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Bescheid zum GdB

25 Jan 2022 10:04 - 25 Jan 2022 10:05 #1 von Ciajaeg
Hallo zusammen,

ich habe heute meinen Bescheid zum GdB erhalten.

Ohne die Informationen aus diesem Forum hätte ich mich gar nicht getraut einen Antrag zu stellen und dank der vielen Tipps die ich erhalten habe, wie ich am besten die Unterlagen einreiche, habe ich, ohne dass ich kämpfen musste nun den positiven Bescheid erhalten.

Auch wenn das seltsam klingen mag, ich habe mich darüber wirklich gefreut.

Daher möchte ich mich hier einmal ausdrücklich bei denen bedanken, die mir dabei geholfen haben, auch wenn es "nur" ein kleiner Tritt in den Hintern war.

Bis denn

Ciajaeg

Diagnosen: Neurogene Dysfunktion des unteren Harntraktes, Terminale Detrusor-Überaktivität (Reflexblase) - Dyskoordinierte Detrusoraktion, Subvesikale Obstruktion bei Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination
Myalgische Enzephalomyelitis (ME-CFS), Posturales Orthostatisches Tachykardie Syndrom (POTS)
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26 Jan 2022 22:15 - 26 Jan 2022 22:22 #2 von stephanw
Hallo Ciajaeg,

ich fühle mich von deiner Danksagung durchaus angesprochen und freue mich, dass ich Dich ermutigen konnte und scheinbar ein paar sinnvolle Tipps geben konnte.

Nur der Neugierde wegen, da ja manchmal nicht nachvollziehbar ist wie der Gesamt-GdB zu Stande kommt, was ist da bei dir konkret rausgekommen?

Ich habe ja einen Gesamt GdB von 70, mit dem Einzel GdB von 50 für die Inko (Urge Inko Grad 3)/Impotenz (ist zusammengefasst) und 40 für die Depression. Dazu noch ein paar 10er, die ja nicht beim Gesamt GdB mit reinzählen. Ich kann mit meinem GdB "zufrieden" und denke, dass meine Einschränkungen fair beurteilt sind.

Viele Grüsse
Stephan

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27 Jan 2022 09:42 #3 von Ciajaeg
Hi Stephan,

ja, du warst da absolut mitgemeint. ;)

Gesamt GdB 50%, wobei nicht ganz klar ersichtlich ist, wie diese ermittelt wurde, wenn ich das richtig verstehe gab es eine Wertung zusammen für die Zöliakie, Polyneuropathy / Fibromyalgie und die Neurogene Blasenstörung und eine weitere für den kaputten Rücken - ich denke 30% - 20%.

Was aktuell noch in der Diagnose ist und nicht wirklich berücksichtigt wurde ist das POTS, die Diagnose erhalte ich vermutlich in zwei Wochen.
Die Myalgische Enzephalomyelitis wurde völlig ignoriert - was ich seltsam finde, denn aus meiner Sicht hat die ME alles andere ausgelöst, bis auf den Rücken.

Aber ich werde das nicht zusätzlich berücksichtigen lassen, mir "reichen" die 50 und in 5 Jahren gebe ich das POTS dann mit an.

Ehrlich gesagt hatte ich nur mit 30% gerechnet, was ich zwar nicht richtig gefunden hätte, aber hätte vorläufig akzeptieren können, da ich aktuell zu wenig aktuelle Diagnosen habe.

Ich habe Lust wieder ein arbeiten zu gehen, aber bisher konnte ich einem Arbeitgeber schlecht sagen, dass, wenn ich vier Stunden am Tag arbeite ich dafür fünf bis sechs in der Firma sein muss - wegen nötiger Pausen. Mit dem jetzigen Status versuche ich es einfach mal, irgendwas im Büro mit Toilette samt Mülleimer in der Nähe wird sich doch wohl finden lassen. ;)

Bis denn

Ciajaeg

Diagnosen: Neurogene Dysfunktion des unteren Harntraktes, Terminale Detrusor-Überaktivität (Reflexblase) - Dyskoordinierte Detrusoraktion, Subvesikale Obstruktion bei Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination
Myalgische Enzephalomyelitis (ME-CFS), Posturales Orthostatisches Tachykardie Syndrom (POTS)

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27 Jan 2022 10:41 #4 von stephanw

Ciajaeg schrieb: ja, du warst da absolut mitgemeint. ;)


Vielen Dank :cheer:

Ciajaeg schrieb: Gesamt GdB 50%, wobei nicht ganz klar ersichtlich ist, wie diese ermittelt wurde, wenn ich das richtig verstehe gab es eine Wertung zusammen für die Zöliakie, Polyneuropathy / Fibromyalgie und die Neurogene Blasenstörung und eine weitere für den kaputten Rücken - ich denke 30% - 20%.


Grundsätzlich ist das von der Methodik so, das es eine Hauptfunktionsstörung gibt die voll in die GdB Berechnung einfließt (also bei mir die Inko mit 50) und nachgelagerte Funktionsstörungen, i.d.R. aber nur die über einen Einzel-GdB von 30, zur Hälfte den Gesamt-GdB beeinflußen (manchmal wirken auch die 20er erhöhend, wenn es für sich eine gravierende Einzelfunktionsstörung ist). D.h. bei mir die Depression mit Einzel-GdB 40 /2 = 20. Diese Werte werden dann addiert: 50+20 = 70.

Funktionsstörungen die aus Sicht des Gutachters direkt wechselwirken werden zusammengefasst und fließen somit in einen gemeinsamen Einzel-GdB. Warum bei mir z.B. die Inkontinenz und die Impotenz und Erektile Dysfunktion in einen gemeinsamen Einzel-GdB geflossen hab ich ehrlich gesagt nicht verstanden. Die Inkontinenz (Blase) hat mit der Impotenz (Hoden bilden zu wenig Testosteron) nicht wirklich was zu tun. Ist aber insofern für die Patienten von Vorteil, weil mehrere Funktionsstörungen dann direkt zu einem höheren Einzel-GdB führen. Wenn ich z.B. 30 für die Inko und 20 für die Impotenz bekommen hätte, wäre ich sicher nicht bei einem Einzel-GdB 50 gelandet, sondern bei 30 + (20/2)=40.

Ziemlich komplex das Thema auch da es da viel Ermessenspielraum auch immer wieder ein Grund, warum die Sozialgerichte damit überflutet werden.

Grundsätzlich lohnt es sich aber immer, in das Widerspruchsverfahren zu gehen. Ich war zweimal im Widerspruchsverfahren und habe jeweils einen um 10 erhöhten Gesamt-GdB rausgeholt (beim ersten Bescheid von 40 auf 50 und beim Verschlimmerungsantrag von 60 auf 70). Über den VdK geht das recht kostengünstig und ich habe mich da auch gut beraten gefühlt.

Wenn du wieder berufstätig sein wirst wäre der GdB von 70 insofern interessant, weil du bei der Pendlerpauschale Hin- UND Rückfahrt ansetzen darfst und nicht nur eine Wegstrecke. Je nach Distanz zur Arbeitsstelle kann das also netto ein paar Tausend Euro im Jahr ausmachen.

Ciajaeg schrieb: Was aktuell noch in der Diagnose ist und nicht wirklich berücksichtigt wurde ist das POTS, die Diagnose erhalte ich vermutlich in zwei Wochen. Die Myalgische Enzephalomyelitis wurde völlig ignoriert - was ich seltsam finde, denn aus meiner Sicht hat die ME alles andere ausgelöst, bis auf den Rücken.


Da dann wirklich in das Widerspruchsverfahren gehen. Wenn der Bescheid rechtskräftig wird hast du ggf. auch schlechtere Karten bei späteren Verschlimmerungsanträgen, da die alten Werte dann durchaus als "gesetzt" herangezogen werden. Für die Widerspruch hast du 4 Wochen Zeit. Wie oben schon geschrieben, kann ich da absolut zu raten!.

Aber ich werde das nicht zusätzlich berücksichtigen lassen, mir "reichen" die 50 und in 5 Jahren gebe ich das POTS dann mit an.

Ciajaeg schrieb: Ehrlich gesagt hatte ich nur mit 30% gerechnet, was ich zwar nicht richtig gefunden hätte, aber hätte vorläufig akzeptieren können, da ich aktuell zu wenig aktuelle Diagnosen habe.

Ich habe Lust wieder ein arbeiten zu gehen, aber bisher konnte ich einem Arbeitgeber schlecht sagen, dass, wenn ich vier Stunden am Tag arbeite ich dafür fünf bis sechs in der Firma sein muss - wegen nötiger Pausen. Mit dem jetzigen Status versuche ich es einfach mal, irgendwas im Büro mit Toilette samt Mülleimer in der Nähe wird sich doch wohl finden lassen. ;)


Ich drücke dir die Daumen, dass das klappt. Ich finde das mit Inko und Arbeiten nicht ganz so easy, bei mir ist das auch ganz viel Kopfsache (was auch die Depression mitbegründet), mich rettet da zur Zeit das fast 100% Home Office. Aber ohne Arbeit gehts auch nicht, dafür sind wir beide noch zu jung. Und der Ausweg in die Erwerbsminderungsrente ist erstens beschwerlich und finanziell ist das eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Das würde bei mir finanziell schon sehr eng werden, deswegen versuche ich mich durchzubeissen.

Viele Grüße
Stephan
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