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Probleme mit SBK

29 Dez 2018 17:41 #1 von silvie
Hallo zusammen,

ich bin neu hier, bin froh das es ein Forum gibt, wo man sich austauschen kann..

meine Mutter ist seit einem Jahr querschnittsgelähmt und hat einen SBK, die Probleme mit Harnwegsinfekten kenne ich schon, habe jetzt paar Fragen zu einem anderen Problem.. unsere polnische Pflegekraft hat beim lagern der Mutter wohl irgendwie den Schlauch vom Kathetherbeutel im Bettgitter eingeklemmt und durch das drehen auf die andere Seite war wohl der Schwung so groß das sie erstens die zwei Schläuche die miteinander verbunden sind( also der Schlauch vom Kathetherbeutel muss ja an den Schlauch der aus der Bauchdecke kommt angestöpselt werden) rausgezogen...das geht ja auch nur wenn man fest zieht.. und zweitens kam heute morgen kein Urin mehr raus und der Beutel war leer. normalerweise ist im Beutel immer 1,3l Urin am morgen. Jetzt läuft zwar wieder Urin raus, aber ich meine das es zu wenig ist. Daher meine Fragen.. kann man den Kathether aus Versehen rausziehen wenn man zu fest anzieht oder kann der verrutschen? Wie merke ich noch das der Urin nicht mehr richtig rausläuft und die Blase ist voll? was mache ich jetzt.....es ist Wochenende und der Urologe ist auch noch im Urlaub!!!

Schöne Grüsse Silvie

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29 Dez 2018 18:45 #2 von Birgit1
Hallo Silvie,

dass sich Katheter und Beutelschlauch schon mal voneinander lösen wenn stark dran gezogen wird, ist ja nicht ungewöhnlich.
Das passiert mir schon mal mit dem Nachtbeutel.
Dass dann aber, nachdem Beutel und Katheter wieder verbunden wurden, die ganze Nacht kein Urin abläuft ist eher nicht normal.
Da ja mittlerweile wieder Urin läuft, ist der Katheter ja noch in der Blase.
Lässt sich der Katheter denn etwas hin und her schieben oder sitzt er eher fest im Fistelkanal und lässt sich nicht bewegen? Kann er etwas weiter in die Blase rein geschoben werden?
Wenn das nicht geht und du den Eindruck hast dass zu wenig Urin abläuft, dann würde ich in einer urologischen Ambulanz eines Krankenhauses nachfragen und das abklären lassen.

Viele Grüße,
Birgit

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30 Dez 2018 08:30 #3 von silvie
Hallo Birgit,

danke für deine Hilfe. Der Kathether lässt sich wirklich etwas reinschieben und das habe ich auch so gemacht. Jetzt läuft auch der Urin wieder und der Beutel war richtig voll heute morgen...aber das kommt mir so einfach vor. War der vielleicht nur verrutscht oder er war doch ein wenig rausgezogen worden... aber das muss ich vielleicht immer ein wenig beobachten. Erstmal danke für deine Antwort, das hat mir sehr geholfen.

Schönen Sonntag und viele Grüße Silvie

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30 Dez 2018 09:19 - 30 Dez 2018 09:20 #4 von Birgit1
Hallo Silvie,

das freut mich sehr dass das Problem bei deiner Mutter nun erst mal behoben zu sein scheint!

Auf jeden Fall, wie du ja schon schreibst, aber weiter beobachten und auf jeden Fall den Urologen deiner Mutter, spätestens beim nächsten Konatkt, daraufhin ansprechen!

Es kann in der Tat so sein, dass sich der Katheter, samt Ballon, bei einem heftigen Ruck etwas in den Fistelkanal reinzieht.

Bei mir war es vor längerer Zeit so ähnlich. (Ich trage seit 3 Jahren einen SPK)

Schlaftrunken bin ich morgens, als der Wecker schellte, aus dem Bett gesprungen und hatte nicht daran gedacht dass ich ja noch mit dem Bettbeutel verbunden war, der mit der Aufhängung noch am Bettrahmen befestigt war.

Auch bei mir lief erst kein Urin mehr.
Nachdem ich mich dann mehr und mehr bewegte lief wieder Urin, aber auch ich hatte den Eindruck dass das zu wenig ist und es viel zu langsam ablief.
Auch bei mir war das leider an einem Wochenende...
Ich telefonierte dann mit einer Klinikambulanz.
Dort war man sehr nett und riet mir, bevor ich zur Abklärung hätte kommen müssen, erst einmal zu versuchen ob ich den Katheter etwas in die Blase vorgeschoben bekomme.
Das tat ich dann, es klappte und siehe da: der Urin lief schwallartig wieder aus dem Katheter.

Mein Arzt erklärte mir später dass sich der Katheter, als der Urin gar nicht lief, durch den Ruck wohl soweit in den Fistelkanal hineingezogen hatte, dass er mit Ballon und den Augen (=Öffnungen am Katheterende durch die der Urin in den Katheter läuft) im Kanal feststeckte.

Dadurch dass ich mich dann bewegte ist der Katheter wohl von allein wieder ein winziges Stück Richtung Blase gewandert, so dass die Katheterspitze wieder so weit in die Blase ragte dass durch die Augen wieder etwas Urin abfließen konnte.
Dadurch dass ich, nach dem Tipp des Klinikarztes, dann aktiv den Katheter wieder weiter in die Blase geschoben hatte, war der Katheter dann samt Ballon und den Augen am Katheterende wieder da wo alles hingehörte und der Urin konnte wieder ganz normal abfließen.

Seitdem wird bei mir der Ballon nicht mehr nur mit 5ml geblockt, sondern mit 8-9ml.
Somit ist er nun größer und sollte bei einem erneuten heftigen Ruck am Katheter nicht mehr so "einfach" in den Fistelkanal gezogen werden können.

Mir war es allerdings fast unbegreiflich dass sich ein mit 5ml gefüllter Ballon (das ist nicht gerade klein) überhaupt in den engen Fistelkanal ziehen konnte. Es tat mir noch nicht einmal extrem weh.....
Aber es war möglich, so dann meine Erfahrung ;)

Dir auch ein schönes Wochenende und ich drücke die Daumen, dass nun keine weiteren Probleme mit dem SPK bei deiner Mutter mehr folgen,

viele Grüße,
Birgit

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31 Dez 2018 11:12 #5 von silvie
Hallo Birgit,

ich hätte dich gerne nochmal etwas gefragt..du hast ja seit 3 Jahren einen SBK und somit etwas mehr Erfahrung als ich. Wie ist das denn bei dir mit den Harnwegsinfekten. Meine Mutter hat dieses Jahr schon dreimal einen gehabt, ist das jetzt normal bei einem SBK oder wie oft musst du dich da rumschlagen?
Wir haben jetzt mal mit Cranberrysaft angefangen, aber ob das wirklich hilft kann ich mir nicht vorstellen, aber es schadet ja vielleicht auch nicht. Und natürlich viel trinken ist sehr wichtig, aber vielleicht gibt es noch andere Möglichkeiten die ich nicht kenne. Ist es nicht auch viel besser wenn man sich selber katheterisiert? Vielen Dank schon mal.

Guten Rutsch und viele Grüsse Silvie

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31 Dez 2018 14:29 #6 von Birgit1
Hallo Silvie,

ich habe glücklicher Weise in den 3 Jahren vielleicht nur 3 richtige Blasenentzündungen gehabt die dann auch behandelt werden mussten.
Wenn ich merke dass sich was anbahnt, nehme ich sofort Canephron und Angocin. Zusätzlich erhöhe ich meine Trinkmenge (2,5l sind bei mir Minimum und bei beginnender Entzündung dann ca. 3,5l)
Damit bekomme ich eine Blasenentzündung so gut wie immer abgefangen.
Viel trinken ist bei mir das Wichtigste.
Ich weiß aber auch dass es viele Menschen mit SPK gibt, die wie deine Mutter unter ständigen Entzündungen leiden.
Ich glaube ich habe da einfach Glück dass ich damit so verschont werde.
Mit Selbstkatheterisieren habe ich keine Erfahrungen.
Bei mir kam das aus bestimmten Gründen nie in Frage.

Ich wünsche dir auch einen guten Übergang ins Jahr 2019!

Viele Grüße,
Birgit

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