Frage Lesetipp: Wenn die Blase den Alltag bestimmt – Inkontinenz mitten im Leben
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6 Tage 17 Stunden her - 6 Tage 17 Stunden her #54407 von Matti
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Lesetipp: Wenn die Blase den Alltag bestimmt – Inkontinenz mitten im Leben wurde erstellt von Matti
Hallo,
ständiges Mitdenken vor Meetings, der prüfende Blick nach Toiletten bei Verabredungen oder Unsicherheiten beim Sport und in Beziehungen: Blasenschwäche und unwillkürlicher Kontrollverlust gelten in der Gesellschaft oft vorschnell als reines Altersthema.
Genau dieses weit verbreitete Klischee sorgt dafür, dass viele Menschen mit 20, 30 oder 40 Jahren aus Scham schweigen und lange zögern, ärztlichen Rat einzuholen.
Ein lesenswerter Beitrag auf der Website der Inkontinenz Selbsthilfe e.V. greift diese Lebensrealität auf. Er beleuchtet einfühlsam typische Hürden zwischen Ausbildung, Berufsstart und Familienleben, erklärt medizinische Zusammenhänge verschiedener Symptome und zeigt konkrete Schritte für Diagnose, alltagstaugliche Hilfen und Therapiemöglichkeiten auf.
Wer sich wiedererkennt oder nach verständlichen Impulsen für den Umgang mit Beschwerden sucht, findet den vollständigen Ratgeber hier:
www.inkontinenz-selbsthilfe.com/inkontinenz-bei-jungen-menschen
Wie handhabt ihr solche Situationen bei längeren Ausflügen oder im Berufsalltag – welche Strategien geben euch die meiste Sicherheit?
Gruß
Matti
ständiges Mitdenken vor Meetings, der prüfende Blick nach Toiletten bei Verabredungen oder Unsicherheiten beim Sport und in Beziehungen: Blasenschwäche und unwillkürlicher Kontrollverlust gelten in der Gesellschaft oft vorschnell als reines Altersthema.
Genau dieses weit verbreitete Klischee sorgt dafür, dass viele Menschen mit 20, 30 oder 40 Jahren aus Scham schweigen und lange zögern, ärztlichen Rat einzuholen.
Ein lesenswerter Beitrag auf der Website der Inkontinenz Selbsthilfe e.V. greift diese Lebensrealität auf. Er beleuchtet einfühlsam typische Hürden zwischen Ausbildung, Berufsstart und Familienleben, erklärt medizinische Zusammenhänge verschiedener Symptome und zeigt konkrete Schritte für Diagnose, alltagstaugliche Hilfen und Therapiemöglichkeiten auf.
Wer sich wiedererkennt oder nach verständlichen Impulsen für den Umgang mit Beschwerden sucht, findet den vollständigen Ratgeber hier:
www.inkontinenz-selbsthilfe.com/inkontinenz-bei-jungen-menschen
Wie handhabt ihr solche Situationen bei längeren Ausflügen oder im Berufsalltag – welche Strategien geben euch die meiste Sicherheit?
Gruß
Matti
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6 Tage 5 Stunden her #54408 von martinK
martinK antwortete auf Lesetipp: Wenn die Blase den Alltag bestimmt – Inkontinenz mitten im Leben
Lieber Matti
Vielen Dank für den tollen Ratgeber!
Zu Deiner Frage könnte ich hier viel schreiben. Ich habe ja eine lange Inkontinenzgeschichte hinter mir, kämpfte schon als Kind mit der Blasen- und Darmkontrolle und bin nun seit über 11 Jahren schwer harninkontinent mit phasischen Problemen bei der Stuhlkontrolle.
Rückblicken hätte ich viel früher zum Arzt gehen müssen, bereits als Kind aber auch später in der Phase, als ich zwar nur sehr selten Harn oder Stuhl verlor, aber mich im Alltag unnötig einschränkte und mir vermutlich schlechte Gewohnheiten aneignete. Aber ich fühlte mich jung und gesund, weshalb sollte ich mit einem Problem, welches "nur alte und körperlich eingeschränkte Menschen betrifft", zum Arzt gehen.... Irgendwann kam die Autoimmunkrankheit dazu, welche zu einer massiven Verschlechterung der Blasenkontrolle führte. Als ich dann mehrmals in kurzer Zeit die Hose und das Bett einnässte, entschied ich mich, dennoch zum Arzt zu gehen. Wie Ihr im Ratgeber schreibt, gibt es bestimmt viele Menschen, welche ähnlich wie ich jahrelang an einer überaktiven Blase oder eine Tröpfcheninkontinenz leiden und allenfalls erst dann sich ärztlich untersuchen lassen, wenn der Leidensdruck sie quasi dazu zwingt.
Zu Deiner Frage, wie ich den Alltag meistere, habe ich hier in den letzten Jahren schon einiges geschrieben. Die Blasenschwäche schränkt mich im Alltag so gut wie nicht ein. Je nach Situation trage ich Pants oder Windelslips, welche mich schützen. Wie Ihr schreibt, sind diese Hilfsmittel mittlerweile so gemacht, dass sie nicht auffallen, man beim Tragen nicht viel spürt, sie die Nässe und den Geruch gut zurückhalten und die Kleider zuverlässig schützen. Ich stehe fast jeden Tag vor Menschen und halte Vorlesungen und Vorträge und verliere dabei Tag Urin, ohne das es auffällt. Auch wenn ich unter schwerer Harninkontinenz leide, trage ich nicht immer Hilfsmittel. Für intime Stunden mit meiner Frau, für die Sauna oder das Schwimmen in einem Schwimmbecken stelle ich sicher, dass die Blase leer ist. Ebenfalls habe ich mit der Zeit gelernt, dass es nicht nötig ist, Ersatzhilfsmittel überallhin mitzunehmen. Bei längeren Reisen mache ich es so, dass ich einen Teil der Hilfsmittel mitnehme und einen Teil vor Ort kaufe.
Wichtig im Ratgeber finde ich den Abschnitt über Sport. Meine Erfahrung ist aber, dass es mir nach dem Sport besonders gut geht, die Blase ruhiger und der Beckenboden entspannter ist. Ebenfalls hilft mir Sport beim Umgang mit der seelischen Belastung, welche die Inkontinenz mitbringt. Dasselbe gilt für alle anderen Aktivitäten (Musik, Kino,...). Sich wegen der Inkontinenz der Passivität hinzugeben ist meiner Meinung nach ganz schlecht. Für Sport sind Pants meiner Erfahrung nach die beste Lösung. Sie sind dünn und stören die Körperbewegung nicht, man kann sie gut mir einer elastischen Sportunterhose fixieren, und es gibt Pants, welche erstaunlich viel aufnehmen. Im Winter gehe ich gerne Langlaufen, da hält die Pant, welche ich verwende, mehre Stunden lang dicht und kann bei mir 2-3 Blasenentleerungen aufnehmen. Auch das Schwitzen ist in Pants für mich kein Problem.
Die Stuhlkontrolle mehr ich hingegen als viel problematischer im Alltag wahr. Stuhl in der Gesellschaft zu verlieren ist ein richtiger Mist und Hilfsmittel helfen da nur bedingt. Hier ist es für mich wichtig, dass ich über meinen Lebensrhythmus und die Ernährung sicherstelle, dass ich am Morgen Stuhlgang habe und danach wenn möglich nicht mehr. Leider erleide ich dennoch immer wieder mal Verlust, immer nur, wenn ich unterwegs bin, weil ich es in einem Gebäude immer auf die Toilette schaffe. Das ist jedes Mal sehr frustrierend. Weil es aber höchstens ein paar Mal im Jahr geschieht, lohnt es sich bei mir nicht, zu irrigieren oder mich sonst einzuschränken. Wenn ich einen grossen Stuhlunfall erleide, breche ich alle Aktivitäten und Pläne ab und gehe nach Hause, ähnlich wie ich es bei einer Krankheit machen würde.
Herzliche Grüsse
Martin
Vielen Dank für den tollen Ratgeber!
Zu Deiner Frage könnte ich hier viel schreiben. Ich habe ja eine lange Inkontinenzgeschichte hinter mir, kämpfte schon als Kind mit der Blasen- und Darmkontrolle und bin nun seit über 11 Jahren schwer harninkontinent mit phasischen Problemen bei der Stuhlkontrolle.
Rückblicken hätte ich viel früher zum Arzt gehen müssen, bereits als Kind aber auch später in der Phase, als ich zwar nur sehr selten Harn oder Stuhl verlor, aber mich im Alltag unnötig einschränkte und mir vermutlich schlechte Gewohnheiten aneignete. Aber ich fühlte mich jung und gesund, weshalb sollte ich mit einem Problem, welches "nur alte und körperlich eingeschränkte Menschen betrifft", zum Arzt gehen.... Irgendwann kam die Autoimmunkrankheit dazu, welche zu einer massiven Verschlechterung der Blasenkontrolle führte. Als ich dann mehrmals in kurzer Zeit die Hose und das Bett einnässte, entschied ich mich, dennoch zum Arzt zu gehen. Wie Ihr im Ratgeber schreibt, gibt es bestimmt viele Menschen, welche ähnlich wie ich jahrelang an einer überaktiven Blase oder eine Tröpfcheninkontinenz leiden und allenfalls erst dann sich ärztlich untersuchen lassen, wenn der Leidensdruck sie quasi dazu zwingt.
Zu Deiner Frage, wie ich den Alltag meistere, habe ich hier in den letzten Jahren schon einiges geschrieben. Die Blasenschwäche schränkt mich im Alltag so gut wie nicht ein. Je nach Situation trage ich Pants oder Windelslips, welche mich schützen. Wie Ihr schreibt, sind diese Hilfsmittel mittlerweile so gemacht, dass sie nicht auffallen, man beim Tragen nicht viel spürt, sie die Nässe und den Geruch gut zurückhalten und die Kleider zuverlässig schützen. Ich stehe fast jeden Tag vor Menschen und halte Vorlesungen und Vorträge und verliere dabei Tag Urin, ohne das es auffällt. Auch wenn ich unter schwerer Harninkontinenz leide, trage ich nicht immer Hilfsmittel. Für intime Stunden mit meiner Frau, für die Sauna oder das Schwimmen in einem Schwimmbecken stelle ich sicher, dass die Blase leer ist. Ebenfalls habe ich mit der Zeit gelernt, dass es nicht nötig ist, Ersatzhilfsmittel überallhin mitzunehmen. Bei längeren Reisen mache ich es so, dass ich einen Teil der Hilfsmittel mitnehme und einen Teil vor Ort kaufe.
Wichtig im Ratgeber finde ich den Abschnitt über Sport. Meine Erfahrung ist aber, dass es mir nach dem Sport besonders gut geht, die Blase ruhiger und der Beckenboden entspannter ist. Ebenfalls hilft mir Sport beim Umgang mit der seelischen Belastung, welche die Inkontinenz mitbringt. Dasselbe gilt für alle anderen Aktivitäten (Musik, Kino,...). Sich wegen der Inkontinenz der Passivität hinzugeben ist meiner Meinung nach ganz schlecht. Für Sport sind Pants meiner Erfahrung nach die beste Lösung. Sie sind dünn und stören die Körperbewegung nicht, man kann sie gut mir einer elastischen Sportunterhose fixieren, und es gibt Pants, welche erstaunlich viel aufnehmen. Im Winter gehe ich gerne Langlaufen, da hält die Pant, welche ich verwende, mehre Stunden lang dicht und kann bei mir 2-3 Blasenentleerungen aufnehmen. Auch das Schwitzen ist in Pants für mich kein Problem.
Die Stuhlkontrolle mehr ich hingegen als viel problematischer im Alltag wahr. Stuhl in der Gesellschaft zu verlieren ist ein richtiger Mist und Hilfsmittel helfen da nur bedingt. Hier ist es für mich wichtig, dass ich über meinen Lebensrhythmus und die Ernährung sicherstelle, dass ich am Morgen Stuhlgang habe und danach wenn möglich nicht mehr. Leider erleide ich dennoch immer wieder mal Verlust, immer nur, wenn ich unterwegs bin, weil ich es in einem Gebäude immer auf die Toilette schaffe. Das ist jedes Mal sehr frustrierend. Weil es aber höchstens ein paar Mal im Jahr geschieht, lohnt es sich bei mir nicht, zu irrigieren oder mich sonst einzuschränken. Wenn ich einen grossen Stuhlunfall erleide, breche ich alle Aktivitäten und Pläne ab und gehe nach Hause, ähnlich wie ich es bei einer Krankheit machen würde.
Herzliche Grüsse
Martin
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5 Tage 2 Stunden her #54413 von Ciajaeg
Diagnosen: Neurogene Dysfunktion (NLUTD) suprapontin, Terminale Detrusor-Überaktivität - Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination - Polydipsie/Polyurie-Syndrom - Posturales-Orthostatisches-Tachykardie-Syndrom (POTS) -
Myalgische Enzephalomyelitis (ME-CFS) - Dysautonomie - Polyneuropathy (SFN)
Ciajaeg antwortete auf Lesetipp: Wenn die Blase den Alltag bestimmt – Inkontinenz mitten im Leben
Hallo Matti,
heute kann ich leider längere Texte nur schlecht lesen, aber ich hole das bei Gelegenheit nach, versprochen.
Ich bin jetzt rund sechs Jahre inkontinent, mit zwei zusätzlichen Jahren mit überaktiver Blase davor, mit der Zeit wird das Management und auch die Akzeptanz natürlich besser, allerdings verändert sich die Gesamtsituation irgendwie ständig bei mir.
Ich hätte bereits früher zum Urologen gehen sollen, die zwei Jahre bevor es richtig losging waren einfach Quälerei, viel Stress, viele Schmerzen und ich habe die Ausgangssituation vermutlich auch schlechter gemacht dadurch. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass mich drei Urologen nacheinander für "völlig gesund" erklärt haben, erst nachdem meine Hausärztin mich, auf meinen persönlichen Wunsch hin, zur Kontinenz-Klinik geschickt hat und die Diagnosen gestellt wurden, konnte ich überhaupt erst die Therapieversuche beginnen und eine Urologin finden, die mich ernst nahm. Meine neurologischen Vordiagnosen wurden zuvor völlig ignoriert, später sind ja noch weitere dazu gekommen, die ebenfalls Einfluss auf die Blase haben können.
Im Alltag gehören Hilfsmittel, die für mich funktionieren, einfach selbstverständlich dazu. Dass ich vieles selber zahlen muss, kann ich mir zum Glück leisten, sonst wäre die Situation für mich eine Katastrophe und ich könnte das Haus mit Kassenprodukten praktisch nicht mehr verlassen.
Aktuell treibt mich die Sorge um meine Nieren um, in einigen Wochen ist dann endlich der UDM Termin, auf den ich sechs Monate warten musste, um Klarheit zu bekommen. Je nach Ergebnis wird sich mein Alltag in Zukunft gravierend ändern.
Meine Familie plant natürlich Ausflüge, Unternehmungen, Urlaube und vieles mehr, bemüht sich Rücksicht zu nehmen, aber viele Dinge gehen für mich einfach nicht mehr, aus verschiedenen Gründen, aber auch einfache Dinge, wie ein Besuch im Kino wird für mich immer ein Problem sein. Auch wenn ich noch so gute Produkte nutze, jede Toilette mitnehme, ist trotzdem immer die Wahrscheinlichkeit einer Panne da und das ist mir nie egal. Ich will nicht mit nasser Hose in der Öffentlichkeit rumlaufen, die Sorge ist immer da, und es ist schon öfter passiert, trotz der besten Planung und den besten Hilfsmitteln, die man für Geld kaufen kann. Das ist eine Belastung, die oft von Menschen um mich herum und auch Ärzt*innen völlig übersehen wird. Besonders, wenn man optisch weder behindert noch pflegebedürftig aussieht.
Im medizinischen Umfeld sind mir IKM nicht wirklich peinlich, aber das Stigma ist definitiv vorhanden und es ist mir persönlich immer noch unangenehm. Ich trage das nicht nach außen, aber gelegentlich fällt es halt auf, z.B. beim Sport, die Akzeptanz ist meistens besser als befürchtet, aber was hinter meinem Rücken passiert, weiß ich natürlich nicht. Ich wünschte es wäre mir egal, ist es aber nicht. Diese Art von Belastung ist völlig unabhängig vom Management der Inkontinenz an sich, kommt aber oft zu kurz. Und betroffene "Medfluenzer", die das Wort "Windel" verteufeln machen es nicht unbedingt einfacher, noch schlimmer sind die Kommentare unter diesen Beiträgen, die alles, rund um das Thema Inkontinenz einfach "widerlich" finden, als wenn man sich das ausgesucht hätte. Da werden ganze Bücher zum Thema Blase geschrieben, aber nicht zugegeben, dass Einlagen verwendet werden. Hier ist eine Schieflage im Alltag, trotz Werbung im Fernsehen und durchaus guten Beiträgen.
Vielleicht ist es mir ja irgendwann wirklich egal.
Das war vermutlich etwas am Thema vorbei. Sorry.
Bis denn
Guido
heute kann ich leider längere Texte nur schlecht lesen, aber ich hole das bei Gelegenheit nach, versprochen.
Ich bin jetzt rund sechs Jahre inkontinent, mit zwei zusätzlichen Jahren mit überaktiver Blase davor, mit der Zeit wird das Management und auch die Akzeptanz natürlich besser, allerdings verändert sich die Gesamtsituation irgendwie ständig bei mir.
Ich hätte bereits früher zum Urologen gehen sollen, die zwei Jahre bevor es richtig losging waren einfach Quälerei, viel Stress, viele Schmerzen und ich habe die Ausgangssituation vermutlich auch schlechter gemacht dadurch. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass mich drei Urologen nacheinander für "völlig gesund" erklärt haben, erst nachdem meine Hausärztin mich, auf meinen persönlichen Wunsch hin, zur Kontinenz-Klinik geschickt hat und die Diagnosen gestellt wurden, konnte ich überhaupt erst die Therapieversuche beginnen und eine Urologin finden, die mich ernst nahm. Meine neurologischen Vordiagnosen wurden zuvor völlig ignoriert, später sind ja noch weitere dazu gekommen, die ebenfalls Einfluss auf die Blase haben können.
Im Alltag gehören Hilfsmittel, die für mich funktionieren, einfach selbstverständlich dazu. Dass ich vieles selber zahlen muss, kann ich mir zum Glück leisten, sonst wäre die Situation für mich eine Katastrophe und ich könnte das Haus mit Kassenprodukten praktisch nicht mehr verlassen.
Aktuell treibt mich die Sorge um meine Nieren um, in einigen Wochen ist dann endlich der UDM Termin, auf den ich sechs Monate warten musste, um Klarheit zu bekommen. Je nach Ergebnis wird sich mein Alltag in Zukunft gravierend ändern.
Meine Familie plant natürlich Ausflüge, Unternehmungen, Urlaube und vieles mehr, bemüht sich Rücksicht zu nehmen, aber viele Dinge gehen für mich einfach nicht mehr, aus verschiedenen Gründen, aber auch einfache Dinge, wie ein Besuch im Kino wird für mich immer ein Problem sein. Auch wenn ich noch so gute Produkte nutze, jede Toilette mitnehme, ist trotzdem immer die Wahrscheinlichkeit einer Panne da und das ist mir nie egal. Ich will nicht mit nasser Hose in der Öffentlichkeit rumlaufen, die Sorge ist immer da, und es ist schon öfter passiert, trotz der besten Planung und den besten Hilfsmitteln, die man für Geld kaufen kann. Das ist eine Belastung, die oft von Menschen um mich herum und auch Ärzt*innen völlig übersehen wird. Besonders, wenn man optisch weder behindert noch pflegebedürftig aussieht.
Im medizinischen Umfeld sind mir IKM nicht wirklich peinlich, aber das Stigma ist definitiv vorhanden und es ist mir persönlich immer noch unangenehm. Ich trage das nicht nach außen, aber gelegentlich fällt es halt auf, z.B. beim Sport, die Akzeptanz ist meistens besser als befürchtet, aber was hinter meinem Rücken passiert, weiß ich natürlich nicht. Ich wünschte es wäre mir egal, ist es aber nicht. Diese Art von Belastung ist völlig unabhängig vom Management der Inkontinenz an sich, kommt aber oft zu kurz. Und betroffene "Medfluenzer", die das Wort "Windel" verteufeln machen es nicht unbedingt einfacher, noch schlimmer sind die Kommentare unter diesen Beiträgen, die alles, rund um das Thema Inkontinenz einfach "widerlich" finden, als wenn man sich das ausgesucht hätte. Da werden ganze Bücher zum Thema Blase geschrieben, aber nicht zugegeben, dass Einlagen verwendet werden. Hier ist eine Schieflage im Alltag, trotz Werbung im Fernsehen und durchaus guten Beiträgen.
Vielleicht ist es mir ja irgendwann wirklich egal.
Das war vermutlich etwas am Thema vorbei. Sorry.
Bis denn
Guido
Diagnosen: Neurogene Dysfunktion (NLUTD) suprapontin, Terminale Detrusor-Überaktivität - Detrusor-Sphinkter-Dyskoordination - Polydipsie/Polyurie-Syndrom - Posturales-Orthostatisches-Tachykardie-Syndrom (POTS) -
Myalgische Enzephalomyelitis (ME-CFS) - Dysautonomie - Polyneuropathy (SFN)
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4 Tage 18 Stunden her #54414 von martinK
martinK antwortete auf Lesetipp: Wenn die Blase den Alltag bestimmt – Inkontinenz mitten im Leben
Hallo Guido
Ich finde nicht, dass Du am Thema vorbei schreibst. Der Ratgeber gibt viele wichtige Hinweise, aber keine Garantie dafür, dass die Inkontinenz nicht eine grosse Belastung bleibt.
Ich habe schon länger den Eindruck, dass es Dir schlechter geht, das tut mir sehr leid, und ich wünsche Dir sehr, dass Du einen Weg findest, wie Du mit möglichst wenig Einschränkungen leben kannst. Bei mir war die Privigentherapie der Wendepunkt. Jahrelang wurde meine Gesundheit schleichend schlechter, mit dem Einsetzen der Therapie wurde es dann viel besser. Ich habe immer noch Schübe (kürzlich einen grossen), aber nach jedem Schub ging es bis anhin immer spürbar aufwärts (auch jetzt geht es mir bereits besser als vor ein paar Wochen). Natürlich ist es erstmal wichtig, dass die Nieren funktionieren.
Auch dass der Harnverlust Dich daran hindert, das Leben unbeschwert zu führen, ist sehr schade. Aber Du bist ein „alter Hase“, so dass ich Dir keine Tipps geben kann. Ich sehe einfach bei mir, wie wichtig es ist, dass ich die entsprechenden für mich Strategien fand. Die Inkontinenz belastet mich, aber im Alltag läuft sie meist quasi unbemerkbar mit.
Bleib beim Sport, egal, ob die Anderen Dein Hilfsmittel bemerken oder nicht.
Herzliche Grüsse
Martin
Ich finde nicht, dass Du am Thema vorbei schreibst. Der Ratgeber gibt viele wichtige Hinweise, aber keine Garantie dafür, dass die Inkontinenz nicht eine grosse Belastung bleibt.
Ich habe schon länger den Eindruck, dass es Dir schlechter geht, das tut mir sehr leid, und ich wünsche Dir sehr, dass Du einen Weg findest, wie Du mit möglichst wenig Einschränkungen leben kannst. Bei mir war die Privigentherapie der Wendepunkt. Jahrelang wurde meine Gesundheit schleichend schlechter, mit dem Einsetzen der Therapie wurde es dann viel besser. Ich habe immer noch Schübe (kürzlich einen grossen), aber nach jedem Schub ging es bis anhin immer spürbar aufwärts (auch jetzt geht es mir bereits besser als vor ein paar Wochen). Natürlich ist es erstmal wichtig, dass die Nieren funktionieren.
Auch dass der Harnverlust Dich daran hindert, das Leben unbeschwert zu führen, ist sehr schade. Aber Du bist ein „alter Hase“, so dass ich Dir keine Tipps geben kann. Ich sehe einfach bei mir, wie wichtig es ist, dass ich die entsprechenden für mich Strategien fand. Die Inkontinenz belastet mich, aber im Alltag läuft sie meist quasi unbemerkbar mit.
Bleib beim Sport, egal, ob die Anderen Dein Hilfsmittel bemerken oder nicht.
Herzliche Grüsse
Martin
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2 Tage 22 Stunden her - 2 Tage 22 Stunden her #54420 von Fliegenfänger
Fliegenfänger antwortete auf Lesetipp: Wenn die Blase den Alltag bestimmt – Inkontinenz mitten im Leben
Lieber Matti
Ich bin den Ratgeber durchgegangen. Das ist eine ganz gute Sache und zeigt deutlich auf, dass Inkontinenz nicht nur ein Problem der alten Menschen ist. Leider scheint das bei den Hilfsmittelherstellern noch nicht wirklich angekommen zu sein. Mir scheint, die stützen diesen Mythos noch. Zu oft sieht man in ihren Flyers nur Menschen ab 60 aufwärts. Wie kommt man sich denn da als junger Mensch mit Inkontinenz vor? Ist doch unendlich peinlich, eine solche Krankheit zu haben und das noch anderen gegenüber eingestehen zu müssen …
Ich selber lebe seit bald 12 Jahren mit einer Dranginkontinenz, zuerst verlor ich lediglich Urin, nach einigen Jahre kam eine Stuhlinkontinz dazu, mit der gleichen Drangsymptomatik. Diese habe ich zum Glück unterdessen recht gut im Griff und verliere nur noch selten wenig Stuhl. Daran bin ich dann meist selber schuld, weil ich den Toilettengang noch etwas aufschieben möchte. Plötzlich wird der Drang dann ganz schnell übermächtig und ich hatte mehrmals Glück, noch im letzten Moment die Toilette zu erreichen, bevor sich der Darm komplett entleerte.
Grundsätzlich lasse ich mir den Alltag heute viel weniger durch die Blase bestimmen, wie noch vor wenigen Jahren, als ich ständig nach Toiletten Ausschau hielte, krampfhaft versuchte, einen Urinabgang zu verhindern. Das war oft Stress pur. Das tue ich mir heute nicht mehr an und trage situationsbedingt Hilfsmittel, die ich auch benutze. Mit dieser Einstellung geht es mir heute viel besser. Vorher litt ich an der Inkontinenz, heute versuche ich, so gut als möglich damit zu leben.
Lediglich zu Hause bestimmt die Blase noch oft den Alltag und ich benutze wenn immer möglich die Toilette. Manchmal reicht es, diese zu erreichen, manchmal nicht und ich verliere einen Teil oder den ganzen Blaseninhalt vorher. Zu Hause trage ich meist Pants oder eine Vorlage mit einer mittleren Saugfähigkeit, die aber mindestens eine Blasenfüllung aufnehmen sollte. Nachts spüre ich mich sehr schlecht und merke auch in halbwachem oder wachem Zustand erst im allerletzten Moment, dass sich die Blase entleeren möchte, und zwar absolut sofort! Deshalb versuche ich schon gar nicht mehr die Toilette zu erreichen und benutze das Hilfsmittel (eine sehr saugfähige Vorlage oder eine Klebewindel).
Bei der Arbeit oder auch einmal bei grösseren Ausflügen benutze ich ein Kondomurinal. Das macht mich ziemlich unabhängig bei Rapporten, Sitzungen, Gesprächen usw. und ich brauche keinen Hilfsmittelwechsel vorzunehmen. Wenn sich die Blase meldet, kann ich es einfach laufen lassen, brauche nicht krampfhaft zu verhalten und habe nicht nur noch die Toilette im Kopf. Den Urinbeutel kann ich dann bei Gelegenheit entleeren. Da ich ihn in der Regel am Unterschenkel trage, kann ich ihn bei Ausflügen auch in freier Natur unkompliziert entleeren, ohne mich ausziehen zu müssen.
Meist trage ich aber unterwegs oder bei Ausflügen saugfähige Pants (oder eine Klebewindel) und eine Fixierhose darüber. Die Fixierhose über den Pants hat den Vorteil, dass ich bei einem Wechsel mich untenrum nicht vollständig ausziehen muss, weil ich dann die Pants durch einer saugfähige Vorlage ersetzen kann. Das heisst, ich muss Hose und Fixierhose nur wenig herunterziehen, die gebrauchten Pants auf den Seiten aufreissen, nach hinten wegziehen, entsorgen und kann dann eine Vorlage einsetzen und Fixierhose und Hose wieder hochziehen. Bei Ausflügen die den ganzen Tag dauern, habe ich in der Regel sicher zwei Ersatzhilfsmitel dabei, welche sicher zwei bis zu drei Blasenfüllungen aufnehmen können. Auch unterwegs und bei Ausflügen gilt für mich heute, dass, wenn eine Toilette in der Nähe ist, ich diese benutze. Ist aber keine erreichbar, versuche ich heute bei Drang erst gar nicht mehr zu verhalten, sondern entleere die ganze Blase ins Hilfsmittel. Dann habe ich für eine Weile meine Ruhe. Tue ich das nicht, und versuche bei Drang krampfhaft zu verhalten, passiert bei mir in der Regel folgendes: ich verliere trotzdem eine kleinere Menge Urin, der Drang meldet sich aber nach wenigen Minuten zurück, ich verliere wieder eine gewisse Menge und so geht's weiter … total stressig, deshalb entleere ich lieber in einem Mal.
Der Sport scheint bei mir, anders als bei Martin, die Blase noch zu reizen. Beim Krafttraining verliere ich bei Übungen immer wieder einmal Urin und das setzt sich auf dem Nachhauseweg fort, wo mir dann schnell einmal der ganze Blaseninhalt davonläuft. Auch für mich sind Pants (mit einer mittleren Saugstärke) beim Sport die bequemsten Hilfsmittel und sollten sicher eine ganze Blasenfüllung aufnehmen können. Ich trage zwar auch hier immer eine Fixierhose darüber, aber ich bin mir sicher, dass dem einen oder anderen sicher schon aufgefallen ist, dass ich unter der dünnen Sporthose eine Windel trage – angesprochen wurde ich darauf allerdings noch nie.
Dass ich mir den Alltag weniger durch die Blase bestimmen lasse, und nicht mehr nach Toiletten plane, bedeutet für mich aber auch, dass ich heute mit wesentlich saugstärkeren Hilfsmitteln unterwegs sein muss. Anders geht's nicht. Übrigens richte ich mich auch in der Ernährung nicht mehr nur nach der Blase. Als Kaffeeliebhaber trinke ich meinen Kaffee und wenn ich Lust auf ein Bier habe, trinke ich ein Bier, auch wenn die Blase dann reagiert … soll sie halt.
Das hier etwas zu meinem Alltag mit Inkontinenz.
Liebe Grüsse
Markus
Ich bin den Ratgeber durchgegangen. Das ist eine ganz gute Sache und zeigt deutlich auf, dass Inkontinenz nicht nur ein Problem der alten Menschen ist. Leider scheint das bei den Hilfsmittelherstellern noch nicht wirklich angekommen zu sein. Mir scheint, die stützen diesen Mythos noch. Zu oft sieht man in ihren Flyers nur Menschen ab 60 aufwärts. Wie kommt man sich denn da als junger Mensch mit Inkontinenz vor? Ist doch unendlich peinlich, eine solche Krankheit zu haben und das noch anderen gegenüber eingestehen zu müssen …
Ich selber lebe seit bald 12 Jahren mit einer Dranginkontinenz, zuerst verlor ich lediglich Urin, nach einigen Jahre kam eine Stuhlinkontinz dazu, mit der gleichen Drangsymptomatik. Diese habe ich zum Glück unterdessen recht gut im Griff und verliere nur noch selten wenig Stuhl. Daran bin ich dann meist selber schuld, weil ich den Toilettengang noch etwas aufschieben möchte. Plötzlich wird der Drang dann ganz schnell übermächtig und ich hatte mehrmals Glück, noch im letzten Moment die Toilette zu erreichen, bevor sich der Darm komplett entleerte.
Grundsätzlich lasse ich mir den Alltag heute viel weniger durch die Blase bestimmen, wie noch vor wenigen Jahren, als ich ständig nach Toiletten Ausschau hielte, krampfhaft versuchte, einen Urinabgang zu verhindern. Das war oft Stress pur. Das tue ich mir heute nicht mehr an und trage situationsbedingt Hilfsmittel, die ich auch benutze. Mit dieser Einstellung geht es mir heute viel besser. Vorher litt ich an der Inkontinenz, heute versuche ich, so gut als möglich damit zu leben.
Lediglich zu Hause bestimmt die Blase noch oft den Alltag und ich benutze wenn immer möglich die Toilette. Manchmal reicht es, diese zu erreichen, manchmal nicht und ich verliere einen Teil oder den ganzen Blaseninhalt vorher. Zu Hause trage ich meist Pants oder eine Vorlage mit einer mittleren Saugfähigkeit, die aber mindestens eine Blasenfüllung aufnehmen sollte. Nachts spüre ich mich sehr schlecht und merke auch in halbwachem oder wachem Zustand erst im allerletzten Moment, dass sich die Blase entleeren möchte, und zwar absolut sofort! Deshalb versuche ich schon gar nicht mehr die Toilette zu erreichen und benutze das Hilfsmittel (eine sehr saugfähige Vorlage oder eine Klebewindel).
Bei der Arbeit oder auch einmal bei grösseren Ausflügen benutze ich ein Kondomurinal. Das macht mich ziemlich unabhängig bei Rapporten, Sitzungen, Gesprächen usw. und ich brauche keinen Hilfsmittelwechsel vorzunehmen. Wenn sich die Blase meldet, kann ich es einfach laufen lassen, brauche nicht krampfhaft zu verhalten und habe nicht nur noch die Toilette im Kopf. Den Urinbeutel kann ich dann bei Gelegenheit entleeren. Da ich ihn in der Regel am Unterschenkel trage, kann ich ihn bei Ausflügen auch in freier Natur unkompliziert entleeren, ohne mich ausziehen zu müssen.
Meist trage ich aber unterwegs oder bei Ausflügen saugfähige Pants (oder eine Klebewindel) und eine Fixierhose darüber. Die Fixierhose über den Pants hat den Vorteil, dass ich bei einem Wechsel mich untenrum nicht vollständig ausziehen muss, weil ich dann die Pants durch einer saugfähige Vorlage ersetzen kann. Das heisst, ich muss Hose und Fixierhose nur wenig herunterziehen, die gebrauchten Pants auf den Seiten aufreissen, nach hinten wegziehen, entsorgen und kann dann eine Vorlage einsetzen und Fixierhose und Hose wieder hochziehen. Bei Ausflügen die den ganzen Tag dauern, habe ich in der Regel sicher zwei Ersatzhilfsmitel dabei, welche sicher zwei bis zu drei Blasenfüllungen aufnehmen können. Auch unterwegs und bei Ausflügen gilt für mich heute, dass, wenn eine Toilette in der Nähe ist, ich diese benutze. Ist aber keine erreichbar, versuche ich heute bei Drang erst gar nicht mehr zu verhalten, sondern entleere die ganze Blase ins Hilfsmittel. Dann habe ich für eine Weile meine Ruhe. Tue ich das nicht, und versuche bei Drang krampfhaft zu verhalten, passiert bei mir in der Regel folgendes: ich verliere trotzdem eine kleinere Menge Urin, der Drang meldet sich aber nach wenigen Minuten zurück, ich verliere wieder eine gewisse Menge und so geht's weiter … total stressig, deshalb entleere ich lieber in einem Mal.
Der Sport scheint bei mir, anders als bei Martin, die Blase noch zu reizen. Beim Krafttraining verliere ich bei Übungen immer wieder einmal Urin und das setzt sich auf dem Nachhauseweg fort, wo mir dann schnell einmal der ganze Blaseninhalt davonläuft. Auch für mich sind Pants (mit einer mittleren Saugstärke) beim Sport die bequemsten Hilfsmittel und sollten sicher eine ganze Blasenfüllung aufnehmen können. Ich trage zwar auch hier immer eine Fixierhose darüber, aber ich bin mir sicher, dass dem einen oder anderen sicher schon aufgefallen ist, dass ich unter der dünnen Sporthose eine Windel trage – angesprochen wurde ich darauf allerdings noch nie.
Dass ich mir den Alltag weniger durch die Blase bestimmen lasse, und nicht mehr nach Toiletten plane, bedeutet für mich aber auch, dass ich heute mit wesentlich saugstärkeren Hilfsmitteln unterwegs sein muss. Anders geht's nicht. Übrigens richte ich mich auch in der Ernährung nicht mehr nur nach der Blase. Als Kaffeeliebhaber trinke ich meinen Kaffee und wenn ich Lust auf ein Bier habe, trinke ich ein Bier, auch wenn die Blase dann reagiert … soll sie halt.
Das hier etwas zu meinem Alltag mit Inkontinenz.
Liebe Grüsse
Markus
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Fliegenfänger antwortete auf Lesetipp: Wenn die Blase den Alltag bestimmt – Inkontinenz mitten im Leben
Hier noch einen Nachtrag:
Dass ich heute einen weniger bekümmerten Umgang mit meiner Dranginkontinenz gefunden habe, war sicher auch ein Prozess. Wie für andere wahrscheinlich auch, war es für mich zu Beginn dieses Prozesses nicht einfach, sich erst nur unwillentlich und heute auch willentlich in der Öffentlichkeit in die Hose, bzw. Windel zu machen, es einfach laufen zu lassen; mit der Angst verbunden, dass das Hilfsmittel ausläuft.
Wie andere in diesem Forum, hatte auch ich über Jahre meinen Parcours durch die Ärzteschaft: Hausärztin, Urologe, Gastroenterologe, Proktologe, Neurologin, Physiotherapeutin und wie sie alle heissen. Gefunden wurde schlussendlich nichts. Beckenboden, Nieren, Blase, Prostata, Darm und dessen Ausgang sind bis heute in Ordnung. Tatsache ist aber, dass sich die Inkontinenz nach einer doppelten Leistenoperation vor 12 Jahren entwickelte. Die ganzen Medikamente und Therapien brachten wenig, oder vor allem Nebenwirkungen und Botox wollte ich mir nicht spritzen lassen. Wäre das etwas dauerhaftes, heilendes gewesen, hätte ich da vielleicht zugestimmt. Aber mit der Aussicht, das alle paar Monate wieder machen lassen zu müssen, und dem Risiko, dass die Blase sogar temporär lahmgelegt werden könnte, wollte ich das nicht. Mit meiner Hausärztin kam ich schliesslich überein, einen Schlussstrich zu ziehen. Unterdessen habe ich mich mit meiner Krankheit abgefunden, mich mit ihr arrangiert. Ich habe sie für mich akzeptiert. Akzeptanz scheint mir wichtig zu sein, um mit Inkontinenz einen weniger stressigen Alltag zu haben.
Wenn ich hier im Forum lese, schätze ich mich glücklich, «nur» mit einer Dranginkontinenz leben zu müssen. Und ich bin froh, dass es dafür so gute Hilfsmittel gibt. Froh bin ich diesbezüglich auch, dass ich in der Schweiz lebe, wo die Regelung mit den Krankenkassen wesentlich einfacher scheint.
Vielleicht noch etwas zu meiner Hygiene im Alltag mit der Inkontinenz. Ich rasiere mir ein bis zweimal wöchentlich den gesamten Intimbereich. Morgens wasche ich mir diesen mit einer speziellen Hygieneseife und benutze anschliessend eine Schutzcreme. Bin ich zu Hause, verwende ich beim Hilfsmittelwechsel Feuchttücher, unterwegs wechsle ich das Hilfsmittel auch so. Riechen tue ich deswegen nicht, meine Frau würde mich darauf hinweisen. Geruch entsteht bei mir höchstens, wenn ich das Hilfsmittel einmal zu lange trage (dann fängt vor allem das Hilfsmittel an zu riechen). Hautprobleme habe ich so mit meiner Hygiene keine. Diese gibt es bei mir nur, wenn ich Kondomurinale über längere Zeit verwende. Dann muss ich mit Hautirritationen an Penis und Hoden rechnen, was bei mir vermutlich auf Schwitzen zurückzuführen ist.
Dies noch zur Ergänzung meines Beitrags in diesem Thread.
Liebe Grüsse
Markus
Dass ich heute einen weniger bekümmerten Umgang mit meiner Dranginkontinenz gefunden habe, war sicher auch ein Prozess. Wie für andere wahrscheinlich auch, war es für mich zu Beginn dieses Prozesses nicht einfach, sich erst nur unwillentlich und heute auch willentlich in der Öffentlichkeit in die Hose, bzw. Windel zu machen, es einfach laufen zu lassen; mit der Angst verbunden, dass das Hilfsmittel ausläuft.
Wie andere in diesem Forum, hatte auch ich über Jahre meinen Parcours durch die Ärzteschaft: Hausärztin, Urologe, Gastroenterologe, Proktologe, Neurologin, Physiotherapeutin und wie sie alle heissen. Gefunden wurde schlussendlich nichts. Beckenboden, Nieren, Blase, Prostata, Darm und dessen Ausgang sind bis heute in Ordnung. Tatsache ist aber, dass sich die Inkontinenz nach einer doppelten Leistenoperation vor 12 Jahren entwickelte. Die ganzen Medikamente und Therapien brachten wenig, oder vor allem Nebenwirkungen und Botox wollte ich mir nicht spritzen lassen. Wäre das etwas dauerhaftes, heilendes gewesen, hätte ich da vielleicht zugestimmt. Aber mit der Aussicht, das alle paar Monate wieder machen lassen zu müssen, und dem Risiko, dass die Blase sogar temporär lahmgelegt werden könnte, wollte ich das nicht. Mit meiner Hausärztin kam ich schliesslich überein, einen Schlussstrich zu ziehen. Unterdessen habe ich mich mit meiner Krankheit abgefunden, mich mit ihr arrangiert. Ich habe sie für mich akzeptiert. Akzeptanz scheint mir wichtig zu sein, um mit Inkontinenz einen weniger stressigen Alltag zu haben.
Wenn ich hier im Forum lese, schätze ich mich glücklich, «nur» mit einer Dranginkontinenz leben zu müssen. Und ich bin froh, dass es dafür so gute Hilfsmittel gibt. Froh bin ich diesbezüglich auch, dass ich in der Schweiz lebe, wo die Regelung mit den Krankenkassen wesentlich einfacher scheint.
Vielleicht noch etwas zu meiner Hygiene im Alltag mit der Inkontinenz. Ich rasiere mir ein bis zweimal wöchentlich den gesamten Intimbereich. Morgens wasche ich mir diesen mit einer speziellen Hygieneseife und benutze anschliessend eine Schutzcreme. Bin ich zu Hause, verwende ich beim Hilfsmittelwechsel Feuchttücher, unterwegs wechsle ich das Hilfsmittel auch so. Riechen tue ich deswegen nicht, meine Frau würde mich darauf hinweisen. Geruch entsteht bei mir höchstens, wenn ich das Hilfsmittel einmal zu lange trage (dann fängt vor allem das Hilfsmittel an zu riechen). Hautprobleme habe ich so mit meiner Hygiene keine. Diese gibt es bei mir nur, wenn ich Kondomurinale über längere Zeit verwende. Dann muss ich mit Hautirritationen an Penis und Hoden rechnen, was bei mir vermutlich auf Schwitzen zurückzuführen ist.
Dies noch zur Ergänzung meines Beitrags in diesem Thread.
Liebe Grüsse
Markus
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1 Tag 2 Stunden her #54425 von Helmut 60
Helmut 60 antwortete auf Lesetipp: Wenn die Blase den Alltag bestimmt – Inkontinenz mitten im Leben
Lieber Matti,
auch von meiner Seite ein herzliches Dankeschön für diesen (und auch andere) Ratgeber hier auf den Seiten! Sie sind eine große Hilfe für alle, die sich mit dem Thema "Inkontinenz" erstmalig auseinandersetzen (müssen).
Ich finde mich in ganz vielem, was Markus geschrieben hat, wieder. Auch ich habe das "Glück", lediglich eine Harninkontinenz und keine (zusätzliche) Stuhlinkontinenz zu haben, und ich zitiere von Markus:
"Wäre das etwas dauerhaftes, heilendes gewesen, hätte ich da vielleicht zugestimmt. Aber mit der Aussicht, das alle paar Monate wieder machen lassen zu müssen, und dem Risiko, dass die Blase sogar temporär lahmgelegt werden könnte, wollte ich das nicht. Mit meiner Hausärztin kam ich schliesslich überein, einen Schlussstrich zu ziehen. Unterdessen habe ich mich mit meiner Krankheit abgefunden, mich mit ihr arrangiert. Ich habe sie für mich akzeptiert. Akzeptanz scheint mir wichtig zu sein, um mit Inkontinenz einen weniger stressigen Alltag zu haben."
Mir geht es ganz genau so. Ich habe die Mitte Sechzig bereits überschritten, und wenn ich im Bekanntenkreis so sehe, wer alles mit welchen Krankheiten zu hadern und zu leben hat, und wenn ich zudem noch hier im Forum lese, mit was allem hier Viele zu kämpfen und zu leben haben, muss ich eigentlich komplett den Mund halten und habe nicht den geringsten Grund, mich auch nur über irgendetwas zu beklagen. Meine Inkontinenz bereitet mir keinerlei Schmerzen (außer wenn ich versuche, einen Drang aufzuhalten und dann die Blase krampft) - ich habe mich dementsprechend daran gewöhnt (gewöhnen müssen...), einfach meine Hilfsmittel zu benutzen, wenn ich nicht unmittelbar in Umgebung einer Toilette bin.
Es gibt ganz hervorragende Windeln, die saugstark sind, bequem und komfortabel zu tragen sind, die "von Außen" für andere unsichtbar sind, die einen die Nässe nicht spüren lassen und mich für viele Stunden all das tun lassen, was ich und meine Frau gerne gemeinsam unternehmen. Ich kann mein Leben nahezu ohne Einschränkung so weiterführen, wie es vor meiner Inkontinenz war - dafür bin ich sehr dankbar. Ich habe keinerlei Hautprobleme, obwohl ich nahezu rund um die Uhr in Windeln bin, normale Hygiene natürlich vorausgesetzt. Mit der Nase meiner Frau gibt es den besten existierenden Indikator, dass von mir keine unangenehmen Gerüche kommen.
Anfangs war natürlich das schwierigste, passende Hilfsmittel zu finden, die sicher und immer dicht halten, und natürlich die Psyche - sich selbst zu "erlauben", Hilfsmittel auch bewusst zu benutzen und nicht verzweifelt immer wieder den Spurt zur Toilette zu versuchen und doch immer häufiger zu "verlieren". Nach relativ kurzer Zeit - auch Dank der Unterstützung meiner Frau - kam ich zu dem Entschluss, lieber mein "normales" Leben mit meiner Inkontinenz zu leben anstatt es mir von der Inkontinenz diktieren zu lassen. Und wenn das eben bedeutet, Hilfsmittel zu tragen (und zu benutzen), dann ist das eben so und stört mich (und auch meine Frau) auch nicht weiter. Die Kosten der Selbstversorgung (Sorry, aber Qualität und Tragekomfort der zuzahlungsfreien Hilfsmittel ist nach meiner eigenen Erfahrung mit denen von guten Produkten einfach nicht zu vergleichen) halten sich für mich persönlich in einem absolut vertretbaren Rahmen.
Wie auch Markus habe ich mich mit meiner Inkontinenz "arrangiert". Ich persönlich empfinde sie nicht als schlimm oder besonders unangenehm, und so lange dies für mich so ist habe ich keine große Affinität, viel dagegen zu unternehmen. Laut meinem Arzt könnte ich wohl nur mit einer Linderung, aber nicht mit einer vollständigen Heilung rechnen, und für lediglich eine Reduzierung bin ich nicht bereit, unangenehme Nebenwirkungen oder Therapien auf mich zu nehmen. Sollte sich meine Meinung dazu ändern, kann und werde ich natürlich diesen Weg gehen!
Ich hoffe, mit meiner Einstellung niemandem auf die Füße zu treten. Ich habe tiefes Verständnis für jeden, der an seiner Inkontinenz leidet und alles unternehmen möchte, um sie wieder loszuwerden. Wäre ich 20 Jahre jünger, würde ich unter Schmerzen leiden, lägen ernsthafte Erkrankungen dahinter, wären meine Lebensumstände andere, würde ich das auch vielleicht nicht so "locker" sehen. Ich möchte meine Ansicht auch unter keinen Umständen als Aufforderung verstanden haben, nichts zu unternehmen und einfach "laufen zu lassen"! Es ist lediglich meine eigene, persönliche Einstellung für mein eigenes, persönliches Leben, nach ärztlicher Untersuchung und Beratung, in meinen jetzigen, eigenen Lebensumständen, mit denen ich mich ganz gut arrangiert habe - und keine Blaupause für andere!
Wenn ich auch nur die Erkenntnis weitergeben kann, dass auch mit einer Inkontinenz ein "normales", würdevolles, aufregendes, vielseitiges, aktives und soziales Leben sehr gut und nahezu ohne Einschränkung möglich ist, sofern man bereit ist, das vielleicht existieren Stigma gegen aufsaugende (oder auch andere) Hilfsmittel aufzugeben und diese zu tragen und auch zu benutzen, ist schon viel erreicht!
Liebe Grüße
Helmut
auch von meiner Seite ein herzliches Dankeschön für diesen (und auch andere) Ratgeber hier auf den Seiten! Sie sind eine große Hilfe für alle, die sich mit dem Thema "Inkontinenz" erstmalig auseinandersetzen (müssen).
Ich finde mich in ganz vielem, was Markus geschrieben hat, wieder. Auch ich habe das "Glück", lediglich eine Harninkontinenz und keine (zusätzliche) Stuhlinkontinenz zu haben, und ich zitiere von Markus:
"Wäre das etwas dauerhaftes, heilendes gewesen, hätte ich da vielleicht zugestimmt. Aber mit der Aussicht, das alle paar Monate wieder machen lassen zu müssen, und dem Risiko, dass die Blase sogar temporär lahmgelegt werden könnte, wollte ich das nicht. Mit meiner Hausärztin kam ich schliesslich überein, einen Schlussstrich zu ziehen. Unterdessen habe ich mich mit meiner Krankheit abgefunden, mich mit ihr arrangiert. Ich habe sie für mich akzeptiert. Akzeptanz scheint mir wichtig zu sein, um mit Inkontinenz einen weniger stressigen Alltag zu haben."
Mir geht es ganz genau so. Ich habe die Mitte Sechzig bereits überschritten, und wenn ich im Bekanntenkreis so sehe, wer alles mit welchen Krankheiten zu hadern und zu leben hat, und wenn ich zudem noch hier im Forum lese, mit was allem hier Viele zu kämpfen und zu leben haben, muss ich eigentlich komplett den Mund halten und habe nicht den geringsten Grund, mich auch nur über irgendetwas zu beklagen. Meine Inkontinenz bereitet mir keinerlei Schmerzen (außer wenn ich versuche, einen Drang aufzuhalten und dann die Blase krampft) - ich habe mich dementsprechend daran gewöhnt (gewöhnen müssen...), einfach meine Hilfsmittel zu benutzen, wenn ich nicht unmittelbar in Umgebung einer Toilette bin.
Es gibt ganz hervorragende Windeln, die saugstark sind, bequem und komfortabel zu tragen sind, die "von Außen" für andere unsichtbar sind, die einen die Nässe nicht spüren lassen und mich für viele Stunden all das tun lassen, was ich und meine Frau gerne gemeinsam unternehmen. Ich kann mein Leben nahezu ohne Einschränkung so weiterführen, wie es vor meiner Inkontinenz war - dafür bin ich sehr dankbar. Ich habe keinerlei Hautprobleme, obwohl ich nahezu rund um die Uhr in Windeln bin, normale Hygiene natürlich vorausgesetzt. Mit der Nase meiner Frau gibt es den besten existierenden Indikator, dass von mir keine unangenehmen Gerüche kommen.
Anfangs war natürlich das schwierigste, passende Hilfsmittel zu finden, die sicher und immer dicht halten, und natürlich die Psyche - sich selbst zu "erlauben", Hilfsmittel auch bewusst zu benutzen und nicht verzweifelt immer wieder den Spurt zur Toilette zu versuchen und doch immer häufiger zu "verlieren". Nach relativ kurzer Zeit - auch Dank der Unterstützung meiner Frau - kam ich zu dem Entschluss, lieber mein "normales" Leben mit meiner Inkontinenz zu leben anstatt es mir von der Inkontinenz diktieren zu lassen. Und wenn das eben bedeutet, Hilfsmittel zu tragen (und zu benutzen), dann ist das eben so und stört mich (und auch meine Frau) auch nicht weiter. Die Kosten der Selbstversorgung (Sorry, aber Qualität und Tragekomfort der zuzahlungsfreien Hilfsmittel ist nach meiner eigenen Erfahrung mit denen von guten Produkten einfach nicht zu vergleichen) halten sich für mich persönlich in einem absolut vertretbaren Rahmen.
Wie auch Markus habe ich mich mit meiner Inkontinenz "arrangiert". Ich persönlich empfinde sie nicht als schlimm oder besonders unangenehm, und so lange dies für mich so ist habe ich keine große Affinität, viel dagegen zu unternehmen. Laut meinem Arzt könnte ich wohl nur mit einer Linderung, aber nicht mit einer vollständigen Heilung rechnen, und für lediglich eine Reduzierung bin ich nicht bereit, unangenehme Nebenwirkungen oder Therapien auf mich zu nehmen. Sollte sich meine Meinung dazu ändern, kann und werde ich natürlich diesen Weg gehen!
Ich hoffe, mit meiner Einstellung niemandem auf die Füße zu treten. Ich habe tiefes Verständnis für jeden, der an seiner Inkontinenz leidet und alles unternehmen möchte, um sie wieder loszuwerden. Wäre ich 20 Jahre jünger, würde ich unter Schmerzen leiden, lägen ernsthafte Erkrankungen dahinter, wären meine Lebensumstände andere, würde ich das auch vielleicht nicht so "locker" sehen. Ich möchte meine Ansicht auch unter keinen Umständen als Aufforderung verstanden haben, nichts zu unternehmen und einfach "laufen zu lassen"! Es ist lediglich meine eigene, persönliche Einstellung für mein eigenes, persönliches Leben, nach ärztlicher Untersuchung und Beratung, in meinen jetzigen, eigenen Lebensumständen, mit denen ich mich ganz gut arrangiert habe - und keine Blaupause für andere!
Wenn ich auch nur die Erkenntnis weitergeben kann, dass auch mit einer Inkontinenz ein "normales", würdevolles, aufregendes, vielseitiges, aktives und soziales Leben sehr gut und nahezu ohne Einschränkung möglich ist, sofern man bereit ist, das vielleicht existieren Stigma gegen aufsaugende (oder auch andere) Hilfsmittel aufzugeben und diese zu tragen und auch zu benutzen, ist schon viel erreicht!
Liebe Grüße
Helmut
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