Neueste Forenbeiträge

Mehr »

Anmeldung / Registrierung

Registrieren

Gute Pflege wird bestraft, schlechte belohnt

13 Apr 2007 14:00 #1 von klaro
Gute Pflege wird bestraft, schlechte belohnt
Berlin (kobinet) Der Münchner Sozialpädagoge Claus Fussek prangert Missstände in Heimen an und fordert die Zusammenlegung von Pflege- und Krankenkassen. In einem Interview mit der Berliner Zeitung sagte der Pflegeexperte über die jetzige irrsinnige Situation: "Gute Pflege wird bestraft, schlechte belohnt." In der Realität würden Menschen oft in die Betten gepflegt, damit mehr Geld fließe.

"Prävention und Rehabilitation waren und sind Kernstück der Pflegeversicherung. Mit Hilfe einer guten Krankengymnastik oder Bewegungstherapie kann verhindert werden, dass ein alter Mensch zum Pflegefall wird. Die Krankenkassen aber haben wenig Interesse daran, weil sie hier für Leistungen zahlen, von denen am Ende die Pflegekasse profitiert, weil .............
Lesen Sie den ganzen Beitrag unter

http://www.rehacare.de/cipp/md_rehacare ... ,g_u_e_s_t

klaro :roll:
( ich war nun zimlich erschrocken, diesen Beitrag so zu lesen. Ist es eine für mich , noch nicht gewusste Tatsache!!?)

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

27 Okt 2012 21:46 #2 von Horsty
Hallo,

bin noch beim Lesen, weil neu im Forum und stieß zufällig auf diesen alten Beitrag.
Es wird leider noch immer so praktiziert, dass Physiotherapeuten, die in der Lage sind Patienten
zu mobilisiere, durch Hilfskräfte ersetzt werden. Damit erhält man eine höhere Pfegestufe und
für die Hilfskraft ist ein geringer Lohn möglich.
Ein unerträglicher Zustand!

Horsty

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

28 Okt 2012 12:50 - 28 Okt 2012 12:55 #3 von matti
Hallo Horsty (ich bin lernfähig),

ein wahrlich alter Beitrag, allerdings an Aktualität immer noch ungeschlagen. Es ist eine große Sauerei, was da gerade in der stationären Pflege ablauft.

Einen Bericht aus "Der Tagesspiegel" ist zu entnehmen, das in den kommenden acht Jahren in Deutschland 220 000 Vollzeit-Pfleger zusätzlich benötigt werden. Diese zahlen stammen aus einer Studie, die das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) mit Sitz in Köln im vergangenen Jahr in Berlin vorstellte. Demnach wird allein die Nachfrage nach Pflegeheimplätzen bis 2020 um mehr als ein Drittel ansteigen. Hinzu kommt der wachsende Bedarf an ambulanter Betreuung.

Zurzeit sind in der Branche 970 000 Menschen beschäftigt. Weil davon etliche in Teilzeit arbeiten, besetzen sie zusammen 680 000 Vollzeitstellen. Sie versorgen 2,5 Millionen Pflegebedürftige. Das ist eine Quote von ca. 3,7 Pflegebedürftigen auf eine Vollzeitpflegekraft.

Allerdings ist ein nicht kleiner Teil dieser fast 1 Millionen Pflegekräfte mit nichts anderem als administrativen und bürokratischen Aufgaben beschäftigt. Dies wird nämlich bei der Nennung der Zahlen immer verschwiegen.

Die gesetzliche Pflegeversicherung wahr nie als Vollversicherung angelegt. Gerade dies hat aber beisielsweise zur Folge, dass polnische Pflegedienste bzw. Vermittlungsagenturen wie Pilze aus dem Boden schießen.

Auch hier scheint sich in der Praxis das durchgesetzt zu haben, was politisch gewollt und wir in der gesamten Hilfsmittelversorgung erleben: Versorgung nach dem Prinzip des medizinisch Notwendigen und dieses soll nicht überschritten werden.

Gruss

Matti

(Mir läuft schon ein kleiner Schauer über den Rücken, wenn ein Beitrag von Klaro hier wieder aktuell auftaucht. Klaro ist bereits vor vier Jahren verstorben. Sie ist allerdings immer noch die Userin mit den zweitmeisten Beiträgen in diesem Forum. Kann man auch mal drüber nachdenken).

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

28 Okt 2012 14:09 #4 von Pamwhy
Hallo Matti,

Oh das mit Klaro wusste ich gar nicht, das hat mich doch gerade getroffen, obwohl ich nur ihr Bild und die Beiträge von hier kannte. Wenn man mal eine Weile hier im Forum verbringt, denkt man, dass man euch fast "richtig" kennt, wie Freunde von nebenan, besonders wenn noch ein Bild dabei ist. Wobei (je nachdem wie offen der-, bzw. diejenige ist) trotzdem vieles einfach nicht zur Sprache kommt. Wie z. B. diese Nachricht oder hattet ihr sowas wie einen "Nachruf", da ich ja erst seit Mai dabei bin, hab ich immer noch nicht alles gesehen. Es hat mich aber sehr gewundert von ihr nichts mehr zu hören, nachdem sie so viele Beiträge geschrieben hat.

Was anderes was habt ihr denn zu den Pflegekräften aus dem Osten zu sagen, die immer mehr nach Deutschland und wahrscheinlich auch in andere europäische Länder kommen.

Liebe Grüße trotz allem

Pam

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

28 Okt 2012 14:52 - 28 Okt 2012 14:53 #5 von matti
Hallo Pam,

man kann wohl sagen, dass sowohl die Lebensumstände, wie auch der Tot von Klaro als tragisch zu bezeichnen sind. Da dies aber nun doch schon einige Jahre her ist, möchte ich ohne das Andenken an Klaro zu schmälern, auf dieses Thema nicht weiter eingehen.

Grundsätzlich teilen wir es den Forenteilnehmern mit, wenn wir Kenntnis über das Ableben eines Mitglieds erhalten. Allerdings ist dies zumeist ausschließlich bei Vereinsmitgliedern der Fall. Die Veröffentlichung erfolgt dann in einem vereinsinternen Forenbereich für Vereinsmitglieder.

Einige Mitglieder sind schon seit vielen Jahren hier aktiv. Man kennt und schätzt sich deshalb aus den Statements. Teilweise sind daraus auch reale Freundschaften entstanden.
So sind wir beispielsweise bereits viermal mit einer Gruppe von 10-12 Personen auf eine einwöchige Vereinsfreizeit gefahren.
Was häufig ein wenig zu kurz kommt, ist die Tatsache das hinter diesem Forum ja auch noch ein Verein steckt, der natürlich auch im "echten" Leben aktiv war und ist.

Gegen osteuropäische Menschen, die hier kranke und behinderte Menschen Pflegen habe ich im Übrigen gar nichts. Allerdings gibt es nicht wenige Abzockerbuden, die teilweise horrende Vermittlerprovisionen kassieren und dabei nur einen Hungerlohn an die Angestellten weitergeben.
Allerdings kann man darüber noch viel weiter diskutieren, welche Gründe beispielsweise dazu führen, dass heimische Pflegekräfte teilweise unfinanzierbar für Pflegebedürftige sind, welche Vor- und Nachteile entstehen können und vieles mehr.
Vielleicht sollte man dazu ein neues Thema eröffnen.

Gruß

Matti

Bitte Anmelden oder Registrieren um der Konversation beizutreten.

Ladezeit der Seite: 0.207 Sekunden

Besucher: Sie sind nicht allein!

Heute 570

Gestern 4428

Woche 570

Monat 79748

Insgesamt 5819954

Aktuell sind 73 Gäste und keine Mitglieder online

Der Verein

Die Inkontinenz Selbsthilfe e.V. ist ein gemeinsames Anliegen vieler Menschen. Der Verein versteht sich als ein offenes Angebot. Unsere Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Den Verein bewegt, was auch seine Mitglieder antreibt: Wir möchten aktiv zur Verbesserung der krankheitsbedingten Lebensumstände beitragen.

 

Impressum        Kontakt       Datenschutzerklärung

Spendenkonto:
Volksbank Mittelhessen eG
Inkontinenz Selbsthilfe e.V.
IBAN: DE30 5139 0000 0046 2244 00
BIC: VBMHDE5FXXX

Stuhlinkontinenz