Frage Bin neu hier
- Marlene
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Autor - Forenstarter
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17 Jahre 1 Woche her #11258 von Marlene
Bin neu hier wurde erstellt von Marlene
Hallo, ich heiße Marlene und bin neu bei euch.
Bei mir wurde nach 21 Jahren festgestellt, das durch meine erste Geburt
der Schließmuskel einen großen Defekt hatte. Vor 2 Jahren ist er rekontruiert worden.Jedoch ohne Erfolg . Bin bis heute Stuhlinkontinenz.
Mache zur Zeit die Testphase für Sakrale Nervenstimulation. Soll danach einen Schrittmacher implantiert bekommen. Hat jemand Erfahrung damit?
Lieben Gruß an euch alle
Marlene
Bei mir wurde nach 21 Jahren festgestellt, das durch meine erste Geburt
der Schließmuskel einen großen Defekt hatte. Vor 2 Jahren ist er rekontruiert worden.Jedoch ohne Erfolg . Bin bis heute Stuhlinkontinenz.
Mache zur Zeit die Testphase für Sakrale Nervenstimulation. Soll danach einen Schrittmacher implantiert bekommen. Hat jemand Erfahrung damit?
Lieben Gruß an euch alle
Marlene
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- Chris08
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17 Jahre 1 Woche her #11261 von Chris08
Chris08 antwortete auf Bin neu hier
Hallo Marlene,
erst einmal - herzlich willkommen hier.
Im Moment scheint es so, als wenn mehrere Betroffene mit den gleichen Fragen gleichzeitig hier im Forum eintrudeln - du bist also nicht allein mit deiner Frage. Terena hat im Forum Stuhlinkontinenz eine ganz ähnliche Frage gestellt.
Um nicht doppelt zu posten kommentiere ich hier die grundsätzlichen Dinge auch zur anderen Frage.
Besonders bei diesen OP's ist zu berücksichtigen, dass in einem Gebiet geschnitten wird, in dem die Keimbelastung sehr hoch ist. Es muss also neben den "Normalen Risiken" einer chirurgischen Herangehensweise berücksichtigt werden, dass es auch eine ganze Weile nach der OP noch zu Infektionen kommen kann, die das Ergebnis beeinträchtigen oder ganz verhindern.
Vor einigen Monaten gab es an der Uniklinik in Lübeck eine Veranstaltung, in der ausführlich über die Nervenstimulation bei Inkontinenz informiert und diskutiert wurde. Dabei wurde sehr deutlich, dass die Ätzte ernüchtert sind was die Langzeiterfolge angeht. Die Stimulation der Blasenmuskel scheint noch deutlich erfolgversprechender, als die des Rektumschließmuskels. Es muss mit einer Rate von 30-50% an Komplikationen gerechnet werden und die Lanzeiterfolge liegen noch deutlich unter 50% - bezogen auf den Rektumschließmuskel.
Besonders muss man berücksichtigen, dass immer, wenn geschnitten wird, Narben entstehen und Narbengewebe ist immer anfälliger als "normales Gewebe". Die beschädigten/geschnittenen Muskeln arbeiten auch nicht so, wie sie eigentlich sollen. Alles in Allem ist das eine ganz schwierige Entscheidung, die nur mit mehreren Meinungen zum Einzelfall einigermaßen sachgerecht entschieden werden kann.
Ich möchte hier niemandem die Hoffnung auf ein "dichtes" Leben danach nehmen, aber wenn durch eine Irrigation eine weitgehende Kontinenz erreicht werden kann, muss ich unbedingt von solchen Operativen Experimenten abraten - die Konsequenzen sind dann endgültig und die Lebensqualität oft deutlich schlechter.
In diesem Sinne wünsche ich Euch eine glückliche Hand bei der Entscheidung
Chris
erst einmal - herzlich willkommen hier.
Im Moment scheint es so, als wenn mehrere Betroffene mit den gleichen Fragen gleichzeitig hier im Forum eintrudeln - du bist also nicht allein mit deiner Frage. Terena hat im Forum Stuhlinkontinenz eine ganz ähnliche Frage gestellt.
Um nicht doppelt zu posten kommentiere ich hier die grundsätzlichen Dinge auch zur anderen Frage.
Besonders bei diesen OP's ist zu berücksichtigen, dass in einem Gebiet geschnitten wird, in dem die Keimbelastung sehr hoch ist. Es muss also neben den "Normalen Risiken" einer chirurgischen Herangehensweise berücksichtigt werden, dass es auch eine ganze Weile nach der OP noch zu Infektionen kommen kann, die das Ergebnis beeinträchtigen oder ganz verhindern.
Vor einigen Monaten gab es an der Uniklinik in Lübeck eine Veranstaltung, in der ausführlich über die Nervenstimulation bei Inkontinenz informiert und diskutiert wurde. Dabei wurde sehr deutlich, dass die Ätzte ernüchtert sind was die Langzeiterfolge angeht. Die Stimulation der Blasenmuskel scheint noch deutlich erfolgversprechender, als die des Rektumschließmuskels. Es muss mit einer Rate von 30-50% an Komplikationen gerechnet werden und die Lanzeiterfolge liegen noch deutlich unter 50% - bezogen auf den Rektumschließmuskel.
Besonders muss man berücksichtigen, dass immer, wenn geschnitten wird, Narben entstehen und Narbengewebe ist immer anfälliger als "normales Gewebe". Die beschädigten/geschnittenen Muskeln arbeiten auch nicht so, wie sie eigentlich sollen. Alles in Allem ist das eine ganz schwierige Entscheidung, die nur mit mehreren Meinungen zum Einzelfall einigermaßen sachgerecht entschieden werden kann.
Ich möchte hier niemandem die Hoffnung auf ein "dichtes" Leben danach nehmen, aber wenn durch eine Irrigation eine weitgehende Kontinenz erreicht werden kann, muss ich unbedingt von solchen Operativen Experimenten abraten - die Konsequenzen sind dann endgültig und die Lebensqualität oft deutlich schlechter.
In diesem Sinne wünsche ich Euch eine glückliche Hand bei der Entscheidung
Chris
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