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Ab morgen nehme ich Insulin

25 Mär 2014 11:42 #1 von matti
Hallo,

seit gut zwei Jahren hat sich bei mir ein Diabetes Typ2 manifestiert.

Zuvor lag mein HbA1c Wert bei 5,6. Mittlerweile verschlechtert sich dieser bei jeder vierteljährigen Messung. Ich liege aktuell bei einem HbA1c Wert von 8,7. Der mittlere Blutzucker liegt somit bei 200. "Spitzenwerte" liegen bei 600.

Seit zwei Jahren habe ich Metformin, dann Janumed genommen. Seit einen halben Jahr Spritze ich zu Metformin auch noch Victoza.

Ab morgen Abend kommt nun noch Lantus (Insulin) hinzu.

Hat jemand damit Erfahrung?

Aufgrund einer sich generell verschlechternden Gesundheitssituation werde ich auch wieder Sirdalud nehmen. Das Mittel wirkt auf das Zentralnervensystem und entspannt die Skelettmuskulatur. Der Hauptangriffspunkt liegt im Rückenmark. Das Mittel vermindert die Freisetzung von Aminosäuren an den Nervenschaltstellen. So wird eine übermäßige Muskelanspannung (Muskeltonus) reduziert. Vor zwei Jahren haben wir dies abgesetzt, weil ich erhebliche Probleme mit meiner körperlichen Kraft hatte, die Muskelkraft sehr eingeschränkt war und somit auch mein Hilfebedarf zunahm. Nun scheint es doch wieder nötig.

Im Prinzip ist das alles Mist, naja.

Matti

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25 Mär 2014 22:16 #2 von Birgit
Lieber Matthias! :(

Das hört sich ja gar nicht so gut an. Leider kann ich Dir zu dem Insulin keine Angaben machen, obwohl ich 16 Jahre Erfahrung mit meinem Exmann als Typ I Diabetiker habe. Der Langzeitwert ist sehr hoch. Das Du das Sirdalud wieder nehmen musst ist natürlich auch Mist. Ich wünsche Dir gute Besserung!

Liebe Grüße
Birgit

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27 Mär 2014 11:25 #3 von Pipifax
Hallo Matti!

Deine Geschichte erinnert in fataler Weise an meine Geschichte. Diabetes Typ 2 seit ca. 6 Jahren bekannt. Metformin bekommen, dann den Diabetes ignoriert.
Beruflicher Dauerstress. Vor 2 Jahren beginnende Polyneuropathie beider Beine, und imperativer Stuhldrang ...
Damals zusaetzlich Byetta (ähnliches Wirkprinzip wie Victoza), plus Janumed.

Ich dachte es wird alles gutvernachlaessigte mich aber weiterhin (Depressionen).
Letztes Jahr kam dann der Absturz. Zusammenklappen im Dienst, Hyperglycaemie, HbA1c von 12,5. Krankenhauseinweisung, Insulin plus Langzeitinsulin.
Anschliessend Anschlussheilbehandlung 5 Wochen in der Diabetesklinik Saale in Bad Kissingen zur Hirnwaesche :)
(Rehaeinrichtung der Rentenversicherung)

Lieber Matti,
vielleicht solltest Du dies (Reha) auch nutzen?
Es lohnt sich!

Meine Ergebnisse:
Nur noch wenige Einheiten eines Nachtinsulins
Tagsueber keines mehr
Abnahme von 25 kg in einem 3/4 Jahr
HbA1c von 5,8 (wobei der Diabetologe in der Klinik sagte, dass bis 7,5 o.k. waeren
Keine Hautabszesse mehr


Folgeschaeden die bleiben:

Beide Beine sind taub
Inkontinenz (durch Ernaehrungumstellung nur noch 50 % Diarrhoe)
viel zu grosse Kleidung nun ;)

Viel Kraft Dir!

Uli
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27 Mär 2014 18:04 #4 von matti
Hallo Pipifax,

zunächst freue ich mich, dass du als neues Forenmitglied gleich richtig in die Diskussionen einsteigst. Sei herzlich Willkommen hier.

Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich mich äusserst Streng an die Ernährungsempfehlungen bei Diabetes halten würden. Ich "Fresse" aber auch nicht ohne Hirn und Verstand. Zumeist ist das Bewusstsein für die Situation vorhanden, manchmal kille ich aber auch eine ganze Tafel Schokolade (nicht mehr als 1xMonat kommt dies vor). Ja ist blöd, hmm was soll ich da schreiben...

Ich war vor 2 Jahren vier Wochen in Reha. Dort habe ich die positiven Verhaltensregeln erlernt, manchmal wie bereits erwähnt fällt es mir trotzdem schwer. Die "Ausrutscher" können aber nicht alleiniger Grund für die immer höher werdenden HbA1c Werte sein, den zuvor habe ich mich richtig unvernünfig ernährt und Literweise Cola gepumpt. Mach ich jetzt alles nicht mehr.

Über eine erneute Reha habe ich auch schon nachgedacht. Dies ist leider nicht so einfach.

Ich bin seit über 10 Jahren Rentner. Weil keine Aussicht darauf besteht mich wieder in den Arbeitsmarkt zu bringen (was mit dem Diabetes nichts zu tun hat) schreiben mich die Kostenträger ab. Um es sehr deutlich zu sagen: Jeder Tag den ich früher in die Kiste hüpfe ist der Kasse angenehm. Das ist hart aber die Realität.

Selbst wenn ich die Reha genehmigt bekommen würde, ist es in Deutschland fast unmöglich eine Einrichtung zu finden, die mich mit Pflegestufe 3 aufnimmt. Glaub es mir, dies steht zumeist schon in den Klinikinformationen (Internet) als Ausschlusskriterium Nummero uno.

Wäre ich beispielsweise Alkoholiker, ich könnte mir auf gut Deutsch gesagt den ganzen Tag in die Hose Scheißen und unter hunderten Kliniken einen sofortigen Termin erhalten. Ich habe keinen Neid auf diese Betroffenen, es geht mehr um die Ungerechtigkeiten des Systems.

Als stark mobilitätseingeschränkter ist jeglicher Versuch an Gewicht zu verlieren schwierig, aber auch nicht unmöglich.

Ich muss!!! an meiner Disziplin arbeiten.

Matti
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27 Mär 2014 18:20 #5 von Pipifax
Hi Matti,

Ich las erst spaeter von Deinem Rundherumleiden.
Aber ich denke Du hast mit der Disziplin recht und wuensche Dir Erfolg.

Ich war vorher ja undiszipliert und konnte nicht anders. Auch heute irre ich durch die Supermaerkte und erkenne, wie unvernuenftig ich war.
Mittlerweile traue ich mir mehr zu. Geniesse aber in Massen. Dieses Belohnungssystem funktioniert ganz gut. Ich bin nicht der Sportler, aber mein Tagesziel ist neben der Arbeit etwas Ausgleich zu Gehzielen, die ich mir taeglich vornehme, z.B. 5km bis zum naechsten Aldi :)
Das mit dem Gewicht versuche ich zu halten, den Guertelindikator:)

Mit der Inko komm ich gut zurecht, allerdings bin ich momentan an einer Schnittstelle bzgl. der Groesse der Hilfsmittel.

Liebe Gruesse
Uli
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18 Apr 2014 03:21 #6 von nikolaus
Hallo Pipifax und Matti,
ich möchte mich nun auch mal an der Diabetsdiskussion beteiligen. Zunächst mal Glückwunsch Pipifax, dass du das mit dem HBA1c so prima hingekriegt hast. Die Saale-Klinik in Bad Kissingen kenne ich auch, war da schon 2mal zur Reha und kann bestätigen, dass die Ärzte nach meiner Erfahrung sehr kompetent sind. Nun aber zur Frage von Matti wegen Insulin Lantus. Dies ist ein Langzeitinsulin wie auch z.B Levemir. Es soll angeblich über 24 Std. eine gewisse Basisinsulinmenge im Körper bereitstellen. Da ich selbst seit mehr als 20 Jahren Diabetiker bin und auch den Werdegang von Tabletten über Mischinsuline bis zu meiner jetzigen Therapie (Levemir + Humalog) durchgemacht habe kann ich von etwas "Erfahrung" reden. Also die sogennanten Langzeitinsuline haben meist eine Wirkdauer von ca 20-22 Std (langjährige eigene Erfahrung mit Levemir) Wichtig und damit habe ich auch meinen HBA1c etwas nach unten korrigieren können (im Mom. 7,4), ist die Verwendung von Humalog Insulin. Dieses schnell aber nur kurzfristig wirkende Insulin (gentechnisch hergestellt) wird vor, oder sogar nach dem Essen gespritzt und hat einen Wirkungsverlauf ähnlich dem körpereigenen Insulin. Also sofort Wirkspitze und nach ca 3 Std ist die Wirkung vorbei, Somit ist ein geziehltes "Spritzen", je nachdem was man ißt und wie der BE-Insulinfaktor ist, möglich. Man muß natürlich "Essdisziplin" halten, denn es verführt zu mehr "Essen" weil ja ein sofortiges wegspritzen möglich ist. Ich halte es für ein gutes Stück Lebensqualität, wenn ich essen kann was und wann ich will und nicht gezwungen bin, wie bei den Normal oder Mischinsulinen zu bestimmten Zeiten eine gewisse Menge zu essen.
So, nun habe ich aber genug geschrieben. Gerne beantworte ich natürlich auch Fragen zu meinen Erfahrungen und beteilige mich weiter an der Diskussion
LG Claus
P.S. Ich bin kein Arzt oder Mediziner und das oben angeführte sind persönliche Erfahrungen von mir
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