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× Eine krankheitsspezifische Voraussetzung für eine Pflegestufe gibt es nicht. Es zählt immer der notwendige Hilfebedarf in der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung und Mobilität). Also z. B. beim Waschen, Haare kämmen, Zähne putzen, Intimpflege nach Wasserlassen/Stuhlgang, das Richten der Bekleidung, Wechseln von Inkontinenzmaterialien, dem Kleinschneiden von Nahrung, Nahrungsaufnahme, dem Gehen und dem An- und Auskleiden. Der durchschnittliche tägliche Hilfebedarf in der Grundpflege beträgt bei PS I 45 Min. tägl., PS II 120 Min. tägl., PS III 240 Min. tägl. plus ein nächtlicher Hilfebedarf.

Behinderung = Verarmung und Sozialamt?

18 Feb 2013 13:31 - 18 Feb 2013 14:21 #1 von matti
Hallo,

ich möchte euch gerne einmal berichten, wie das System so langsam behinderte Menschen an den Rand der Existenz führt.

Dazu ein Beispiel aus meiner Situation:

Ich bin aufgrund meiner Erkrankung mit 30 Jahren Erwerbsunfähigkeitsrentner geworden.

Aus der gesetzlichen Rentversicherung erhalte ich eine Rente in Höhe von ca. 850 Euro netto.
Über weitere Einkünfte verfüge ich nicht.

Von diesen 850 Euro Rente muss ich behinderungsbedingte Eigenanteile leisten.
Diese setzen sich zusammen aus:

66,01 Euro für die Zuzahlung meiner Inkontinenzversorgung/monatlich
25,00 Euro für Teststäbchen aufgrund meines Diabetes
11,00 Euro monatlicher Eigenanteil / geteilte Summe durch 12 ( Physiotherapie, Ergo, Medikamente usw.)
80,00 Euro Eigenanteil Investitionskosten ambulante Pflege
20,00 Euro Stromkosten für E-Rolli und Sauerstoffveresorgung/monatlich

202,01 Euro im Monat, muss sich unabhängig meines Einkommens! aufgrund meiner Erkrankung und Behinderung aus eigenen Mittel aufbringen. Dies sind fast 25% meiner Einkünfte!

Jetzt erkläre mir mal bitte jemand, wie dies gehen soll???

Ich bekomme den Ratschlag Sozialhilfe zu beantragen. Die Stelle dort "lacht" sich allerdings schlapp, weil meine Einkünfte die Grundsicherung übersteigen und die erwähnten Ausgabewn quasi mein Privatvergnügen sind.

Ein Wohngeldantrag unterliegt in etwa den gleichen von mir nicht erfüllten Anforderungen. Zugegeben ich habe auch Probleme damit mich völlig zu offenbaren, was bei diesem Antrag aber notwendig ist. Als Beispiel sei die lückenlose Hinterlegung der Kontoauszüge genannt. Mag sein, dass dies so sein muss, wenn man Sozialleistungen haben möchte (dafür habe ich sogar bedingtes Verständnis), es hat aber auch ein wenig etwas mit Würde zu tun.

Hinzu kommen allerdings auch noch Kosten, welche ohne meine Behinderung nicht entstehen würden. Als Beispiele sei hier der Transport mit einem für den E-Rolli geeigneten Taxi zu nennen. Alle Privatfahrten müssen zwangsläufig eben auch privat gezahlt werden. Eine Fahrt von 30 Kilometern kostet ca. 80 Euro (einfach), nur um mal die Kosten zu benennen.

Ganz ehrlich, ich weiß so langsam nicht mehr weiter. Da kannste dich einschränken wie du willst, am Ende des Geldes ist einfach noch zuviel Monat übrig.

Mein weiteres Vorgehen:

Strick - Nein Spaß!!!!

Gut, alternativen:

- Qualitativ minderwertiges Hilfsmittel beziehen (Antrag auf Notwendigkeit genau des von mir verwendeten Hilfsmittel läuft in 2. Instanz)
- Zuckerwerte beim Arzt oder Apotheker prüfen lassen (Wegfall der eigenen Kontrollmöglichkeiten)
- Pflegeleistungen auf das absolut notwendige reduzieren (mit der Gefahr der Unterversorgung)
- Antrag auf Erstattung behinderungsbedingten Stromkosten stellen (ist gestellt, ich werde berichten)
- Umzug in eine preisgünstigere Wohnung (Freunde, erfolgte Wohnungsanpassung und Investition, soziales Umfeld, alles weg!) Laut Gesetz steht mir eine 1-Zimmer Wohnung zu, wenn ich den irgendeine Sozialleistung beantrage!

Im Lotto gewinnen!

Von der Entlasung durch die 10 Euro Arztgebühr habe ich im Übrigen gar nichts, weil 1% jährliche Zuzahlung immer 1% bleiben. Egal aus was sich dies nun zusammensetzt.

Ich zahle jetzt, zugegeben in einer Wohnung die überdimensioniert ist, 600 Euro Warmmiete. Davor habe ich für ein 39 qm (1-Zimmer Loch) aber auch 500 Euro warm gezahlt. Das Problem lässt sich nur sehr bedingt durch einen Umzug lösen, wenn man nicht im Plattenbau oder im sozialen Randgebiet der Stadt leben möchte.

Schaut selbst, wie es hier zur Zeit auf dem Wohnungsmarkt aussieht: www.immobilienscout24.de/Suche/S-T/Wohnu...eredFrom=result_list

Hinzu kommt noch mein Hund, der das ein oder andere Angebot direkt ausschließt.

Ja, ich glaube euch, dass ihr rechnen könnt und die Rechnung so schon nicht aufgehen kann. Die Abhängigkeit von Freunden oder Eltern kann aber nicht der Maßstab für mein Beispiel sein.

Vor 10 Jahren bin ich aufgrund von Existenzsicherung in die Rente mehr oder weniger gezwungen worden. Heute werde ich wahrscheinlich in die stationöre Unterbringung gezwungen, weil dort zwar wesentlich höhere Kosten anfallen, diese aber übernommen werden.

Ein wirklich ratloser

Matti

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18 Feb 2013 21:57 - 18 Feb 2013 21:57 #2 von Pamwhy
Hi Matti,

schwierig was man dazu sagen soll.... :dry:

Das mit dem Wohngeld würde ich auf alle Fälle beantragen, wenn du noch irgendwelche Zuschüsse bekommen kannst, dann nichts wie ran, bevor du auf stationäre Unterbringung angewiesen wärst. Mein Bruder war ein paar Jahre arbeitslos und hat dann mit Harz 4 auch Wohngeld beantragt, er konnte dann auch in der Wohnung bleiben. Ich denke, dass das mit deiner Wohnung auch geht, da du als Rolli-Fahrer sicherlich nicht in jeder 0815-Wohnung untergebracht werden könntest.Zumal du ja keine anderen Sozialleistungen bekommst.... Mit der Offenlegung deiner Finanzen ist es ja dann auch wie mit Pest oder Cholera (Stationäre Unterbringung)....

Nur am Rande und als Ergänzung, wir hatten ja hier im Forum schon mal die Debatte, dass jetzt großzügigerweise die Praxisgebühren wegfallen....Wir haben kurz drauf dann auch Post unserer Krankenkasse bekommen, dass wir bei zwei Erwachsenen jetzt 80 € im Jahr weniger bezahlen müssen und wir toll das ist und Schultergeklopfe usw., in dem gleichen Brief wurde aber angekündigt, dass wir eine Beitragserhöhung hätten, die uns im Monat über 20 € kostet... D. h. die 80 € Ersparnis wurden da locker wieder reingeholt.... Wobei das jetzt nicht falsch verstanden werden soll, ich jammer da nicht drüber (solange mein Mann einen Job hat, geht es uns nicht schlecht), aber ich fand die Haltung der KK etwas gönnerhaft....

Ich hab mir übrigens deinen Link mal angesehen, das sind ja schon echt enorme Preise, ich weiß ja nicht, was du so an Nebenkosten noch zahlen musst... Eine Freundin von uns ist mittlerweile alleinerziehend und zahlt für eine super 4 Zimmerwohnung, mit großem Garten und frisch renoviert (neues Bad/ Zugang über Küche in den Garten mit großer Glastür auch neu) mit auch 600 € warm. Allerdings wäre diese Wohnung nicht barrierrefrei, die sind wohl dann auch noch mal teurer...

Danke übrigens für die süßen Träume...., hat leider nicht geholfen, aber vielleicht heute Nacht ich bin da zuversichtlich.... ;)

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19 Feb 2013 22:34 #3 von Horsty
Hallo Matti,
eigentlich sollte ich noch das Bett hüten, aber Dein Beitrag hat mich dich ganz schön aufgewühlt. Deshalb will ich kurz meine persönliche Meinung loswerden.
Weil unsere Rente auch unter der Armutsgrenze liegt, kann ich Deine Situation einigermaßen nachfühlen. Allerdings sind wir körperlich nicht so gehandicapt und die Ansprüche nehmen im Alter ab. Weiterhin bewohnen wir ein über 80 Jahre altes Eigenheim, zwar mit etlichen Schwachstellen aber es fallen nicht die vollen Mietkosten an. Damit geht es uns verhältnismäßig gut, solange wir gesund sind und die Kraft ausreicht alles aufrecht zu erhalten.

Was mich regelrecht auf die Palme bringt, ist doch die Tatsache, dass es in einem Staat den es materiell nicht schlecht geht, die sozial Schwächsten systematisch ausgegrenzt werden. Allein aus dem Grundgesetz dürfte es doch eine Pflicht sein, das der Sozialstaat dafür sorgen müsste, dass niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt wird. So wie es sich jetzt zeigt ist nach meiner Meinung die Würde des Menschen eindeutig angetastet, ja sogar drastisch beschädigt. Die noch vor kurzem im Mittelpunkt stehenden Überschüssen der KK sind ein Beleg dafür, dass doch genügend Geld vorhanden ist.
Nun Matti, der Strick ist gar nicht so abwegig, jedoch sollten wir Ihn dazu benutzen, um damit gemeinsam in eine Richtung zu ziehen, um die Ungerechtigkeiten wegzuzerren.
Von meiner Seite aus, kann ich folgendes anbieten: Falls Du spezielle Bekleidungsteile brauchst,
könnte ich Dir dabei behilflich sein sie anzufertigen oder anzupassen(als ein Dankeschön für Deine hilfreichen Ratschläge). Es ist zwar ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber bekanntlich können viele Tropfen einen Stein höhlen. Nimm dann Kontakt über meine E Mail auf.
Herzlich grüßt Horsty
Folgende Benutzer bedankten sich: Struppi, Pamwhy, Gelinda

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20 Feb 2013 00:03 #4 von Pamwhy
Hallo Horsty,

du sprichst mir aus der Seele...........................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................................

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21 Feb 2013 21:32 - 21 Feb 2013 21:38 #5 von Gelinda
Ja, matti - ich empfinde Dir nach!

Auch und gerade, was die Würde betrifft.
Es bleibt Dir nichts anderes, als auf Verständnis des jeweiligen Bearbeiters der Wohngeldstelle zu hoffen bzw. rate ich Dir freundlich auf Deinen Rechten "zu bestehen". Zum Beispiel, daß Du um ein persönliches Gespräch ohne Zuhörer bittet. Gib zu, daß es Dir sehr unangenehm ist, vor eventuellen weiteren Besuchern (die ja als Kunden bezeichnet werden) oder einem weiteren Mitarbeiter als Zuhörer Dein Anliegen zu offenbaren.

Ja und steht nicht auch einem Behinderten das Recht zu intimen Bedürfnissen zu? Auch das kann und sollte ein Posten in der Liste der berechtigten Kosten sein dürfen, ganz egal und wie auch immer diese Bedürfnisse gestillt werden. Und klar ist ja wohl, daß darüber keiner freiwillig innerhalb eines Antrags mit einer fremden Amtsperson sprechen möchte.

Wurde denn je über so etwas gesprochen/diskutiert? Das ist zum Beispiel etwas, was Dir als Nichtbehinderter möglicherweise keine Probleme in der Art bringen würde.

Ich weiß ja nicht, woran Du Dich trösten könntest. Ich würde keine Altersrente in Höhe von 800,- € bekommen.
Ich war mit 34 2 Jahre Invalid nach einem Unfall mit schweren Folgen (Schädelhirntrauma). Ich war in der Wendezeit Invalid und bekam ca. 620,-€ Rente. Allerdings bekam ich (durch die Wende?) Mietzuschuß (Lastenzuschuß). Damals war eh vieles noch sozialer geregelt. Diese Rente würde ich in der Höhe heute nicht mehr bekommen, vor allem jetzt nicht, wo ich jetzt 60 geworden bin nicht mehr. Das könnte ich evtl. noch bekommen, wenn ich mit 65 in Rente gehen würde.

Und nein, es soll Dir nicht den Wind aus den Segeln nehmen. Eher, daß Du Dich evtl. an eine Organisation wendest, damit nicht jeder allein still vor sich hin vegitiert. . . . . hm, kostet wieder Beitrag, aber würde Dir möglicherweise neue gute Kontakte bringen? Aber halt, Du bist ja bereits in einem Selbsthilfeverein. . . . könnte Dir das nicht schon was bringen? Oder bist Du da die gute moralische Stütze, die grad mal für sich selber Hilfe, Rat und Ideen sucht?

Nimms mir bitte nicht übel, falls ich Dich mit meiner Fragerei kränken sollte. Das will ich ganz bestimt nicht.

:winken: Gelinda
> wünsche mir bitteschön einen winken-Grinser (übrigens gibts die gleichen Grinser, die hier oben sind, mit deutscher Sprache . . . weil doch heute Tag der deutschen Sprache ist :) )


Jetzt fällt mir die Antwort ein: es geht nicht nach dem Bedarf, sondern nach dem was in der Kasse ist. So isses bei Hartz IV. Deshalb gibt es ja auch die Renten-Kürzung bzw. Verschiebung auf 65/67 Jahre.

Hauptsache wir können recht viel an die EU bezahlen und da die Staaten /BANKEN unterstützen.

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21 Feb 2013 22:33 - 22 Feb 2013 09:07 #6 von matti
Hallo Gelinda,

danke für deinen Beitrag, auf den ich gerne entgegnen möchte.

Mit Verständnis des jeweiligen Bearbeiters hat das bei mir nichts zu tun, weil ich generell nicht auf das Wohlwollen einer einzelnen Person wert lege, sondern sich dieser ausschließlich an Recht und Gesetz zu orientieren hat. Selbstredend ist auch, dass ich meine Anliegen nicht auf dem Verwaltungsgebäudeflur vorbringe.

Tatsächlich hast du hier aber bewusst oder unbewusst ein faktisches Problem unserer Gemeinde angesprochen, die Dienstzimmer sind nicht barrierefrei erreichbar. Dies ließe sich aber sehr einfach lösen, vor allem wenn gleich die regionale Presse mit anwesend wäre, um über die Diskriminierung zu berichten. Was glaubst du, wie schnell da Zimmer frei geräumt werden. Verarschen können die andere.

Nein, mein "Problem" liegt ganz anders. Was sich da so alles auf meinem Konto bewegt oder nicht bewegt und vor allem warum und von wem sich da etwas bewegt, geht der Gemeinde in der ich wohne schlichtweg nichts an. Nicht falsch verstehen, natürlich besteht ein Recht und meine Pflicht im Antragsverfahren meine Einkommensverhältnisse offenzulegen, genau damit habe ich aber ein Problem.

Ob und was ich beispielsweise bei Amazon bestelle oder per Paypal im Sexshop kaufe gehört einfach nicht in die Hände eines Amtsschimmels, der womöglich auch noch aus unserem Ort kommt. Ja, dann beschwer dich auch nicht, wäre schon die richtige Antwort. Diese löst aber nicht das Problem der von mir empfundenen Entwürdigung.

Ein ähnliches Beispiel ist aus meiner Sicht die absurde Regelung, dass man als inkontinenter durch die Vorlage eines ärztlichen Attestes darüber, bei meiner Gemeinde zusätzliche Müllsäcke kostenfrei erhalten kann. Nach meinem Verständnis ist es ungeheuerlich diese intimen Dinge einer Gemeinde offenbaren zu müssen. Ich habe kein Patentrezept wie man dies anders lösen könnte, so finde ich es einfach völlig würdelos.

Ich habe noch nie in meinen Leben auch nur einen Cent Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld erhalten. Vielleicht fehtl mir auch deshalb ein wenig die Dreistigkeit und/oder die Einstellung das mir dies und das zusteht. Bislang war und ist es immer mein primäres Zeil gewesen, mich selbst zu unterhalten.

Es gibt gute Gründe warum in meinem speziellen Fall ein Antrag auf Wohngeld absurd sein würde. Darüber möchte ich aber öffentlich hier nicht berichten.

Bezüglich der "intimen Bedürfnisse", och das ist ja Süß, dass du dir darüber Gedanken machst. Ich kann mich gar nicht errinnern dies angesprochen zu haben. Weißt du, mein Selbstbewusstsein ist sehr stark. Ich sehe mich nicht als das arme behinderte Hascherl, was es nicht wert ist geliebt zu werden. Ganz im Gegenteil.

Zudem befinde ich mich gar nicht auf dem "freien Markt". Meine körperliche Behinderung gleiche ich durch etwas aus, was für sehr viele Frauen viel ansprechender ist: Intelligenz und Empathie.

Ich fühle mich in vielen Bereichen meines Lebens pudelwohl. Von Vegetieren kann also nicht im geringsten die Rede sein. Ich glaube hier schätzt du meine Situation falsch ein. Ich bin weder vereinsamt noch in meiner Mobilität gefangen (eingeschränkt ist etwas anderes). Ich bin auch nicht an den Rollstuhl gefesselt, sondern dieser ermöglicht mir die angesprochene Mobilität.

Fachlich profitiere ich von diesem Selbsthilfeverein nur sehr begrenzt. Dies liegt aber daran, dass mein eigenes Wissen bezüglich unserer Thematik sehr ausgedehnt ist.
Persönlich profitiere ich aber sehr von diesem Verein, weil ich ganz wunderbare Menschen kennen gelernt habe, die ganz tiefe Spuren in meinen Leben hinterlassen haben und immer noch hinterlassen. Dies ist wunderbar und einer der Antriebe kich hier zu engagieren.

Ansonsten geht es mir wie Vielen. Mein Bedarf an Selbsthilfe ist glaube ich für den Rest meines Lebens gedeckt. Ich war in vielen Selbsthilfegruppen, meist in verantwortlicher Position (was meinem Naturell entspricht).

An meinem 40. Geburtstag im letzten Jahr hätte ich gut 120 Leute einladen können. Knapp 40 sind es dann geworden, darunter doch einige Menschen hier aus diesem Forum (Verein). Ich habe also keine Probleme mit fehlenden Kontakten. Freunde hat man eh meist nur drei, vier im ganzen Leben.

Matti

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22 Feb 2013 00:20 - 22 Feb 2013 00:20 #7 von Pamwhy
Hi Matti,





mehr brauch ich wohl nicht zu sagen.....

@ Gelinda, jetzt hatte ich bei einigen Punkten etwas Verständnisprobleme und Matti hat wohl die Essenzen aus deinem Beitrag rausgezogen...

Bis dahin...
Anhang:

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22 Feb 2013 00:49 #8 von Gelinda
ich schrieb nicht, daß Du vegitierst, sondern in dem Sinne habe ich das so gemeint, daß nicht jeder allein kämpfen sollte und mit seinen Problemen allein steht.

Ich sehe mich außerstande, meine Texte noch extra zu übersetzen. Du bist intelligent genug, es hapert nur am Verstehen-wollen.

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22 Feb 2013 00:52 - 22 Feb 2013 00:52 #9 von Gelinda
Liebe Pam-

warten wirs ab. Mogen ist auch noch ein Tag.
Morgen ist der 22.2. morgen habe ich Laktose- test.

aber ich habe nicht solche Angst wie vor dem Fructose-Test

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22 Feb 2013 08:33 - 22 Feb 2013 08:34 #10 von Pamwhy
Hallo Gelinda,

ich mach mir jetzt mal die '"Mühe" (alles halb so wild), die auf deinen vorletzten Beitrag zu antworten.

etwas schreiben, aber dann etwas anderes meinen ist im Forum immer etwas schwierig, da man Verständnis-und auch Meinungsverschiedenheiten nicht sooo schnell aus dem Weg räumen kann (es bleibt ja auch auf ewig hier im Netz hängen), wie wenn der Satz ausgesprochen wurde und man hakt dann schnell nach und schafft das Ganze aus der Welt. (Das kann sogar in Deutschland regional schon ein Problem sein, da wo ich herkomme heißt es z. B. bei "das passt ja wie die Faust aufs Auge", es passt gar nicht, weil die Faust im Gesicht nichts zu suchen hat, hier im Schwarzwald (vielleicht auch nur bei der Familie meines Mannes ;) ) bedeutet es, dass es sehr gut paßt, da die Faust von der Form und Größe her gut in die Augenhöhle hineinpasst)

Ich möchte, dass du das jetzt nicht in den falschen Hals bekommst, sondern dir in dem Zusammenhang eine kleine Hilfestellung geben.

Du hast Matti wortwörtlich geschrieben ich zitiere:

... damit nicht jeder allein still vor sich hin vegitiert.

Erst einmal hast du es schon zum zweiten Mal falsch geschrieben es heißt nämlich in dem Zusammenhang "vegetierst", beim ersten Mal denkt man sich ja nichts dabei, wie oft kommt man mal auf die falsche Taste und merkt es nicht.... ;), wenn es aber öfter vorkommt, denke ich dass du es einfach nicht weißt, daher meine Unterstützung (und das bitte auch als solche verstehen..... :))

Dann hat dieses Wort alle möglichen Bedeutungen und Synonyme, aber nicht, dass man alleine kämpft (das könnte man eventuell bei der 3. Bedeutung an den Haaren herbeiziehen, dass wenn jemand in Armut lebt er auch an Kontakten arm ist und dann eventuell/ vielleicht auch alleine kämpfen muss, aber wie gesagt, wäre das eine Interpretationssache auf ganz hauchdünnem Eis und nicht das was 99 % der Leser darunter verstehen ...).

Also:

1. Bedeutung: unbewußt leben => dahinleben, vegetieren
2. Bedeutung: schlecht leben => darben, sein Leben fristen, vegetieren
3. Bedeutung: dahinvegetieren => sich durchschlagen, vegetieren, dahinleben, Hunger leiden, in Armut leben, Not leiden, sich mühsam durchbringen, herumkrebsen, darben, fristen....

Da also im allgemeinen Sprachgebrauch vegetieren, wie bei den 3 Bedeutungen oben genannt, zu verstehen ist, hat das Matti nämlich genauso aufgefaßt, wie es dastand.

Warum schreibst du denn nicht genau, das was du meinst??? Es müssen ja nicht immer tolle "Fremdwörter" sein, du hättest einfach schreiben können:
"damit nicht jeder allein still vor sich hin kämpft", dann wäre es für alle ganz klar und eindeutig gewesen.

Ansonsten entstehen da leicht Situationen, in denen man sich aneinanderhochschaukelt, jeder hat die besten Absichten aber keiner versteht den anderen.... :(

Du hast ja Matti gebeten, nicht gekränkt zu sein und das hoffe ich bist du jetzt auch nicht, ich möchte nicht, dass da zwischen euch Reibereien entstehen, wegen einfacher Missverständnisse...

Ich drück dir für deinen Laktosetest übrigens beide Daumen, dass was bei rauskommt, dass dir weiterhilft. Meine Blutergebnisse von letzter Woche sind noch nicht da, da heißt es geduldig warten...


Bis dahin...
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