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Frage Bin mit ISK etwas überfordert

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1 Woche 1 Tag her #54205 von A.E.
A.E. antwortete auf Bin mit ISK etwas überfordert
Ich bin MS Patientin seit 40 Jahren, doch erst jetzt, bei einem REHA Aufenthalt, wurde festgestellt, dass ich gr.Mengen an Restharn habe (circa 350ml) & deshalb Kathetrisieren lernen sollte. So übe ich dies hier auf der REHA, doch weiß ich nicht genau, wie ich zuhause verfahren soll. Meine Erfahren der letzten 2 Wochen ist, dass ich den Restharn auf circa 200 ml reduzieren kann, wenn ich viel Zeit investiere (incl. Bewegungsübungen). Das Arztteam vorort bestimmte, dass ich ab 300ml Restharn kathetresieren muss/soll; Zum Verständnis: meine Harn- & Blutwerte sind dzt sehr gut. Wie würdet Ihr weiterverfahren? Bzw. kennt Ihr eine Möglichkeit der Ultraschalluntersuchung der Blase zuhause (sodass ich erst bei einer gewissen Restharnmenge zum Katheter greifen muss)? UAwg
P.S.:Ich bin dankbar & freue mich über die Exsistenz dieses Forums.

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  • DanFi
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6 Tage 12 Stunden her #54222 von DanFi
DanFi antwortete auf Bin mit ISK etwas überfordert
Hallo A.E. :)

Ich wurde mit dem Thema ISK vor knapp vier Monaten auch kalt erwischt und konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß ich damit irgendwann mal klar kommen würde. Egal ob zu Hause, in der Arbeit oder in der Freizeit. Auch ich habe hier in diesem Forum viel gelesen und auch tolle tolle Hilfe bekommen. Eine sehr wertvolle Unterstützung.....Danke nochmal dafür :)

Es hat sich so viel getan in den letzten Wochen, alles wurde von Tag zu Tag besser. Ich hatte zu Beginn grosse Angst was falsch zu machen, ISK zu spät zu praktizieren, mich zu verletzen Ich hatte vor lauter Stress auch irgendwie gar kein Gefühl mehr zu meiner Blase. War bei jedem Toilettengang völlig gestresst. Habe viel zu oft katheterisiere weil ich auch nie wusste ob es an der Zeit ist oder nicht. Manchmal kam viel, manchmal kam ganz wenig. Ich hatte permanent HWIs und hab mich kaum ausser Haus getraut. Habe meine Getränke abgemessen und das was ich ausscheidet. Mein kompletter Tag hat sich um Pipi machen gedreht.....und meiner Psyche ging es dadurch natürlich sehr schlecht. 

Irgendwann habe ich mir gedacht SCHLUSS damit. Das muss auch anders gehen. Ich katheterisiere vier bis sechs Mal am Tag. Ich kann noch normal Pipi machen aber halt mit zu viel Restharn (200 bis 300 ml) . Ich mache nach fast jedem Toilettengang ISK, gerade wenn ich in der Arbeit bin. Dann weiss ich das meine Blase leer ist und ich habe dann für die nächsten zwei bis vier Stunden Ruhe....Das ist toll. Einen Pipi Fahrplan habe ich nicht, daß habe ich mal versucht, konnte aber kein Muster erkennen.

Seit ein paar Wochen geht das alles auch ohne Spiegel und Hilfsmittel, ich hätte NIEEEEE gedacht das das mal klappen wird und ich habe alle anderen beneidet die das können....Jetzt kann ich das auch und ich bin soooo stolz auf mich.......Ich schreibe nicht mehr auf wie viel ich trinke und messe nicht mehr ab was raus kommt. Ich trinke meine gut zwei Liter oder etwas mehr am Tag, dass muss sein. 

Jetzt habe ich wieder einen Alltag und ein Arbeitsleben ohne Einschränkung. Ich gehe wieder zum Sport, zum Essen, treffe mich mit Freunden. Habe wieder Spaß am Leben. Was ich halt immer dabei habe sind meine Katheter. Ist halt so.... Am Wochenende wenn ich zu Hause bin, mache ich manchmal auch erst nach dem zweiten Pipi Gang ISK, das klappt auch ganz gut aber dann muss ich halt öfter auf die Toilette. HWIs hatte ich seit zwei Monaten nicht mehr.

Versuche auf deinen Körper zu hören und diese kleinen unscheinbaren Dinger (Katheter) anzunehmen. Probiere alles aus.... Es wird täglich besser und irgendwann spricht deine Blase auch mit dir.....dann weißt du ganz genau das es Zeit ist sie komplett zu entleeren. Das ist aktuell sicher nicht leicht für Dich.....aber Du schaffst das. Ich glaube wichtig ist, dass die Blase richtig und komplett geleert wird. Dass kann ja aber sicherlich auf der REHA kontrolliert WERDEN oder? Und wenn Du weißt das Du alles richtig machst, dann stärkt das Dein Selbstvertrauen und Dein Körpergefühl, so war es zumindest bei mir......dann brauchst Du auch kein Ultraschall für zu Hause (wobei ich das Anfangs auch gerne gehabt hätte) :lol:

Ich gehe mit meiner kleinen Einschränkung sehr offen um und habe dadurch in meinem nähen Umfeld tatsächlich Frauen kennengelernt, die ISK selber schon praktizieren mussten und aktuell noch müssen. Das hat mir sehr geholfen und hat mir auch viel Angst genommen. Und es gibt nichts besseres als Tips von Provis..... 

Ich drücke Dir in jedem Fall die Daumen und schicke Dir ganz viel Mut und Zuversicht.

Liebe Grüße DanFi :)

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