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richtiges Hilfsmittel bei Inkontinenz

12 Jan 2021 14:30 #1 von Mathias111980
Hallo,

ich bin neu hier im Forum unterwegs, weil ich seit kurzem unter Blasenschwache leide. Es hat damit angefangen, dass ich krank war und ein brennen beim Wasserlassen hatte. Dies führte dann dazu, dass ich häufiger zur Toilette musste. Dies hat sich von Tag zu Tag verstärkt und ich fühlte mich sehr unwohl beim Verlassen der Wohnung. Vor circa 1,5 Wochen ist mir dann zum ersten Mal Urin beim spazieren gehen ungewollt abgegangen. Mir war das total peinlich. In der Hoffnung, dass das ein Einzelfall war, habe ich mir keine weiteren großen Gedanken gemacht. Es wurde aber immer schlimmer, sodass ich mir aus dem Drogeriemarkt „Vorlagen“ besorgt habe. Leider sitzen die nicht wirklich gut und laufen schnell aus. Kann mir zufällig jemanden einen Rat zu einem passenden Produkt geben?
Aufgrund von Corona mag ich zurzeit auch nicht zum Arzt gehen bzw mir ist es auch sehr unangenehm darüber zu reden.

Danke und lieben Gruß

Mathias

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12 Jan 2021 16:05 - 12 Jan 2021 16:07 #2 von Jens Schriever
Hallo Mathias

Du solltest einen Urologen aufsuchen denn plötzliche Inkontinenz ist immer ein Alarmzeichen und sollte ärztlich abgeklärt werden. Hier ist Scharm unangepasst. Auch Corona sollte da kein Grund sein. Nach deiner Beschreibung könnte ein Harnwegsinfekt vorliegen was mit Antibiotikum gut behandelt werden kann. Auch kann Dir der Urologe bis zur Besserung Inkontinenz Hilfsmittel verordnen so brauchst du sie nicht selber kaufen.
Ein mögliches Hilfsmittel währe z.b. das Kondomurinal. Alles zum Kondomurinal findest du: Hier

Gruß Jens

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12 Jan 2021 16:16 #3 von Matthias1965
Hallo Mathias,
ich bin ein Gegner von Ratschlägen bezüglich der Inkontinenz - Versorgung, solange Du noch nicht beim Arzt warst und Dein Problem abgeklärt hast!
Wenn Du Dich krank gefühlt und ein Brennen beim Wasserlassen verspürt hast, bis hin zum Urinverlust, gehörst Du sofort zum Arzt.
Gerade bei Männern ist ein Harnwegsinfekt unter Umständen sehr gefährlich (Prostatentzündung, Hodenentzündung, Nierenbeckenentzündung, auch an den M. Reiter muss man denken usw.)
Corona hin oder her, Du gehst auch in die Drogerie zum Einlagen kaufen!!
Und einem Arzt gegenüber ist dieses Thema überhaupt nicht peinlich.
Gruss Matthias

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12 Jan 2021 16:44 #4 von Mathias111980
Vielen Dank!Ich werde dann wohl euren Rat befolgen und einen Arzt aufsuchen. Das hört sich nämlich echt nicht gut an, habe nun ein wenig Angst bekommen. Sollte ich dann eher gleich zum Urologen oder zum Hausarzt gehen? Der Arzt könnte mir dann auch Hilfsmitteln verschreiben? Ich merke halt nur, dass ich mit den Vorlagen aus der Drogerie überhaupt nicht zurechtkomme aber etwas anderes gibts dort nicht wirklich :-/!

Lieben Gruß

Mathias

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12 Jan 2021 17:15 #5 von Matthias1965
Guten Abend,
Wenn Du einen Hausarzt hast, ist er der erste Ansprechpartner. Er kann sofort in der Praxis einen Urinschnelltest machen und Du wirst beim Hausarzt auch bestimmt schon morgen einen Termin bekommen, während beim Urologen in der Regel schon eine Wartezeit besteht.
Nochmals Gruß
Matthias

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17 Jan 2021 23:02 #6 von Mathias111980
Ich war in der Zwischenzeit beim Arzt und es wurde eine Harnwegsentzündung festgestellt. Ich habe mich allerdings nicht getraut dem Arzt mitzuteilen, dass ich unter eine Blasenschwäche leide, es war mir einfach zu unangenehm darüber zu sprechen. Ich komme aber überhaupt nicht mehr ohne Hilfsmittel klar. Ich habe nun auch wieder Angst vor der Nacht. Könnt ihr mir ggfs sagen, wo und welche Hilfsmittel ich benötige!?
Lieben Gruß und vielen Dank Mathias

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18 Jan 2021 13:43 - 18 Jan 2021 15:00 #7 von Frankfurter
Hallo Matthias111980,

wie Du schreibst: "Ich habe mich allerdings nicht getraut dem Arzt mitzuteilen, dass ich unter eine Blasenschwäche leide, es war mir einfach zu unangenehm darüber zu sprechen". ...

Über was spricht ein Uro-Arzt denn mit seinem Patienten ?? Hast Du Dir mal klargemacht, was das Unangenehme bei bei Deiner Blasenschwäche für den Arzt ist. Mit Deinem Problem verdient er seinen Lebensunterhalt. Und glaube mir, der hat schon ganz andere "Informationen" von seinen Patienten gehört. Spring ein Mal ( 1 Mal ) über Deinen Schatten, und Du bekommst die Hilfe, die für Dich "heilvoll" und schmerzbefreiend sein wird. Ich kann Dich gut verstehen, wie MANN sich fühlt, wenn es das 1 Mal ist, dass man über Probleme zwischen Baunabel und Knie sprechen muss. Denke an die Hilfe Du Du durch das offene Gespräch, und nur so, erhalten kannst. !!

Gruss

Frankfurter
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18 Jan 2021 15:09 #8 von matti
Hallo Matthias111980,

dieser Thread scheint der "Matthias" Thread zu sein. Mit mir sind nun bereits drei Matthias beteiligt. :)

Ich möchte es eigentlich nicht unterstützen, eine reine Hilfsmittelversorgung zu besprechen bzw. eine Empfehlung abzugeben. Im schlechtestens Fall führt dies nämlich dazu, dass du dich auch weiterhin nicht einem Arzt anvertraust.

Frankfurter hat es bereits gut zusammengefasst. Es ist das Tagesgeschäft eines Arztes sich mit deiner Problematik zu befassen. Ein gewisses Maß an Scham ist verständlich, tatsächlich aber unbegründet.

Da hinter einer Inkontinenz grundsätzlich auch immer eine Erkrankung stehen kann, die zeitlich nah diagnostiziert werden sollte, appeliere ich an dich möglichst zeitnah erneut einen Arzt aufzusuchen. Deinen Weg und die verbundene Fragestellung empfinde ich als Hilfe zur Selbsthilfe kontraproduktiv.

Gruß
Matti

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18 Jan 2021 15:31 #9 von Mathias111980
Hallo,

erstmal vielen Dank für eure Antworten! Leider aber nicht mit der erhofften Beratung :-/. Bei euch hört es sich alles so leicht und selbstverständlich an. Mir fällt es nur nicht so leicht, ganz im Gegenteil. Ich habe mich schon unendlich schwer getan zum Arzt zu gehen und die aktuelle Inkontinenz zuzugeben ist mir einfach nicht über die Lippen gegangen. Ich versuche es einfach nur zu verheimlichen und traue mich schon gar nicht mehr aus dem Haus. Ich dachte halt, dass ihr mir auch so helfen könnt.

Lieben Gruß Mathias

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18 Jan 2021 16:18 - 18 Jan 2021 16:19 #10 von Ciajaeg
Hallo Mathias,

auch wenn ich es nicht nachvollziehen kann, dass du dich traust Hilfsmittel lokal zu kaufen aber nicht mit deinem Arzt zu sprechen, denn bei mir war es eher anders herum, habe auch ich zuerst die Hilfsmittel besorgt und bin dann zum Arzt. Hätte ich mich anders auch gar nicht mehr getraut.

Das Problem besteht bei mir auch erst seit kurzem, daher bin ich noch lange kein Experte, aber man kann viel falsch machen und Geld zum Fenster raus werfen.

Muss ja nicht sein.

Du solltest zuerst ermitteln, wie viel verloren geht, mit der ml-Angabe kann man sich dann auf die Suche machen, entweder im Sanitätshaus oder in einer Versandapotheke. Hier im Forum gibt es einen eigenen Bereich für Hilfsmittel, dort stehen auch schon reichlich Infos drin. So kam ich dann dem geeignetem Produkt etwas näher.

Die großen Hersteller bieten Proben und und teilweise sogar Online-Fragerunden, um deinen Bedarf zu ermitteln.
Meistens ist das kostenlos und auch diskret, aber auch gewerbliche Verkäufer bieten teilweise Probesets an, die sind dann zwar kostenpflichtig, es spart am Ende aber Geld, wenn man so das richtige Produkt findet.

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