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Vorstellung

04 Jul 2018 01:51 #1 von Anton
Guten Abend,

Mein Name ist Anton, ich bin 67 Jahre alt und habe seit 1995 mit Blasenproblemen zu tun.

Zu Einschätzung mein sogenannter "Werdegang".
1995 Feststellung einer Blasenfunktionsstörung mit Messwerten um die 2 bis 2,5 Liter Fassungsinhalt(bei 2,5 Liter wurde der Test durch den Arzt abgebrochen).
Die nächsten Jahre Elektobehandlung, Akkupunktur, ISEK 5 Tgl..
Abruch aller Massnahmen ca. 2000 da es nur noch ein Teufelskreis von Antibiotika max. 2 Wochen Pause und wieder Antibiotika war.
2005 Neuorientierung, neuer Urologe, Ergebniss waren 2 Schlitzungen (Retrograder Erguss) und dann bei der avisierten 3. Schlitzung die Feststellung von Prostata Krebs.
2009 Entfernung der Prostata und dann eigentlich etliche gute Jahre, nur unterbrochen von den üblichen Entzündungen im Frühjahr und im Herbst.
2015 war er wieder da, mein Freund der Krebs, 36 Bestrahlungen, vom 6.Tag an Schmerzen die mich 1 Jahr begleiteten.
Nach 1 Jahr dann die erste Schlitzung wegen Verengung der Harnröhre, dann nach 1/2 Jahr die 2. Schlitzung und nach nur 4 Monaten die 3. Schlitzung.
Ersatz durch eine Mundschleimhautplastik auf Grund der Verengungslage nicht möglich(nur 20% Erfolgschance).
Von August 2017 bis November 2017 erfolgten 1 OP, 8 mal verschieden Antibiotika, Totalverschluss mit Notaufnahme (Koagel Verschluss).

Ab Dezember 2017 bin ich wieder bei ISEK gelandet mit ca. 5 tgl., inzwischen hat sich ja in der Katheter Welt auch einiges getan, diverse Kopfformen etc., es ist jetzt etwas komfortabler und sicherer wie noch 1995.
Im Moment beginnt der Umschwung von Sommer auf Herbst und prompt beginnen die Entzündungen wieder.
Ich habe schon früher immer wieder mal einen Blick in dieses Forum geworfen und daraue etwas Mut geschöpft.
Mein momentaner Blasen-Inhalt ist z.B. Abends und Morgends so um die 600 bis 1200 je nach Trinkmenge, da dürften nicht viele mit diesen Werten im Forum sein.
D.H. schon auf Grund meiner Restmenge dürfte der Erfahrungsaustausch im Forum etwas begrenzt sein.
Sicher gibt es aber jemand der gute Tips für Infektionsvermeidung abseits der üblichen 08/15 Empfehlungen hat, oder über den richtigen Umgang wenn das Teststäbchen schon wieder Nitrit anzeigt, da bekomme ich zur Zeit etwas erhöhten Puls, da kommt dann halt, vermutlich auch altersbedingt, stark die Psyche ins Spiel.
Auch wenn ich das jetzt schon fast über 20 Jahre mitmache und die verbleibende Restanzahl wahrscheinlich weniger sind, ich möchte diese Jahre mit möglichst wenig Schmerzen und Problemen absolvieren.
Vieleicht gibt es ja auch jemand der in diesem Volumenbereich Erfahrung hat und diese Erfahrung mit mir teilen will.

Einen schönen Abend noch
Anton

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04 Jul 2018 09:00 #2 von hippo80
Hallo Anton.
Willkommen im Forum. Ich hoffe, dass all deine Fragen beantwortet werden können.
Bei mir wird seit 4 Jahren durch den Pflegedienst katheterisiert. Meine Urologin hat mir irgendwann gesagt, dass bei Katheterisierung viele Patienten dauerhaft positiv auf Nitrit getestet werden (ich zum Beispiel ). Das sei nicht unbedingt Krankheitswertig.
Abends habe ich auch meist 800-1100ml Urin über den Katheter. Ist nicht gut, aber auch nicht zu ändern, deshalb katheterisieren wir ja.
Kannst du noch spontan urinieren? Wäre eine Steigerung des IST möglich, um so hohe Restharnmengen zu verhindern (wo Urin wird ja nicht in 10min produziert)? Ich wünsche dir erstmal alles Gute und Biel Spaß im Forum.

Liebe Grüße, Dani
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04 Jul 2018 10:45 #3 von Birgit1
Hallo Anton,

mit so hohen Restharnmengen bist du nicht allein!

Meine Blase kann bis zu 2000ml fassen . Ich kann spontan urinieren, bekomme die Blase aber nicht geleert und habe zeitweise Restharnmengen von bis zu 1500ml. Da ich meine Blase nicht spüren kann (zumindest nicht wenn sie nicht bis zum Anschlag voll ist), waren mir diese hohen Restharnmengen lange Zeit nicht bewusst.
Ständige Blasen-und Nierenbeckenentzündungen waren die Folge. Lange Zeit stand ich unter Dauerantibiose.
Da ISK aus bestimmten Gründen nicht für mich infrage kommt, trage ich nun seit Ende 2016 einen SPK (Bauchdeckenkatheter).
Seitdem haben ich keine Nierenbeckenentzündung mehr gehabt und nur noch ganz selten Blasenentzündungen.
Bei den allerersten Anzeichen einer sich anbahnenden Blasenentzündung erhöhe ich sofort meine Trinkmenge(2lt ist bei mir eh Minimum!) , nehme Cantharis Blasen Globuli, Canephron und Angocin. Meistens verschwinden die ersten Entzündungsanzeichen dann innerhalb eines Tages.
Ich weiß nicht ob du viel Trinken unter "8/15 Empfehlungen" einsortierst...Für MICH ist das das Wichtigste was ich bei mir für eine Infektvermeidung tun kann. Das ist meine Erfahrung ...wenn ich mal einen Tag weniger als 2lt getrunken habe, merke ich das umgehend in der Blase. Aber nicht jede Empfehlung ist für jeden gleich hilfreich.

Nitrit und hoher Leukozythennachweis bestehen bei mir immer!
Was z.B. für Katheterträger relativ normal ist.
Wie Dani schon schrieb ist das solange nicht tragisch sofern man keine starken Entzündungssymptome hat und muss daher auch nicht behandelt werden.

Dir hier noch einen guten Erfahrungsaustausch!
Viele Grüße,
Birgit
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04 Jul 2018 20:43 #4 von Anton
Hallo Dani,
Danke für Deine Antwort.
Ein spontanes Urinieren kommt nur noch sporadisch vor und liegt dann im Bereich von 100 bis 150ml.
Die ISEK hat sich mit den 5 mal auf Grund des Tageablaufes und der Trinkgewohnheiten ergeben.
Die erste ISEK erfolgt so zwischen 05:00 und 07:00 da ist der Druck im Bauchraum deutlich zu Spüren.
Die letzte um ca. 24:00 vor der Bettruhe um möglichst Platz für die Nacht zu schaffen.
In den Sommermonaten ist 5 mal bereits zuviel da untertags oft nur 200 bis 300ml über den Katheter laufen, ab Herbst sind 5 mal notwendig da ich in der kühlen Jahreszeit nicht soviel Flüssigkeit über die Haut ausscheide.
Liebe Grüße, Anton

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04 Jul 2018 21:14 #5 von Anton
Hallo Birgit,
Ich habe bis jetzt noch niemand mit Deinem oder meinem Fassungsvermögen getroffen, tröstlich dass ich da nicht alleine bin.
Den Bauchdeckenkathether hatte ich auch schon mal vor etlichen Jahren, er war dann nicht mehr nötig da ich nach der Prostata-Entfernung 6 Jahre lang Ruhe hatte und fast normal urinieren konnte.
Erst nach der Stahlenbehandlung des Rezidivs fingen die Narben in der Harnröhre das wuchern an.
Erneute Schlitzungen sind nur suboptimal, da werden die Abstände zwischen den OP`s immer kürzer.
Dein Hinweis auf die Trinkmengen ist sicher zutreffend, das zeigt sich bei mir sehr gut an der je nach Jahreszeit unterschiedlichen Trinkmenge und der entsprechenden Häufigkeit der Infektionen.
Ich führe die im Herbst häufiger auftretenden Entzündungen nicht auf die kältere Jahreszeit zurück sondern eher auf das Jahreszeitlich veränderte Trinkverhalten.
Ab einer entsprechenden Aussentemperatur verringert sich der Getränkebedarf in unserem Haushalt erheblich.
Ich sollte wohl wieder ein Trink-Protokoll führen, das erinnert einen an das notwendige Trinken.
Danke für den Hinweis auf die Bionorica, ich denke ich werde mal in der Richtung tätig werden.

Viele Grüße
Anton

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