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Frage In eigener Sache: Warum meine Antworten keine Lösungen, sondern Impulse sind

  • Matti
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5 Tage 18 Stunden her #54437 von Matti
Liebe Foren- und Vereinsmitglieder,

wenn ich auf eure Fragen antworte, neige ich mitunter dazu, ganze Abhandlungen zu verfassen. Das liegt vor allem daran, dass ich mich unserem Thema nun schon seit mehr als 20 Jahren widme und in dieser Zeit unzählige Informationen und Erfahrungsberichte gesammelt habe. Ich schreibe viele unserer Webseitenartikel, für die im Vorfeld viel Recherche nötig ist, stehe ständig im Austausch mit Personen aus dem Gesundheitswesen oder der Medizintechnik und formuliere diese Erkenntnisse als Vorstandsmitglied unseres Vereins im Interesse der Betroffenen – woraus ich auch politische oder gesellschaftliche Forderungen ableite.

Wichtig ist mir: Ich bin kein Arzt und distanziere mich auch ausdrücklich von medizinischen Ratschlägen. Ich versuche stets, den reinen Selbsthilfeaspekt zu schildern. Dennoch neige ich dazu, das über die Jahre angehäufte Wissen, die Erfahrungen und Informationen geballt in meine Antworten zu verpacken. Ich bin davon überzeugt, dass dies für viele Fragende hilfreich und wertvoll ist.

Ein Selbsthilfeforum lebt allerdings davon, dass sich möglichst viele Menschen mit ihren eigenen Erfahrungen einbringen, diese schildern und dadurch dem Fragesteller weiterhelfen.
Dabei geht es überhaupt nicht darum, Ratgeberähnliche Antworten bis ins kleinste Detail zu verfassen und in die Antworten einfließen zu lassen! Im Gegenteil: Eine kleine persönliche Erfahrung, ein einfacher Tipp aus dem eigenen Alltag – all das ist extrem wertvoll.

Hier besteht jedoch eine „Gefahr“: Wenn ich als Erstes antworte, habe ich mitunter das Gefühl, dass das Thema danach als „gelöst“ und abschließend beantwortet angesehen wird. Andere trauen sich dann vielleicht gar nicht mehr, mit scheinbar einfachen, aber eben auf der eigenen Erfahrung basierenden Antworten den Thread zu bereichern. Sollte das passieren, führt das nicht nur zu einer völligen Überlastung von mir, sondern der eigentliche Sinn eines offenen Austausches würde völlig verwässert.

Deshalb meine Bitte an euch:
Seht meine Antworten bitte nicht als finale Beantwortung von Fragen an, also nicht als abschließend, sondern lediglich als Impuls! Jede und jeder von euch kann und soll genau so antworten, wie er oder sie es möchte. Erst die Vielfalt eurer unterschiedlichen Erfahrungen bringt neue Perspektiven und öffnet ein Thema richtig.


Ich freue mich auf den weiterhin lebendigen Austausch mit euch!

Matti

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