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Zusammengeführt ISK

  • Mathis
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3 Tage 13 Stunden her #54233 von Mathis
ISK wurde erstellt von Mathis
Liebe Forumsmitglieder,
Ich bin seit circa 1,5 Jahren ISK Patient. Ich hab schon ein paar Beiträge in diesem Forum geschrieben. der Grund dieses Beitrags, sind meine Sorgen bezüglich häufiger Harnwegsinfekte.
Anfang des Jahres hatte ich eine ganze Serie von Infekten mit unterschiedlichen Erregern. Zweimal das waren zweimal Eschericha coli, Proteus mirabilis und Klebsiellen. Gerade bin ich aus dem Krankenhaus entlassen worden, da ich vor circa einer Woche Fieber unklarer Genese hatte. Es war Mittwoch und ich wollte die Situation urologisch geklärt wissen. Im Krankenhaus ging man aufgrund der Urinuntersuchung von einer Prostatitis aus. Entsprechend bekam ich Antibiotikum. In dem Fall war es Ciprofloxacin. Dies Antibiotikum hatte ich auch Anfang des Jahres bei einer anderen Infektion schon mal bekommen. Mittlerweile habe ich extreme Angst, dass bei der häufigen Medikation mit Antibiotikum die Wirksamkeit aufgrund von Resistenzbildung abnimmt. Die Ärzte versuchen mich da immer wieder zu beruhigen, was nur begrenzt gelingt. Mir ist klar, dass nicht jede Symptomatik behandlungsbedürftig ist. In dem Fall beim auftreten von Fieber waren die Empfehlung der Urologen jedoch ganz eindeutig. Darüber hinaus wird es jedoch auch sein, dass es normal sein wird, eine gewisse Keimbesiedlung in der Blase zu haben, solange diese jedoch keine Infektionen mit massiven Symptomen auslöst, ist das okay. Dennoch frage ich mich, was ich tun kann bei wirklich gute Hygiene bei einem Intervall von 4 Stunden reichlich trinken und Prophylaxe mit Manose. Ich würde mich freuen, wenn ihr eure Erfahrungen mit mir teilt oder noch Ideen habt oder Erfahrungen habt, die mir in meiner Situation weiterhelfen können. Viele Grüße Mathis

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  • Mick_aus_L
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3 Tage 8 Stunden her #54234 von Mick_aus_L
Mick_aus_L antwortete auf ISK
Hallo Mathis,

ich bin auch seit Juni letzen Jahres ISK Nutzer. Auch ich hatte letztes Jahr häufige HWI's. Irgendwann (Dez.2025) kam die Assistenzärztin meiner Hausärztin auf die Idee niedrig dosiert Nitoxolin zu verordnen. Und was soll ich sagen, das hat funktioniert. Vielleicht solltest Du das mal mit Deinem Arzt besprechen.

Gruß Michael

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  • martinK
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3 Tage 8 Stunden her - 3 Tage 8 Stunden her #54235 von martinK
martinK antwortete auf ISK
Hallo Mathis

Mir geht es derzeit auch nicht besonders gut, aber das schreibe ich in einem anderen Beitrag...

Nun ja, ISK scheint nicht jedermanns Sache zu sein. Bei mir führt die regelmässige Selbstkatheterisierung nach wenigen Tagen zu teilweise schlimmen Harnwegsinfekten mit hohem Fieber und Schüttelfrost. Da half jedes Mal nur eine radikale Antibiotikakur, einmal war ich deswegen sogar im Notfall stationiert.

Ich habe alle möglichen Katheter ausprobiert (Modelle, Ch-Werte), liess meine Prozedur dreimal von Fachexpertinnen überprüfen, machte eine Urovax-Kur, versuchte es mit D-Mannose... das Einzige, was half, war eine gleichzeitige Antibiotikaeinnahme, aber das war in meinem Fall nicht indiziert, zumal mein Restharn nicht permanent zu hoch ist. Meine Hausärztin, eine Nephrologin, war dezidiert der Meinung, dass die Antibiotika meine Nieren mehr schaden würden, als der zeitweise erhöhte Restharn.

Was kannst Du tun? Andere Katheter testen, es vielleicht mit einem desinfizierenden Gleitgel versuchen (meine Neurourolgin hält nichts davon, konnte mir aber nicht wirklich klar machen, weshalb), eine Impfung gegen Bakterien durchführen lassen oder vielleicht die Hygiene optimieren. Das Problem ist, dass bei uns Männern Harnweginfekte kein Pappenstiel sind und in der Regel zeitig mit Antibiotika behandelt werden müssen. 

Ich würde auf alle Fälle die Meinung von anderen Ärzten (z.B. Nephrologen) einholen, wie notwendig das ISK bei Dir wirklich ist, d.h. eine Nutzen-versus-Schadenabwägung machen lassen. Wenn Dein Restharn regelmässig ausufert, ohne dass Du es merkst, dann liegt ziemlich sicher Handlungsbedarf vor. Wenn Du, wie ich allenfalls zwischen durch mal mehr als 200 ml Restharn hast und regelmässig auch sehr wenig oder kein Restharn auftritt, so kannst Du das ISK möglicherweise sein lassen und regelmässig den Zustand Deiner Nieren und Deiner Blase kontrollieren lassen. Dies ist meine derzeitige Strategie.

Zu guter Letzt möchte ich Dich vor Antibiotika warnen, welche auf Fluorchinolonen basieren ( Ciprofloxacin, Levofloxacin, Moxifloxacin, Norfloxacin und Ofloxacin). Dies sind ohne Zweifel sehr wirkungsvolle Antibiotika, welche aber sehr schlimme und irreversible Nebenwirkungen haben können, welche zu Immobilität und grossen psychischen Störungen führen können. Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) warnte schon im Jahr 2019 vor den Nebenwirkungen dieser Antibiotika ( www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformatio...ewegungsapparat.html ). Meiner Erfahrung nach halten sich leider nicht alle Urologen an diese Warnung und wenden  Fluorchinolon-basierte Antibiotika bei Harnwegenzündungen an, ohne Alternativen geprüft zu haben; ich habe bereits zweimal interveniert und ein anderes Medikament verlangt, welches dann auch half. Ich möchte betonen, dass dies nicht meine derzeitige Neurourologin betrifft, welche sehr umsichtig mit dem Verschreiben von Medikamenten umgeht.

Zu guter Letzt möchte ich einen Disclaimer schreiben um nicht als Verschwörungstheoretiker dazustehen: ISK ist ein "Goldstandard", der in sehr vielen Fällen den Betroffenen ein beschwerdefreies Leben ermöglicht, Mein Fall (und möglicherweise jener von Mathis) ist eine Ausnahme. Ebenfalls können Antibiotika, welche auf Fluorchinolonen basieren, Leben retten; man sollte sie also nicht verteufeln, sondern gezielt dort anwenden, wo es keine Alternative gibt. Bei weitem nicht jede Person, welche auf Fluorchinolonen basierte Antibiotika einnimmt, erfährt die schlimmen Nebenwirkungen, vor welchen gewarnt wird. Gäbe es keine Alternative, so würde ich ohne mit den Wimpern zu zucken diese Antibiotika zu mir nehmen.

Herzliche Grüsse
Martin

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