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Bin auch ne Weile nicht da ...

19 Apr 2007 12:00 #1 von Rolf
Hallo !

Ich habe heute einen stationären Termin in der Psychosomatischen-Klinik für morgen früh halb 10 Uhr bekommen !

Die Ärztin glaubt, dass es mir dann bald wieder besser geht , wegen meiner Depri, Angstattacken und so ...
Hoffe nur , das ich nicht da nicht ausgerechnet einen Anfall kriege...!!!
Ich weiß gar nicht was die da mit mir machen? Vor allem weil es ja stationär ist...!? Hoffentlich wird das nicht so schlimm? Habe da vor allem so Angst wegen meiner Inkoprobleme und weil ich immer ne Windel tragen muss, was mich ja auch immer so fertig macht! Mein Zimmer haben die mir heute in der Vorbesprechung schon mal gezeigt. Habe aber jetzt doch ein bisschen Angst weil ich da bleiben muss ! Weiß einer was die da so machen ? Hat da einer Erfahrung ?
Ich werde mich wieder melden wenn ich wieder da bin...

Liebe Grüße

Rolf

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19 Apr 2007 13:35 #2 von matti
Hallo Rolf,

bei einem solchen Aufenthalt ist eins ganz wichtig: Durchalten!

Für die meisten Menschen ist es sehr unbequem sich mit sich selbst auseinander zusetzen. Nicht selten kommen Dinge zum Vorschein, die weh tun oder die man zunächst gar nicht wahr haben will.

Veränderungen können aber nur erfolgen, wenn man sich auch über die Dinge im klaren wird, die verantwortlich für das eigene "Leiden" sind.

Und eines solltest du von Anfang an: Nur nach vorne blicken! Oftmals verspürt man den Wunsch, dass alles so (glücklich?) wird wie es einmal war. Dies ist meist kontraproduktiv. Den genau diese "glücklichen" Umstände haben dich genau dahin geführt wo du jetzt bist.

Also setze dich mit Vergangenen auseinander aber bleiben nicht bei diesen hängen, den du wirst den Rest deines Lebens in der Zukunft verbringen!

Ich wünsche Dir viel Kraft.

Gruß

Matti

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19 Apr 2007 14:41 #3 von Rolf
Hallo Matti!

Danke für Deine Worte! Aber ich habe große Angst davor, weil es ja stationär ist und ich nicht weiß was die da mit mir machen! Ich war ja im November da in der Neurologie eine Etage tiefer, da waren die eigentlich ganz nett zu mir. Habe aber heute morgen bei der Vorbesprechung gesehen, daß man das Zimmer von mir dann abschliessen kann in das ich kommen soll. Also da habe ich schon Bedenken gehabt, habe aber nicht nach gefragt!? War noch nie in der Psychosomatik und habe keine Ahnung was die da machen !? Die sprachen so von fünf Wochen oder so ...!? Mal sehen wie das wird, auch wegen der Inko! Habe da schon sehr viel Angst vor!!!!!

Hat einer da Erfahrung wie das so ist ?

Werd mich aber wieder melden wenn ich wieder da bin!

Viele Grüße

Rolf

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19 Apr 2007 15:10 #4 von klaro
Hallo Rolf

Hier auch noch danke, du weißt was. An deiner Stelle wäre ich happy, auf eine Psychosomatik Abteilung zu kommen, weil da Körper UND Psyche wahrgenommen
Und ernstgenommen werden. Solche Stationen sind eher immer noch sehr rar.

Denk daran, das ist schon fast ein Privileg, so einen Klinikplatz zu bekommen.
Ja, Durchhalten und nicht alles auf einmal besiegen wollen, sich Zeit lassen.

Schön ist es, wie sich die Angebote an verschiedenen Therapien gestalten, aber auch das
braucht einige Tage Zeit, bis alles einkalkuliert und eingeplant ist.

Was die Inkontinenez betrifft, das sagst du am Anfang gleich noch mal. Dann meldest du dich, oder fragst halt, wenn du frische Bettwäsche brauchst oder weiss ich was, WO die Windeln entsorgen. Überall handhaben sie das anders.

Dass dein Zimmer abschliessbar ist, wird wohl allgemein so sein. Da musst du sicher keine Angst haben. Ist sicher nicht für dich gedacht.

In der Regel sind die Therapien ober-super. Angebote von Ergotherapie, über Pyshioo wie Gespräche mit Psychologen, Entspannung, Gymnastik, Zeichnen, Ausdrucksmalen,
Gruppengespräche wie Abteilungssitzungen. Also überall anders, aber lasss dich dich einfach freudig überraschen.

Das tollste finde ich an den stationären Aufenthalten immer, die kommunikation unter Patienten, aber auch super ist es, wenn mal soviel Leut zu einem gucken, und man den Alltag einfach mal *gesorgt *geben kann.

Versuche die Angst, dir mit Vorfreude auf was spannend Neues, umzulenken. Und einfach wichtig, lass dir Zeit, sehr , sehr viel Zeit. Das wirkt am Effektivsten.

Wenn ich in die Vergangenheit zurückblicke, was ich immer wieder sage, die EINZIGSTEN nützlichen und langfristigen Klinikaufenthalte, waren die Jeweils 3 Monatigen Aufenthalte, oder mindestens die, bei 6 Wochen oder mehr. Da siehst du, es braucht sehr sehr viel Zeit.

Viel Kraft, viel Mut und viel Durchhaltevermögen, wünsch ich dir, klaro :roll:

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19 Apr 2007 15:10 #5 von matti
Hallo Rolf,

zunächst solltest du mal eines nicht verwechseln: Psychosomatik und Psychiatrie.

Du gehtst freiwillig hin und kannst zu jeder Zeit auch freiwillig gehen!

Eine stationäre Therapie ist meist nach ähnlichen "Mustern" aufgebaut.

Einzelgespräche, Gruppengespräche stehen zumeist im Vordergrund. Daneben gibt es häufig Therpieangebote wie: Malen, Töpfern mit therpeutischen Hintergrund, Sport und Bewegung (Körperwahrnehmung) und Entsapnnungstechniken wie z.B. Autogenes Training, Atmetechnik oder progressive Muskelentspannung.

Es gibt zumeist ein umfangreiches Freizeitangebot, die Wochenenden sind meist langweilig.

Deine Inkontinenz ist dort doch auch nur so öffentlich wie du es zulässt. Eigentlich bekommt davon doch niemand etwas mit. Bei einem guten Therpeuten wirst du sehr schnell genug vertrauen aufbauen können, um mit ihm oder ihr auch über diese Problematik sprechen zu können.

Ich denke sie werden dir vor allem dort einmal vor Augen führen, dass du kein Versager bist, dich für nichts schämen must. Es wird dein Selbstwertgefühl steigern und dir zu einem besseren Selbstbild verhelfen.

Gruß

Matti

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