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Neu hier.. ?

11 Mai 2023 21:47 #1 von Wolfi
Hallo!
Ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen!
Zunächst vielen Dank für die Registrierung.
Ich bin 50 Jahre alt und komme aus dem Norden Hamburgs.
Mein Problem ist leider, dass ich aufgrund von Depressionen zum Bettnässen neige. Ich bin wegen der Depression schon 2 Monate in einer Tagesklinik gewesen, jedoch ohne Erfolg.
Es kommt nun nachts häufig vor, das das Bett nass wird. Mein Psychiater weiß davon und meint, das es sein kann weil das Unterbewusstsein negative Erlebnisse verarbeitet. Es dauert seine Zeit bis eine Psychotherapie wirkt. Solange soll ich mir mit pants aushelfen....
Nun ist das meiner Depression aber nicht gerade förderlich... Außerdem laufen die teilweise sogar aus..
Es passiert zum Glück nicht jede Nacht , trotzdem traue ich mich nicht mehr ohne Schutz zu schlafen. Ich schlafe tatsächlich mit dem Schutz besser, obwohl meine Depressionen dadurch auch nicht besser werden...
Leider ist ein Grund der Depression meine Einsamkeit als Dauersingle. Da sind Windeln natürlich kontraproduktiv.... Ein Teufelskreis.
Soviel zu mir. Ich werde hier hauptsächlich still mitlesen und ggf. Bei interessanten Themen auch Mal was beitragen.
Viele Grüße!

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12 Mai 2023 11:44 #2 von martinK
Hallo Wolfi

Herzlich willkommen! Ich wünsche Dir, dass Du die Depressionen in den Griff kriegst und das Bettnässen dann wieder zurückgeht.

Lass Dich durch das Tragen von Inkontinenzhilfsmitteln nicht einschränken, es gibt keinen Grund, weshalb Du deswegen keine Beziehung eingehen kannst! Es braucht aber natürlich etwas Mut... Du bist aber bei weitem nicht allein, vielleicht hilft Dir das.

Dass Pants in der Nacht auslaufen, ist nicht unüblich. Vielleicht hilft es, die Pants mit einer enger anliegenden Unterhose zu fixieren. Ansonsten gibt es Windelslips, für Erwachsene die sind saugfähiger und verhindern besser das Auslaufen. Frage ist, ob Dich das Tragen solcher nicht noch mehr belasten würde, für mich war es eine Frage der Gewöhnung. Ausserdem trage ich auch da auch eine Unterhose darüber, auch um etwas Normalität ins Leben zu bringen.

Herzliche Grüsse
Martin

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12 Mai 2023 15:31 - 12 Mai 2023 15:53 #3 von MichaelDah
Hallo Wolfi,

herzlich willkommen in der Runde. Ich denke mit Depressionen umzugehen ist leider nicht ganz so leicht und leider holen die einen auch öfter mal wieder ein. Ich denke das beste was man dagegen tuen kann ist sich Erfolgserlebnisse zu verschaffen - aber das ist manchmal einfacher gesagt als getan. Ich hatte auch mal eine Phase wo ich sehr depressiv wahr. Was mir geholfen hat war mir etwas zu suchen wo ich Erfolgserlebnisse haben und Leute kennenlernen konnte. In meinem Fall waren das am Anfang Volkshochschulkurse zu Themen die mich interessiert haben. Aber es gibt ja unglaublich viel was man unternehmen kann - von Vereinen über Organisationen die Ehrenamtliche suchen u.s.w. - gerade letzteres fand ich gut weil es für mich ein gutes Erlebnis war helfen zu können.

Zu dem Thema des Bettnässens:
Klar kann die Depression die Ursache für das Bettnässen sein. Allerdings ist es leider auch so das man da schnell in ein „Raster“ fällt und der Urologe oder Therapeut dann erstmal eine Erklärung für das Problem hat und manchmal nicht weiter sucht. Grundsätzlich gibt es eine Reihe von anderen Gründen die zur adulten Enuresis führen oder sie begünstigen können.

Ich weiß natürlich nicht wie lange du das Problem schon hast und was du alles schon probiert hast um es wieder los zu werden daher hier mal einige Ideen wo man ggf. noch genauer nach weiteren Ursachen suchen kann:

- Gestörte ADH Produktion in der Nacht (zu wenig ADH vorhanden)
- Sauerstoffmangel durch Schnarchen.
- Zu tiefer Schlaf
- falsche Trinkgewohnheiten
- genetische Veranlagung

Wenn du es nicht schon mal gemacht hast würde ich an deiner Stelle noch mal beim Urologen nachfragen der auch weitere organische Ursachen ausschließen sollte. Eigentlich lassen sich alle der genannten Gründe entweder vom Urologen oder im Schlaflabor klären. Wenn es an einer der Ursachen liegt lässt sich das i.d.R. auch behandeln. Oft ist es auch so das mehrere Faktoren zusammen kommen. In dem Fall lässt sich aber möglicherweise immerhin eine Linderung herbeiführen.

Zum Thema Hilfsmittel:
Ich weiß ja nicht wie häufig dir das passiert und ob du kurz vorher wach wirst. Wenn das nicht jede Nacht passiert würde ich mir überlegen erstmal einen gescheiten Bettschutz zu besorgen. Ich hab mir dafür ein PU-Encasing (so wie die das auch in Krankenhaus haben) für die Matratze und für die Bettdecke besorgt. Unter dem Laken habe ich eine wiederverwendbare Bettvorlage. Mir passiert es auch ab und zu das ich aufwache und es dann gleich losläuft und ich nicht mehr bis zur Bettflasche komme. Deshalb will ich aber Nachts keine Hilfsmittel tragen. Mal abgesehen davon das ich in den Dingern schlechter schlafe kann ich auf diese Weise meiner Haut auch etwas gutes tun. Wenn es mal schief geht muss ich halt das Bett neu beziehen und ggf. den Bettdeckenbezug wechseln aber das ist schnell erledigt und passiert zum Glück nicht täglich.

Auch wenn es vielleicht blöd klingt man kann es auch es mit einem Weckgerät zu probieren. Es gibt da zwar keine Untersuchungen das so etwas auch bei Erwachsenen funktioniert aber einen Versuch ist es vielleicht wert.

Wenn es jede Nacht passiert würde ich wohl auch zu Hilfsmitteln greifen - was ich auch tue wenn ich unterwegs bin. Wenn es dann wirklich Hilfsmittel in der Nacht sein müssen, würde ich an deiner Stelle erstmal einige Sachen ausprobieren. Pants funktionieren erfahrungsgemäß Nachts am schlechtesten und sind oben drein auch noch am teuersten. Eine saugstarke Vorlage mit einer passenden Fixierhose kann aber das Bett schon sehr Wirkungsvoll schützen. Ob - und wie gut welche Hilfsmittel am Ende tatsächlich funktionieren hängt aber auch stark von der Position ab in der du schläfst. Seiten und Bauchschläfer habe es das oft schwerer etwas passendes zu finden - am besten funktionieren die Hilfsmittel wenn du auf dem Rücken liegst.

Generell:
Was den „Teufelskreis“ angeht den du nennst - da würde ich mir an der Stelle erstmal nicht so viele Sorgen machen. Wenn ich hier mal in meine große Glaskugel schaue würde ich mutmaßen das, der größere Teufelskreis darin besteht das du „Dauersingle“ bist. Das ist wie mit Sport oder anderen Dingen wo man Übung braucht. Wer wenig kommuniziert und wenig „sozial aktiv“ ist rostet ein. Das erhöht nicht unbedingt den „Attraktivitätsfaktor“. Mein Tipp: Mach möglichst viel mit anderen Menschen (vielleicht nicht unbedingt „Herrenabende“) - alles andere ergibt sich dann.

viele Grüße
Michael

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