file Frage Entschlossenheit und Vorstellungskraft

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17 Jahre 6 Monate her #10615 von Gerika
Entschlossenheit und Vorstellungskraft wurde erstellt von Gerika
Hallo und einen schönen guten Tag an alle,
nach langem Zögern habe ich mich jetzt endlich entschlossen,vor zwei Tagen habe ich mich im Forum angemeldet, mich vorzustellen.
Ich bin 48 Jahre alt, habe 3 erwachsene Kinder und leider auch in der misslichen Lage inkontinent zu sein, was meine Lebensqualität sehr einschränkt. Ich habe mir vor kurzem ein TVT Band einsetzen lassen, in der Hoffnung es werde besser, ich leide unter einer Drang- und Steßinkontinenz, aber das Gegenteil ist eingetreten. Zur Zeit bin ich sehr unglücklich und weiss nicht wie es weitergehen soll. Ich bin berufstätig, arbeite im Krankenhaus als Stationshilfe, noch krankgeschrieben wegen des Eingriffs. In meiner jetzigen Situation kann ich noch gar nicht arbeiten, weil ich die meiste Zeit wohl auf der Toilette verbringen würde, obwohl ich lieber heute als morgen wieder zur Arbeit gehen möchte, weil mir langsam zu Hause die Decke auf den Kopf fällt.
So das war`s fürs erste über mich.
Ich finde es gut, das es dieses Forum gibt. Man erfährt, das man nicht alleine diese Problem hat und man sich austauschen kann. Würde mich über Beiträge und Informationen freuen.

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  • Chris08
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17 Jahre 6 Monate her #10616 von Chris08
Hallo Gerika,

ich möchte dich erst mal hier ganz herzlich begrüßen.

Es gibt wohl Wenige hier, die nicht zumindest eine ganze Zeit mit sich gerungen haben, bis es dann zu einer Anmeldung kam. Die unterschiedlichsten Gründe führen dann doch dazu, dass man sich hier öffnen kann.

Zu deiner speziellen Situation - ist die OP mit einem Bauchschnitt gemacht worden oder "durchs Schlüsselloch" ??? Als Stationshilfe - musst du da schwer heben ?? das wäre absolut nicht gut, weniger wegen der Inko, als dass dann das Band nicht einheilen kann. In jedem Fall sind einige Wochen absolute Schonung angezeigt.

Ich sehe aber ein ganz anderes Problem - wenn es so ist, dass deine Inko eher stärker geworden ist, als besser, dann ist vermutlich der Eingriff nicht so verlaufen, wie er sollte. Die erste Maßnahme muss !! dann sein - ein zweiter Arzt eines spezialisierten Kontinenzzentrums sollte sich das Ergebnis ansehen und begutachten. Stellt sich dabei heraus, dass etwas schief gegangen ist, kann ja hoffentlich korrigiert werden. Sollte alles "bestens" sein, dann bleibt dir wohl nur übrig, dich mit der Verwendung von Hilfsmitteln anzufreunden. So schwer wie das erstmal scheint, auch damit kannst du leben und das nicht mal schlecht.

Ich weiß, wovon ich spreche, ich bin nach einem Verkehrsunfall 2001 innerhalb weniger Tage erst harninkontinent und dann stuhlinkontinent geworden. Heute bin ich selbständig und arbeite viel in einer Uniklinik in der EDV. Es geht mit den richtigen Hilfsmitteln und vor allem, der richtigen Einstellung zu sich selbst. Natürlich schränkt eine Inko die Lebensqualität ein, aber es gibt zwei Möglichkeiten - die Inko lebt dich, oder du lebst mit der Inko - die Entscheidung kann dir niemand abnehmen.

Was natürlich immer eine Möglichkeit ist - wenn dir nicht längst jemand gesagt hat, dass das notwendig ist - mach Beckenbodentraining. Das sollte eigentlich schon in der Vorbereitung einer OP gemacht werden, dann fällt es leichter, aber es ist nie zu spät dafür.

Für heute wünsche ich dir ein schönes Wochenende

Chris

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