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Mi, 04.11.2026
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Frage Erhebliche Verzögerungen bei der Auszahlung von Pflegegeld

  • Matti
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2 Monate 1 Woche her - 2 Monate 1 Woche her #54083 von Matti
Hallo,

heute habe ich tatsächlich einmal eine Frage. Seit einigen Monaten verzögern sich die Zahlungen des Pflegegeldes (ich erhalte Kombinationspflege) erheblich. Ich bin bei der DAK versichert.

Bisher war es immer so, dass die Auszahlung erst im übernächsten Monat erfolgte, doch inzwischen warte ich teilweise monatelang.
Zum Beispiel: Die Pflege wird im Monat März erbracht, bis die Pfegeleistungen des ambulanten Pflegedienstes abgerechnet ist und ich die Abrechnung unterschrieben habe, vergehen meist etwa 15 Tage nach dem Pflegezeitraum, in diesem Fall also ungefähr bis zum 15. April. Normalerweise sollte dann die Gutschrift des anteiligen Pflegegeldes etwa am 1. Mai für den Monat März erfolgen.
Tatsächlich wurde diese aber erst nach Nachfrage Anfang Juli gutgeschrieben. Der April wurde hingegen relativ zeitnah im normalen Rahmen abgerechnet und überwiesen. Heute, am 3. August, ist der Mai jedoch noch immer nicht gutgeschrieben und das entsprechende Pflegegeld dementsprechend niht ausgezahlt.

Mir geht es dabei nicht darum, dies als Aufstockung einer Rente zu betrachten, sondern vielmehr darum, dass ich sicherstellen möchte, dass das Geld für den vorgesehenen Zweck verwendet wird – nämlich zur Absicherung meiner Pflege außerhalb der Leistungen des ambulanten Pflegedienstes. 
Ich gehe bereits in Vorleistung, weil es schwer ist, Menschen zu motivieren, pflegerische Tätigkeiten (und sonstige Leistungen in diesem Rahmen) privat auszuführen, wenn die Aussicht auf eine Zahlung zwar besteht, aber keinesfalls regelmäßig erfolgt. Zusätzlich kommt bei mir hinzu, dass meine Hauptpflegeperson ihre beruflichen Stunden reduziert hat und somit auch die Ausgleichszahlungen betroffen sind.

Lange Rede kurzer Sinn: Kommt das bei anderen – vielleicht auch neu – ebenfalls vor? Hat sich etwas geändert oder liegt es eher an internen Abläufen, die speziell bei mir auftreten? Die DAK gibt sich ahnungslos, der Pflegedienst kümmert sich (nachdem ich interveniere) und dann läuft es auch zeitnah. Ich möchte aber nicht Monat für Monat auf eine gesetzliche Leistung verzichten müssen (oder eben erhebliche Verzögerungen akzeptieren), die mir eindeutig zusteht und vor allem meine pflegerische Versorgung gewährleistet und sicherstellt.

Gruß
Matti

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  • Sebald
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2 Monate 1 Woche her #54096 von Sebald
Hallo Matti,

...hier hat noch keiner drauf geantwortet? Erstaunlich.

Bei meiner Kasse - einer kleineren BKK - lief bis Ende letzten Jahres alles rund (ebenfalls Kombination). Danach kam es zu Unregelmäßigkeiten. Ganz so lange wie du habe ich allerdings nicht warten müssen. Inzwischen ist die Pflegegeld-Überweisung in der ersten Woche des übernächsten Monats aber wieder die Regel.

Ich habe mich da zwischendurch auch mal gemeldet - mir wurde der Rückstand mit Personalmangel begründet. Das glaube ich der BKK  auch - wie gesagt: klein!

Die DAK ist natürlich ungleich größer...

Beste Grüße,
Sebald



       
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2 Monate 1 Woche her #54097 von hippo80
Hallo Matti.
Ich bin bei der TK und hier geht die Pflegegeldauszahlung seit der verpflichtenden elektronischen Übermittlung so schnell wie nie. Diesen Monat ist zum Beispiel Dienstag die Rechnung raus und gestern war das Geld auf dem Konto.
Ich drück die Daumen, dass es sich bei der DAK wieder einpegelt und ansonsten regelmäßig anrufen und nerven.
Dani
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2 Monate 4 Tage her #54117 von Chris
Lieber Matti,
meine jetzige Frau ist bei der Barmer versichert. Ihre anteilige nicht verbrauchte Sachmittelleistung wird ihr auch erst teilweise nach 2, manchmal 3 Monaten verspätet ausgezahlt, wir können deine Erkenntnisse also bestätigen.
Gruß aus Kiel, Chris

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  • Matti
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1 Monat 2 Wochen her #54165 von Matti
Hallo,

es zeichnet sich offenbar ein neues, scheinbar endloses Problem aus Nachfragen und Verzögerungen bei den Abrechnungen ab. 

Ich habe fast das Gefühl, dass man uns nicht alle Informationen zur beschlossenen Gesundheitsreform mitgeteilt hat. Laut der DAK vom heutigen Tag sei es völlig normal, dass es zu Verzögerungen von drei bis vier Monaten kommt. Schließlich sind viele Stellen dazwischen geschaltet, unter anderem ein "anonymes" Abrechnungszentrum, das auf keinen Fall direkt kontaktiert werden darf. Auch dem Pflegedienst wurde dies untersagt.

Wie läuft das seit 25 Jahren ab? Beispiel: Leistungen aus dem Mai werden etwa 14 Tage später abgerechnet, also um den 15. Juni herum. Daraus ergibt sich eine Zahlung für den Mai ungefähr zum 1. Juli, wobei es auch mal ein paar Tage länger dauern kann.

Heute, am 25.08.2026, gibt es jedoch keinerlei Pflegegeldzahlungen für den Mai. Die letzte Zahlung erfolgte am 19. Juni – und zwar für den Monat März! Davor gab es eine Zahlung am 29. Mai für den April, was eine merkwürdige Reihenfolge darstellt.

Der gesetzliche Zweck und Auftrag des Pflegegeldes, auch in Form der Kombinationsleistung, also anteilig für Pflegedienst und private Pflege, besteht darin, dass der Pflegebedürftige mit dem Pflegegeld eigenständig seine Versorgung sicherstellen kann. Es geht also nicht darum, das Taschengeld, Einkommen oder die Rente aufzubessern, sondern beispielsweise Angehörige zu entlohnen, die ihre beruflichen Arbeitsstunden reduziert haben, um pflegen zu können. Monat für Monat gehe ich jetzt in Vorleistung – und ich bin wahrlich kein Millionär.

Das ist eine Unverschämtheit und entspricht meiner Meinung nach keinesfalls dem gesetzlichen Auftrag. Bei der DAK heißt es dazu „Das ist normal“, Ende der Durchsage; beim Pflegedienst heißt es „Wir kümmern uns darum“. 
Die DAK zeigt keinerlei Lösungsbereitschaft und verweist stattdessen auf externe Dienstleister. Dort mag der Fehler liegen, möglicherweise lässt er sich auch ausfindig machen, jedoch sind diese Dienstleister zur Klärung des Problems nicht erreichbar, da sie keinen direkten Kontakt mit den Versicherten wünschen, haben dürfen oder haben sollen.

Fazit: Zahlungen bleiben aus oder verzögern sich erheblich – und der Dumme bin ich sowie die pflegenden Angehörigen.

Gruß
Matti

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  • Chris80
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1 Monat 2 Wochen her #54167 von Chris80
Lieber Matti,

ich würde Dir eine Beschwerde beim BAS empfehlen:
www.bundesamtsozialesicherung.de/de/them...icherung/ueberblick/

Uns haben die damals auch geholfen, als die Krankenkasse eine Leistung hinausgezögert hat. Die Aufsicht hat die KV angeschrieben und zur Stellungnahme aufgefordert und dann hat plötzlich alles wie am Schnürchen geklappt.

Liebe Grüße 
Christian 

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Moderatoren: MichaelDah
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