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Guten Abend, ich suche Informationen zum Thema Stuhlinkontinenz.

26 Okt 2018 21:04 #1 von Zigoma
Hallo, guten Abend!

Ich suche Informationen für einen 'motivierenden' Umgang mit der Stuhlinkontinenz.

Ich meine motivierend ernst, denn alle waren wir motiviert als es galt den Neugeborenen
die Windeln zu wechseln und äußert besorgt wenn die Kleinen nicht abführen konnten.

Nun geht es um Erwachsene, und denen die
'so etwas' nicht wiederfahren.

Ich informiere mich für eine ältere Dame, ich möchte ihre Mir und Zuversicht geben
sie ist nicht konstant Inkontinenz
dann aber plötzlich.

Es kommt nicht einmal im Monat vor
es ist die Ungewissheit da und das genügt.

Die Mehrzahl der Tage verlaufen mit einem normalen Abführen.

Sie benutzt 2 Teelöffel Indische Flohsamen, welche von dem Enddarm Zentrum empfohlen wurden
und trinkt genug Wasser am Tag, ca. 2 Liter.
60Kilo / 165.

Kein AlkoholGenuss, kein Nikotin.

Metformin ( Diabetes 2 )
soll abgesetzt werden da nicht förderlich wenn die Enddarm Muskulatur schwach ist.

Sie war im Enddarm Zentrum, jetzt soll sie ein Klistier mit ca. 90ml täglich benutzen.

Dieser Gedanke ist ihr sehr schwer.
Ich fürchte, sie verbarrikadiert sich Zuhause.

Das verordnete Klistier sieht wie eine rote Birnenpumpe aus
mit den kleine weißen einzuführenden Stab,
wie ich sie bei Microklistieren zum Abführen kenne.

Ich überlege wie das Ganze praktisch durchführbar ist.

Die Dame ist rheumatisch erkrankt,
ich fürchte das die Handhabung nicht einfach sein könnte
sie sich aber niemandem anvertrauen wird.
Geistig ist sie so helle wie ihre junge Nichte.


Sie sagte sie solle dies Klistier sogar mehrfach am Tag durchführen
sodass kein Ansammlung entsteht
welche dann zu dem Abgang führt,
da der Schließmuskel nicht mehr hält
und nicht trainierbar ist.

Um die Verunsicherung zu reduzieren
habe ich ihr von den Beiträgen dieses Forum berichtet,
es tut immer gut, nicht allein zu sein.

Ich rate ihr zu Windelhosen um der Gefahr entgegen zu gehen
das sie das Haus nicht mehr verlässt.

Ich frage mich, gibt es welche die den Geruch für eine Zeit von ca. 20 min halten können,
bis ein Wechsel geschehen ist?

Ich habe gelesen das es eine Art
Verschluss gibt,
mit Gel überzogen welcher in den Anus eingefügt wird,
sodas kein Stuhl austreten kann.

Ich bedanke mich für die Existenz des Forums
nur so wird es möglich sein,
ein Tabu-Thema leichter annehmen lernen zu können.

Ein schönes Wochenende
wünscht Ihnen,

Zigoma

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27 Okt 2018 10:39 - 27 Okt 2018 10:41 #2 von matti
Hallo Zigoma,

vielen Dank für deine netten Worte über das Forum.

Es ist gut, dass bereits ein Facharzt bzw. Fachzentrum aufgesucht wurde. Alleine für diesen Weg dauert es oftmal Monate und Jahre oder er wird gar nicht gegangen. Dies zeigt mir, dass sich die Betroffene durchaus mit ihrer Problematik auseinandersetzt. Ist also positiv.

In welchen Situationen kommt es den zum ungewollten Stuhlverlust? Unabhängig der Konsistenz?

Wenn der Stuhl nicht dünnflüssig ist, könnten Analtampons hilfreich sein, um den Stuhlverlust zu vermeiden. Infos findest du auf unserer Seite:
www.inkontinenz-selbsthilfe.com/analtampon

Die Spülung mittels Klistier kann eine Lösung sein. Sie spült allerdings ausschließlich den letzten Teil des Enddarms, genannt Rektumsampule. Effektiver wäre die sogenannte Irrigation. Infos dazu: www.inkontinenz-selbsthilfe.com/irrigation

Hier müsste man schauen, ob dies zu handhaben wäre.

Grundsätzlich halte ich eine pauschale Aussage, dass es nicht zu therapieren wäre für problematisch. Es gibt ganz unterschiedliche Therapien, welche sich aber nach der Ursache richten. Fängt an bei Ernährungsumstellung, geht über konservative Therapien, wie Beckenbodentraining und Elektrostimulation, bis zum operativen Eingriff.

Eine Windelversorgung kann Sicherheit geben, wäre aber nicht meine endgültige Option, ohne zuvor einen intensiven therapeutischen Ansatz verfolgt zu haben. Gerade bei älteren Menschen besteht die "Gefahr" von pflegerischer Abhängigkeit.

Zunächst erst einmal liebe Grüße,

Matti
Folgende Benutzer bedankten sich: Zigoma

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27 Okt 2018 15:05 #3 von Jens Schriever
Hallo Zigoma

Auch von meiner Seite ein herzliches Willkommen hier im Forum vom Inkontinenz Selbsthilfe e.V.
Ich kann die Irrigation nur empfehlen. Im Gegensatz zum Klistier wird die Irrigation nur einmal morgens gemacht und danach besteht eine Kontinenz bis zu 48 Std.
Die Irrigation wird nur mit Wasser ohne weitere Chemie durchgeführt so dass keine Abhängigkeit auf bestimmte Medikamente aufkommt. Durch das einlaufende Wasser wird ein Dehnungsreiz erzeugt was den Darm zur natürlichen Transportbewegung anregt.
Irrigationssysteme und das benötigte Verbrauchszubehör sind anerkannte Inkontinenzhilfsmittel und werden von der Krankenkasse übernommen. Auch das Budget des Arztes wird nicht belastet.
Auch wenn die Irrigation ein natürliches Hilfsmittel ist sollte vor der ersten Anwendung ein Arzt befragt werden. Auch bei der Irrigation gibt es Kontraindikationen wie z.b. chronische Darmentzündungen ( Morbus Crohn)

Gruß Jens

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27 Okt 2018 21:32 #4 von Zigoma
Guten Abend, lieber Matti !

Vielen Dank für die schnelle ausführliche Antwort !

Berühren tut mich auch wie mutig hier geschrieben wird;
wie viele Menschen in jungen Jahren von dieser Thematik betroffen sind.

Ich antworte per Diktierfunktion
ich hoffe der Text sieht nicht zu unmöglich aus

Die Stuhlkonsistenz ist breinig also nicht fest nicht flüssig.

die Tamponaden finde ich interessant.

ich bin ebenfalls der Meinung, Muskulatur lässt sich immer trainieren
ebenfalls kontinuierlich Windeln zu tragen besonders als älterer Mensch bedeutet für den älteren Menschen so etwas: wie jetzt ist es zu Ende.

Ich bin um einiges jünger und aus verschiedenen Gründen Windeln tragen
aber sehr viel jünger konnte ich das "pfiffiger" weg stecken
Ich hatte nicht auch noch andere Prothesen, und besaß meine gesamte Beweglichkeit.

ich will versuchen wie ich weiter motivieren kann
das Dumme ist - oder das Glück
es geschieht oft sehr selten immer morgens nach dem Frühstück,plötzlich geschieht es.

Die Dame vermeidet den Weizen und jegliche Nahrungsmittel mit versteckten Zuckern.
Mut machen ist glaube ich zur Zeit das Beste, auch in Betrachtziehen das Aufsuchen einer Beckenboden Gruppe.

Ein großer Trost sind die Berichte dieses Forums
ich bedanke mich für Euer Engagement.

Ich wünsche Euch einen schönen Abend,

Zigoma

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28 Okt 2018 20:36 #5 von Agi
Hallo Zigoma,

ich schreibe als Betroffene.

Hier im Forum hab ich schon über meine Stuhl -Inkontinenz geschrieben.

www.inkontinenz-selbsthilfe.com/forum/5-...etige-hilfe?start=20

Meine Ernährung hab ich vor vielen Jahren umgestellt und einen Erfahrungsbericht hierüber geschrieben.

www.inkontinenz-selbsthilfe.com/forum/45...e/16581-vollwertkost

Mein Mann ist an Diabetes Typ 2 erkrank und profitiert auch von dieser Umstellung.

Ich hab mich mit meiner Inkontinenz so auseinander gesetzt, dass es für mich, auch nach ca 18 Jahren, eine Windel- bzw. Vorlagenversorgung das Optimalste ist.

Mit der „San Seni“ Vorlage komme ich am besten zurecht. Trage eine enganliegende Boxershorts aus Baumwolle mit Elastan (vom Discounter A..i ) und ggf. eine leichte Miederhose darüber.
Morgens jogge ich auch meine 1,5 km damit.

Bei einer Windelhose muss man auch an den Wechsel denken, der nicht einfacher ist.
Bei einer Rheumatischen Erkrankung kommt hinzu, dass die Fingerfertigkeit nicht so gegeben ist.

Ich besitze einen Euro-Schlüssel, womit ich die öffentlichen Behindertentoiletten aufschließen und benutzen kann.

Beckenbodengymnastik ist ganz wichtig.
Eine Selbsthilfe, wo man Erfahrungen austauschen kann, ist genauso wichtig.

Heute gehe ich viel gelassener und entspannter mit der Inkontinenz um.

Liebe Grüße
Agi

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