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Nächtliche Inkontinenz bei 16-Jähriger

05 Mär 2007 10:07 #1 von Naivling
Hallo liebes Forum,

seit nunmehr 2 Jahren leidet meine Tochter unter Bettnässen. Wir waren bereits beim Urologen um eine körperliche Ursache auszuschließen und beim Psychologen um eine psychische Störung oder eventuell verborgende Ängste aufzuspüren.

Beide Seiten haben kein Ergebnis gebracht, der Urologe meinte, das gibt sich mit der Zeit, der Psychologe hatte so einen Falls auch noch nie in seiner fast 30-jährigen Praxislaufbahn. :?: Der Test der gamcht wurde, zeigte ganz normale Ergenbisse, auch die Gehirnstrommessung brachte keine Auffälligkeiten.

Wir sind mit unserem Latein ebenfalls am Ende. Momentan ist es zwar so, dass mein Kind nachts wach wird, aber leider oft zu spät. Es lässt sich kein Rhythmus erkennen, es gibt auch manchmal längere Phasen in denen alles gut geht....(eine dauerte schon mal 6 Monate, aber dann fing es doch wieder an...)

Was kann man noch tun.....?
Wer hat Erfahrung...brauch wohl keinem zu sagen, wie belastend die Situation gerade für ein 16-jähriges Mädchen ist..... :(

Vielen Dank schon mal für Antworten...

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05 Mär 2007 10:39 #2 von matti
Hallo,

beim lesen deines Beitrages ist mir spontan etwas in den Sinn gekommen.

Du schreibst das deine Tochter vor ca. 2 Jahren mit dem Bettnässen "angefangen" hat. Auch wenn die Mädchen immer früher in die Pubertät kommen, könnte es sein das deine Tochter Probleme damit hat eine Frau zu werden? Was würde da näher liegen als sich auf die Art (dies kann ja durchaus völlig unbewusst geschehen) sich so ein Stück ihrer Kindheit zu erhalten?

Nutzt deine Tochter den Hilfsmittel und wenn ja versorgt sie sich selbst?

Grundsätzlich vertrete ich die Meinung, dass psychisch bedingtes Einnässen sich auch sonst im Leben durch Verhalten bemerkbar machen muss. Ich kann mir nicht vorstellen das jemand völlig augeglichen duchs Leben geht, seine psychosomatischen Probleme aber so groß sind, dass sie zu solch schwerwiegenden körperlichen Symptomen führen.

Horch einmal "in deine Tochter hinnein".

Eine umfassende körperliche Untersuchung beim Urologen! sollte begleitend stattfinden.


Gruß

Matti


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05 Mär 2007 10:56 #3 von Naivling
Danke für eine erste schnelle Antwort.

Also die umfassende Untersuchung beim Urologen fand statt, ohne Ergebnis, alle Werte und auch sonst alles im grünen Bereich.

Der Ansatz mit der Pubertät ist gut, an so etwas dachte ich auch schon und halte das auch nicht für ausgeschlossen, da meine Tochter auch sonst eher zu den "Spätentwicklern" gehört.

Ansonsten geht sie wirklich "normal" durchs Leben, natürlich hat sie (inzwischen) Probleme, weil das Einnässen eben zu einer Form der Abkapselung bei ihr geführt hat, aber die Abkapselung ist Folge des Bettnässens und nicht die Ursache.......

Kann so etwas auch hormonell verursacht werdennn, kann ein Bescuh beim Fraeunarzt neue Erkenntnisse bringen....?

Wer hat noch Anregungen, auch wie man konkret damit umgeht. Sie benutzt natürlich wasserdichte Auflagen, zieht auch ihr Bett selbst ab und wäscht....usw. Aber es ist eben auch so ein bestimmter "Geruch" im Zimmer.....

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05 Mär 2007 14:57 #4 von welute
Hallo,

meine Tochter überraschte mich mit der Aussage "kann ich nachempfinden - kenn ich ja auch": Sie war zu dem Zeitpunkt 16,17 Jahre.

Natürlich habe ich sie mit zu meinem Urologen genommen. Auch da waren alle Ergebnisse i.O.

Er hat gemeint, da findet im Kopf was statt und hat ihr ein Medikament verschrieben. Das hat sie 2,5 Monate eingenommen. Danach war alles vorbei.

Das Problem ist, das sich viele Urologen nicht genug Zeit nehmen, bzw. nicht über den Tellerand sehen können/wollen.

Wenn deine Tochter mir Vorlagen versorgt ist, muss sie sich nicht verstecken. Sonst würden sich 8 Millionen Menschen verstecken!

Such noch mal einen Urologen. Vielleicht bringst Du sie ja dazu, sich hier auch mal zu "outen". Dann merkt sie, dass sie nicht allein ist.

Nicht aufgeben und ganz liebe Grüße

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05 Mär 2007 17:47 #5 von klaro
hallo Naivling

Matti hat auch einen guten Punkt angeschnitten. WEgen *erwachsen werden* es fällt nicht allen Kindern gleich leicht, diesen WEg zu beschreiten und zu bestreiten.. wirklich nicht!!

Ich hab selber 4 Kinder, davon 3 Mädchen. Mit einer hatte ich immmer bisschen Schwierigkeiten, resp. sie mit dem Leben und allerlei Umständen.

Das Thema einnässen gehörte auch länger dazu, auch am Tag.

Heute ist sie beinah 19.

Mit rund 16 war sie ebenfalls beim Psychiater. Nichts.
Mit 18 war sie verschiedentlich wegen Blasen /Nierenleiden in Behandlung, auch NICHTS.

Sie ist der aufgestellteste Mensch nach Aussen..das war schon immer so. ABER: ich wusste und weiss, dass sie es nur spielt und nicht ist.

Selber hab ich meine Kindheit auch so verbracht. Nebst den Lehrern hat KEIN Mensch mir angemerkt, dass was nicht stimmen könnte. Auch kein Arzt, niemand.

Ich würd dir raten, WENN deine Tochter, ja ab und zu trockene Nächte hat, übergib IHR ihr Leben. Gib ihr zu merken, dass du als Mama zwar da bist, aber sie muss ja damit zurechtkommen.

Wenn sie doch aufwacht, häufig auch zu spät. Dann wacht sie halt zu spät auf. Lass ihr Zeit und vor allem , versuch ihr das zu überlassen, starke Kontrolle oder zu starke Aufmerksamkeit von deiner Seite her,

verhelfen ihr nicht zur Eigenständigkeit. Ich hab in der Beziehung auch eingies gelernt, wo ich später mit den Kindern über dies und jenes reden konnte, und nachfragte wie denn mein Verhalten oder Regeln waren.

da bekam ich brauch bare feedbbacks.

loslassen ist in vielerlei Hinsicht besser, als sich krank machen selber wegen der Sorgen *für* sein Kind. Denn erstens wird es ja erwachsen, ist schon *kein Kind* mehr. Und wenn *ich mir Sorgen mache um eins meiner Kinder* und deswegen krank werde oder nerfös oder schlecht gelaunt oder es mich belastet* und das Kind das Eh mitbekommt und spürt.


dann ist man wie in einem Kreislauf drinnen, der kaum zu stoppen ist. Es sei denn willlentlich, einfach zu sagen...

.. wenn ärztlich alles abgeklärt ist, lass sie selber zurecht kommen und sei einfach da für sie, wenn sie dich braucht und Fragen hat, das ist das allerwichtigste.

in dem Alter, haben die meisten Teenies Probleme.. nur sagen sie es meist den anderen, und oft nicht den eigenen Eltern, womit sie Probleme haben. Sorgenfrei ist niemand.. auch Teenies nicht.

Ob die inkontinenz zur Abkapselung führt, was du ausschliesst, das würde ich nicht aussschliessen, dass es nicht umgekeht sein könnte.

Guck, die Ansichten hier sind.. verschieden. Selber find ichs gut, dass du drüber redest.

Hast du eigentlich noch mehr Kinder? Oder ist sie ein Einzelkind. Das würde mich noch interessieren.

Weil das loslassen lernen , ist sehr oft für Mütter von Einzelkindern, gar nicht so einfach. Weil das einzige Kind, ihnen so einzigartig ALLES bedeutet. Daher hat man auch oft übermässige Sorgen.

Würde mich freuen, wenn du weiter berichtest. Kann durchaus verstehen, dass es nicht einfach ist

ob so.. oder so. Es ist schwierig. liebe Grüsse klaro :roll:

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05 Mär 2007 22:00 #6 von klaro
hallo Naivling, ich bins nochmal

mir kam noch was sehr interessantes in den Sinn. Was ich doch noch hinschreiben will.

Diese Tochter, von der ich rede, die hat schon als Kind, immer stocktief geeschlafen, ihr Problem war auch schon immer, schon als Säugling, dass sie eher knapp getrunkn hatte. Das zog sich wie ein roter Faden durch ihre kindheit.

Auffällig war ihr Tiefschlaf. So wiie ich ihr am Abend gute Nacht sagte, mit Einschlafritual mit allen Kindern..

so wie sie ins Bett legte, GENAU so erwachte sie am morgen, wenn ich sie wecken ging.. wo es um kindergarten oder Schule ging.

hätte sie mehr getrunken wie die anderen kinder, hätte sie Dauernd wohls Bett genässt.

Noch heute.. schläft sie so.. NICHT kann sie aufwecken.. man kann sie EFFEKTIV davon tragen im Schlaf und ds ist kein WITZ..


die merkt noch heute nichts. Mich wundert nur, sie reagiert nur auf ihren Wecker.... das grösste Gewitter oder irgendwas, NICHTS kriegt sie in der Nacht wach...

ihr Freund lacht auch drüber... ich grins auch etwa.. man könnte sie regelrecht entführen im Schlaf.

Also so ist jeder Mensch verschieden, und dabei ist sie voll gesund.


Nur erwacht sie nicht..... eigentlich interessant, wie doch jeder Mensch sehr sehr differenziertes Schlafverhalten hat.

Sie schläft angeblich noch heute.. wie sie einschläft.. genauso wacht sie auf.

Betten machen mussten meine Kids immer selber.. ab nem Gewissen Alter.
Sie hatte es immer am einfachsten, am Abend schlüpfte sie unter die decke am morgen fein raus... und das Deckbett war noch fast wie
*frisch gebettet*

also.. kann auch so sein, dass sie einfach gesund ist.. aber sehr sehr tief schläft... wolllte dies noch anfügen, weil heute lachen wir öfter mal

über ihren sooo tiefen Schlaf. Gruss klaro :roll:

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09 Mär 2007 11:27 #7 von Naivling
Hallo liebes Forum,

danke für die Antworten und das Mutmachen!

Ja, meine Tochter ist in der Tat Einzelkind, aber ich denke, auch wenn sie das nicht wäre, würde ich mir sorgen machen.

Das mit dem Zeit geben habe ich auch schon gemacht, denn das Thema zieht sich ja schließlich bereits über 2 Jahre hin. Im Moment ist es so, dass sie ganz selbstständig dann ihr Bett frisch bezieht und auch die Wäsche in die Waschmaschine tut usw. Also, ich habe ihr die verantwortung dafür schon übertragen, muss aber manchmal merken, dass sie nicht ganz so konsequent ist, wie ich mir das wünsche. Das wiederum lässt mich glauben, dass ihr das Thema gar nicht so wichtig ist, und das wiederum will ich nicht zulassen, denn selbst wenn alles mit "Hilfsmitteln" einigermaßen funktioniert, sollte man doch bemüht sein, den Kern des "Problems" zu lösen.

Was ich auch bestätigen kann, ist dass sie schläft wie ein Stein, das war in der tat auch schon so als Kind, aber eigentlich muss man doch nachts erst gar nicht auf Toilette gehen...dachte ich immer......?

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