Frage Schrumpfblase & Strahlenblase
- butz4711
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2 Wochen 6 Tage her #54334 von butz4711
Schrumpfblase & Strahlenblase wurde erstellt von butz4711
Nach Bestrahlungstherapie bei Prostatakrebs hat sich bei mir nach 3 Jahren eine Schrumpfblase entwickelt. Ich suche nun nach erfolgversprechenden konservativen Therapiemoeglichkeiten, z.B. Botox, hyperbare Sauerstofftherapie, Gepan-Instill,Mannose,Instillation Hyaluronsaeure, EDMA u.sw. Hat jemand damit Erfahrung?
Rainer B. 77 Jahre
Rainer B. 77 Jahre
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2 Wochen 3 Tage her - 2 Wochen 3 Tage her #54348 von Matti
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Matti antwortete auf Schrumpfblase & Strahlenblase
Hallo Rainer,
eine „Schrumpfblase“ bedeutet, dass die Blase weniger Urin fassen kann als früher. Nach einer Bestrahlung kann das Gewebe in und um die Blase gereizt oder vernarbt sein. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt davon ab, was genau deine Beschwerden verursacht.
Besprich das am besten mit einer Urologin oder einem Urologen, der Erfahrung mit Spätfolgen einer Bestrahlung hat. Je nach Beschwerden können sie den Urin untersuchen, die Blase mit einer dünnen Kamera von innen anschauen oder messen, wie viel Urin sie aufnehmen und wieder entleeren kann. So lassen sich zum Beispiel eine Infektion oder eine Engstelle erkennen und andere Ursachen abklären.
Zu den genannten Möglichkeiten:
Es wäre sinnvoll, mit dem behandelnden Team jede Möglichkeit einzeln durchzugehen: Was soll sie bei dir verbessern, wie gut ist das belegt und welche Nebenwirkungen sind möglich? Bei Blut im Urin, Fieber oder wenn du plötzlich kaum noch Wasser lassen kannst, solltest du rasch ärztliche Hilfe holen.
Vieleicht hilft unser Ratgeber zum Thema: www.inkontinenz-selbsthilfe.com/strahlentherapie
Gruß
Matti
eine „Schrumpfblase“ bedeutet, dass die Blase weniger Urin fassen kann als früher. Nach einer Bestrahlung kann das Gewebe in und um die Blase gereizt oder vernarbt sein. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt davon ab, was genau deine Beschwerden verursacht.
Besprich das am besten mit einer Urologin oder einem Urologen, der Erfahrung mit Spätfolgen einer Bestrahlung hat. Je nach Beschwerden können sie den Urin untersuchen, die Blase mit einer dünnen Kamera von innen anschauen oder messen, wie viel Urin sie aufnehmen und wieder entleeren kann. So lassen sich zum Beispiel eine Infektion oder eine Engstelle erkennen und andere Ursachen abklären.
Zu den genannten Möglichkeiten:
- Botox wird in die Blasenwand gespritzt. Es kann bei starkem Harndrang helfen, wenn sich die Blase zu häufig zusammenzieht. Eine vernarbte Blase wird dadurch aber nicht zuverlässig wieder größer. Manchmal kann das Wasserlassen danach schwieriger werden.
- Hyaluronsäure-Instillationen, zum Beispiel Gepan, sind Flüssigkeiten, die über einen dünnen Schlauch in die Blase gegeben werden. Sie sollen die innere Blasenoberfläche schützen und können bei Reizbeschwerden infrage kommen. Ob sie bei einer verkleinerten Blase helfen, ist jedoch unklar.
- Hyperbare Sauerstofftherapie bedeutet, dass man in einer speziellen Druckkammer reinen Sauerstoff einatmet. Sie wird vor allem bei manchen Gewebeschäden und Blutungen nach Bestrahlung eingesetzt. Ob sie bei einer Schrumpfblase ohne Blutungen hilft, ist nicht sicher.
- Mannose wird eher zur Vorbeugung wiederkehrender Harnwegsinfekte verwendet. Sie behandelt keine Vernarbung oder Verkleinerung der Blase.
- Bei „EDMA“ bin ich nicht sicher, welche Behandlung gemeint ist. Vielleicht meinst du EMDA: Dabei wird ein Medikament mithilfe eines schwachen elektrischen Stroms in die Blase eingebracht. Frag am besten nach dem vollständigen Namen und dem Ziel der Behandlung.
Es wäre sinnvoll, mit dem behandelnden Team jede Möglichkeit einzeln durchzugehen: Was soll sie bei dir verbessern, wie gut ist das belegt und welche Nebenwirkungen sind möglich? Bei Blut im Urin, Fieber oder wenn du plötzlich kaum noch Wasser lassen kannst, solltest du rasch ärztliche Hilfe holen.
Vieleicht hilft unser Ratgeber zum Thema: www.inkontinenz-selbsthilfe.com/strahlentherapie
Gruß
Matti
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