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Behinderung beantragen

12 Jun 2019 21:25 #1 von Rilla76
Hallo Ihr Lieben :) ,


ich melde mich wieder mal bei Euch, meine Diagnostik ist durch. Diagnose:
Drang.- und Belastungsinkontinenz Grad II / III. (eher III)

Nun bekomme ich jeden Monat ein Windel-Rezept, welches ich bei Hartmann einlösen darf.
Tens von Innocept soll ich auch testen.

Seid 5 Jahren nehme ich Spasmex, was mir nicht mehr so gut hilft. Nachts muss ich auch 5-6 mal auf die
Toilette und verliere Wasser. An Schlaf kaum zu denken.

Tags bis zu 20 mal Pipi und voll eingenässt. Ich bin genervt , kann kaum mehr aus dem Haus.

Ich bin im Außendienst tätig, was damit nicht gerade einfach ist.
Ein Euro-Schlüssel und schnelle Parkmöglichkeit, wären ein Segen.

Im Herbst bekomme ich meine erste Botox Injektion, dann doch lieber ISK, als so wie es jetzt ist.
Vorher gehe ich im Sommer in Reha, wg. anderen chronischen Erkrankungen.

Ich wollte nun Antrag auf Behinderung stellen. Ich arbeite selbst auf einer Behörde, direkt neben dem Versorgungsamt.
Komisches Gefühl, wenn der Arbeitgeber die ganze Krankengeschichte einsehen könnte.
Habe den VDK gefragt, ob ein anderes Amt prüfen könnte - scheinbar nicht. Datenschutz hin oder her,
ein mulmiges Gefühl bleibt.

Meine Fachärzte haben mir geraten, die Reha und die Botox-Behandlung abzuwarten und dann den
Antrag zu stellen, der GdB könnte so ggf. höher ausfallen, weil man die Schwere der Inkontinenz und die
psychische Belastung besser begründen könnte.

Wie hoch könnte mein GbB für die Inkontinenz ausfallen?
Welchen Buchstaben bekommt man und darf man auf dem Behindertenparkplatz parken?

Lieben Dank für Euren tollen Tipps

LG
Rilla

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12 Jun 2019 22:01 - 12 Jun 2019 22:02 #2 von matti
Hallo Rilla,

ich hoffe doch sehr, dass du keine "Behinderung beantragen" möchtest, sondern die Festellung deiner Behinderung. ;)

Deine Frage bezüglich des GdB kann man nicht pauschal beantworten. In den Anhaltspunkten für die Gutachteriche Tätigket findet man einen GdB von 20 - 40.
www.uni-due.de/imperia/md/content/schwer...ng/anhaltspunkte.pdf

Es können aber weitere Faktoren und Einschränkungen eine Rolle spielen, die den Gesamt GdB erhöhen. Du schreibst ja von weiteren chronischen Erkrankungen. Es sinnvoll, was dir deine Ärzte vorschlagen. In einer Reha gibt es einen Sozialdienst, der zusammen mit deinem behandelnden Ärzten und dir einen Antrag stellen kann.

Was du an Krankheit schilderst, ergibt wahrscheinlich gar kein Merkzeichen, oder bist du gehbehindert, hilflos, taub, blind oder benötigst du eine Begleitperson? Mir würde kein passendes Merkzeichen einfallen.

Deshalb dürfte es auch schwierig bis unmöglich werden, eine Berechtigung für einen Behindertenparkplatz zu erhalten. Es gibt verschiedene Urteile der Sozialgerichtbarkeit, aber da liegen die Fälle individuell und meines Erachtens auch anders als bei dir. Evtl. kannst du aber die abgeschwächte Form der Parkerleichterung erhalten, die zwar kein Parken auf Behindertenparkplätzen ermöglicht, dafür aber beispielsweise eine Parkzeitüberschreitung oder kostenfreies Parken auf "normalen" Parkplätzen.
Ich persönlich bin aufgrund meiner eigenen Situation da auch eher skeptisch, ob eine Inkontinenz die Nutzung eines Behindertenparkplatzes nötig macht. Dieser sollte Menschen vorbehalten bleiben, die darauf unabdingbar angewiesen sind.

Gruß
Matti

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13 Jun 2019 07:21 #3 von Sebald
Guten Morgen!

Ich schließe mich Mattis Einschätzung an, dass es zur Anerkennung eines Merkzeichens eher nicht kommen wird.

Aber einen Euro-Schlüssel für die Behinderten-WCs könntest du auch unabhängig davon bekommen. Siehe hier:

cbf-da.de/de/shop/euro-wc-schluessel/bezugsberechtigung/

Das heisst: Die Inkontinenz vom Arzt bestätigen lassen und dieses Attest an den Darmstädter Verein schicken.

Beste Grüße, Sebald

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14 Jun 2019 15:42 #4 von Mattis
Ich finde auch, dass die Behindertenparkplätze weiterhin nur für Leute mit entsprechend passenden Behinderungen vorbehalten bleiben sollten, also mit schweren Gehbehinderungen, Rollstuhl, starkes Hüft-/Rückenleiden, welches Hinsetzen & Aufstehen fast unmöglich macht etc und nicht generell auch für quasi-nur- Inkontinente gelten sollte, wo das Drumherum noch ganz ordentlich ist. Ob die Person dann 10m weiter weg parken muss, zum Vorlagenwechsel oder ISK-Vorgang, spielt keine Rolle.
Eine Grauzone stellt „bedingt kontinent“ dar, wo es eben genau auf die paar Sekunden und Meter ankommt, um gerade noch kontinent zu sein.

Keine Frage: Zugang zu Behindertentoiletten, ggf. via Dauerschlüssel, umsonst oder wenigstens kostenreduziert macht zu 100% immer Sinn, da spreche ich für mich und wie ich glaube, auch für jeden Betroffenen.
Auf normalen Toiletten sind oft viele Leute auf wenig Raum, Diskretion fehlt, Platz zum „frisch machen“ fehlt genauso wie ein Toiletteneimer in der Kabine, der Eintritt ist teurer als ein guter Windelslip, der ggf. ausgetauscht werden muss usw.!
Außerdem:
Erst kostet unser Hilfsmittel Zu- und Aufzahlung, dann zahlen wir das Doppelte für Extramüll und dann sollen wir fürs Kämmerchen zum Hilfsmittelwechsel ein drittes Mal zahlen, obwohl es für unsere Nutzung viel schlechter geeignet ist?

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