich rate gerne zu einer ausgewogenen Ernährung, Mahlzeiten in Ruhe und ohne Ablenkung, eine gute und kalorienfreie Flüssigkeitszufuhr über den Tag verteilt, um den Darm bestmöglich in seiner Arbeit zu unterstützen. Das Führen eines Ernährungstagebuchs kann uns die Qualität und Quantität unserer Mahlzeiten gut vor Augen führen.
Dem Leistungsniveau angepasste Bewegung über den Tag verteilt, hält uns und den Darm in Schuss.
Unser Dickdarm umrahmt unseren Bauch, startend von rechts unten steigt der Dickdarm bis unter den Rippenbogen an, verläuft dort quer zur linken Seite, um dort zum Enddarm/ After abzusteigen. Mit einer Bauchmassage von rechts in kreisenden, dem Darmverlauf nachfolgenden Bewegungen spenden Sie Ihrem Darm eine gute Hilfe, seinen Inhalt weiter zu transportieren.
Bitten Sie Ihre Physiotherapeutin/ Ihren Physiotherapeuten Ihnen eine sogenannte Colonmassage zu zeigen.
Gewöhnen Sie sich an, mehrfach täglich tiefe, ruhige Atemzüge in den „Bauch“ durchzuführen. So versorgen Sie Ihren Körper mit einer Extraportion Sauerstoff und „massieren“ nebenbei den Darm, in dem sich das Zwerchfell zusammenzieht und so Druck auf den querverlaufenden Anteil des Darms ausübt.
Fassen wir zusammen: Eine gute und ausgewogene Ernährung, verteilt auf mehrere störungsfreie Mahlzeiten,
1,5–2 Liter kalorienfreie Flüssigkeit pro Tag, Bewegung, Massagen und eine tiefe Atmung sind eine Wohltat für Ihren Körper und Ihren Darm im Speziellen.
Transanale Irrigation bei Darmentleerungsstörungen
Bei einer Darmentleerungsstörung, z. B. durch Multiple Sklerose, Spina bifida aber auch chronische Verstopfung durch z. B. Medikamente oder andere funktionelle Störungen, ist die transanale Irrigation ein hervorragendes Mittel, um den Darm umfassend zu unterstützen.
Bei der transanalen Irrigation wird über einen blockbaren Rektalkatheter oder einen Konus körperwarmes Wasser mit Hilfe einer Pumpe in den Darm instilliert. Navina Systems steht ihnen dabei als manuelles und als elektronisches Gerät zur Verfügung. Während der Einwirkzeit der individuellen Wassermenge wird eine Volumenzunahme des Darminhalts simuliert und der Darm beginnt mit Muskelbewegungen diesen Inhalt zu
entleeren. Nach einigen Minuten entfernen Sie den Katheter und entleeren den Darm kontrolliert auf der Toilette.
Mit regelmäßigen Irrigationen trainieren Sie Ihren Darm, alle 24–48 Stunden suchen Sie die Toilette auf, führen die Irrigation durch und entleeren den Enddarm vollständig. Quälende, häufige oder zeitintensive Toilettenbesuche können Sie reduzieren. Ein gut eingestellter Darm hilft zudem Ihrer Blase und kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen, Sie gewinnen mehr Freiheit. Denn der Darm kann die Blasenfunktion durch verschiedene Faktoren beeinflussen. Bei Verstopfung engt ein massiv gefüllter Darm z.B. die Blase ein, was zu erhöhtem Harndrang und einer erhöhten Frequenz führen kann. Ebenso können Darmbakterien die Darmwand durchwandern und zu Harnwegsinfektionen führen.
Bei Inkontinenz kann die damit verbundene Stuhlverschmutzung ebenfalls zu Harnwegsinfektionen führen, gerade bei Frauen bedingt durch die Nähe von Harnröhre und After.
Lassen Sie sich von Wellspect unverbindlich zu Navina Systems und der transanalen Irrigation unter der kostenfreien Service-Hotline 0800 2727872 beraten oder bestellen Sie kostenlos das Navina Infopaket unter Wellspect.de
Gast-Autorin: Catharina Cziczkat, Gebietsleitung bei Wellspect HealthCare
Tipp:
Lesen Sie auch den Artikel der Inkontinenz Selbsthilfe e.V. zum Thema Stuhlinkontinenz