Frage Erfahrungen bei extremen Harnreiz
- Jetti
-
Autor - Forenstarter
-

Registered
Weniger Mehr
- Beiträge: 1
- Dank erhalten: 0
3 Wochen 3 Tage her - 3 Wochen 3 Tage her #54322 von Jetti
Erfahrungen bei extremen Harnreiz wurde erstellt von Jetti
Hallo,
ich bin Baujahr 74 und habe seit ca. 5 Monaten massive Probleme…
Es kam in den letzten Jahren schon mal vor das ich teils einen schlimmen Harnreiz hatte. Meistens im Sommer. Ich habe mich nie eingenässt aber hatte dann immer das Gefühl das es gleich passiert.
Ich hab dann immer gedacht, ok..das waren vielleicht letztes Wochenende ein paar Bier zu viel, und nach 1-2 Wochen Wasser und Tee verschwand das ganze wieder.
Nicht so in diesem Jahr…
Wieder trat es im Sommer auf. Nur dieses mal verschwand es nicht wieder.
Ich war beim Hausarzt der ein Ultraschall machte und meinte das meine Blase zu voll ist dafür das ich grade erst eine Urinprobe abgeben musste.
Er schickte mich direkt zum Krankenhaus für weitere Untersuchungen. Hier wurde eine Restharn menge von 280 ML festgestellt und sofort ein Katheter gelegt. Was sehr, sehr unangenehm und schmerzhaft war.
Dann wurde mir Tamsoludin verschrieben und ich konnte mit dem Katheter nach Hause.
Nach einer 1 Woche hat den ein Urologe gezogen und weiter das gleiche Medikament weiter verschrieben.
Das war ende Juli. Besser ist es nicht geworden nur anders. Der wirklich brennende Harnreiz ist zwar weg aber Reiz von der Blase ist trotzdem noch da.
Urin kommt mal mehr mal weniger und der drang ist an einigen Tagen fast weg und schlägt dann aber wieder zu.
Man plant beim verlassen des Hauses nur von einer Toilette zur nächsten.
Einkaufen oder sich irgendwo anstellen ist fast genauso unmöglich wie längere Autofahrten.
Letzte Messung ergab 100 ML. Der Urologe wollte direkt die Prostata operieren lassen ansonsten könne er mir nicht mehr helfen.
Ich habe eine OP erstmal abgelehnt da ich dieses Jahr schon 2 hatte.
Von der letzte Knie OP habe ich mich noch nicht wieder erholt und bin immer noch in Behandlung. Dazu kommen die Krankentage die ich ungern noch weiter dieses Jahr aufblähen möchte.
Was mich beschäftigt…
Der Urologe meinte meine Prostata wäre nicht sonderlich groß, die Tabletten haben fast nichts gebracht und einen wiederstand beim Urinieren habe ich ebenfalls nicht.
Es wurden außer dem Ultraschall und der Restharn Messung keine weiteren Untersuchungen gemacht.
Hier in der Provinz traue ich den Ärzten nicht wirklich und habe daher einen Termin in einer Dortmunder Klinik gemacht die darauf spezialisiert ist.
Ich habe ehrlich gesagt jetzt schon einen ziemlichen Respekt vor dem was mich da erwartet und was die rausfinden.
Aber so kann es nicht weiter gehen….
Kennt jemand die Symptome oder hat das alles selbst schon durch gemacht?
Wäre ganz schön wenn mir da jemand meine Bedenken etwas nehmen kann….
ich bin Baujahr 74 und habe seit ca. 5 Monaten massive Probleme…
Es kam in den letzten Jahren schon mal vor das ich teils einen schlimmen Harnreiz hatte. Meistens im Sommer. Ich habe mich nie eingenässt aber hatte dann immer das Gefühl das es gleich passiert.
Ich hab dann immer gedacht, ok..das waren vielleicht letztes Wochenende ein paar Bier zu viel, und nach 1-2 Wochen Wasser und Tee verschwand das ganze wieder.
Nicht so in diesem Jahr…
Wieder trat es im Sommer auf. Nur dieses mal verschwand es nicht wieder.
Ich war beim Hausarzt der ein Ultraschall machte und meinte das meine Blase zu voll ist dafür das ich grade erst eine Urinprobe abgeben musste.
Er schickte mich direkt zum Krankenhaus für weitere Untersuchungen. Hier wurde eine Restharn menge von 280 ML festgestellt und sofort ein Katheter gelegt. Was sehr, sehr unangenehm und schmerzhaft war.
Dann wurde mir Tamsoludin verschrieben und ich konnte mit dem Katheter nach Hause.
Nach einer 1 Woche hat den ein Urologe gezogen und weiter das gleiche Medikament weiter verschrieben.
Das war ende Juli. Besser ist es nicht geworden nur anders. Der wirklich brennende Harnreiz ist zwar weg aber Reiz von der Blase ist trotzdem noch da.
Urin kommt mal mehr mal weniger und der drang ist an einigen Tagen fast weg und schlägt dann aber wieder zu.
Man plant beim verlassen des Hauses nur von einer Toilette zur nächsten.
Einkaufen oder sich irgendwo anstellen ist fast genauso unmöglich wie längere Autofahrten.
Letzte Messung ergab 100 ML. Der Urologe wollte direkt die Prostata operieren lassen ansonsten könne er mir nicht mehr helfen.
Ich habe eine OP erstmal abgelehnt da ich dieses Jahr schon 2 hatte.
Von der letzte Knie OP habe ich mich noch nicht wieder erholt und bin immer noch in Behandlung. Dazu kommen die Krankentage die ich ungern noch weiter dieses Jahr aufblähen möchte.
Was mich beschäftigt…
Der Urologe meinte meine Prostata wäre nicht sonderlich groß, die Tabletten haben fast nichts gebracht und einen wiederstand beim Urinieren habe ich ebenfalls nicht.
Es wurden außer dem Ultraschall und der Restharn Messung keine weiteren Untersuchungen gemacht.
Hier in der Provinz traue ich den Ärzten nicht wirklich und habe daher einen Termin in einer Dortmunder Klinik gemacht die darauf spezialisiert ist.
Ich habe ehrlich gesagt jetzt schon einen ziemlichen Respekt vor dem was mich da erwartet und was die rausfinden.
Aber so kann es nicht weiter gehen….
Kennt jemand die Symptome oder hat das alles selbst schon durch gemacht?
Wäre ganz schön wenn mir da jemand meine Bedenken etwas nehmen kann….
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- martinK
-
- Vereinsmitglied
-

Registered
Weniger Mehr
- Beiträge: 1105
- Dank erhalten: 182
2 Wochen 6 Tage her - 2 Wochen 6 Tage her #54333 von martinK
martinK antwortete auf Erfahrungen bei extremen Harnreiz
Hallo Jetti
Ich weiss nicht, ob ich weiterhelfen kann. Was Du schreibst ist ziemlich diffus. Das ist kein Vorwurf an Dich, sondern vermutlich der Situation geschuldet. Dies weil offensichtlich keine Untersuchungen durchgeführt wurden, um zu klären, ob Dein Problem mit dem Bereich Schliessmuskel/Prostata oder der Blase selber zusammenhängt.
- Der Urologe meint, dass die Prostata o.k. sei, dennoch möchte er sie operieren. Wieso? Ich würde keiner Operation einwilligen, wenn es dafür keine medizinische Begründung gibt. Nach der OP wirst Du mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erstmal wieder Probleme mit der Entleerung haben. D.h., wenn die Werte und Messungen nicht darauf hindeuten, dass Deine Restharnproblematik mit der Prostata zusammenhängt, würde ich erstmal gar nichts machen.
- Der Reiz könnte von einer Entzündung im unteren Harntrakt kommen. Wurde so etwas untersucht? Z.B. wäre eine Blasenspiegelung, in welcher man sich auch den Harnleiter und die Prostata anschaut, aus meiner Sicht sinnvoll. Ebenfalls könnte man den Zustand der Blasenwand untersuchen.
- Hast Du mal ein Blasentagebuch geführt, d.h. aufgeschrieben, wieviel Du in einem Tag trinkst, und wieviel pro Entleerung unten rauskommt. Das wäre aus meiner Sicht sinnvoll um besser zu verstehen, wo das Problem liegt.
- Zu guter Letzt denke ich, wäre eine Urodynamikuntersuchung in Deinem Fall sinnvoll wäre. Damit könnte man die den Blasendruck messen, möglicherweise eine Überaktivität der Blase untersuchen die Entleerung dynamisch untersuchen.
Je nach dem, was bei den Untersuchungen herauskommt, kann man eine Therapie definieren, welche Prostata, Blasenschliessmuskel oder Blase adressiert. Wenn zum Beispiel eine Reizblase vorliegen sollte, nützt Tamsulosin wenig.
Herzliche Grüsse
Martin
Ich weiss nicht, ob ich weiterhelfen kann. Was Du schreibst ist ziemlich diffus. Das ist kein Vorwurf an Dich, sondern vermutlich der Situation geschuldet. Dies weil offensichtlich keine Untersuchungen durchgeführt wurden, um zu klären, ob Dein Problem mit dem Bereich Schliessmuskel/Prostata oder der Blase selber zusammenhängt.
- Der Urologe meint, dass die Prostata o.k. sei, dennoch möchte er sie operieren. Wieso? Ich würde keiner Operation einwilligen, wenn es dafür keine medizinische Begründung gibt. Nach der OP wirst Du mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erstmal wieder Probleme mit der Entleerung haben. D.h., wenn die Werte und Messungen nicht darauf hindeuten, dass Deine Restharnproblematik mit der Prostata zusammenhängt, würde ich erstmal gar nichts machen.
- Der Reiz könnte von einer Entzündung im unteren Harntrakt kommen. Wurde so etwas untersucht? Z.B. wäre eine Blasenspiegelung, in welcher man sich auch den Harnleiter und die Prostata anschaut, aus meiner Sicht sinnvoll. Ebenfalls könnte man den Zustand der Blasenwand untersuchen.
- Hast Du mal ein Blasentagebuch geführt, d.h. aufgeschrieben, wieviel Du in einem Tag trinkst, und wieviel pro Entleerung unten rauskommt. Das wäre aus meiner Sicht sinnvoll um besser zu verstehen, wo das Problem liegt.
- Zu guter Letzt denke ich, wäre eine Urodynamikuntersuchung in Deinem Fall sinnvoll wäre. Damit könnte man die den Blasendruck messen, möglicherweise eine Überaktivität der Blase untersuchen die Entleerung dynamisch untersuchen.
Je nach dem, was bei den Untersuchungen herauskommt, kann man eine Therapie definieren, welche Prostata, Blasenschliessmuskel oder Blase adressiert. Wenn zum Beispiel eine Reizblase vorliegen sollte, nützt Tamsulosin wenig.
Herzliche Grüsse
Martin
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
- mich
-
- Platinum Member
-

Registered
Weniger Mehr
- Beiträge: 390
- Dank erhalten: 39
2 Wochen 5 Tage her #54335 von mich
mich antwortete auf Erfahrungen bei extremen Harnreiz
Hallo Jeti, es könnte schon sein das die Prostata die Harnröhre einengt. Es heißt aber nicht das sie bei einer OP entfernt wird, sondern sie wird dann nur ausgeschält.
Mich
Mich
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
2 Wochen 5 Tage her #54338 von Matti
Gemeinsam stark – werde Teil einer unterstützenden Gemeinschaft, die versteht und hilft.
Jetzt Vereinsmitglied werden!
Mit Deiner Mitgliedschaft gibst Du Inkontinenz eine Stimme.
Matti antwortete auf Erfahrungen bei extremen Harnreiz
Hallo Jetti,
deine Unsicherheit kann ich gut nachvollziehen. Vor allem, weil bisher offenbar nur ein Ultraschall und Restharnmessungen gemacht wurden, gleichzeitig aber direkt eine Operation vorgeschlagen wurde. Eine zweite Meinung in einer spezialisierten Klinik halte ich deshalb für absolut nachvollziehbar.
Es ist grundsätzlich möglich, dass die Prostata die Harnröhre einengt, auch wenn sie nicht besonders groß ist. Die bisherigen Angaben beweisen allerdings noch nicht eindeutig, dass die Prostata tatsächlich die Ursache deiner Beschwerden ist. Dass Tamsulosin kaum geholfen hat und kein deutlicher Widerstand beim Wasserlassen besteht, sollte bei der weiteren Abklärung berücksichtigt werden. Auch eine Funktionsstörung der Blase, eine Verengung der Harnröhre oder eine Störung am Blasenausgang könnten grundsätzlich eine Rolle spielen.
Vor einer Entscheidung zur Operation würde ich mir deshalb genau erklären lassen, welcher konkrete Befund für die Prostata als Ursache spricht und welche Untersuchungen die Ursache weiter eingrenzen können. Je nach Einschätzung der behandelnden Ärzte könnten beispielsweise eine Harnstrahlmessung, eine Blasenspiegelung oder eine urodynamische Untersuchung sinnvoll sein. Ein Blasentagebuch mit Trinkmengen, Toilettengängen und den jeweiligen Urinmengen kann ebenfalls hilfreiche Informationen liefern.
Falls eine Operation tatsächlich notwendig sein sollte: Bei Verfahren wie TURP oder HoLEP wird normalerweise nicht die gesamte Prostata entfernt, sondern das Gewebe, das den Harnabfluss behindert, wird abgetragen beziehungsweise ausgeschält. Welche Methode geeignet ist, hängt aber vom genauen Befund und von der Anatomie ab. Deshalb würde ich mir den geplanten Eingriff und seine medizinische Begründung genau erläutern lassen.
Die Restharnmenge ist zwar von 280 ml auf 100 ml zurückgegangen, die Beschwerden bestehen aber weiterhin. Ich würde den Termin in der Dortmunder Klinik wahrnehmen und dort umfassend besprechen, was bisher untersucht und behandelt wurde. Bei Fieber, starken Schmerzen, Blut im Urin oder wenn plötzlich gar kein Wasser mehr kommt, solltest du allerdings sofort ärztliche Hilfe suchen.
Ich wünsche dir, dass dort eine klare Ursache gefunden wird und du anschließend eine Behandlung bekommst, mit der es dir wirklich besser geht.
Gruß
Matti
deine Unsicherheit kann ich gut nachvollziehen. Vor allem, weil bisher offenbar nur ein Ultraschall und Restharnmessungen gemacht wurden, gleichzeitig aber direkt eine Operation vorgeschlagen wurde. Eine zweite Meinung in einer spezialisierten Klinik halte ich deshalb für absolut nachvollziehbar.
Es ist grundsätzlich möglich, dass die Prostata die Harnröhre einengt, auch wenn sie nicht besonders groß ist. Die bisherigen Angaben beweisen allerdings noch nicht eindeutig, dass die Prostata tatsächlich die Ursache deiner Beschwerden ist. Dass Tamsulosin kaum geholfen hat und kein deutlicher Widerstand beim Wasserlassen besteht, sollte bei der weiteren Abklärung berücksichtigt werden. Auch eine Funktionsstörung der Blase, eine Verengung der Harnröhre oder eine Störung am Blasenausgang könnten grundsätzlich eine Rolle spielen.
Vor einer Entscheidung zur Operation würde ich mir deshalb genau erklären lassen, welcher konkrete Befund für die Prostata als Ursache spricht und welche Untersuchungen die Ursache weiter eingrenzen können. Je nach Einschätzung der behandelnden Ärzte könnten beispielsweise eine Harnstrahlmessung, eine Blasenspiegelung oder eine urodynamische Untersuchung sinnvoll sein. Ein Blasentagebuch mit Trinkmengen, Toilettengängen und den jeweiligen Urinmengen kann ebenfalls hilfreiche Informationen liefern.
Falls eine Operation tatsächlich notwendig sein sollte: Bei Verfahren wie TURP oder HoLEP wird normalerweise nicht die gesamte Prostata entfernt, sondern das Gewebe, das den Harnabfluss behindert, wird abgetragen beziehungsweise ausgeschält. Welche Methode geeignet ist, hängt aber vom genauen Befund und von der Anatomie ab. Deshalb würde ich mir den geplanten Eingriff und seine medizinische Begründung genau erläutern lassen.
Die Restharnmenge ist zwar von 280 ml auf 100 ml zurückgegangen, die Beschwerden bestehen aber weiterhin. Ich würde den Termin in der Dortmunder Klinik wahrnehmen und dort umfassend besprechen, was bisher untersucht und behandelt wurde. Bei Fieber, starken Schmerzen, Blut im Urin oder wenn plötzlich gar kein Wasser mehr kommt, solltest du allerdings sofort ärztliche Hilfe suchen.
Ich wünsche dir, dass dort eine klare Ursache gefunden wird und du anschließend eine Behandlung bekommst, mit der es dir wirklich besser geht.
Gruß
Matti
Gemeinsam stark – werde Teil einer unterstützenden Gemeinschaft, die versteht und hilft.
Jetzt Vereinsmitglied werden!
Mit Deiner Mitgliedschaft gibst Du Inkontinenz eine Stimme.
Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.
Moderatoren: MichaelDah
Ladezeit der Seite: 0.176 Sekunden

