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Guten Tag, die Morgi aus Berlin

15 Nov 2018 07:34 #1 von Morgi
So da bin ich nun, ich lese hier schon ein paar Wochen still mit, bei diversen Suchen in den Weiten des Netzes bin ich immer wieder hier gelandet, vor und jetzt nach meiner OP hat mir diese Seite hier viele Fragen beantwortet und auch Ängste genommen, da dachte ich mir, nun ist es an der Zeit, sich mal sichtbar zu machen.

Ja wer bin ich, eine ziemlich quirlige Frau von 51 Jahren, leben, lieben lachen tue ich in Berlin und bin im Airlinecatering tätig. Ich habe vor 4 Jahren mein Leben total umgekrempelt, Scheidung, neue Wohnung, neues Leben und seit dem 30 Kilo abgeworfen, was immer ein Wermuthstropfen in meinem Recht aktiven Leben war, war diese verdammte Stressinkontinenz, die mich seit meinem 29. Lebensjahr begleitete, nach einer Wertheim OP (Total OP Gebährmutterhalskrebs, bzw. Schlachtung).

Ich habe es lange als "das ist eben so" hin genommen, doch irgend wann hab ich mir dann gedacht, nee ist nicht so ;) und erstmal einen Punkt angegangen, das böse Übergewicht, ja die Abnahme brachte schon erste Besserung. Dann habe ich angefangen zu googeln und viel zu lesen und der Entschluss zur OP reifte immer mehr. Ich habe viel Beckenbodentrainig gemacht und viel Bewegung, wie Fahrradfahren, schwimmen und...tja beim Laufen kam mir wieder die verdammte Dröppelei dazwischen.

Also als nächsten Schritt mir eine neue Gyn. gesucht und wahnsinniges Glück gehabt, die Dame hat sich wirklich Zeit genommen, mich gründlich durchleuchtet und mir die OP empfohlen. Ich wurde von ihr an das Beckenbodenzentrum Berlin/Humboldtkrankenhaus überwiesen, dort angekommen, fühlte ich mich auch gleich super betreut und aufgeklärt. Der Arzt erklärte mir, das ich ziemlich viel Restharn habe und eine Zystozele und eine Wertheimblase, wo halt bei der damaligen Krebs OP viel zerstört wurde. Er empfahl mir eine OP, einsetzen eines TVT-Bandes und vorderer Scheidenplastik. Erklärte mir aber auch, auf Grund der Wertheimblase bestehe eine Chance 50/50, diese Blasen seien unberechenbar.

Also am 05.11 in den OP, so weit so gut, am 06.11 wurde der Katheder gezogen, tja und da war die Morgi dicht, aber so was von dicht ;) es ging nix mehr, völlig trocken gelegt, Harndrang ohne Ende, aber nüscht kam mehr raus....Überlaufblase...Restharnwerte >900 ml. Also am 07.11 wieder auf den OP Tisch, kurz mit dem Narkosearzt geflirtet, weil aufklären musste er mich ja nicht mehr. Dann hat der gute Doktor das Band gespalten.

Wieder auf Station, wieder bis nachts um 12 den Katheder und banges hoffen, wieder pischern zu können. Dann der große Moment, das Ding kam raus und irgendwann Nachts hat sich die Blase gemeldet, hui, welche Freude, ab auf den Pott und laufen lassen, es hat geklappt, ich hab mich noch nie über einen Toilettengang so gefreut ;). Am nächsten Tag noch einmal untersucht worden, kein Restharn und dicht ist es auch, die Morgi hat gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd. Also ab nach Hause.

Hier habe ich nun das große Glück, wirklich nichts heben zu müssen, Einkäufe erledigen meine super Töchter und Schwiegersöhne, genieße momentan einfach mal das Nichtstun müssen, mache kleine Spaziergänge und leichte Hausarbeit und bummele so durch das Leben.

Die Blase muss sich natürlich erstmal einspielen, ich laufe im Schnitt alle 2-3 Stunden in den gefliesten Raum, bin völlig schmerzfrei, horche auf meinen Körper, schlafe viel und hoffe, irgendwann im Fitnesscenter durch starten zu können.

Ab dem 03.12 gehe ich wieder arbeiten, erstmal nicht in meiner heißgeliebten Abteilung/ Langstrecke, da müsste ich zuviel heben, da sagt Cheffe, ist nicht.

Puhh, langer Text, aber soll auch ein bisschen Mut machen, mal was von einer gelungenen OP zu lesen, also bisher, es ist ja noch ziemlich frisch und viele Fragen sausen mir durch den Kopf, wie ist es beim 1.Mal ;) aber damit werde ich mir viel Zeit lassen, wann darf ich wieder Sport machen, hält es?

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15 Nov 2018 13:21 #2 von Elkide
Hallo liebe Morgi,

herzlich Willkommen in unserem Forum der Inkontinenz-Selbsthilfe e.V.

Ganz herzlichen Dank für deinen positiven, mutmachenden Bericht. Du hast ja schon einiges an Operationen und Krankheiten durchmachen müssen und strahlst durch deinen Beitrag trotzdem eine große Lebensfreude aus. Danke!

Deine Freude über die gelungene OP kann ich gut teilen. Mir wurde vor einigen Wochen durch das Einlegen eines Netzes und einer TVT-OP auch sehr geholfen. Nach vier Jahren Inkontinenz bin ich seit der OP vollkommen trocken. Benötige keine Windeln oder Vorlagen mehr, was zu einem ganz neuen Lebensgefühl beiträgt. Man darf einfach die Hoffnung nicht aufgeben.

Liebe Grüße
Elke

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