Frage Ein Corvus stellt sich kurz vor
- Corvus55
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1 Woche 20 Stunden her #54017 von Corvus55
Ein Corvus stellt sich kurz vor wurde erstellt von Corvus55
Ich bin 71, nach RPE vor 16 Jahren mittelmäßig Harninkontinent und leider seid vielen Jahren leide ich auch an einer leichten Stuhlinkontinenz.
Für meine Harninkontinenz benutze ich seid dieser Zeit Einlagen bzw Windeln und habe an diesem Punkt keine Probleme.
Als Belastung empfinde ich meine Art der Stuhlinkontinenz welche fast immer nur nach dem eigentlichen Stuhlgang auftritt.
Dies heißt das ich mich nach dem Stuhlgang nur sehr bedingt sauber wischen kann und im Abstand von 10 bis 20 Minuten die Toilette erneut aufsuche mich mit einem Einmalwaschlappen säubere wobei schon wieder viel Stuhl vorhanden ist.
Danach muss ich mich auf den Wannenrand setzten und mit harten Duschstrahl ausspüle, dabei kommt mal mehr mal weniger Stuhl nach, aber schön ist was anderes.
Gerade wenn ich mal unterwegs bin und ich zur "Großen Toilette" muss ist dies eine verdammte Last wenn ich mich nicht nachsäubern kann und dann doch mehr oder wenigen Windel oder Unterhosen verdirbt.
Ich war damit auch bei einem der besten Proktologen Sachsens und gar über dessen Grenzen hinaus, welcher leider vor kurzem noch verhältnismäßig jung verstorben ist.
Guter Punkt war dass nichts Bösartiges ( auch MRT) gefunden wurde (was ich aber schon wusste da ich aller zwei bis drei Jahre zur Darmspiegelung musste - wegen oft großer Polypen - ).
Zu einer OP meinte er, er könne es machen und es gibt drei Möglichkeiten, es wird besser, es bleibt wie es ist und es kann sich auch deutlich verschlimmern.
Es würde auch alles was komme sehr unangenehm und er ließ mir die Entscheidung, wenn ich damit klar komme riet er mir es ohne OP zu belassen und wenn nicht würde er mich operieren.
Dies war nun vor 7 oder acht Jahren.
Im Hinterkopf immer ein abwägen und nun kam die für mich schlimme Nachricht dass der Mann auf den ich vertraute verstarb.
Nun sitze ich hier und hoffe das ich meine restlichen Jahre noch über die Runden komme, habe aber Angst davor wenn ich mal was ich nicht hoffe mal in ein Pflegeheim müsste.
Ich denke immer daran das mir der Proktologe für unterwegs ein Happy Po zum spülen empfahl, aber selbst dies kann mir nicht helfen da der Druck nicht ausreicht um mich zu säubern.
Richtige Inkontinenzprobleme mit dem Großen Geschäft habe ich sonst kaum, oder ich sage mal mit Glück passierte da mal höchstens was wenn es im nahen Umfeld war und zu vernachlässigen ist.
Wer hat hier an diesem Punkt vielleicht .... hilfreiche Gedanken, oder ich kann auch etwas an eigener Erfahrung zurück geben.
Für meine Harninkontinenz benutze ich seid dieser Zeit Einlagen bzw Windeln und habe an diesem Punkt keine Probleme.
Als Belastung empfinde ich meine Art der Stuhlinkontinenz welche fast immer nur nach dem eigentlichen Stuhlgang auftritt.
Dies heißt das ich mich nach dem Stuhlgang nur sehr bedingt sauber wischen kann und im Abstand von 10 bis 20 Minuten die Toilette erneut aufsuche mich mit einem Einmalwaschlappen säubere wobei schon wieder viel Stuhl vorhanden ist.
Danach muss ich mich auf den Wannenrand setzten und mit harten Duschstrahl ausspüle, dabei kommt mal mehr mal weniger Stuhl nach, aber schön ist was anderes.
Gerade wenn ich mal unterwegs bin und ich zur "Großen Toilette" muss ist dies eine verdammte Last wenn ich mich nicht nachsäubern kann und dann doch mehr oder wenigen Windel oder Unterhosen verdirbt.
Ich war damit auch bei einem der besten Proktologen Sachsens und gar über dessen Grenzen hinaus, welcher leider vor kurzem noch verhältnismäßig jung verstorben ist.
Guter Punkt war dass nichts Bösartiges ( auch MRT) gefunden wurde (was ich aber schon wusste da ich aller zwei bis drei Jahre zur Darmspiegelung musste - wegen oft großer Polypen - ).
Zu einer OP meinte er, er könne es machen und es gibt drei Möglichkeiten, es wird besser, es bleibt wie es ist und es kann sich auch deutlich verschlimmern.
Es würde auch alles was komme sehr unangenehm und er ließ mir die Entscheidung, wenn ich damit klar komme riet er mir es ohne OP zu belassen und wenn nicht würde er mich operieren.
Dies war nun vor 7 oder acht Jahren.
Im Hinterkopf immer ein abwägen und nun kam die für mich schlimme Nachricht dass der Mann auf den ich vertraute verstarb.
Nun sitze ich hier und hoffe das ich meine restlichen Jahre noch über die Runden komme, habe aber Angst davor wenn ich mal was ich nicht hoffe mal in ein Pflegeheim müsste.
Ich denke immer daran das mir der Proktologe für unterwegs ein Happy Po zum spülen empfahl, aber selbst dies kann mir nicht helfen da der Druck nicht ausreicht um mich zu säubern.
Richtige Inkontinenzprobleme mit dem Großen Geschäft habe ich sonst kaum, oder ich sage mal mit Glück passierte da mal höchstens was wenn es im nahen Umfeld war und zu vernachlässigen ist.
Wer hat hier an diesem Punkt vielleicht .... hilfreiche Gedanken, oder ich kann auch etwas an eigener Erfahrung zurück geben.
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- Helmut 60
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5 Tage 7 Stunden her #54021 von Helmut 60
Helmut 60 antwortete auf Ein Corvus stellt sich kurz vor
Hallo Corvus,
Schade, dass sich in den letzten zwei Tagen noch niemand gemeldet hat - herzlich willkommen hier im Forum!
Ich (m, 66j) lebe sein gut 4 Jahren mit einer Harninkontinenz, mit der Stuhlkontrolle habe ich jedoch keinerlei Schwierigkeiten und kann daher leider aus eigener Erfahrung nichts zu deiner Problematik beitragen. Zumindest warst du, wie du geschrieben hast, in guter fachärztlicher Betreuung, auch wenn dir wohl nicht so richtig geholfen werden konnte.
Mir sind nur zwei Gedanken nach dem Lesen deines Posts gekommen:
- Aus deiner Beschreibung, wie schwierig bei dir die Reinigung ist, schließe ich, dass du vielleicht einen ziemlich festen Stuhl hast. Könntest du nicht, mit einer entsprechend ballaststoffreichen Ernährung, dafür sorgen, dass dein Stuhl etwas weicher wird und damit gegebenenfalls die Reinigung wesentlich leichter wird, eventuell sogar Feuchttücher reichen?
- Ich habe irgendwo mal von der Existenz von sogenannten "Analtampons" gelesen - könnte so etwas eine Möglichkeit für dich sein, das ungewollte Austreten von Stuhl zu verhindern oder wenigstens zu verringern?
Wie geschrieben, ich habe keine eigenen Erfahrungen, vielleicht ist das, das ich geschrieben habe, einfach nur unqualifizierter Unfug. Vielleicht meldet sich hier noch jemand, der mehr praktikables beitragen kann!
Viele Grüße
Helmut
Schade, dass sich in den letzten zwei Tagen noch niemand gemeldet hat - herzlich willkommen hier im Forum!
Ich (m, 66j) lebe sein gut 4 Jahren mit einer Harninkontinenz, mit der Stuhlkontrolle habe ich jedoch keinerlei Schwierigkeiten und kann daher leider aus eigener Erfahrung nichts zu deiner Problematik beitragen. Zumindest warst du, wie du geschrieben hast, in guter fachärztlicher Betreuung, auch wenn dir wohl nicht so richtig geholfen werden konnte.
Mir sind nur zwei Gedanken nach dem Lesen deines Posts gekommen:
- Aus deiner Beschreibung, wie schwierig bei dir die Reinigung ist, schließe ich, dass du vielleicht einen ziemlich festen Stuhl hast. Könntest du nicht, mit einer entsprechend ballaststoffreichen Ernährung, dafür sorgen, dass dein Stuhl etwas weicher wird und damit gegebenenfalls die Reinigung wesentlich leichter wird, eventuell sogar Feuchttücher reichen?
- Ich habe irgendwo mal von der Existenz von sogenannten "Analtampons" gelesen - könnte so etwas eine Möglichkeit für dich sein, das ungewollte Austreten von Stuhl zu verhindern oder wenigstens zu verringern?
Wie geschrieben, ich habe keine eigenen Erfahrungen, vielleicht ist das, das ich geschrieben habe, einfach nur unqualifizierter Unfug. Vielleicht meldet sich hier noch jemand, der mehr praktikables beitragen kann!
Viele Grüße
Helmut
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- MichaelDah
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5 Tage 2 Stunden her #54024 von MichaelDah
MichaelDah antwortete auf Ein Corvus stellt sich kurz vor
Hallo Corvus,
auch ein herzlich willkommen in der Runde von mir!
Vielleicht melden sich ja noch mehr zu diesem Thema. Da ich allerdings selbst von einem ähnlichen Problem betroffen bin, möchte ich neben Helmut noch ein paar Bemerkungen hinzufügen – vielleicht ist ja noch etwas Neues dabei.
Aus meiner Erfahrung ist die Stuhlregulation das entscheidende Kriterium für Erfolg oder Misserfolg. Ballaststoffe spielen dabei eine wichtige Rolle. Je nach Art und Zeitpunkt des Konsums haben sie unterschiedliche Wirkungen.
Wer zu weichem oder dünnem Stuhl neigt, sollte ballaststoffreiche Lebensmittel eher abends zu sich nehmen und insbesondere morgens möglichst keine Ballaststoffe essen. Hierzu gehören z.B. auch die oft genannten Flohsamenschalen. Das hat nebenbei auch den Effekt, dass man morgens gut abführen kann und dann in der Regel den Tag über Ruhe hat.
Bei gemischtem Stuhl (also ein paar harte Klumpen) sind neben den Ballaststoffen auch die richtige Trinkmenge und - Verteilung wichtig. Die Trinkmenge sollte gut über den Tag verteilt werden und je nach Gewicht und Körpergröße bei mindestens 1,5 bis 2 Litern liegen. Ungleichmäßiges Trinken kann zu diesen harten Klumpen führen, die wiederum dafür sorgen, dass der „dahinter liegende“ Stuhl vom Darm verdünnt wird. Das führt dann zu dem lästigen Stuhlschmieren.
Bei hartem Stuhl helfen mehr Ballaststoffe und mehr Trinken – da ist es dann erstmal egal, wann man sie isst.
Auch die Art der Ballaststoffe spielt eine entscheidende Rolle für die Verdauung. Es gibt lösliche und nicht lösliche Ballaststoffe, die jeweils unterschiedliche Wirkungen haben. Eine ausgewogene Kombination beider ist daher wichtig. Meiner Erfahrung nach können nicht lösliche Ballaststoffe, wie sie beispielsweise in Vollkornbrot enthalten sind, morgens zu Problemen führen. Es ist in so einem Fall daher ratsam, Vollkornbrot zum Frühstück eher zu vermeiden und stattdessen zu Toastbrot oder Brötchen zu greifen. Am Abend kann man den (nicht löslichen) Ballaststoffbedarf dann nachholen, was sich positiv auf die nächtliche Verdauung auswirkt. Auf lösliche Ballaststoffe, die beispielsweise in Gemüse vorkommen, sollte man tagsüber jedoch nicht verzichten, da sie dazu beitragen, die Transitzeit zu verlängern und somit häufigere Toilettengänge zu vermeiden.
Wenn es morgens Schwierigkeiten mit dem Stuhlgang gibt, kann die Irrigation eine hilfreiche Option sein. Besonders wenn man das Gefühl hat, nicht alles bei einem Toilettengang entleeren zu können, kann die Irrigation das Problem lösen.
Zu den beiden Themen habe ich zwei Artikel angehängt, die das ganze noch etwas genauer beschreiben.
www.inkontinenz-selbsthilfe.com/irrigation
www.bzfe.de/essen-und-gesundheit/naehrstoffe/ballaststoffe
Viele Grüße
Michael
auch ein herzlich willkommen in der Runde von mir!
Vielleicht melden sich ja noch mehr zu diesem Thema. Da ich allerdings selbst von einem ähnlichen Problem betroffen bin, möchte ich neben Helmut noch ein paar Bemerkungen hinzufügen – vielleicht ist ja noch etwas Neues dabei.
Aus meiner Erfahrung ist die Stuhlregulation das entscheidende Kriterium für Erfolg oder Misserfolg. Ballaststoffe spielen dabei eine wichtige Rolle. Je nach Art und Zeitpunkt des Konsums haben sie unterschiedliche Wirkungen.
Wer zu weichem oder dünnem Stuhl neigt, sollte ballaststoffreiche Lebensmittel eher abends zu sich nehmen und insbesondere morgens möglichst keine Ballaststoffe essen. Hierzu gehören z.B. auch die oft genannten Flohsamenschalen. Das hat nebenbei auch den Effekt, dass man morgens gut abführen kann und dann in der Regel den Tag über Ruhe hat.
Bei gemischtem Stuhl (also ein paar harte Klumpen) sind neben den Ballaststoffen auch die richtige Trinkmenge und - Verteilung wichtig. Die Trinkmenge sollte gut über den Tag verteilt werden und je nach Gewicht und Körpergröße bei mindestens 1,5 bis 2 Litern liegen. Ungleichmäßiges Trinken kann zu diesen harten Klumpen führen, die wiederum dafür sorgen, dass der „dahinter liegende“ Stuhl vom Darm verdünnt wird. Das führt dann zu dem lästigen Stuhlschmieren.
Bei hartem Stuhl helfen mehr Ballaststoffe und mehr Trinken – da ist es dann erstmal egal, wann man sie isst.
Auch die Art der Ballaststoffe spielt eine entscheidende Rolle für die Verdauung. Es gibt lösliche und nicht lösliche Ballaststoffe, die jeweils unterschiedliche Wirkungen haben. Eine ausgewogene Kombination beider ist daher wichtig. Meiner Erfahrung nach können nicht lösliche Ballaststoffe, wie sie beispielsweise in Vollkornbrot enthalten sind, morgens zu Problemen führen. Es ist in so einem Fall daher ratsam, Vollkornbrot zum Frühstück eher zu vermeiden und stattdessen zu Toastbrot oder Brötchen zu greifen. Am Abend kann man den (nicht löslichen) Ballaststoffbedarf dann nachholen, was sich positiv auf die nächtliche Verdauung auswirkt. Auf lösliche Ballaststoffe, die beispielsweise in Gemüse vorkommen, sollte man tagsüber jedoch nicht verzichten, da sie dazu beitragen, die Transitzeit zu verlängern und somit häufigere Toilettengänge zu vermeiden.
Wenn es morgens Schwierigkeiten mit dem Stuhlgang gibt, kann die Irrigation eine hilfreiche Option sein. Besonders wenn man das Gefühl hat, nicht alles bei einem Toilettengang entleeren zu können, kann die Irrigation das Problem lösen.
Zu den beiden Themen habe ich zwei Artikel angehängt, die das ganze noch etwas genauer beschreiben.
www.inkontinenz-selbsthilfe.com/irrigation
www.bzfe.de/essen-und-gesundheit/naehrstoffe/ballaststoffe
Viele Grüße
Michael
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