Frage ISK und Solifenacinsuccinat 5 mg
- Sabri
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6 Tage 20 Stunden her #54276 von Sabri
ISK und Solifenacinsuccinat 5 mg wurde erstellt von Sabri
Hallo in die Runde,
seit meiner Urodynamik soll ich ausschließlich katheterisieren. Vorher hatte ich einen Rhythmus von 4-mal Urinieren und 4-mal Katheterisieren pro Tag. Damit bin ich eigentlich sehr gut zurechtgekommen und hatte keine Beschwerden wie Urinverlust, plötzlichen Harndrang oder Dranginkontinenz.
Seitdem ich nur noch katheterisieren soll, habe ich jedoch das Gefühl, dass diese Symptome langsam wieder zurückkommen. Deshalb hat mir meine Urologin nun Solifenacinsuccinat 5 mg bei Bedarf verschrieben.
Nun würde mich interessieren:
Viele Grüße 😊
Sabri
seit meiner Urodynamik soll ich ausschließlich katheterisieren. Vorher hatte ich einen Rhythmus von 4-mal Urinieren und 4-mal Katheterisieren pro Tag. Damit bin ich eigentlich sehr gut zurechtgekommen und hatte keine Beschwerden wie Urinverlust, plötzlichen Harndrang oder Dranginkontinenz.
Seitdem ich nur noch katheterisieren soll, habe ich jedoch das Gefühl, dass diese Symptome langsam wieder zurückkommen. Deshalb hat mir meine Urologin nun Solifenacinsuccinat 5 mg bei Bedarf verschrieben.
Nun würde mich interessieren:
- Hat jemand von euch Erfahrungen mit Solifenacinsuccinat gemacht?
- Wie gut hilft es euch gegen Harndrang, Blasenkrämpfe oder Dranginkontinenz?
- Welche Nebenwirkungen habt ihr eventuell bemerkt?
- In welchem Rhythmus katheterisiert ihr?
- Auf welche Trinkmenge achtet ihr?
- Gibt es etwas, das euch im Alltag besonders geholfen hat?
Viele Grüße 😊
Sabri
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6 Tage 19 Stunden her #54277 von Dasch
Dasch antwortete auf ISK und Solifenacinsuccinat 5 mg
Hallo Sabri,
Zu Solifenacinsuccinat nicht so viel sagen. Ich hatte vor meiner OP selbst Vesikur (gleicher Wirkstoff). Ich damit einige Nebenwirkungen und bei mir hat es leider keine Wirkung gezeigt. Vermutlich hing der damalige Harndrang mit meinen Organsenkungen zusammen, deshalb ist das nicht unbedingt mit deiner Situation vergleichbar.
Beim Katheterisieren sollte ich erstmal alle 3–4 Stunden katheterisieren. Ich habe anfangs versucht, mit einem Trinkprotokoll herauszufinden, wann meine Blase ungefähr voll sein könnte. Das hat bei mir allerdings nicht wirklich zuverlässig funktioniert. Ich habe zwar gemerkt, dass sich die Blase zum Beispiel bei Kaffee bzw. Koffein und Alkohol anders verhält oder auch dann, wenn ich viel geschwitzt habe, aber so richtig einschätzen konnte ich es trotzdem nicht. Manchmal kam beim Katheterisieren kaum etwas und ein anderes Mal war die Blase schon sehr schnell sehr voll und hat sich noch vor dem Katheterisieren entleert.
Hast du schon einmal ein Trinkprotokoll geführt? Und misst du, wie viel Urin beim Katheterisieren kommt? Das fand ich am Anfang ganz interessant, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich die Blasenfüllung über den Tag entwickelt.
Bzw hatte du nicht mal geschrieben, dass du deine Blase spürst, wenn sie voll ist? Wenn das zuverlässig funktioniert, dann würde ich wahrscheinlich mich katheterisieren, wenn der Harndrang kommt und du normalerweise zur Toilette gehen würdest.
Was mir im Alltag sonst geholfen hat, war vor allem, immer Katheter und Hilfsmittel für unterwegs griffbereit haben und mitnehmen, auch wenn ich nur kurz weggehe, und zu überlegen, wo es Toiletten bzw. Möglichkeiten zu, katheterisieren gibt.
Liebe Grüße
Daniela
Zu Solifenacinsuccinat nicht so viel sagen. Ich hatte vor meiner OP selbst Vesikur (gleicher Wirkstoff). Ich damit einige Nebenwirkungen und bei mir hat es leider keine Wirkung gezeigt. Vermutlich hing der damalige Harndrang mit meinen Organsenkungen zusammen, deshalb ist das nicht unbedingt mit deiner Situation vergleichbar.
Beim Katheterisieren sollte ich erstmal alle 3–4 Stunden katheterisieren. Ich habe anfangs versucht, mit einem Trinkprotokoll herauszufinden, wann meine Blase ungefähr voll sein könnte. Das hat bei mir allerdings nicht wirklich zuverlässig funktioniert. Ich habe zwar gemerkt, dass sich die Blase zum Beispiel bei Kaffee bzw. Koffein und Alkohol anders verhält oder auch dann, wenn ich viel geschwitzt habe, aber so richtig einschätzen konnte ich es trotzdem nicht. Manchmal kam beim Katheterisieren kaum etwas und ein anderes Mal war die Blase schon sehr schnell sehr voll und hat sich noch vor dem Katheterisieren entleert.
Hast du schon einmal ein Trinkprotokoll geführt? Und misst du, wie viel Urin beim Katheterisieren kommt? Das fand ich am Anfang ganz interessant, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie sich die Blasenfüllung über den Tag entwickelt.
Bzw hatte du nicht mal geschrieben, dass du deine Blase spürst, wenn sie voll ist? Wenn das zuverlässig funktioniert, dann würde ich wahrscheinlich mich katheterisieren, wenn der Harndrang kommt und du normalerweise zur Toilette gehen würdest.
Was mir im Alltag sonst geholfen hat, war vor allem, immer Katheter und Hilfsmittel für unterwegs griffbereit haben und mitnehmen, auch wenn ich nur kurz weggehe, und zu überlegen, wo es Toiletten bzw. Möglichkeiten zu, katheterisieren gibt.
Liebe Grüße
Daniela
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6 Tage 14 Stunden her #54278 von martinK
martinK antwortete auf ISK und Solifenacinsuccinat 5 mg
Hallo Sabri
Was ist denn der Grund, dass Du nicht mehr Urinieren sollst? Macht die Änderung Sinn, wenn es Dir mit dem alten Entleerungsschema besser ging und Du keine Beschwerden hattest, und es nun gefühlt schlechter geht?
Ich nahm kurz Vesicare ein und „stand völlig neben den Schuhen“, so dass ich es nach ein paar Tage in Absprache mit meiner Ärztin absetzte. Das muss bei Dir nicht so sein, deshalb würde ich es einfach versuchen. Im schlimmsten Fall ist es schnell abgesetzt.
Herzliche Grüsse
Martin
Was ist denn der Grund, dass Du nicht mehr Urinieren sollst? Macht die Änderung Sinn, wenn es Dir mit dem alten Entleerungsschema besser ging und Du keine Beschwerden hattest, und es nun gefühlt schlechter geht?
Ich nahm kurz Vesicare ein und „stand völlig neben den Schuhen“, so dass ich es nach ein paar Tage in Absprache mit meiner Ärztin absetzte. Das muss bei Dir nicht so sein, deshalb würde ich es einfach versuchen. Im schlimmsten Fall ist es schnell abgesetzt.
Herzliche Grüsse
Martin
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3 Tage 20 Stunden her #54296 von Sabri
Sabri antwortete auf ISK und Solifenacinsuccinat 5 mg
Hallo Daniela,
danke für deine Nachricht.
Ich führe ein Trinkprotokoll und messe die Mengen beim Katheterisieren. Dabei sehe ich auch, dass Kaffee, Tee und Alkohol einen eher negativen Einfluss auf den Restharn zu haben scheinen. Trotzdem verstehe ich oft nicht, warum die Blase an manchen Tagen deutlich voller oder leerer ist als erwartet.
Grundsätzlich spüre ich meine Blase und sie meldet sich zuverlässig, wenn sie voll ist. Die letzten zwei Wochen hatte ich allerdings das Gefühl, dass sie überreizt war. Deshalb bin ich zunächst von einer Blasenentzündung ausgegangen. Diese wurde jedoch ausgeschlossen, woraufhin mir das Medikament zur Einnahme bei Bedarf verschrieben wurde. Diese Woche geht es zum Glück wieder besser. Aktuell komme ich mit sechs Katheterisierungen pro Tag aus, auch wenn sieben bis acht vermutlich besser wären. Allerdings wurde mir der Mehrbedarf noch nicht genehmigt. Meine Trinkmenge habe ich bereits reduziert. Trotzdem bleibt es oft schwierig vorherzusagen, wie viel Restharn sich ansammelt.
Katheterisieren soll ich inzwischen vor allem aufgrund des zu hohen Blasendrucks. In der Urodynamik wurde eine Detrusorhyperaktivität mit einem Druck von 99 cmH₂O festgestellt. Mir wurde erklärt, dass ein dauerhaft erhöhter Druck langfristig die Nieren schädigen könnte. Deshalb steht der Schutz der oberen Harnwege aktuell im Vordergrund, auch wenn ich die Blase selbst noch gut wahrnehme.
Deine Tipps für unterwegs kann ich gut nachvollziehen. Mittlerweile habe ich auch immer ausreichend Katheter dabei und informiere mich vorher, wo ich unterwegs gegebenenfalls katheterisieren kann.
Liebe Grüße
Sabri
danke für deine Nachricht.
Ich führe ein Trinkprotokoll und messe die Mengen beim Katheterisieren. Dabei sehe ich auch, dass Kaffee, Tee und Alkohol einen eher negativen Einfluss auf den Restharn zu haben scheinen. Trotzdem verstehe ich oft nicht, warum die Blase an manchen Tagen deutlich voller oder leerer ist als erwartet.
Grundsätzlich spüre ich meine Blase und sie meldet sich zuverlässig, wenn sie voll ist. Die letzten zwei Wochen hatte ich allerdings das Gefühl, dass sie überreizt war. Deshalb bin ich zunächst von einer Blasenentzündung ausgegangen. Diese wurde jedoch ausgeschlossen, woraufhin mir das Medikament zur Einnahme bei Bedarf verschrieben wurde. Diese Woche geht es zum Glück wieder besser. Aktuell komme ich mit sechs Katheterisierungen pro Tag aus, auch wenn sieben bis acht vermutlich besser wären. Allerdings wurde mir der Mehrbedarf noch nicht genehmigt. Meine Trinkmenge habe ich bereits reduziert. Trotzdem bleibt es oft schwierig vorherzusagen, wie viel Restharn sich ansammelt.
Katheterisieren soll ich inzwischen vor allem aufgrund des zu hohen Blasendrucks. In der Urodynamik wurde eine Detrusorhyperaktivität mit einem Druck von 99 cmH₂O festgestellt. Mir wurde erklärt, dass ein dauerhaft erhöhter Druck langfristig die Nieren schädigen könnte. Deshalb steht der Schutz der oberen Harnwege aktuell im Vordergrund, auch wenn ich die Blase selbst noch gut wahrnehme.
Deine Tipps für unterwegs kann ich gut nachvollziehen. Mittlerweile habe ich auch immer ausreichend Katheter dabei und informiere mich vorher, wo ich unterwegs gegebenenfalls katheterisieren kann.
Liebe Grüße
Sabri
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3 Tage 20 Stunden her #54297 von Sabri
Sabri antwortete auf ISK und Solifenacinsuccinat 5 mg
Hallo Martin,
vielen Dank für deine Nachricht.
Der Hintergrund ist, dass ich inzwischen vor allem aufgrund des zu hohen Blasendrucks katheterisieren soll. In der Urodynamik wurde eine Detrusorhyperaktivität mit einem Druck von 99 cmH₂O festgestellt. Mir wurde erklärt, dass ein dauerhaft erhöhter Druck langfristig die Nieren schädigen könnte. Deshalb steht aktuell der Schutz der oberen Harnwege im Vordergrund, auch wenn ich meine Blase selbst noch gut wahrnehme.
Durch den vorübergehenden Verzicht auf das normale Wasserlassen und das ausschließliche Katheterisieren soll der hohe Druck in der Blase gesenkt werden. Außerdem soll die Blase dadurch regelmäßig und vollständig entleert werden und die Blasenwand die Möglichkeit bekommen, sich wieder zu entspannen und zu erholen.
Was Solifenacinsuccinat betrifft: Ich habe das Medikament inzwischen drei Tage ausprobiert und habe tatsächlich das Gefühl, dass es eine Besserung gebracht hat. Da ich es nur bei Bedarf nehmen soll, wollte ich zunächst abwarten. In der Apotheke wurde mir zwar gesagt, dass die eigentliche Wirkung meistens erst nach drei bis vier Wochen einsetzt. Aber selbst wenn der aktuelle Effekt eher ein Placeboeffekt sein sollte, bin ich einfach froh, dass es mir diese Woche besser geht.
Natürlich frage ich mich auch, ob die Umstellung langfristig sinnvoll ist, da ich mit dem bisherigen Entleerungsschema subjektiv zunächst besser zurechtgekommen bin. Deshalb versuche ich, die Entwicklung aufmerksam zu beobachten und hoffe, dass sich mit der Zeit zeigt, dass die Maßnahmen tatsächlich den gewünschten Effekt haben.
Vielen Dank auch für deine Erfahrung mit Vesicare. Es ist hilfreich zu hören, wie unterschiedlich das Medikament vertragen werden kann.
Herzliche Grüße
Sabri
vielen Dank für deine Nachricht.
Der Hintergrund ist, dass ich inzwischen vor allem aufgrund des zu hohen Blasendrucks katheterisieren soll. In der Urodynamik wurde eine Detrusorhyperaktivität mit einem Druck von 99 cmH₂O festgestellt. Mir wurde erklärt, dass ein dauerhaft erhöhter Druck langfristig die Nieren schädigen könnte. Deshalb steht aktuell der Schutz der oberen Harnwege im Vordergrund, auch wenn ich meine Blase selbst noch gut wahrnehme.
Durch den vorübergehenden Verzicht auf das normale Wasserlassen und das ausschließliche Katheterisieren soll der hohe Druck in der Blase gesenkt werden. Außerdem soll die Blase dadurch regelmäßig und vollständig entleert werden und die Blasenwand die Möglichkeit bekommen, sich wieder zu entspannen und zu erholen.
Was Solifenacinsuccinat betrifft: Ich habe das Medikament inzwischen drei Tage ausprobiert und habe tatsächlich das Gefühl, dass es eine Besserung gebracht hat. Da ich es nur bei Bedarf nehmen soll, wollte ich zunächst abwarten. In der Apotheke wurde mir zwar gesagt, dass die eigentliche Wirkung meistens erst nach drei bis vier Wochen einsetzt. Aber selbst wenn der aktuelle Effekt eher ein Placeboeffekt sein sollte, bin ich einfach froh, dass es mir diese Woche besser geht.
Natürlich frage ich mich auch, ob die Umstellung langfristig sinnvoll ist, da ich mit dem bisherigen Entleerungsschema subjektiv zunächst besser zurechtgekommen bin. Deshalb versuche ich, die Entwicklung aufmerksam zu beobachten und hoffe, dass sich mit der Zeit zeigt, dass die Maßnahmen tatsächlich den gewünschten Effekt haben.
Vielen Dank auch für deine Erfahrung mit Vesicare. Es ist hilfreich zu hören, wie unterschiedlich das Medikament vertragen werden kann.
Herzliche Grüße
Sabri
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3 Tage 17 Stunden her #54298 von martinK
martinK antwortete auf ISK und Solifenacinsuccinat 5 mg
Hallo Sabri
Erstmal finde ich es super, dass Du das ISK im Griff hast und das Solifenacinsuccinat (welch ein Name
...) Dir hilft und Du es gut verträgst. Auch ist es gut, den Verlauf genau zu verfolgen, vielleicht kannst Du ja trotz allem zwischendurch mal einfach so spontan entleeren. Ich frage mich aus eigener Erfahrung mit der schweren Inkontinenz, ob man das nicht verlernen kann.
Bei mir ist der Blasendruck auch zu hoch (das letzte Mal wurde 92 cmH2O gemessen), aber ich schaffe es nicht, ohne schwerwiegende Harnwegentzündungen zu entleeren. Ich lasse nun Nieren und Blase regelmässig kontrollieren und werde dann handeln, wenn es nötig sein sollte (Dann würde es wohl Botox mit einem Bauchdeckenkatheter). Wurde Dir auch eine Botoxinjektion als Option angeboten?
Herzliche Grüsse
Martin
Erstmal finde ich es super, dass Du das ISK im Griff hast und das Solifenacinsuccinat (welch ein Name
Bei mir ist der Blasendruck auch zu hoch (das letzte Mal wurde 92 cmH2O gemessen), aber ich schaffe es nicht, ohne schwerwiegende Harnwegentzündungen zu entleeren. Ich lasse nun Nieren und Blase regelmässig kontrollieren und werde dann handeln, wenn es nötig sein sollte (Dann würde es wohl Botox mit einem Bauchdeckenkatheter). Wurde Dir auch eine Botoxinjektion als Option angeboten?
Herzliche Grüsse
Martin
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3 Tage 1 Stunde her #54303 von Sabri
Sabri antwortete auf ISK und Solifenacinsuccinat 5 mg
Hallo Martin,
vielen Dank für deine Nachricht. Ja, Solifenacinsuccinat klingt wirklich eher nach einem Zungenbrecher als nach einem Medikament
Bisher komme ich damit aber tatsächlich gut zurecht und vertrage es ohne Probleme. Das Medikament habe ich zunächst drei Tage am Stück genommen und mache jetzt seit zwei Tagen eine Pause. Bisher ist die Lage weiterhin ruhig, sodass ich gespannt bin, wie sich das in den nächsten Tagen entwickelt.
Aktuell kann ich noch spontan entleeren. Genau deshalb beschäftigt mich die Frage, wie sinnvoll es ist, den Empfehlungen der Ärzte zu folgen. Natürlich möchte ich mir nicht bewusst zusätzlichen Schaden zufügen, falls der hohe Blasendruck langfristig Nieren oder Blase belastet. Andererseits habe ich auch Sorge, die eigenständige Blasenentleerung zu verlernen, wenn ich mich ausschließlich auf den ISK verlasse. Allerdings bedeutet eine spontane Blasenentleerung bei mir auch immer Minimum 150-200 ml Restharn..
Eine Botoxinjektion wurde bei mir ebenfalls als mögliche Option angesprochen. Allerdings hieß es, dass man zunächst die medikamentöse Therapie mit Solifenacin ausprobieren müsse, bevor weitere Schritte in Betracht gezogen werden könnten.
Zusätzlich hat die Neuro-Urologie noch einen Blasenschrittmacher als mögliche Option erwähnt. Da meine Familienplanung aber noch nicht abgeschlossen ist, käme das für mich derzeit ohnehin nicht infrage und wäre, wenn überhaupt, erst zu einem späteren Zeitpunkt ein Thema.
Deshalb beobachten wir im Moment den Verlauf sehr genau und schauen, wie sich die Situation unter ISK und der medikamentösen Behandlung entwickelt.
Deine Situation mit dem hohen Blasendruck und den wiederkehrenden Harnwegsinfekten klingt allerdings auch sehr belastend. Ich kann gut nachvollziehen, dass du regelmäßig Nieren und Blase kontrollieren lässt und weitere Maßnahmen erst dann angehst, wenn sie wirklich notwendig werden. Ich drücke dir die Daumen, dass alles möglichst lange stabil bleibt.
Herzliche Grüße
Sabri
vielen Dank für deine Nachricht. Ja, Solifenacinsuccinat klingt wirklich eher nach einem Zungenbrecher als nach einem Medikament
Aktuell kann ich noch spontan entleeren. Genau deshalb beschäftigt mich die Frage, wie sinnvoll es ist, den Empfehlungen der Ärzte zu folgen. Natürlich möchte ich mir nicht bewusst zusätzlichen Schaden zufügen, falls der hohe Blasendruck langfristig Nieren oder Blase belastet. Andererseits habe ich auch Sorge, die eigenständige Blasenentleerung zu verlernen, wenn ich mich ausschließlich auf den ISK verlasse. Allerdings bedeutet eine spontane Blasenentleerung bei mir auch immer Minimum 150-200 ml Restharn..
Eine Botoxinjektion wurde bei mir ebenfalls als mögliche Option angesprochen. Allerdings hieß es, dass man zunächst die medikamentöse Therapie mit Solifenacin ausprobieren müsse, bevor weitere Schritte in Betracht gezogen werden könnten.
Zusätzlich hat die Neuro-Urologie noch einen Blasenschrittmacher als mögliche Option erwähnt. Da meine Familienplanung aber noch nicht abgeschlossen ist, käme das für mich derzeit ohnehin nicht infrage und wäre, wenn überhaupt, erst zu einem späteren Zeitpunkt ein Thema.
Deshalb beobachten wir im Moment den Verlauf sehr genau und schauen, wie sich die Situation unter ISK und der medikamentösen Behandlung entwickelt.
Deine Situation mit dem hohen Blasendruck und den wiederkehrenden Harnwegsinfekten klingt allerdings auch sehr belastend. Ich kann gut nachvollziehen, dass du regelmäßig Nieren und Blase kontrollieren lässt und weitere Maßnahmen erst dann angehst, wenn sie wirklich notwendig werden. Ich drücke dir die Daumen, dass alles möglichst lange stabil bleibt.
Herzliche Grüße
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2 Tage 23 Stunden her #54306 von martinK
martinK antwortete auf ISK und Solifenacinsuccinat 5 mg
Hallo Sabri
Danke für die ausführliche Antwort. Wurde der hohe Blasendruck erst bei der Entleerung gemessen? Dies würde erklären, weshalb Du nicht spontan entleeren sollst. Bei mir entsteht der zu grosse Druck während der Füllphase und führt dann zur inkontinenten Entleerung. Während der Entleerung nimmt der Druck dann wieder ab.
Ja, die Situation ist bei mir nun seit über 10 Jahren stabil („schnell Holz anlangen“
..), die Nieren sind sogar in einem nahezu perfekten Zustand, nur die Blase ist etwas trabekuliert und hat eine verdickte Wand. Derzeit beschäftigt mich die ganze neurologische Situation sehr, und die Auswirkungen auf die Blase und den Darm ist ein Teil davon. Ich schrieb in einem anderen Beitrag vom letzten Rückfall. Es war der Stärkste Schub seit Langem und bereits der zweite in diesem Sommer (der Erste war vergleichsweise harmlos). Nach solchen Rückschlägen muss man sich erst wieder aufraffen und neu orientieren.
Herzliche Grüsse
Martin
Danke für die ausführliche Antwort. Wurde der hohe Blasendruck erst bei der Entleerung gemessen? Dies würde erklären, weshalb Du nicht spontan entleeren sollst. Bei mir entsteht der zu grosse Druck während der Füllphase und führt dann zur inkontinenten Entleerung. Während der Entleerung nimmt der Druck dann wieder ab.
Ja, die Situation ist bei mir nun seit über 10 Jahren stabil („schnell Holz anlangen“
Herzliche Grüsse
Martin
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- MichaelDah
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1 Tag 23 Stunden her - 1 Tag 23 Stunden her #54311 von MichaelDah
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MichaelDah antwortete auf ISK und Solifenacinsuccinat 5 mg
Hallo Sabri,
Ich kann deine Fragen verstehen - daher noch ein paar Anmerkungen zu dem Thema. Es gibt eine Reihe von Situationen, wo ISK kombiniert mit einer medikamentösen Behandlung sinnvoll sein kann.
Ob das bei dir so ist, würde ich an deiner Stelle noch mal hinterfragen und hier - wenn nicht schon geschehen - eine Zweitmeinung einholen. Der Hintergrund ist folgender (meine Laienmeinung dazu):
Bei dir wurde eine Blasendruckmessung gemacht und ein etwa doppelt so hoher Blasendruck wie er eigentlich sein sollte bei der Blasenkontraktion festgestellt. Das kann tatsächlich schädlich für die Nieren sein. Ich weiß nicht, ob bei der Blasendruckmessung auch Röntgenaufnahmen gemacht wurden. Wenn das der Fall war, könnte man hier erkennen, ob es bereits einen Reflux in die Nieren gibt und daraus auch die Dringlichkeit der Maßnahmen ableiten.
Auf jeden Fall ist das eine Indikation dafür, die Blase erstmal medikamentös zu dämpfen. Gleichzeitig ISK durchzuführen, macht allerdings aus meiner Laien Sicht besonders in drei Fällen Sinn: Entweder man bekommt auf der Toilette nichts mehr raus, oder es gibt zu viel Restharn (> 100ml) nach der Entleerung auf der Toilette, oder es liegt auch eine Dranginkontinenz vor, die damit gemildert werden könnte.
Damit die Dämpfung der Blase überhaupt richtig funktionieren kann, ist es allerdings notwendig, dass du das verschriebene Medikament auch regelmäßig nimmst. Den Restharn kannst du selbst messen, indem du nach dem Toilettengang katheterisierst.
Der Apotheker hat mit der Aussage „das wirkt doch erst nach 4 Wochen“ so halb recht. Tatsächlich ist es so, dass der Wirkungseintritt sehr verschieden sein kann. Um sicher zu sein, dass das Medikament tatsächlich wirkt, würde ich es in der angegebenen Dosierung wirklich erstmal 4 Wochen nehmen und dann den Restharn mittels ISK noch einmal bestimmen.
Wichtig ist dabei die Frage, ob der Restharn unter dem Medikamenteneinfluss zunimmt. Wenn du also mit Solifenacinsuccinat nach 4 Wochen über die 100ml Restharn kommst, macht das mit dem häufigeren Katheterisieren schon Sinn. Wenn nicht, würde ich an deiner Stelle den Arzt noch mal fragen, ob er den weiteren Einsatz von ISK in dieser Situation für sinnvoll erachtet.
Wenn die Idee darin besteht, die Blase zu beruhigen, dann geht das übrigens mit Botox-Injektionen in der Regel deutlich effizienter und nebenwirkungsärmer als mit den „normalen“ Medikamenten. In diesem Fall kann ISK dann allerdings tatsächlich notwendig werden, weil es passieren kann, dass die Blase für den Wirkungszeitraum dann komplett schlaff ist und sich nicht mehr selbständig entleeren kann.
Die Aussage, dass vor Botox erstmal eine nicht inversive medikamentöse Therapie versucht werden soll, ist prinzipiell schon korrekt - so steht es jedenfalls in der Leitlinie - die ist allerdings kein Gesetz. Wenn es aus ärztlicher Sicht gute Gründe gibt, gleich diese Therapie durchzuführen, kann der Arzt das auch machen. Auch diese Frage würde ich bei der Einholung einer Zweitmeinung stellen, denn wenn es darum geht, die Blase zur „Erholung“ eine Weile ruhig zu stellen, ist Botox oft der bessere Weg.
Viele Grüße
Michael
Ich kann deine Fragen verstehen - daher noch ein paar Anmerkungen zu dem Thema. Es gibt eine Reihe von Situationen, wo ISK kombiniert mit einer medikamentösen Behandlung sinnvoll sein kann.
Ob das bei dir so ist, würde ich an deiner Stelle noch mal hinterfragen und hier - wenn nicht schon geschehen - eine Zweitmeinung einholen. Der Hintergrund ist folgender (meine Laienmeinung dazu):
Bei dir wurde eine Blasendruckmessung gemacht und ein etwa doppelt so hoher Blasendruck wie er eigentlich sein sollte bei der Blasenkontraktion festgestellt. Das kann tatsächlich schädlich für die Nieren sein. Ich weiß nicht, ob bei der Blasendruckmessung auch Röntgenaufnahmen gemacht wurden. Wenn das der Fall war, könnte man hier erkennen, ob es bereits einen Reflux in die Nieren gibt und daraus auch die Dringlichkeit der Maßnahmen ableiten.
Auf jeden Fall ist das eine Indikation dafür, die Blase erstmal medikamentös zu dämpfen. Gleichzeitig ISK durchzuführen, macht allerdings aus meiner Laien Sicht besonders in drei Fällen Sinn: Entweder man bekommt auf der Toilette nichts mehr raus, oder es gibt zu viel Restharn (> 100ml) nach der Entleerung auf der Toilette, oder es liegt auch eine Dranginkontinenz vor, die damit gemildert werden könnte.
Damit die Dämpfung der Blase überhaupt richtig funktionieren kann, ist es allerdings notwendig, dass du das verschriebene Medikament auch regelmäßig nimmst. Den Restharn kannst du selbst messen, indem du nach dem Toilettengang katheterisierst.
Der Apotheker hat mit der Aussage „das wirkt doch erst nach 4 Wochen“ so halb recht. Tatsächlich ist es so, dass der Wirkungseintritt sehr verschieden sein kann. Um sicher zu sein, dass das Medikament tatsächlich wirkt, würde ich es in der angegebenen Dosierung wirklich erstmal 4 Wochen nehmen und dann den Restharn mittels ISK noch einmal bestimmen.
Wichtig ist dabei die Frage, ob der Restharn unter dem Medikamenteneinfluss zunimmt. Wenn du also mit Solifenacinsuccinat nach 4 Wochen über die 100ml Restharn kommst, macht das mit dem häufigeren Katheterisieren schon Sinn. Wenn nicht, würde ich an deiner Stelle den Arzt noch mal fragen, ob er den weiteren Einsatz von ISK in dieser Situation für sinnvoll erachtet.
Wenn die Idee darin besteht, die Blase zu beruhigen, dann geht das übrigens mit Botox-Injektionen in der Regel deutlich effizienter und nebenwirkungsärmer als mit den „normalen“ Medikamenten. In diesem Fall kann ISK dann allerdings tatsächlich notwendig werden, weil es passieren kann, dass die Blase für den Wirkungszeitraum dann komplett schlaff ist und sich nicht mehr selbständig entleeren kann.
Die Aussage, dass vor Botox erstmal eine nicht inversive medikamentöse Therapie versucht werden soll, ist prinzipiell schon korrekt - so steht es jedenfalls in der Leitlinie - die ist allerdings kein Gesetz. Wenn es aus ärztlicher Sicht gute Gründe gibt, gleich diese Therapie durchzuführen, kann der Arzt das auch machen. Auch diese Frage würde ich bei der Einholung einer Zweitmeinung stellen, denn wenn es darum geht, die Blase zur „Erholung“ eine Weile ruhig zu stellen, ist Botox oft der bessere Weg.
Viele Grüße
Michael
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Sabri antwortete auf ISK und Solifenacinsuccinat 5 mg
Hallo Martin,
es tut mir leid, dass dich der letzte Schub so hart getroffen hat. Das braucht bestimmt viel Kraft zum Verarbeiten.
Zu deiner Frage: Ja, mein zu hoher Blasendruck wurde während der Entleerung gemessen. Deshalb soll ich nicht spontan entleeren.
Herzliche Grüße,
Sabri
es tut mir leid, dass dich der letzte Schub so hart getroffen hat. Das braucht bestimmt viel Kraft zum Verarbeiten.
Zu deiner Frage: Ja, mein zu hoher Blasendruck wurde während der Entleerung gemessen. Deshalb soll ich nicht spontan entleeren.
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